Notfall bei Lufthansa: Airbus A321neo in Athen über Rutschen evakuiert

Lufthansa Airbus A321neo (Archivbild)

Am Flughafen Athen kam es am Montagabend, dem 11. Mai, zu einem Zwischenfall. Der Lufthansa Airbus A321neo mit der Kennung D-AIEA kehrte nur wenige Minuten nach dem Start am Eleftherios Venizelos Airport wieder zum Ausgangsort zurück. Kurze Zeit nach der Landung mussten die Insassen des Flugzeugs über die Notrutschen evakuiert werden. Nach ersten Erkenntnissen wurden drei Personen verletzt.

Das Wichtigste auf einen Blick:

🛬 Lufthansa-Airbus A321neo kehrte kurz nach dem Start nach Athen zurück.
🚨 Nach der Landung wurde das Flugzeug über die Notrutschen evakuiert.
📱 Erste Videos des Vorfalls kursieren bereits in sozialen Netzwerken.

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Der Lufthansa-Flug LH 1753 stand heute unter keinem guten Stern. Der Start war eigentlich für 15:45 Uhr geplant, es ging jedoch mit erheblicher Verspätung los. Erst nach 18 Uhr Lokalzeit setzte sich der gut 7 Jahre alte Airbus A321neo in Bewegung. Um 18:19 Uhr startete die Maschine dann mit dem Zielort München.

Feuerwarnung im Triebwerk

Laut „The Aviation Herald“ stoppte die Crew den Steigflug bei 8.000 Fuß aufgrund einer Triebwerks-Feuerwarnung und entschied sich zur sofortigen Rückkehr nach Athen. Das Flugzeug drehte laut Flightradar schon nach kurzer Zeit wieder um, etwa 13 Minuten nach dem Start war die Maschine wieder zurück am Ausgangsflughafen. Einige Minuten nachdem der Jet dann zum Stillstand kam, kam es zu der Entscheidung, dass alle Insassen das Flugzeug über die Notrutschen verlassen müssen.

In den sozialen Medien wie z.B. Instagram kursiert ein erstes Video, auf dem der Vorfall zu sehen ist.

 

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Die Crew beginnt mit dem Verfahren, das für solche Fälle trainiert wird. Die Fluggäste stehen auf und gehen zu den Notausgängen. Dabei werden einige aufgefordert, ihr Handgepäck zurückzulassen. Durch die schweren Taschen oder Rollkoffer können die Notrutschen beschädigt werden und andere in Gefahr bringen.

Nach ersten Berichten entwickelten sich entweder schon während des kurzen Fluges oder nach der Landung starke bzw. stechende Dämpfe/Gerüche, die zu der Evakuierung geführt haben. Bei dem Vorfall wurden drei Personen verletzt. Insgesamt waren 177 Passagiere und 7 Besatzungsmitglieder an Bord.

Notfall bei Lufthansa: Airbus A321neo in Athen über Rutschen evakuiert | Frankfurtflyer Kommentar

Eine Evakuierung kommt in der Luftfahrt eher selten vor, auch wenn es in den vergangenen Tagen gleich mehrfach dazu kam. Das Video zeigt in diesem Fall, wie schnell die Crew reagiert und dabei offensichtlich ruhig und sehr klar bleibt.

Man hört, wie einige Passagiere beruhigt werden. Andere werden angewiesen, das Handgepäck zurückzulassen. Jemand will dennoch das Laptop mitnehmen, daraufhin kommt beeindruckend schnell als Reaktion: „Du brauchst dein Laptop nicht, du brauchst dein Leben“.

Das Thema Handgepäck wird immer wieder zum Problem. Bei vielen Vorfällen kam es dadurch zu Beschädigungen, Verletzungen oder Verzögerungen, die lebensgefährlich werden können.

 

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34 Kommentare

  1. Passagiere, die bei so einer Evakuierung ihre Laptops und Taschen mitnehmen und dabei auch noch filmen, sollten angezeigt und verklagt werden. unfassbar bei so viel Egoismus!!

  2. Haha, die Anweisungen und der Spruch mit dem Laptop kamen nicht von einer Flugbegleitung sondern von mir. Ich war gestern an Board des Fliegers und nach der Aufforderung zur Evakuierung waren viele Passagiere sehr nervös und einige haben begonnen ihr Handgepäck aus dem Overhead Bin zu holen. Wir hatten auch eine größere Gruppe Jugendlicher um uns von denen einige sehr verängstigt waren. Die Flugbegleiter haben uns bei den Rutschen geholfen und Durchsagen gemacht aber wir als Passagiere mussten uns sehr gut beherrschen. Es war auf jeden Fall sehr aufregend und hoffentlich nie mehr … danach waren wir ca 5 Stunden in einem Bereich und konnten unser Gepäck aus der Maschine holen …

  3. Nach meinem Empfinden wollen die Passagiere ihr Handgepäck mitnehmen, weil sie nicht wissen was mit diesem geschieht wenn sie es zurücklassen.
    Wenn man hier mal besser im Vorfeld schon aufklären würde, würden sicherlich einige ihr Handgepäck im Flieger zurücklassen.

    • Das wird bei jeder Sicherheitsvorführung gesagt. Ich weiß das, weil ich die Ansagen mache. Es hört nur niemand zu. Sie anscheinend leider auch nicht.

      • Ja, es wird gesagt das man das Handgepäck zurück lassen soll aber meine Aussage bezieht sich auf das Warum man sein Handgepäck zurücklassen soll.
        Wenn man als Passagier gesagt bekommt, dass man sein Gepäckstück später wieder zurückbekommt, wie es Jessica Farkas beschrieben hat und was m obigen Fall zu 95% auch schon abzusehen war, oder schlimmstenfalls den Inhalt wieder ersetzt bekommt, macht das psychisch und im Ernstfall physisch schon ganz viel was in der Reaktion des Menschen aus.

        • nicht das „Warum“ ich meinte Was passiert mit dem Gepäckstück, wenn ich es im zurücklasse. Diese Aufklärung fehlt meiner Meinung den meisten der Passagiere.

    • Hallo Peter.
      vor jedem Flug (!!) und bei jeder Sicherheitsdemo wird darauf hingewiesen, das Handgepäck bei einer Evakuierung zurück zu lassen. Aber Fakt ist, dass halt die wenigsten (du eingeschlossen) zuhören bzw bei der Safety-Demonstration hinschauen.

      • Es wird den Passagieren eben nicht bei der Safety-Demo gesagt, dass sie im Ernstfall ihr zurückgelassenes Gepäck später kriegen. Genauso habe ich auch schon oft genug Safety-Demos gehabt, in denen nicht explizit darauf hingewiesen wurde, dass das Mitnehmen des Gepäcks die Rutschen beschädigen und damit unbrauchbar machen kann.

        • Es ist, meines Wissens nach, sogar auf den Sicherheitskarten vermerkt…als Piktogram.
          Es wird bei der Demo vor dem Flug angesagt.
          Es wird bei den Evakuierungskommandos gerufen.

          Es wird seinen Grund haben, glauben Sie nicht?
          Und, was habe ich davon, wenn ich mein Handgepäck aus dem Bin genommen habe, aber wegen Feuer zB nicht mehr rauskomme?
          Muss erst die Rutsche kurz bevor Sie an der Reighe sind durch Handgepäck zerstört werden, damit Sie es verstehen?

          Es wird in einem NOTFALL evakuiert, nicht aus Jux und Dollerei.
          Jederzeit ist den Anweisungen des Bordpersonals Folge zu leisten.
          Alles im Handgepäck und das Handgepäck kann man ersetzen…mein Leben, meine Unversehrtheit nicht.
          Also was interessiert es mich, wenn es um mein Leben geht, ob ich mein Tablet an Bord oder bei mir habe.

        • Na aber was denkst du denn?? Dass das zurückgelassene Gepäck auf ebay an den Höchstbietenden versteigert wird?
          Ich denke es ist ein natürlicher Impuls seinen Kram mitzunehmen, aber es sollte ja wohl klar sein dass es nicht einfach verschwindet nach einer Evakuation….

        • Ist doch logisch, dass man sein Gepäck wieder bekommt, wenn jetzt der Flieger nicht grad ausbrennt. denkt ihr, das Gepäck wird dann einbehalten und an den Meistbieter versteigert? Oder was soll damit passieren? Sobald der Flieger wieder begehbar ist wird das Gepäck ausgeladen. Müsste eigentlich jedem einleuchten, ohne dass man es jetzt extra erwähnt.

  4. „Du brauchst Deinen Laptop nicht, Du brauchst Dein Leben!” … jetzt schon als Kultspruch bei uns Lufthansa Flugbegleitern viral gegangen.
    Vielen herzlichen Dank dafür und gute Erholung, liebe Jessica!

    PS Wer sich mal die desaströse Evakuierung der Aeroflot SU1492 mit 41 Toten ansieht, bekommt ein trauriges Bild aufgezeigt, was die egoistische Mitnahme von Handgepäck während einer laufenden Evakuierung bewirken kann. Hinten verbrannten die Menschen, weil vorne Handgepäckstrolleys den Weg versperrten.

    • „Hinten verbrannten die Menschen, weil vorne Handgepäckstrolleys den Weg versperrten.“

      Das ist nicht korrekt, bitte einmal den Untersuchungsbericht nachlesen. Die vorne sitzenden Passagiere sind rausgekommen, ja, langsamer wegen des Handgepäcks. Nicht schön, nach Möglichkeit zu vermeiden, aber letztlich belanglos. Aber die hinten sitzenden sind nicht deshalb ums Leben gekommen, sondern weil sich die Flammen zu schnell ausgebreitet haben, während sie noch saßen. Die einzigen, die von hinten überlebt haben, waren die, die schon nach vorne gingen, während sich das Flugzeug noch auf der Landebahn bewegte.

  5. Hallo Christian,
    Du hast den Kommentar von Peter wohl nicht richtig gelesen oder einfach nicht verstanden. Es geht nicht um den generellen Hinweis Handgepäck bei einer Evakuierung an Bord zu lassen, sondern wohl eher um die herrschende Unsicherheit was denn genau damit im Nachhinein geschieht (diese Frage habe ich mir schon bei dem kürzlichen LX147-Ereignis in DEL gestellt). Der Bericht von Jessica zum gestrigen Erlebnis gibt hier zumindest ein wenig mehr Klarheit.

    • Den Gedanken hatte ich auch schon. Aber was wäre denn ein guter Hinweis?

      Wenn die Maschine nach der Evakuierung nicht abbrennt, schicken wir Ihnen die Dinge kostenlos nach Hause?

      Ich finde es gibt doch schon jetzt zu viele Ansagen und Informationen. Selbst die, die zuhören, kriegen gefühlt nur die Hälfte mit.

      • Dein zweiter Absatz ist doch schon mal nicht schlecht, leicht andere Wortwahl und dann rauf damit auf die zukünftigen Safety-Cards. Ob es dann in genau dieser einen Ausnahmesituation hilft, kann vorab niemand beurteilen. Das ist halt Aufklärung…..je öfter man Dinge mitgeteilt bekommt, desto eher hält man sich daran.

        Auch wenn man damit vielleicht nur ganz wenige Passagiere erreichen wird, eben genau diese eine einzige zusätzliche Person mit „klarem Kopf“ kann halt im Notfall Gold wert sein.

      • Der Hinweis muss ja nicht erst im Flieger kommen was mit dem Hanbdgepäck passiert. Es gibt doch genug Kanäle, Reiseinfluencer, Reiseveranstalter, Reisebüros, Plattformen wie diese hier oder auch Kampagnen von Airlines etc. die die Passagiere darüber aufklären könnten. Man setzt immer alles bei den Menschen voraus das sie es wissen was passiert aber die wenigsten wissen es, dass sie ihr Handgepäck im schlimmsten Fall ersetzt bekommen.

        • Ist es wirklich wichtig, was mit meinem Handgepäck passiert, wenn ich dafür mit meinem Leben davon gekommen bin?
          Diesmal ist in der Kabine und außerhalb des Flugzeugs kein sichtbares Feuer.
          Es geht um Zeit, die Uhr tickt…Sie können alles neubeschaffen…aber können Sie das auch über Ihr Leben sagen?

          • Liebe Sylvia, sagen Sie das mal den tausenden Passagieren die das falsch machen und ihr Handgepäck bei einer Evakuierung immer mitnehmen wollen. Das ist ein natürlicher Prozess in den Gehirnen der Menschen, dass man sein Hab und Gut retten will, weil man nicht weiß was damit passiert. Die Gefahr spielt in dem Moment dann keine Rolle.

            • Zu dem natürlichen Prozess:
              Ich habe auch in dem Flieger gesessen.
              Und als es hieß „Alle raus, schnell!“ war der gedankliche Reflex da, etwas mitzunehmen: den Pulli die wichtigen Dinge im Handgepäck…. Und der nächste Gedanke war „Die Zeit drängt. Du darfst niemanden gefährden, weil du deine „wichtigen“ Dinge brauchst. Wegen deines Köfferchens blockierst, gefährdest du alle anderen?!?“….Manche der „Köfferchenträger“ sah ich später wieder an erster Stelle stehen, wenn es darum ging, vehement „für sich selbst zu sorgen“. Die hätte man wohl eher nicht erreicht mit dem Hinweis, sie kriegen ihre Sachen später wieder… Die Hilfsbereitschaft anderer wiederum zu erleben war da ein Trost.

        • Mann Mann Mann.
          Ehe ich nicht weiß, was mit meinem Handgepäck passiert, verlasse ich das Flugzeug nicht, nur zögerlich, oder was?
          Die Titanic hättest Du sicher nicht per Rettungsboot verlassen, ohne dass Dir vorher jemand eidesstattlich versichert und ein Formular mit doppeltem Durchschlag unterschrieben hätte, das den Umgang mit Deinem Gepäck im Fall des Sinkens regelt?

  6. Danke für die Antworten.

    Aus meiner gestrigen Erfahrung an Board: Erstmal großen Dank an die Lufthansa Crew und das Bodenpersonal für die gute Abwicklung.

    Wir haben mittlerweile von Lufthansa auch einen Link erhalten um Feedback zu geben, was ich auch machen werde.

    Was problematisch war: Zuerst kam eine Ansage des Piloten warum wir umkehren müssen. Dann bei der Landung wurde schnell durch die Feuerwehr abgeklärt ob etwas brennt etc. Hier kam auch eine Info vom Piloten plus Info dass wir auf eine Position rollen und weitere Schritte klären. Dann als wir die Position erreicht haben, kam eine Durchsage „Alarm Cancelled“. Nach wenigen Minuten kam dann die Durchsage Passanger Evacuation. Sofort waren die Notausgänge geöffnet und alles in Bewegung. Alle waren in Panik, manche mehr, manche weniger .

    Ich habe mir aus meiner Handtasche schon bei der allerersten Durchsage meinen Perso eingesteckt und die Info zu Wasserlandungen durchgelesen weil wir zu dem Zeitpunkt über Wasser waren und ich keine Ahnung hatte ob und wie wir zum Flugfahen kommen. Dann habe ich meinen Gurt enger gezogen. Ich hab überlegt ob ich andere Passagiere auch dazu auffordern soll aber ich wollte niemanden unnötig beunruhigen und bin kein Crewmitglied. Als dann der Evakutionsaufruf kam hat man sofort gemerkt wie alle Leute völlig überfordert waren, deshalb finde ich auch Bemerkungen was wer machen soll wenig hilfreich wenn man selbst nicht dort war. So eine Sitution ist absolut stressvoll.

    Was ehelichgesagt nicht gut war, war dass wir keinerlei weitere Ansagen vom Personal bekamen, wir mussten uns selbst organisieren. Das Personal war an den Notausgängen und hat – völlig richtig – klare Befehle geschrieben. Aber bei so vielen Leuten hat es auch vorher eine kurze Erinnerung gebraucht, hey das ist eine Vorsichtsmaßnahme aber nehmt im Ernstfall nichts mit. Ich habe auch erst nach diesem Vorfall erfahren das Rucksäcke die Rutschen beschädigen können. Sowas sollte gesagt werden. Und ich hätte mir gewünscht das man danach zu jeder Person gegangen wäre die einen Rucksack / Koffwr bei sich hatte um zu klären ob es für medizinische Gründe gebraucht wird und wenn das nicht der Fall ist: ordentliches Bußgeld. Wir waren fünf Stunden in einer Wartehalle.

    Und letztlich einfach etwas mehr Menschenverstand, Ruhe und Mitgefühl.

    • Solche Infos aus erster Hand sind toll und wertvoll!

      Mir ist aber schon aufgefallen, dass bei Lufthansa vor jedem Flug gesagt wird, dass man im Fall einer Evakuierung alles an Bord zurücklassen soll.

    • Und das ist schon das Problem dieser Evakuierung: es gibt keine Evakuierung als Vorsichtsmaßnahme.
      Entweder es besteht eine akute Gefahr oder nicht. Hier gab es absolut offensichtlich keine.

  7. 10.000€ Strafe und 5 Jahre weltweites Flugverbot für Mitnahme von Handgepäck bei einer Evakuierung.
    Da fragt dann fast keiner mehr, was mit dem zurückgelassen Handgepäck passiert. Ist nämlich sch*** egal wenn dadurch Menschenleben gerettet werden.

  8. Und warum bekommt BA das dann hin? Die sagen z.B. explizit an, dass man hochhackige Schuhe ausziehen muss, weil sie die Rutsche beschädigen könnten.

    Und die ganzen Leute mit ihren super Vorschlägen, ganz toll, wenn man immer nur solche Kommentare abgeben kann.

    @Jessica: Danke für deine Erklärung. Und zum Glück ist ja alles gutgegangen.

  9. Wie erzieht Ihr eigentlich alle Eure Kinder, wenn sie mal einen Hinweis ignorieren oder was verbotenes gemacht haben? Gleich immer mit Strafen oder erst einmal mit Aufklärung?

  10. Ist es ein neuer Trend geworden, Flugzeuge ohne jede Gefahr zu evakuieren?
    Der Respekt vor den Folgen einer Evakuierung scheint zu schwinden. Eine absolute Fehlentscheidung der Crew, für die der Kapitän definitiv die Konsequenzen tragen sollte. Manche fühlen sich da im Cockpit auf einem hohen Ross und meinen nach Verfahren zu arbeiten – in Wahrheit gefährden sie aber mehr als hundert Passagiere durch eine unnötige emergency evacuation.

  11. Hier noch einmal eine kurze und einfache Rechnung, wieso das Zurücklassen von Handgepäck so wichtig ist:
    Wenn jeder Passagier bei einer Evakuierung 10 Sekunden braucht, um sein Gepäck aus dem Bin zu nehmen, sind wir bei 6 Handgepäckstücken schon bei 60 Sekunden Verzögerung. Im Falle von giftigen Dämpfen oder Feuer kann jede einzelne dieser Sekunden weiter hinten im Flieger/weiter entfernt von den Notausstiegen den Verlust eines Menschenlebens bedeuten!
    Ein Menschenleben sollte meiner Meinung nach IMMER über ALLEN materiellen Dingen stehen. Egal, ob Laptop oder Personalausweis.
    Auch wenn die Person, die ihr Handgepäckstück holt, eventuell nicht direkt betroffen ist, kann sie durch die verursachte Verzögerung ein Menschenleben riskieren.

  12. Inzwischen ist klar, dass es keinen Grund für die Evakuierung des Airbus A321neo gab, da hat wohl ein Flugbegleiter Gespenster gesehen oder viel mehr gerochen. Wie schon in einem Beitrag vorher korrekt dargelegt, war der Alarm längst gecancelt, das Flugzeug stand minutenlang auf der Landebahn, es wurde ausführlich von der Feuerwehr begutachtet, die Piloten im Cockpit hatten keinen Hinweis mehr auf Feuer und es wurde beschlossen, dass das Flugzeug gemütlich zur Parkposition rollen kann, immer begleitet von der Feuerwehr. Dort angekommen wartete man dann auf die Treppen, als plötzlich ein Flugbegleiter wohl angeblich Rauch gerochen hatte und wohl eine dramatische Story ins Cockpit telefoniert hatte. Da die Piloten wohl beschäftigt waren und deshalb nicht selbst nach hinten gehen konnten, haben sie sich blind auf die Story verlassen müssen und dann das Flugzeug evakuiert. Dass in so einer Gesamtsituation die Fluggäste jetzt keine große Dringlichkeit verspüren das Flugzeug zu verlassen, ist plausibel. Danach gab es natürlich wieder eine Untersuchung und es konnten keine Hinweise auf Feuer festgestellt werden, der Flugbegleiter hat offenkundig Unfug ins Cockpit gefunkt. Vermutlich war er wegen der Geschichte mit dem tödlich kollabierten Swiss Flugbegleiter letztes Jahr in Panik geraten und war nicht ganz bei sich. So was sollte aber nicht vorkommen, da muss man sich im Griff haben.

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