Nun will auch United Airlines einen Billigtarif in der Business Class etablieren

Foto: United

Es ist ein Trend, auf den nun auch United Airlines aufspringt. Das amerikanische Mitglied der Star Alliance will künftig auch in den Premiumkabinen einen günstigen Basistarif einführen. Dieser soll noch in diesem Monat zunächst auf ausgewählten Strecken starten und im Laufe des Jahres ausgeweitet werden. Dann kann man die drei Tarifstufen Base, Standard und Flexible in allen Klassen buchen. Damit folgt United einem Vorgehen, das zuletzt auch die Lufthansa Group eingeführt hat. Dort gibt es nun Light-Tarife auch in der Business- und Premium Economy Class.

Das Wichtigste auf einen Blick:

✈️ United führt Base-Tarife in Premiumkabinen ein
💺 Weniger Leistungen: Sitzplatz, Gepäck und Lounge eingeschränkt
💰 Ziel: Mehr Einnahmen durch Zusatzgebühren

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Der neue „United Polaris Base“-Tarif bringt unterm Strich diverse Einschnitte mit sich. So wird die bisher inkludierte Sitzplatzreservierung kostenpflichtig. Auch beim Gepäck wird reduziert: Statt zwei Gepäckstücken à 32 Kilogramm ist künftig nur noch ein Koffer erlaubt. Für Fluggäste der Business Class auf Langstrecken wird der Loungezugang eingeschränkt. Wer den Base-Tarif bucht, darf nicht mehr die hochwertigen Polaris Lounges besuchen, hier bleibt nur noch der Aufenthalt im United Club inklusive.

In Sachen Flexibilität gibt es für die Tickets im günstigsten Tarif ebenfalls Neuerungen. Umbuchungen oder Erstattungen sind vollständig ausgeschlossen. Damit geht United sogar einen Schritt weiter als Lufthansa, wo Änderungen zumindest gegen Gebühr möglich bleiben.

Auch in der Premium Economy führt United einen solchen Basistarif ein. Hier entfällt ebenfalls die kostenlose Sitzplatzwahl, zudem wird das Freigepäck halbiert und die Flexibilität komplett gestrichen.

Mehr Auswahl oder mehr Verwirrung?

Offiziell argumentiert United in einer Pressemeldung, dass man den Kunden mehr Auswahl bieten und die Tarife transparenter gestalten will. Eine zusätzliche Tarifstufe mit abweichenden Regelungen im Bezug auf Freigepäck, Sitzplatzreservierung, Änderungen und Loungezugang kann aber verwirrender sein.

Bei der Gelegenheit könnten zudem die Preise erhöht werden. Wer auf die gewohnten Leistungen nicht verzichten möchte, muss wahrscheinlich tiefer in die Tasche greifen. In der Vergangenheit zeigten Auswertungen, dass man die Einstiegspreise zwar beibehalten, aber die Benefits gestrichen hat.

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Die Base- bzw. Light-Tarife werden langsam zum Branchenstandard. Fragt sich nur, ob diese auch so stark gebucht werden. Mag sein, dass es ein Ziel ist, die gleichen Tarifstufen in allen Klassen anzubieten, um eine Einheit zu schaffen. Man will aber sicherlich auch mit Sitzplatzreservierungen und anderen Gebühren Zusatzerlöse generieren.

Bei United Airlines müssen wir noch die Details abwarten. Noch ist nicht ganz klar, ob und welche Ausnahmen es für Fluggäste mit einem Status im United-Programm oder der Goldkarte der Star Alliance geben wird. So oder so- es wird nicht leicht, hier den Überblick zu behalten.

 

1 Kommentar

  1. Ganz tolle Idee, United Club statt Polaris Lounge, und wenn ich stattdessen in eine andere Star Alliance Lounge gehe, was dann? Hoffentlich werden solche Fragen vor dem Start des neuen Tarifs geklärt, sonst bricht das Chaos aus. bei United weiß ja im Zweifel niemand was, oft gibt es eh nur Automaten und kaum Personal.

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