Manager zum Kerosinmangel: „Buchen Sie Lufthansa“

Foto: Lufthansa

Kurz vor dem Höhepunkt der diesjährigen Sommersaison wirbt Lufthansa für Vertrauen und Zuverlässigkeit. Der Konzern hat dazu ein Interview mit dem Manager Dieter Vranckx veröffentlicht. In dem internen Gespräch zeigt der Chief Commercial Officer der Group keine Bedenken wegen eines Kerosinmangels in diesem Sommer. Die Fluggesellschaft betitelt die Veröffentlichung ziemlich selbstbewusst mit „Buchen Sie Lufthansa“.

Das Wichtigste auf einen Blick:

✈️ Lufthansa sieht aktuell keinen Kerosinmangel im Sommer 2026.
🌍 Alternative Lieferungen aus Nordamerika und Afrika sollen Engpässe vermeiden.
🛫 Der Konzern wirbt offensiv mit Stabilität und dem breiten Streckennetz.

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Mitten in der angespannten geopolitischen Lage versucht Lufthansa, ihren Kunden Sicherheit zu vermitteln. Hintergrund sind Sorgen über mögliche Einschränkungen bei der Treibstoffversorgung infolge der Krisensituation im Nahen Osten. Besonders die Straße von Hormus gilt als sensibler Engpass für den weltweiten Öl- und Kerosintransport.

Laut Dieter Vranckx sieht die Airlinegruppe derzeit jedoch keinen Grund zur Sorge. Der Manager verweist darauf, dass nur etwa ein Viertel der europäischen Kerosinimporte überhaupt durch die Straße von Hormus transportiert werden müsse. Fehlende Mengen könnten laut Lufthansa durch Lieferungen aus Nordamerika oder Afrika kompensiert werden. Gleichzeitig hätten europäische Raffinerien ihre Produktion bereits deutlich hochgefahren.

Die Botschaft des Konzerns ist dabei ziemlich offensiv. Kunden sollen nicht nur beruhigt werden, Lufthansa fordert sie sogar aktiv dazu auf, ihre Reisen jetzt zu buchen. Dabei verweist der Konzern auf das eigene Netz mit mehr als 300 Zielen weltweit und verspricht im Fall von Flugausfällen unkomplizierte Umbuchungen oder vollständige Erstattungen.

Die meisten Airlines äußern aktuell keine Bedenken, kommunizieren diesbezüglich aber deutlich zurückhaltender. Der Konflikt im Nahen Osten sorgt weiterhin für gesperrte Lufträume, längere Flugzeiten und steigende Betriebskosten. Mehrere Fluggesellschaften mussten ihre Flugpläne zuletzt kurzfristig anpassen oder Verbindungen aussetzen.

Bei Lufthansa zeigt man sich demonstrativ gelassen. Vranckx betont, dass die Airlines der Gruppe „bereit für den Sommer“ seien und Kunden sich auf ein stabiles Angebot verlassen könnten. Damit richtet man sich insbesondere an Reisende, die in Krisen besonders sensibel auf Unsicherheiten reagieren.

Manager zum Kerosinmangel: Buchen Sie Lufthansa | Frankfurtflyer Kommentar

Krisen, hohe Kosten und gesperrte Lufträume machen so manche Kunden nervös. Diese sollen besänftigt werden und auch in diesen unsicheren Zeiten fliegen, anstatt den Urlaub mit dem eigenen Auto anzutreten. Lufthansa versucht es mit einer Werbekampagne in Interviewform. In dem Gespräch geht es nicht um eine nüchterne Branchenanalyse, sondern um eine Botschaft, die vor Selbstbewusstsein schier überladen wirkt.

Wir wissen doch alle, dass es gerade in der Luftfahrt keine Garantien gibt. Erst letzten Monat sind zahllose Flüge durch Streiks ausgefallen, das kurzfristige Ende von CityLine hat für den ganzen Sommer Lücken im Flugplan hinterlassen. Lufthansa hat durch die schiere Größe und die vielen Partner durchaus Vorteile und kann die Fluggäste im Fall der Fälle meist ohne Probleme umbuchen, doch nicht immer lässt sich eine schnelle und kundenorientierte Lösung finden.

Was denkt Ihr über diese Form der Kommunikation?

9 Kommentare

  1. „wirbt Lufthansa für Vertrauen und Zuverlässigkeit“-Meine 4 gebuchte reisen mit LH .Nur ärger stornirungen umbuchungen auf andere verbindungen,andere abflug zeiten. Meine ganze planung durcheinander.

    • Wie bist Du denn drauf?
      Habe sofort 4 Langstreckenflüge bei oneworld und SkyTeam-Airlines gebucht um LH und M&M abzustrafen.
      Schon wieder neue Verschlechterungen seit dem 27.05.2026 bei Flex-Tarifen, Internationalem Zuschlag und den völlig irren Stornogebühren?
      Der Laden spinnt komplett.
      Auf die Aussage von Herrn Vranckx gebe ich gar nichts.
      Wie andere wurde ich angerufen weil sie sich wundern warum ich als Letztmalig-Noch-Senator die M&M-Kreditkarte nicht einmal kostenlos haben wollte.
      Tja. Wundert euch ruhig weiter. Ihr kapiert gar nichts.
      Ende Januar 2027 kommt dann die Senator-New-Mail „In letzter Zeit sind Sie weniger mit uns geflogen, so dass Ihr Senator Status leider Ende Februar endet.“
      Ja genau. Überlegt mal warum.

  2. Möglicher Kerosinmangel ist nur eines der Themen, welche das Vertrauen und die Zuverlässigkeit beeinflussen.

    Bei mittlerweile zwölf Flugbetrieben in der Gruppe und in Anbetracht latent schwelender Tarifkonflikte sowohl im Cockpit als auch in der Kabine ist es nur eine Frage der Zeit, bis die Streiks fortgesetzt werden.

    Im Klartext:
    Einen Teufel werde ich tun und auf gar keinen Fall Lufthansa buchen!

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