Wir läuten an dieser Stelle wieder das Wochenende ein und blicken auf die vergangene Woche. Im Frankfurtflyer Coffeebreak stellen wir für Euch einige Kurznachrichten zusammen, über die wir auf unserem Blog nicht berichtet haben. In der Lektüre, die wunderbar als Begleitung zum Kaffee am Morgen passt, findet Ihr oft mehr als nur ein paar Randnotizen. Die Kaffeepause servieren wir Euch samstags um 8:30 Uhr.
SAS prüft Bestellung neuer Langstreckenflugzeuge
SAS verhandelt derzeit über eine mögliche Bestellung neuer Großraumflugzeuge. CEO Anko van der Werff bestätigte in einem Interview, dass Gespräche mit beiden großen Herstellern laufen. Konkret wurden Boeing 787 und die 777X sowie Airbus A350 und A330neo als potenzielle Kandidaten genannt. Angaben zur möglichen Stückzahl machte man nicht, eine Entscheidung über Typ und Umfang der Order steht bislang noch aus.
Weiterer Großauftrag für Saudia
Auch Saudia bereitet offenbar einen massiven Ausbau ihrer Mittelstreckenflotte vor. Die staatliche Fluggesellschaft berhandelt mit Airbus und Boeing über eine Bestellung von mindestens 150 Schmalrumpfflugzeugen. Bisher setzt Saudia auf der Kurz- und Mittelstrecke nahezu ausschließlich auf Airbus-Flugzeuge. Erst 2024 hatte die Airline 105 Jets der A320neo-Familie bestellt, darunter auch Maschinen für die schnell wachsende Lowcost-Tochter Flyadeal.
Indigo kürzt Europa-Flüge wegen operativer Probleme
Indigo strafft ihr Langstreckennetz nach Europa und reagiert damit auf anhaltende operative Schwierigkeiten. Externe Faktoren und zunehmende Überlastung an Flughäfen haben die Umläufe der aktuell sechs eingesetzten Boeing 787 unter Druck gesetzt. Die Verbindung von und nach Kopenhagen wird ab dem 17. Februar 2026 bis auf Weiteres ausgesetzt, Manchester und London Heathrow verlieren Frequenzen. Die Airline will betroffene Passagiere aktiv informieren und Umbuchungen oder Erstattungen anbieten.
Lufthansa erwartet baldige Freigabe der Business-Class-Sitze in der Boeing 787
Lufthansa steht offenbar kurz vor einer der Zulassung der gesperrten Business-Class-Sitze in ihren Boeing 787. Konzernchef Carsten Spohr kündigte laut airliners.de an, dass die Zertifizierung durch die US-Luftfahrtbehörde FAA unmittelbar bevorstehe. Seit Monaten kann die Airline in den neuen Dreamlinern nur vier von insgesamt 29 Allegris-Business-Class-Sitzen verkaufen. Ursache sind offene Fragen zur Befestigung der Sitze im Rumpf, für die die FAA umfangreiche Belastungstests fordert. Spohr deutete an, dass zunächst möglicherweise nicht alle blockierten Sitze freigegeben werden, rechnet aber mit einer deutlichen Entspannung der Situation in den kommenden Monaten.
Boeing plant Erstflug der ersten 777-9 von Lufthansa
Der Flugzeugbauer bereitet den ersten Jungfernflug einer Boeing 777-9 aus der Serienproduktion vor. Das Flugzeug ist für Lufthansa bestimmt und soll im April erstmals abheben. Es wäre der erste Flug einer Maschine außerhalb der Prototypenflotte. Das 777X-Programm befindet sich in der entscheidenden Phase der Zertifizierung. Trotz eines neu entdeckten Problems am GE9X-Triebwerk rechnet Boeing weiterhin mit einer Zulassung bis Jahresende. Erste Auslieferungen an Lufthansa sind aktuell für 2027 vorgesehen.
Condor baut nach Italien aus
Condor verstärkt die Präsenz im italienischen Markt. Ab dem 1. Mai erhöht der Ferienflieger die Frequenzen zwischen Frankfurt und Rom-Fiumicino auf drei tägliche Verbindungen. Auch Mailand-Malpensa wird künftig drei Mal täglich angeflogen, bislang waren es zwei Flüge pro Tag. Venedig kommt mit drei täglichen Umläufen neu hinzu. Mit den Flügen will man sowohl Geschäftsreisende als auch Touristen ansprechen und die eigenen Langstreckenflüge füttern.
KLM schließt Aufbau der Dreamliner-Flotte ab
KLM hat den Aufbau ihrer Boeing-787-Teilflotte abgeschlossen. Mit der Auslieferung der letzten 787-10 mit der Registrierung PH-BKS endet ein mehr als zehn Jahre dauernder Flottenaufbau. Insgesamt betreibt die Airline nun 13 Boeing 787-9 und 15 größere Boeing 787-10. Die Erneuerung der Langstreckenflotte setzt KLM künftig mit dem Airbus A350-900 fort. Das erste Exemplar aus dem Konzernauftrag wird Ende des Jahres erwartet.
Frankfurt testet Durchsagen direkt auf Hörgeräte
Der Flughafen Frankfurt startet ein Pilotprojekt zur Verbesserung der Barrierefreiheit. An zwei Gates im Flugsteig A werden Durchsagen per Bluetooth-Technologie direkt auf Hörgeräte, Kopfhörer oder Smartphones übertragen. Voraussetzung ist die Zustimmung der Passagiere zum sogenannten Auracast-Service. Ziel ist es insbesondere, Reisenden mit Hörverlust das Verfolgen von Boarding- und Gate-Informationen zu erleichtern. An dem Projekt sind mehrere Technologiepartner beteiligt, darunter Google, Samsung und die Bluetooth Special Interest Group.
Großbritannien fordert Aufklärung von Air India
Die britische Luftfahrtbehörde verlangt von Air India eine detaillierte Erklärung zu einem Vorfall mit einer Boeing 787 in London. Das Flugzeug war trotz eines möglicherweise defekten Kraftstoffschalters gestartet. Air India prüft nun intern, ob die Besatzung alle vorgeschriebenen Verfahren eingehalten hat. Die Behörde droht mit regulatorischen Maßnahmen, sollte keine zufriedenstellende Antwort erfolgen. Zwar ergaben spätere Überprüfungen keine technischen Mängel, dennoch fordert die Behörde eine umfassende Ursachenanalyse und einen Präventionsplan für die gesamte Dreamliner-Flotte der Airline.
Linz wird wieder mit Frankfurt verbunden
Ab Ende März nimmt die dänische Airline DAT die Verbindung zwischen Linz und Frankfurt auf. Die Strecke wurde vom Land Oberösterreich europaweit ausgeschrieben. Geplant sind mehrere tägliche Flüge mit einer 70-sitzigen Maschine, um den Flughafen Linz wieder an ein internationales Drehkreuz anzubinden. Zuvor waren mehrere Versuche nach der Pandemie gescheitert.
Das ☕ Frankfurtflyer Coffeebreak Titelbild stammt diese Woche aus folgendem Beitrag:
Review: Hilton Garden Inn Yichang | Luxus Upgrade im 30 Euro Hotel
Hmm.
Also SAS müsste ja ziemlich verrückt sein jetzt plötzlich Boeing zu kaufen.
A330 und A350 haben sie ja schon Personal für und es wäre ja für die Flexibilität des Personals auch besser bei Airbus zu bleiben.
Darüber hinaus wäre ja auch Bestellung bei Boeing ziemlicher Unsinn solange der orange Mussolini da russisch Roulette mit Zöllen und daraus resultierenden Gegenzöllen spielt.
Und dann noch die ständigen Verzögerungen mit der 777X, sollte man eigentlich nicht mehr bestellen, bevor die ersten ausgeliefert und im Verkehr sind.