Nachdem ich die sieben Stunden in der Austrian Airlines Business Class im Airbus A320 aus Dubai hinter mich gebracht hatte und damit den längsten Flug eines Schmalrumpfflugzeuges im Netzwerk der Airline kennengelernt habe, stand auch noch eine Kurzstrecke im Airbus A320 als direkter Vergleich an.
Selber Flugzeugtyp, selbe Reiseklasse, aber eine ganz andere Flugstrecke – und ich wollte wissen, welche Unterschiede es hier überhaupt bei einem einstündigen Flug und einem siebenstündigen Flug in der Austrian Airlines Business Class im Airbus A320 gibt.
Um es dieser Bewertung der Austrian Airlines Business Class im Airbus A320 vorwegzunehmen: Auf dem Papier sind die Unterschiede zwischen einem Flug von Wien nach München und einem von Dubai nach Wien gar nicht so groß. Ob dies nur für den einen oder anderen Flug spricht? Entscheidet selbst nach dem Lesen dieser Review!
| Flugnr.: | OS185 |
| Sitz: | 1A (Fenster) |
| Reiseklasse: | Business Class |
| Konfiguration: | 12 Business Class
162 Economy Class |
| Buchungsart: | Cash Ticket über Lufthansa |
| Abflug (Tatsächlich): | 13:20 (13:41) |
| Ankunft (Tatsächlich): | 14:20 (14:24) |
| Reisezeit: | 0:43 h |
| Vielfliegerprogramm | Miles&More |
| Gesammelte Meilen: | 40 Points
660 Meilen |
| Flugzeug: | Airbus A320 |
| Registrierung: | OE-LBJ |
| Alter: | 14,6 Jahre |
| Champagner: | Schlumberger Sekt |
Austrian Airlines Business Class im Airbus A320 | Buchung & am Airport
Ich hatte diesen Flug über die Lufthansa-Webseite als Teil eines größeren Tickets gebucht, weshalb man diesem Flug keinen direkten Preis zuordnen kann. Wenn man diese Flüge aber separat bucht, kann man bei Austrian Airlines auf der Webseite den Hin- und Rückflug von Wien nach München oder zu vielen anderen Europa-Zielen für etwas über 300 Euro buchen.
Die Preise sind hier aber je nach Buchungslage sehr variabel und können durchaus auch die 1.000 Euro für den Hin- und Rückflug überschreiten.
Es kann sich im dynamischen Preissystem von Miles & More inzwischen durchaus lohnen, hier einmal die Meilenpreise zu überprüfen. Hier findet man den Oneway auf der Strecke in der Austrian Airlines Business Class bereits ab 14.326 Meilen und einer Zuzahlung von 67,22 Euro.

Meilenflüge sind hier oft kein schlechter Deal, insbesondere wenn man bedenkt, dass man Miles-&-More-Prämienmeilen auch einfach kaufen kann (aktuell auch mit einem Bonus von 50 %, was einen attraktiven Preis ergibt).
Austrian Airlines Business Class im Airbus A320 | Boarding und am Flughafen
Mein Aufenthalt am Flughafen war recht unspektakulär, und ich bin sehr zügig zu meinem Anschlussflug gegangen. Als Business-Class-Passagier hatte man jedoch auch Zugang zur Austrian Airlines Lounge.
Das Boarding für den Flug verlief sehr geordnet, und pünktlich wurde mit dem Pre-Boarding für Familien mit Kindern, Personen mit eingeschränkter Mobilität und Passagieren am Notausgang begonnen, direkt gefolgt von Gruppe 1 für HON Circle und First-Class-Passagiere.

Mit Gruppe 2 dürfen dann Business-Class-Passagiere und Statuskunden mit Senator- oder Star-Alliance-Gold-Status einsteigen, noch vor den Gruppen 3–5, welche für die Economy Class vorgesehen sind.
Austrian Airlines Business Class im Airbus A320 | Kabine und Sitz
Die Kabine im Airbus A320ceo von Austrian Airlines unterscheidet sich nur sehr marginal von den anderen Kurzstreckenflugzeugen der Airline oder auch der gesamten Lufthansa-Gruppe und hat somit wenig Überraschungen parat.
In den ersten drei Reihen war hier die Business Class untergebracht, welche durch einen geblockten Mittelsitz eine 2-2-Bestuhlung bei ansonsten unveränderten Sitzen erreicht.
Ich finde die roten Akzente von Austrian Airlines durchaus ansprechend, auch wenn man sonst keinen großen Unterschied zur Lufthansa feststellen kann. Anders als beim Airbus A320neo ist die erste Reihe im Airbus A320ceo übrigens sehr nah an der Bulkhead, wodurch man nicht so viel Beinfreiheit hat, wie man es sich vielleicht wünschen würde.

Kissen oder Decken befanden sich nicht auf den Sitzen der Business Class, aber vermutlich hätte man sie auf Nachfrage bekommen können, denn es gab einige in den Gepäckfächern. Für den kurzen Flug von 60 Minuten war dies aber absolut nicht nötig.
Austrian Airlines Business Class im Airbus A320 | Service und Essen
Während mich die Crew auf dem Flug von Dubai nach Wien noch mit ihrer guten Laune am Morgen begeistern konnte, war dies hier leider nicht der Fall. Versteht mich bitte nicht falsch: Niemand war zu irgendeinem Zeitpunkt unfreundlich, aber besondere Herzlichkeit hat hier leider niemand ausgestrahlt. Ein Lächeln beim Einsteigen oder bei der Interaktion mit den Passagieren hätte hier durchaus einen Unterschied gemacht.
Nach dem Start hat man direkt mit dem Service begonnen, was bei der kurzen Flugzeit wenig überraschend ist. Zuerst wurden die Speisen verteilt, die in diesem Fall aus einem kalten Papaya-Salat mit Garnelen und einem Schokoladenkuchen bestanden. Auch ein Brotkorb mit gutem, frischem Brot wurde gereicht und war wohl das Highlight des Essens.

Direkt nach dem Essen wurden auch Getränke angeboten, und meine Coke Zero wurde mir kommentarlos überreicht. Wenig später wurden noch Kaffee und Tee angeboten, was ich allerdings abgelehnt habe.

Recht unspektakulär, aber pünktlich war dann die Landung in München, und dieser kurze Flug war auch wieder zu Ende.

Austrian Airlines Business Class im Airbus A320 | Frankfurtflyer Kommentar
Ich muss gestehen, ich mag Austrian Airlines, auch wenn ich sehr selten mit der kleinen Airline aus Österreich fliege. Dies liegt auch am dünneren Streckennetz im Vergleich zu Lufthansa und SWISS.
Vergleicht man die Business Class auf Kurzstrecken mit der von Lufthansa und SWISS, findet man inzwischen nur noch wenige Unterschiede bei Austrian Airlines, wenngleich ich das Catering aus Österreich oft etwas besser finde. Die Crews sind hier meiner Erfahrung nach jedoch etwas wechselhaft. Ich habe hier schon alles erlebt – von sehr herzlich und fröhlich bis hin zum Niveau eines Wiener Kaffeehauskellners, der schlecht geschlafen hat und den Charme einer Kasernenaufseherin als Flugbegleiter versprüht.
Dennoch fliege ich immer wieder gerne mit Austrian Airlines und bezeichne sie gerne als Boutique-Airline der Lufthansa-Gruppe.




Ich persönlich mag die erste Reihe überhaupt nicht, denn meist liegt in den Overhead Bins irgendwelcher „Crew Kram“ und blockiert bis in Reihe 3 diese Ablagemöglichkeit.
Da es keinen Sitz vor einem gibt, kann man sein Zeugs auch nicht unter einen solchen schieben.
Vor ein paar Tagen hatte ich eine Fluggesellschaft (ich bin nicht mehr sicher ob KLM oder Swiss…oder beide…), die hatte Steckdosen an der Rückseite zwischen den Vordersitzen. Wäre dort vorne wohl auch kompliziert.
Das Tablet zum Aufklappen, nicht selten auch der riesige Airbag Gurt…
Und dann ist dies nicht selten die Wand, an der die BabyBetten befestigt werden.
Ich sitze lieber ganz weit hinten. So weit es geht…