Lufthansa will das Umsteigen in München künftig attraktiver machen. Bestimmte Fluggäste, die dort umsteigen, haben bald die Möglichkeit, einen längeren Stopover in der bayerischen Landeshauptstadt einzulegen. Statt nur wenige Stunden im Terminal auf den Weiterflug zu warten, können Reisende ihren Aufenthalt nun flexibel auf bis zu sieben Tage verlängern. Die Airline sieht hier Potenzial für zusätzliche Buchungen von Unterkünften, Mietwagen und Aktivitäten über die eigenen Kanäle.
✈️ Stopover bis zu 7 Tage: Lufthansa ermöglicht längere Aufenthalte in München statt kurzer Umstiege.
🏙️ Mehr Reiseerlebnis: München wird gezielt als Destination vermarktet, nicht nur als Drehkreuz.
💼 Zusatzumsätze im Fokus: Hotels, Mietwagen und Aktivitäten können direkt mitgebucht werden.
Viele namhafte Fluggesellschaften wie Etihad, Icelandair, Qatar Airways, Singapore Airlines oder Turkish Airlines preisen ihre Drehkreuze schon seit Jahren als attraktive Destinationen an, die entdeckt werden wollen. Nun hat auch Lufthansa das Potenzial erkannt und ein eigenes Stopover-Programm aufgelegt.
Stopover zunächst auf ausgewählten Langstrecken
Zum Start richtet sich das neue Angebot an Passagiere auf ausgewählten Langstreckenverbindungen. Konkret können Reisende auf Flügen zwischen Singapur sowie mehreren Zielen in den USA und dem Drehkreuz München den Zwischenstopp deutlich ausdehnen. Der Aufenthalt kann dabei flexibel auf der Hin- oder Rückreise eingeplant werden und beträgt mindestens 24 Stunden bis maximal sieben Tage.
Die Integration erfolgt direkt in den Buchungsprozess auf der Lufthansa-Webseite. Kundinnen und Kunden können die Stopover-Option bereits bei der Flugbuchung auswählen und individuell anpassen. Je nach Strecke und Tarif kann für den längeren Aufenthalt ein Aufpreis anfallen. Ergänzend lassen sich innerhalb von 24 Stunden nach der Buchung zusätzliche Leistungen wie Hotels, Mietwagen oder Freizeitangebote in München über Partner integrieren.
Der Umstieg soll vom reinen Zweckaufenthalt zu einem eigenständigen Reiseerlebnis werden. München wird damit nicht nur als Drehkreuz positioniert, sondern gezielt als Destination vermarktet. Heiko Reitz, Bereichsvorstand Lufthansa Airlines und Hubmanager München, spricht in der Pressemeldung davon, den Gästen einen echten Mehrwert zu bieten und die Attraktivität der Region stärker in die Reise einzubinden.

Lufthansa führt Stopover in München ein: Bis zu 7 Tage Aufenthalt möglich Frankfurtflyer Kommentar
Hier darf man sich fragen, warum es bei Lufthansa so lange gedauert hat, bis ein solches Angebot aufgenommen wurde. Nun ist es soweit, der Stopover in München soll dabei nur ein Anfang sein. Der Kranich plant, das Programm im Laufe des kommenden Jahres auf weitere Zielregionen auszudehnen. Perspektivisch sind auch ähnliche Angebote an anderen Drehkreuzen der Lufthansa Group denkbar.
Warum auch nicht? Städte wie Brüssel, Frankfurt, Rom, Wien und Zürich haben viel zu bieten. Mit der Möglichkeit, das Ticket so auszustellen, dass genug Zeit für eine Entdeckungsreise in der jeweiligen Stadt bleibt, spricht man sicherlich zahlreiche Kundinnen und Kunden an. Diese können während der Flugbuchung gleich das Hotel mit in den Warenkorb legen und der Lufthansa schöne Provisionen bescheren.
Wow, das wird dann bestimmt wieder als „bahnbrechende Weltneuheit“ vermarktet.
„Je nach Strecke und Tarif kann für den längeren Aufenthalt ein Aufpreis anfallen.“ war ja klar. Woanders kostenlos, bei LH gegen Aufpreis (auf Kundenwunsch zwecks Individualisierung natürlich)
Vor allem, wenn‘s noch nicht mal kostenlos ist, hätte man den Stopp ja schon immer haben können. Muss man halt entsprechend buchen. Was ist jetzt neu daran? Dass es so positioniert wird, dass etwaig anfallende Landleistungen von LH gekauft werden sollen? Wahnsinn…
Klar, es geht immer zwei Flüge unabhängig voneinander zu buchen. Beim Stopover geht es halt um zusammenhängende Segmente und Durchgangstarife, die mitunter ziemlich attraktiv sein können. Ohne die Stopover-Regelung muss ein Weiterflug im gleichen Ticket meist spätestens 24h nach Ankunft erfolgen.
Man kann schon immer ganz einfach einen Gabelflug buchen. Z.B. SIN-FRA, FRA-JFK, JFK-FRA-SIN. Eine durchgehende Buchung, also quasi ein Ticket. Kostet ggf. etwas mehr, aber das soll es ja bei LHs „Neuentwicklung“ auch kosten. Also wo ist die Neuerung?
Genauso sehe ich das auch.
Es war schon immer und ist immer noch möglich auf Lufthansa Tickets einen mehrtägigen Stopp in FRA oder MUC im gleichen Ticket einzubauen. Das ist typischerweise geringfügig teurer als ein Weiterflug innerhalb 24h hat aber nichts mit Buchung von zwei Flügen „unabhängig voneinander“ zu tun.
Und wenn es jetzt heißt, das auch im neuen Programm der Stopp einen Aufpreis kosten soll, weiß ich nicht, was daran „neu“ sein soll.
Der höhere Aufpreis ist „neu“. Also für alle, die die Lufthansa nicht kennen und sich wundern.
Ist leider auch bei anderen Airlines so gut wie nie kostenlos, da alleine schon zusätzliche Flughafengebühren bei einem Stopover anfallen. Nur dort wird es unter den Tisch fallen gelassen in der Kommunikation.
Bei längerem Stopover kann man zusätzlich auch noch sicherstellen, das alle Gepäckstücke rechtzeitig verladen werden 😉
Bei dem Thema muss ich mal eine Lanze für LH brechen: Nach der Pandemie läuft es nach meiner Erfahrung sehr zuverlässig, auch wenn man manchmal auf die Koffer am Band länger warten muss.
In Sachen Schadensregulierung sind die auch wirklich kulant und schnell. Meine Schäden bei Gulf Air und Qatar Airways wurden wegdiskutiert oder ignoriert. Da heißt es immer, dass Schäden an Griffen, Rollen, Reißverschlüssen und dem Teleskopstiel eh ausgenommen sind.
Trotzdem haben die 3 anderen Recht. Mal sehen wann FRA an die Reihe kommt. Da bin ich mal gespannt??!!