Nach Allegris und Senses kommt „Ocean Blue“, es handelt sich dabei um das neue Kabinenprodukt von Discover Airlines. Der Ferienflieger will ab 2027 in allen Klassen neue Sitze anbieten, um konkurrenzfähiger zu werden. Am meisten werden die Fluggäste der Business Class profitieren, da jeder Sitz direkt vom Kabinengang zugänglich sein wird. Zwei der Sitze werden durch Schiebetüren, größere Monitore und mehr Ablageflächen zu komfortablen Suiten.
🛫 Neues Kabinenprodukt: Discover Airlines führt ab 2027 das neue Kabinenkonzept „Ocean Blue“ ein.
💺 Business Class mit Suiten: Zwei neue Suiten mit Türen, mehr Platz und besserem Service.
🌍 Upgrade für alle Klassen: Neue Sitze, Monitore & Starlink-Internet in allen Reiseklassen.
Wir haben es schon läuten hören, als bekannt wurde, dass Discover Airlines vier Airbus A350 von Lufthansa erhalten wird. Es handelt sich hier um die sogenannten Sprinter, die in der Kabine von den anderen Maschinen abweichen. Die Jets waren zuvor bei Philippine Airlines im Einsatz, Lufthansa hat die Sitze und das Layout größtenteils beibehalten und lediglich das Design angepasst. Das 1-2-1-Layout der Business Class brachte für die Kranich-Passagiere ein Upgrade, da bei deren Übernahme alle anderen Flugzeuge mit je sechs Sitzen pro Reihe in einer 2-2-2-Anordnung ausgestattet waren. Bei den Sitzen handelt es sich um den Thompson Vantage Sitz, der bei vielen Airlines in der Business Class zum Einsatz kommt.
Zudem gibt es Bewegung in der A330-Flotte bei Discover. Die drei A330-200 werden demnächst ausgeflottet. Allerdings wird Discover fünf A330-300 einflotten, sodass es bis zur Ankunft der A350 lediglich A330-300 bei Discover geben wird. Im Zuge des Kabinenupgrades werden die Ausstattungen aller Flugzeuge vereinheitlicht, sodass kurzfristige Änderungen des Fluggeräts keine Auswirkungen auf zugeteilte Sitzplätze haben werden.
Neue Kabine für Discover Airlines
Von den komfortableren Sitzen profitieren dann bald die Urlauberinnen und Urlauber, die mit Discover Airlines unterwegs sind. Solche Sitze dienen auch als Vorlage für die Business Class der Zukunft bei einigen Gesellschaften der Lufthansa Group. Der Konzern hat gerade neue Kabinen für die Ferienflieger Edelweiss und Discover entwickelt. Die Tochter aus der Schweiz hat diese erst vor wenigen Tagen vorgestellt. Nun gibt Discover Airlines erste Details bekannt.
Laut Pressemitteilung steht die junge Airline vor der größten Investition ihrer Firmengeschichte. Insgesamt 16 Airbus A330-300 werden die neueste Produktgeneration erhalten, das erste Flugzeug soll im April 2027 starten. Die Umrüstung wird bis Mitte 2028 andauern. Nach dem Umbau verfügt jeder Airbus A330 über 288 Sitzplätze, davon 31 in der Premium Economy und 30 in der Business Class.
Business Class mit neuen Suiten
Anders als bei der eher verschachtelten Allegris-Kabine der Lufthansa werden bei Discover deutlich mehr Paare und Familien gemeinsam reisen können. Rund die Hälfte der Sitze sind Doppelplätze in der Mitte, die auch über eine kleine Abtrennung verfügen. Bei den Sitzen handelt es sich um modifizierte Thompson Vantage XL, die mit eigenen Designelementen angepasst wurden. Zum Beispiel ist die Sichtblende zum Gang anders als bei Edelweiss. Außerdem wird es ein Ablagefach und einen Brillenhalter geben, zwei Features, die es bei Edelweiss nicht gibt.
Highlight werden die zwei neuen Business-Class-Suite-Sitze in der ersten Reihe. Diese erhalten rund 1,20 Meter hohe Schiebetüren, größere Monitore (32 Zoll vs. 17 Zoll an den anderen Plätzen der Business Class), mehr Platz und Stauraum. Die Suiten eignen sich sowohl für Paare als auch für Einzelreisende. Discover hat auch angekündigt, hier einen hochwertigeren Service bieten zu wollen. Die Suiten stellen keine eigene Reiseklasse dar, sondern sind aufpreispflichtige Business Class Sitze. Der Aufpreis wird wahrscheinlich zonenbasiert berechnet, allerdings könnten sich diese Überlegungen noch ändern.

Was auffällt ist, dass es keine Pärchensitze gibt, die in den Mittelreihen direkt nebeneinander liegen. Es wird immer ein Ablageelement zwischen den Sitzflächen zu finden sein.
Verbesserungen in der Premium Economy
Auch die Premium Economy Class wird verbessert. Discover bekommt hier den neuen Sitz, den auch Lufthansa und SWISS in letzter Zeit verwenden. Durch die Hartschalen hinter den Plätzen kann man die Rückenlehnen verstellen, ohne die Mitreisenden zu stören. In der Premium Economy werden dieselben geräuschunterdrückenden Kopfhörer wie in der Business Class fest verbaut werden, die Monitore sind hier 15 Zoll groß. Mobiltelefone können dann übrigens in der Armlehne geladen werden – unter dem Polster befindet sich ein Fach zum kontaktlosen Laden.
Gute Nachrichten für die Economy Class
Auch die Sitze der regulären Economy Class erhalten neue Monitore und Kopfstützen. Die Monitore sollen 13 Zoll groß sein und Inhalte in 4K Auflösung darstellen können. Es soll außerdem möglich sein, eigene Geräte mit dem Entertainment System an Bord zu pairen. Inhalte können dann auf den Monitoren angezeigt und Klang auf eigenen Kopfhörern übertragen werden.
An jedem Platz wird es einen USB-A und USB-C Port geben. Die Leistung soll bei 60W liegen, so dass auch größere Geräte mit Strom versorgt werden können. Und die beste Nachricht zum Schluss: Der Sitzabstand wird sich um einen Zoll vergrößern. Damit geht Discover von 76cm auf den Sitzabstand von ca. 79cm, der z.B. bei Lufthansa in der Economy Class Standard ist.

Schnelles Internet in der gesamten Flotte
Mit Starlink wird schnelles Internet bald in alle Reiseklassen von Discover Einzug erhalten. Der Umbau soll gegen Jahresende starten und die Flugzeuge dann sukzessive aufgerüstet werden. Wer dann auf dem Weg in den Urlaub noch arbeiten möchte/muss oder auf dem Rückweg noch schnell Urlaubskarten designen und verschicken möchte, ist dann bei Discover mit ausreichend Bandbreite versorgt.
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Mit Suiten gegen Condor: Discover Airlines bekommt neue Business Class | Frankfurtflyer Kommentar
Hier scheint man bei Lufthansa den richtigen Weg zu gehen. Bei der Neugestaltung der Kabinen von Discover Airlines & Edelweiss will man keine Experimente wagen. Privatreisende sind oft mit Begleitung und meist auch etwas preisbewusster unterwegs. Das Allegris-Konzept mit Aufpreisen für den abgeschirmten Sitz am Fenster oder den einzelnen Thron in der Mitte würde wahrscheinlich nicht gut funktionieren. Ebenso wenig wäre ein solches Konzept für Reisende, die gebündelte Leistungen kaufen (z.B. Pauschaltouristen), geeignet.
Preisbewusst bedeutet nicht unbedingt sparsam. In den letzten Jahren ist der Anteil der Privat- und Urlaubsreisenden in den Premiumklassen gestiegen. Hier spielt auch die Premium Economy Class eine wichtige Rolle. Das aktuelle Produkt von Discover unterscheidet sich spürbar von der regulären Economy Class und wird laut dem Ferienflieger gut angenommen. Konkurrent Condor hat hier lediglich den identischen Sitz mit etwas mehr Beinfreiheit und besserem Service im Angebot. Die Aufwertung bei Discover könnte den Rivalen zum Handeln zwingen.
Mit den Suiten in der Business Class springt man hingegen auf den Zug auf, den Condor schon vor Jahren genommen hat. Die ersten Reihen bieten oft schon baulich bedingt mehr Platz, dies haben sich schon mehrere Fluggesellschaften zunutze gemacht. Mit einer höheren Abtrennwand und Türen, einem größeren Monitor und besserem Service geht man hier schon in Richtung First Class.










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