Review: Hugo Junkers Lounge Düsseldorf Flugsteig B

Wanddekoration in der Hugo Junkers Lounge in Düsseldorf. Foto: Sebastian

Mein zweites zu Hause war die Hugo Junkers Lounge am Flughafen Düsseldorf früher einmal. Das ist mittlerweile einige Jahre her. Da auch unsere letzte Review der Hugo Junkers Lounge mittlerweile einige Jahre her ist, freute ich mich besonders, endlich mal wieder in der einzige Lounge bei den B-Gates am Flughafen Düsseldorf International zu sein. Ob die letzten Jahre der Lounge gut getan haben, dazu möchte ich Euch einen Einblick mit diesem Erfahrungsbericht geben.

Die mittlerweile lange Anfahrt nach Düsseldorf machte ich bereits am Vorabend. Die Nacht verbrachte ich im einfachen Holiday Inn Express Düsseldorf City-Nord. Das war mir die sichere Alternative, da ein Vater-Sohn-Ausflug anstand. Und dieser lag genau in der Hochphase der Sommerferien.

Für unser 11:45 Uhr Abflug waren wir bereits um 8:30 Uhr am Flughafen. So sollte eigentlich genug Zeit für ein Besuch der Lounge drin sein.

Lange Wartezeiten an der Sicherheitskontrolle des Flughafen Düsseldorf. Foto: Sebastian

Hugo Junkers Lounge Düsseldorf Terminal B | Lage, Öffnungszeiten und Zugang

Nun ja, ganz so viel Zeit blieb nicht, denn die Schlangen der Sicherheitskontrolle zogen sich einmal durch das halbe Terminal und wir warteten und warteten und warteten. So lang, dass ich zwischendurch schon dachte, dass wir direkt unser Gate im Bereich b ansteuern können. Doch nach der Bordkartenkontrolle ging alles ganz schnell und wir befanden uns plötzlich hinter der Sicherheitskontrolle.

An diesem Tag waren die Sikos auf beiden Ebenen des Terminal B geöffnet. Wir nahmen die obere und standen dementsprechend schon direkt gegenüber des Eingangs zur Hugo Junkers Lounge. Dieser befindet sich nämlich direkt hinter der Sicherheitskontrolle auf der oberen Etage des Terminals. Direkt neben dem Eingang führen Fahrstuhl und Treppen ebenfalls direkt zur Lounge (einmal rechts herum).

Der Zugang zur Hugo Junkers Lounge befindet sich auf der oberen Etage bei den B-Gates. Foto: Sebastian

Aktuell ist die Hugo Junkers Lounge täglich von 05:15 bis 21:00 Uhr geöffnet.

Einlass erhalten Vielflieger und Business Class-Gäste diverser Fluggesellschaften, wie z.B.:

  • Finnair
  • Iberia
  • Air Europa
  • Air France
  • Czech Airlines
  • Delta
  • KLM

Außerdem kommt Ihr mit einigen Lounge Pässen, wie zum Beispiel einem Priority Pass in die Lounge. Wer keinen solchen hat, kann sich auch ein Ticket für den Lounge-Besuch kaufen. Erwachsene ab 13 Jahren zahlen 27,50 Euro pro Besuch und Kinder von 3 bis 12 nur 11 Euro.

Von der Lounge habt Ihr einen guten Blick auf das Vorfeld. Foto: Sebastian

Hugo Junkers Lounge Düsseldorf Terminal B | Ausstattung

Gewohnt freundlich wurden wir an der Rezeption empfangen. Nach kurzem Scan meiner digitalen Priority Pass Karte wurden wir auch schon in die Lounge hinein gelassen. Ein kurzer Blick in die gut gefüllte Lounge und wird wendeten uns nach links, um über die Treppe auf die obere Etage der Lounge zu kommen.

Denn was auch heute noch nicht viele bemerkt haben: Seit ein paar Jahren erstreckt sich die Hugo Junkers Lounge auf einer Fläche von rund 800 Quadratmetern über zwei Ebenen. Die meisten Gäste bemerken den Treppenaufgang direkt gegenüber der Rezeption nicht. Oder ignorieren ihn. Das hatte den Vorteil, dass es unten doch sehr geschäftig zuging und wir oben die einzigen Gäste waren.

Die Ausstattung im Überblick:

  • Zeitungen und Zeitschriften
  • Wifi
  • WC
  • Duschen
  • Essen vom Büffet
  • Alkoholische und alkoholfreie Getränke
  • Fluggastinformationsanzeigen
  • Kinderecke

Die untere Ebene der Lounge besteht aus einem großen Saal mit mehreren Reihen an Ledersesseln. In einem halbrunden Bereich mit großen Bildschirmen an der Wand befinden sich einige Ess-Kombinationen. Daneben gibt es noch ein paar weitere Ecken, in denen es sich im Idealfall noch etwas ruhiger sitzen lässt.

In der hinteren Ecke links von der Rezeption kommend findet Ihr das Büffet. Noch etwas weiter vorn, aber ebenfalls auf der linken Seite führen Türen zu den Toiletten und Duschen.

Toiletten befinden sich in der Lounge. Foto: Sebastian

Deutlich moderner und privater ist der obere Bereich der Lounge gehalten. Privater ist es nicht nur allein dadurch, dass sich dorthin weniger Gäste verwirren sondern auch weil die Bereiche der Lounge durch Raumteiler und Vorhänge abgetrennt sind. Das ist so gut gelöst, dass die gesamte Lounge trotzdem mit Tageslicht durchflutet wird.

Ein Zeitschriftensortiment rundet das Angebot der Lounge ab. Foto: Sebastian

Hier findet Ihr ebenfalls einige Sitzkombinationen, um bequem eine Mahlzeit zu Euch zu nehmen oder gemütliche Sessel zum Entspannen. Wer etwas Essen oder Trinken möchte, findet hier ebenfalls alles, was es auch auf der unteren Etage gibt. Lediglich Toiletten standen oben während unseres Aufenthalts nicht zur Verfügung. Dafür wurde auf der zweiten Etage aber eine Kinderspielecke eingerichtet. Und das obwohl es sich bei der Hugo Junkers Lounge primär um eine Business Class Lounge handelt.

Den Abflug kann man ohne Probleme im Blick halten. Foto: Sebastian

Von beiden Ebenen der Lounge habt Ihr einen hervorragenden Blick auf das Vorfeld.

Hugo Junkers Lounge Düsseldorf Terminal B | Essen & Getränke

Büffet und Getränkeauswahl sind auf beiden Etagen nahezu identisch. Während unseres Aufenthalts gab es noch ein Frühstücksbüffet. Neben Brötchen, Wurst- und Käseaufschnitt gab es auch süßen Brotaufstrich (Honig, Marmelade, Nutella), etwas Salat, frisches Obst, Müsli und Joghurt. Als warme Speisen standen zum Frühstück nur Bockwürsten zur Verfügung.

Zum Frühstück könnt Ihr Euch eine Kaffeespezialität aus dem Automaten, Tee aber auch Saft gönnen. Natürlich findet Ihr in Kühlschränken auch jederzeit Softdrinks wie Cola oder die klassischen Mixer Tonic, Ginger Ale und Bitter Lemon.

Kaffeeautomat. Foto: Sebastian

Mit letzteren könnt Ihr Euch zum Beispiel einen Gin Tonic mixen. Leider sind die Spirituosen die vermutlich billigsten, die im Großhandel zu kaufen sind. Lediglich der Campari war ein Markenprodukt. Wen das abschreckt, der kann auch auf Bier und Wein ausweichen. Neu nach meinem Empfinden: Die Flasche Rotkäppchen-Sekt zum freien Ausschank. Früher war es ein „Geheimtipp“, dass man sich Sekt beim Personal bestellen kann.

Alles in Allem eine solide Auswahl.

Hugo Junkers Lounge Düsseldorf Terminal B | Service

Schwer zu bewerten ist der Service in einer Lounge, in der man so gut wie kein Personal live erlebt hat. Lassen wir jetzt mal den äußert freundlichen Empfang zu Beginn unseres Besuches außen vor, lag unsere Interaktion mit den Mitarbeitern bzw. der Mitarbeiter mit uns bei nahezu null. Warum auch anders, denn neben uns nutzte den Teil der Lounge kein anderer Besucher. Alles war in bestem Zustand. Und daran änderte auch unserer Aufenthalt nichts.

Ein Mangel waren in meinen Augen schon immer die Toiletten. Strahlend sauber habe ich diese nie erlebt. Die Toiletten waren nicht dreckig, aber man hat halt irgendwie immer das Gefühl, dass die Reinigungszyklen kürzer gewählt werden könnten.

Das Wifi in der Lounge arbeitete einwandfrei. Zwar habe ich keine größeren Datenübertragungen durchgeführt, aber zum surfen und Nachrichten verschicken, reichte die Bandbreite auf jeden Fall aus.

Die Hugo Junkers Lounge bleibt eine solide Option, um auf den Abflug zu warten. Foto: Sebastian

Hugo Junkers Lounge Düsseldorf Terminal B | Frankfurtflyer Kommentar

Es war schön mal wieder in der Hugo Junkers Lounge gewesen zu sein. Und es war umso schöner zu sehen, dass sich nicht deutlich etwas zum Schlechten verändert hat.

Ein „Geheimtipp“ bleibt weiterhin sich auf die obere Etage der Lounge zu verirren. Dort ist es meist etwas ruhiger, während es unten schon mal unentspannt werden kann.

Weitere Teile des Tripreports:

9 Kommentare

    • Gleich noch ein Geheimtipp. 😊
      In der Lounge World in MUCs T1 geht das auch.
      Nicht nur das. Unten sieht sie Sitzecke zur Fensterfront stylisch aus. Nur sieht man nichts.
      Eine Etage höher hat man eine langweilige Fensterfront aber mit phantastischem Ausblick aufs Vorfeld. Und selbst in der zweiten Etage gibt es mit etwas Fußweg noch eine ganz ruhige geheime Geheimecke.
      Der Service in den beiden letzten Jahren war freilich knapp über Null.
      Ist jetzt vermutlich wieder besser.

      • Jetzt wird es wild…. Ich war schon mal in der Lounge und habe die Review gelesen. Ich dachte nur: „Da gibt es eine zweite Etage?“

        Ich hoffe doch sehr, dass die bei meinem Besuch wirklich zu war und ich nicht einfach zu doof war sie zu sehen 😅

        • Kommt drauf an. Ganz früher gab es die nicht. Dann hat man auf Grund der AB Gäste die Kapazität erweitern müssen. Und als sie dann erweitert war, waren die AB Gäste nicht mehr da. Dann wurde die obere Etage nur noch nach Bedarf geöffnet, müsste aber mittlerweile so gut wie immer offen sein.

  1. Viele Freunde von airberlin, werden diesen Artikel, fast genau zum 5. Todestag (27.10.) DER deutschen Airline MIT Herz, bestimmt mit einer Träne im Augenwinkel gelesen haben!

    Wie du schreibst: „Mein zweites zu Hause war …“, auch ich habe die viele, vielen Stunden nicht gezählt, welche ich in dieser Lounge verbracht habe, aber es ist schön zu sehen, dass wenigstes manche Sachen Bestand haben.

    Danke für den Bericht.

  2. Stimmt. Vor Corona war ich dort auch häufiger Gast

    Finde besonders das Frühstück immer etwas schwach. Da bietet in meinen Augen selbst eine LH Business Lounge deutlich mehr.
    Ab dem Mittagessen ist das Angebot der Speisen zwar nicht extravagant, aber unfangreich und gut

    • Sehe ich auch so. Das Frühstück war schon immer einer der Kritikpunkte. Wenn es dann Hähnchenspieße gab, war ich aber wieder versöhnt.

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