Viele Träumen vom Flug in der Business Class oder First Class, der sich mit Miles & More erfüllen soll. Seitdem das beliebte Vielfliegerprogramm dynamisch geworden ist, buche ich fast ausschließlich nur noch Kurzstrecken-Flüge mit Meilen. Meistens sogar in der Economy Class. Nun habe ich mit dem Einsatz von Miles & More Meilen mehr als 1.000 Euro beim Sommerurlaub gespart. Ohne dabei mein Miles & More Konto übermässig zu plündern.
Mehrmals im Jahr zieht es uns an die Costa Blanca. Da unsere Kinder hier in der Schweiz Kindergartenpflichtig sind, sind wir mittlerweile auf Urlaubsreisen in den Ferien angewiesen. Wie so viele andere Eltern. Die begrenzten Kapazitäten in den Ferien machen das Fliegen meist unnötig teuer.
Günstige Meilentickets
Wenn da nicht Miles & More wäre, das nach der Umstellung auf das dynamische Pricing von Flügen zum echten Gamechanger geworden ist. In unserer Umzugsphase damals in der Schweiz hatte ich schon extrem vom neuen System profitiert. Häufig müsste ich von einem auf den anderen Tag zwischen Deutschland, Schweiz und Spanien pendeln. Günstige, kurzfristige Meilentickets haben dabei mein Portemonnaie geschont.
Denn seitdem bei Miles & More der Meilenpreis für ein Flugticket durch die verfügbaren Buchungsklassen bestimmt wird, gibt es Flugtickets bereits für wenige Tausend, manchmal sogar hundert Meilen plus Zuzahlung. Wer mit dem Abflugort flexibel ist, kann nochmals sparen.
Sommerferien mit Meilen
Diesen Joker habe ich für die Sommerferien 2026 nun erneut nutzen können. Sogar für die gesamte Familie, bestehend aus zwei Erwachsenen und zwei Kindern. Ziel war die letzten drei Ferienwochen in Spanien zu verbringen. Möglich als Zielort waren Alicante (ALC) und Valencia (VLC). Beides Ziele, die ab Zürich von SWISS direkt bedient werden.
Die günstigsten Tickets zu unserem Wunschtermin +/-2 Tage lagen bei 1.400 CHF (etwa 1.520 Euro).

Also etwa 350 Franken pro Person im günstigsten Economy Tarif ohne jeglichen Schnickschnack wie Aufgabegepäck oder Sitzplatzreservierungen.
Das ist für die Feriensaison noch nicht übermäßig viel, tut – zumindest mir – innerlich auf einer Strecke, die sonst 150 bis 200 Franken kostet, weh.
Gute Verfügbarkeiten in den Ferien
Daher wollte ich diesen Preis mit Miles & More challengen. Mein flexibler „Abflugort“, bei dem ich mir die Kosten für den Zubringer sparen kann, ist meist der Bahnhof Basel. Diesen nutzt SWISS statt klimaschädlicher Inlandsflüge nach Zürich. Airrail-Tickets haben bei Miles & More gerne den positiven Nebeneffekt, dass sie Steuern und Gebühren reduzieren und Verfügbarkeiten verbessern.
Trotz der hohen Nachfrage in den Ferien gab es zu unserem Wunschtermin tatsächlich mindestens vier freie Plätze, die mit Meilen gebucht werden konnten.
- Basel (ZDH) – Zürich (ZRH) – Alicante (ALC): 6.443 Meilen plus 164,40 CHF Steuern & Gebühren
- Alicante (ALC) – Zürich (ZRH) – Basel (ZDH): 6.555 Meilen plus 71,40 Euro Steuern & Gebühren
Also in Summe 13.000 Meilen und 250 Euro Zuzahlung. Der Preis für das Einzelticket lag dabei leicht über 1.500 Meilen, da in der Gesamtsumme der Rabatt für den Senator Compagnion und Kinder unter zwölf Jahren eingeflossen ist.
Wert: Zehn Cent pro Meile
Setze ich die üblichen 1 Cent pro Meile an, habe ich für meine Urlaubsflüge deutlich über 1.000 Euro gespart. Und auch wenn die Prämientickets in den günstigen Economy Light-Tarif buchen, konnte ich direkt bei der Buchung Sitzplätze reservieren und habe Aufgabegepäck inklusive.
Am Ende des Tages hat bei dieser Einlösung eine Prämienmeile einen Gegenwert von fast zehn Cent gebracht. Viel besser geht es mit einem Flug in der First Class auch nicht.
Mit Miles & More Meilen in die Ferien | Frankfurtflyer Kommentar
Zehn Cent Gegenwert pro Meile. Award-Seats in den Ferien. Economy Class-Tickets mit Meilen sind für mich in den vergangenen Monaten zum echten Gamechanger im dynamischen Miles & More Programm geworden. Sie sind zwar wenig prunkvoll, aber mega effektiv, wenn man in Zeiten hoher Nachfrage oder kurzfristig reisen muss.
Habt Ihr schon einmal Meilen für Economy Class-Tickets eingelöst oder ist das für Euch ausgeschlossen? Diskutiert gerne in den Kommentaren mit mir.
Ich löse viel Meilen für Eco ein, gerade wenn ich kurzfristig nach FRA muss. Das ist vom BER ein absolutes Schnäppchen bei extrem hohen Flugpreisen.
Auch andere Ziele wie London gehen da oft sehr gut, durch den Zubringereffekt oder FRA oder MUC.
Aber ich habe auch schon über 10 Cent mit Langstrecke in C hinbekommen. YUL-ZRH-MUC Oneway 2 Personen mit Senator war schon in C bei Preisen von 10.000 Euro ein Schnapper. Und dann gabs noch ein F Upgrade. Da hat es dann die Skala gesprengt. 😀
Es ist ein Spiel, mal gewinnt man, mal verliert man. Ich finde mit Meilen sehr oft was, auch nach der Umstellung. Und ich bin noch heute froh, dass ich nicht alle Meilen vorher verprasst habe.
Diese Sweetspots (günstige Eco-Prämienflüge in der Ferienzeit und kurzfristig in Europa) wird Miles & More noch schließen. Sie waren so nie intendiert, und es entgeht dadurch viel zu viel Geld.
Die Erfahrung kann ich leider nicht teilen.
Ich habe mich schon oft gefreut, ein günstiges Meilen-Ticket gefunden zu haben, mit geringer Zuzahlung.
Dann habe ich den regulären Preis auf der selben Verbindung angesehen, und festgestellt, dass der sogar noch günstiger war.
Wenn das Meilen-Ticket gegenüber dem Cash-Ticket auf der selben Verbindung dann mal die Nase vorn hatte, dann gab es oft eine alternative Flugverbindung mit einer anderen Airline(-Gruppe), die günstiger war.
Jetzt muss man aber dazu sagen, dass meine Base FRA ist – wenn ich dann die Flugpreise ansehe, wie Sebastian oder Betty es hier schreiben, dann ärgere ich mich, dass es ab BER, BSL oder anderen Startpunkten vielfach günstigere Meilen-Tickets gibt.
Hier ab FRA lässt LH sich den Direktflugservice ganz gut bezahlen – ist er mir je nach Strecke und Reisekontext aber zum Teil nicht wert.