Die Situation im Nahen Osten ist nach wie vor sehr angespannt, und Airlines reagieren hierauf nun mit recht langanhaltenden Flugstreichungen in die gesamte Region. Die Airlines der Lufthansa Gruppe haben nun ein Update veröffentlicht, und man wird fast alle Ziele im Nahen Osten bis Ende Oktober nicht mehr anfliegen. Aber auch wichtige und ganzjährige Ziele wie Dubai und Tel Aviv werden bis mindestens 31. Mai aus dem Flugplan gestrichen.
✈️ Lufthansa Group streicht fast alle Nahost-Ziele bis Herbst 2026
📉 Dubai und Tel Aviv mindestens bis 31. Mai betroffen
🔄 Kostenfreie Umbuchung oder Erstattung für Passagiere möglich
In einer Informationsseite zur aktuellen Situation informiert Lufthansa für sich und alle Töchter, SWISS, Austrian Airlines, Brussels Airlines, ITA Airways, Edelweiss, Eurowings und Lufthansa Cargo, dass man fast alle Ziele in der Region bis zum Winterflugplan 2026/2027 nicht anfliegen wird. Dies liegt an der fallenden Nachfrage und der unklaren Bewertung der Lage, weshalb man die Flugzeuge im Sommer wohl schon zu anderen Zielen verplant hat.
Die Airlines der Lufthansa Gruppe: Lufthansa, SWISS, Austrian Airlines, Edelweiss, ITA Airways und Lufthansa Cargo werden alle Flüge zu folgenden Destinationen kurz- und mittelfristig aussetzen:
- Dubai bis einschließlich 31. Mai aussetzen
- Tel Aviv bis einschließlich 31. Mai aussetzen (Ausnahme: Lufthansa Cargo setzt Flüge nach Tel Aviv bis einschließlich 30. April aus)
- Abu Dhabi bis einschließlich 24. Oktober aussetzen
- Amman bis einschließlich 24. Oktober aussetzen
- Beirut bis einschließlich 24. Oktober aussetzen
- Dammam bis einschließlich 24. Oktober aussetzen
- Riad bis einschließlich 24. Oktober aussetzen
- Erbil bis einschließlich 24. Oktober aussetzen
- Maskat bis einschließlich 24. Oktober aussetzen
- Teheran bis einschließlich 24. Oktober aussetzen
Zusätzlich plant Eurowings, ihre Flüge nach
- Tel Aviv, Beirut und Erbil bis einschließlich 30. April auszusetzen
- Dubai, Abu Dhabi und Amman bis einschließlich 24. Oktober auszusetzen
Dabei sind alle diese Daten vorläufig, und es ist durchaus denkbar, dass der Flugausfall vor allem nach Dubai und Tel Aviv noch einmal verlängert wird. Allerdings könnte man auch vorher einen Verkauf von Tickets wieder aufnehmen, wenn sich die Situation sehr schnell normalisieren sollte und die Nachfrage entsprechend da ist.
Aktuell verhindert aber nicht nur die Sicherheitslage die Flüge in die Region, sondern oft auch die unklare und sich schnell ändernde Regulierung. So hat Dubai zum Beispiel die letzten zwei Wochen die Flüge von ausländischen Airlines an den DXB Airport kurzfristig untersagt, und erst jetzt werden erste Flüge ohne klare Regelmäßigkeit wieder durch Airlines aus Indien erlaubt.
Betroffene Fluggäste der Lufthansa Gruppe können kostenfrei auf ein späteres Reisedatum umbuchen oder erhalten alternativ den vollständigen Ticketpreis zurück. Weitere Informationen zu Umbuchungen und Rückerstattungen finden Gäste auf den Kunden-Websites aller Lufthansa Group Airlines.
Lufthansa Gruppe Airlines setzen Flüge in den Nahen Osten langfristig aus | Frankfurtflyer Kommentar
Der Krieg im Iran geht nun in die vierte Woche, und eigentlich gingen viele Beteiligte einmal davon aus, dass alles binnen weniger Tage wieder beendet ist und sich die Lage normalisiert. Dass dies nicht so ist, ist nun leider auch bittere Realität, und die Lufthansa Gruppe rechnet mit einem langanhaltenden Einbruch in der gesamten Region.
Besonders hart trifft dies nun aber auch Länder ohne direkte Beteiligung am Iran-Krieg, wie Saudi-Arabien, Oman, Katar oder auch die Vereinigten Arabischen Emirate. Diese haben in den letzten Jahren die Wirtschaft immer weiter auf den Tourismus hin optimiert und haben entsprechend starke Einbrüche von oftmals weit über 90%.
Selbst wenn es zu einer schnellen Erholung nach einer hoffentlich baldigen Beendigung des Iran-Krieges kommt, werden Airlines aus der Region wie Emirates, Etihad Airways, Qatar Airways und Co. so viele Kapazitäten in den Markt werfen, dass die Preise recht niedrig sein werden, nicht zuletzt, um den Tourismus in der Region wieder anzukurbeln. Dies würde dann aber auch für die Lufthansa Gruppe erst einmal zu einer Wettbewerbssituation führen, die wenig erstrebenswert ist, sodass ich nicht mit einer schnellen Wiederaufnahme des vollen Flugprogramms der Lufthansa Gruppe im Nahen Osten rechne.
So ein Mist. Mit meinen bereits gebuchten Flügen hätte ich im August meinen HON Status erneuert. Daraus wird jetzt wohl nichts mehr. Aber vielleicht verständlich. Auf meinem letzten Flug nach Riad Anfang März war ich allein in der Business und noch 19 andere in der Eco – das Ganze im A330. Gelandet sind wir dann in Kairo. So etwas bringt natürlich auf Dauer keinen Spaß und ist wirtschaftlicher Unfug. Gleich alles bis Ende Oktober zu streichen, zeugt m.E. von einer sehr negativen Einschätzung der Lage. (Aber der Sieg ist nahe und in 48 Stunden ist alles vorbei.)
Da scheint mir bereits schon wieder eine „Spezielle Operation“ aus dem Ruder gelaufen zu sein!
Mein Flug ✈️✈️? nach DXB ist immerhin erst Mitte Oktober.
Hatte das Glück am 28.02 mit LH 631 aus Dubai zurückgekommen zu sein – zuhause beim Frühstück dann die Nachricht dass Israel/USA den Irak angegriffen hatte; keine 9 Stunden nach dem Abflug in DXB. Hätte ich ein Flug später, oder meine „Lieblings-Umsteige-Verbindung“ über DOH genommen, wäre ich ggf. noch deutlich länger in DXB/DOH „gefangen“ gewesen… Und genau da liegt aus meiner Sicht auch das große Problem – Vertrauen zurückgewinnen, selbst wenn der Krieg (zeitnah) enden sollte. Solange die Situation im Nahen Osten auch nur ein bisschen volatil ist werde ich weder privat noch geschäfltich in die Emirate reisen. Wir haben derezeit noch 8 Flüge bis Ende des Jahres im Kalender stehen, davon 4 bereits gebucht/bezahlt. Mal schauen wann QR diese Flüge (final) streicht, da ist mir die Aussage von LH bis Ende Mai schon deutlich lieber. Auch wenn es aus meiner Sicht wesentlich länger dauern wird bis im Nahen Osten Ruhe einkehren, die Flieger wieder voll sein werden und verlorenes Vertrauen in den sicheren Hafen Dubai/Abu Dhabi/Qatar/Oman/usw. zurückkehren wird… Und ohne Vertrauen auf Sicherheit/Unversehrtheit ist der schönste Strand, das beste Konferenzzentrum und die beste Mall nunmal keinen Cent wert
Das macht kein Sinn.
Die Städte (DXB& TLV) , die am meisten vom Krieg betroffen sind, haben die kürzeste CXL- Periode.
Und MCT ist ja defacto gar nicht betroffen- CXL bis Ende Oktober😭🤣
Die Verbindungen werden aus operativen Gründen bis Ende Oktober ausgesetzt. LH möchte die Flieger schlicht auf anderen Routen einsetzen und nicht am Boden verfügbar halten „just in case“ bzw. mit nur unrentabler Auslastung nach Middle East fliegen. Dies ist nachvollziehbar, insbesondere da LH die Frequenzen auf Asienrouten aufstockt. Für gebuchte Passagiere natürlich unerfreulich.
Ganz genau. Da LH auf den Asien Routen deutlich verstärke Nachfrage verzeichnet, versuchen sie natürlich, dort zusätzliche Kapazitäten zu schaffen. Und auf meinem Flug nach Riad vor 2 Wochen war ich alleine in der Business mit 19 anderen in Eco. Das lohnt sich natürlich überhaupt nicht – und so werden die Flieger dann eben da eingesetzt, noch starke Nachfrage ist. Für mich eine logische Konsequenz.
Bleibt für mich nur zu hoffen, dass die LH ihren dadurch verhinderten Statuskunden (kulanterweise!?) selbigen um ein Jahr verlängert, so wie’s früher mal war.
Glaube ich kaum, gibt wahrscheinlich wieder ein paar (hundert) Points zusätzlich, so wie bei der Streikwelle, aber Statusverlängerung wäre wohl kaum gerechtfertigt, da ein Grossteil des Streckenangebots immer noch normal angeboten wird.
Moin,
die LUfthansa sagt immer „Umbuchung oder Geld zurück“. Geht nicht auch zwingend eine Umbuchung zu Fremdmetall?
Viele Grüße
Klar, der Passagier hat einen Anspruch zu seinem Ziel befördert zu werden, laut EU Fluggastverordnung muss die Airline das, wenn sie es nicht selbst schafft, über Buchungen dritter Airlines sicherstellen, völlig egal, was es kostet. Sollte die Airline eine Buchung bei allianzfremden Airlines ablehnen, sollte man der Airline mit kurzer Fristsetzung eine eigene Buchung mit Pflicht zur Kostenübernahme androhen. Dazu am Besten gleich Flugvorschläge von Google Flights etc. beilegen, damit die Airline nicht hinterher behaupten kann, es hätte ja auch bei anderen Airlines keine freien Plätze gegeben. Und dabei gilt, der Ersatzflug muss in Bezug auf Beförderungsklasse identisch sein, Umsteigeorte und Flugzeiten dürfen sich nicht wesentlich verlängern. Preis ist irrelevant.
Zum Glück war ich im Januar schon in Amman und im Februar in Tel Aviv.
Jetzt fehlte mir eigentlich noch ein 3. EWG BIZClass Flug für meinen Senatorstatus…
Aber stattdessen habe ich mehrere LH Surprise Flüge quer durch Europa gebucht und komme so auch bis Ende April zum Senator 🙂
200 Punkte (Sustainable Fuel) waren zunächst zwischen Eurowings und Miles & More verloren gegangen und nach 10 Telefonaten mit beiden Help-Lines hatte ich schon fast aufgegeben, dass diese Punkte noch jemals gutgeschrieben werden. Was dann half war ein persönlicher Brief an den Geschäftsführer von EWG. Schwupps waren die Punkte gutgeschrieben. Guter Mann!
Discover Airlines hat ab Ostern auch die Verbindungen nach HRG gestrichen, obwohl für Ägypten keine echte negative Stimmung vorherrschen sollte. Auch eine Entscheidung Kapazitäten lieber auf anderen Routen einzusetzen?