Ich kannte Edelweiss bisher nur von Kurz- und Mittelstreckenflügen, diesmal war ich mit einem Langstreckenflugzeug des Ferienfliegers unterwegs. Eigentlich sollte auf diesem Flug der neuere Airbus A350 eingesetzt werden, den die Schweizer von LATAM gebraucht übernommen haben. Das Fluggerät wurde jedoch kurzfristig geändert, daher sind wir mit einem der älteren Airbus A340-300 geflogen. Was Edelweiss auf dem Flug in der Business Class nach Muscat bietet, erfahrt Ihr hier.
Edelweiss Business Class | Vor dem Flug
Den Buchungsprozess habe ich bereits in der SWISS Business Class Review etwas beschrieben. Mit Start in Norwegen war das Ticket auch relativ günstig, die Vorfreude auf ein paar Tage in der Wärme war groß. Der Flug mit dem Airbus A350 war aber auch ein Grund für die Reise mit Edelweiss.

Beim Online-Check-in habe ich dann gemerkt, dass die reservierten Sitzplätze geändert wurden. Schnell war klar, dass nun ein Airbus A340-300 eingesetzt wird. Das war zwar schade, aber so konnte ich auch noch den Jet kennenlernen, den die Schweizer viele Jahre genutzt haben.
Edelweiss Business Class | Flugdaten
| Flugnr.: | WK 44 |
| Sitz: | 12B |
| Reiseklasse: | Business Class |
| Konfiguration: |
|
| Buchungsart: | Lufthansa Webseite |
| Abflug (tatsächlich): | 22:35 Uhr |
| Ankunft (tatsächlich): | 07:55 Uhr |
| Reisezeit: | 6:20 Stunden |
| Vielfliegerprogramm & Status: | Miles & More Senator |
| Gesammelte Meilen: | 3.888 Meilen + 200 Points |
| Flugzeug: | Airbus A340-300 |
| Registrierung: | HB-JMD |
| Alter: | 22,5 Jahre |
| Champagner: | Gruet |
Edelweiss Business Class | Boarding
Wir waren bereits eingecheckt und konnten in Zürich nach einem Besuch der Lounges direkt ans Gate marschieren. Dort wurden Freiwillige gesucht, die ein Downgrade von der Business Class in die Economy Max Kabine akzeptieren, die Premiumklasse war also überbucht.
Hinter der Flugnummer WK044 verbirgt sich noch eine Destination, denn Edelweiss bedient Zürich-Muscat-Salalah als Dreiecksflug an. Die Maschine geht also nach der ersten Station mit einer neuen Crew und einem Teil der Passagiere weiter.

Kabine & Sitz
Die Hardware von Edelweiss gleicht bis auf einige Designelemente und Farbtöne dem bisherigen Produkt von SWISS.

Pro Reihe sind abwechselnd vier oder fünf Sitze angeordnet, was den Vorteil hat, dass gemeinsam reisende Paare zusammen in der Mitte oder am Fenster sitzen können.

Es gibt aber auch neun Einzelsitze mit besonders viel Freiraum:

Die Hardware ist nach all den Jahren nicht mehr up to date und stellenweise auch etwas abgenutzt. Die Kabine machte dennoch einen sauberen und gepflegten Eindruck.
Das Ungewöhnliche ist die Lage der Business Class, diese ist nämlich nicht ganz vorne im Flugzeug. Die sechs Reihen Business Class liegen nach dem zweiten Türpaar. Im ersten Abteil ist die Economy Max, im Unterschied zur regulären Economy Class haben Gäste hier mehr Beinfreiheit und einen hochwertigeren Service, aber den gleichen Sitz wie in der regulären Economy Class.
Amenities & Inflight-Entertainment-System
Die Monitore der Business Class sind auch schon etwas in die Jahre gekommen, die Auflösung ist entsprechend. Im Programm sind Filme, Serien, Audioprogramme usw., es gibt Kopfhörer mit Geräuschunterdrückung.

Das Amenity-Kit war in einer Pappschachtel, darin Dinge wie Zahnbürste, Socken, Schlafmaske, Ohropax…
Edelweiss Business Class | Service
Die Purserin hat am Boden einige Passagiere begrüßt, dabei haben wir festgestellt, dass auch andere lieber mit dem Airbus A350 geflogen wären. Bevor es losging wurden noch Willkommensgetränke gereicht, eine Flugbegleiterin hat die ersten Gäste schon nach dem Wunschessen gefragt.

Nach dem Start wurden die Tische eingedeckt, dabei wurden Vorspeise, Salat und Brot gereicht. Die Flugbegleiterin nahm sich Zeit für eine Weinprobe und etwas Smalltalk.
Edelweiss Business Class Menü, Foto: Robert
Danach wurden noch die Hauptgänge serviert, dazu gab es nochmals Getränke.

Eine Praline war für mich als Dessert ausreichend, daher habe ich auf den Rest verzichtet. Nach der kurzen Nacht hatte ich immer noch keinen Hunger auf Frühstück, daher habe ich lediglich ein Espresso bestellt.
Im Landeanflug wurde noch das Prozedere für die Passagiere erklärt, die im Anschluss nach Salalah weiter flogen, dann folgte noch eine Ansage aus dem Cockpit. Vor der Landung gab es dann noch die bekannten Biberli.
Edelweiss Business Class | Frankfurtflyer Kommentar
Der Flug war zwar nicht so lang und ging durch die Nacht, ich konnte mir dennoch einen guten Eindruck von der Langstrecke bei Edelweiss verschaffen. Kabine und Sitze sind schon etwas betagt, bequem war es trotzdem. Die Crew war ziemlich motiviert und wirklich bemüht, einen guten Service zu machen, ich hätte noch gut und gerne weiterfliegen können. Edelweiss bietet auch sonst viele Vorteile, dazu gehören das dichte Zubringernetz von Lufthansa und SWISS, deren Infrastruktur und die Lounges in Zürich sowie die Partnerschaft mit Miles & More.
Welche Erfahrungen habt Ihr mit Edelweiss gemacht? Könnt Ihr den Ferienflieger empfehlen?
Weitere Teile des Tripreports:
- Radisson Hotel & Conference Centre Oslo Airport
- SAS Lounge Oslo
- SWISS Business Class im Airbus A320neo
- Edelweiss Business Class | Flugzeugwechsel von Airbus A350
- JW Marriott Muscat
- Primeclass Lounge Muscat (und die Frage warum wir hier rein durften)
- Qatar Airways Airbus A380 Business Class von Doha nach Paris
- Moxy Paris CDG Airport
- ITA Airways Airbus A321neo Premium Economy Class innerhalb von Europa
















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