Schneller als zuhause: Emirates bringt gratis Starlink-Internet in den Airbus A380

Foto: Emirates

Emirates betreibt die mit Abstand größte Airbus-A380-Flotte der Welt und will die Superjumbos auch noch viele Jahre als Flaggschiff behalten. Der Golfcarrier nimmt dafür Geld in die Hand und investiert stetig in das Produkt. Nachdem schon über 90 Flugzeuge modernisiert und mit einer Premium-Economy-Class ausgestattet wurden, hat jetzt der erste Airbus A380 die schnelle Internet-Technologie von Starlink erhalten.

Das Wichtigste auf einen Blick:

🚀 Starlink an Bord: Emirates rüstet erste Airbus A380 mit Hochgeschwindigkeitsinternet aus.
📶 Massive Verbesserung: Bis zu 2 Gbit/s Bandbreite statt früher unter 1 Mbit/s.
💸 Kostenloses WLAN: Internet künftig für alle Passagiere und Klassen gratis verfügbar.

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Mit der Installation schlägt Emirates ein neues Kapitel beim Thema Konnektivität auf. Der A380 gehörte einst zu den ersten Verkehrsflugzeugen mit Internet an Bord, allerdings waren die Kapazitäten der ersten Generation mit weniger als 1 Mbit/s extrem begrenzt. Mit Starlink ändert sich das nun grundlegend: Drei Antennen pro Flugzeug sollen eine Gesamtbandbreite von über 2 Gbit/s ermöglichen – ein Vielfaches dessen, was bisher möglich war. In der Pressemitteilung verspricht man einen „besseren Service als zu Hause“.

Der erste entsprechend umgerüstete Airbus A380 ist nach der Installation und Zertifizierung in Großbritannien wieder nach Dubai zurückgekehrt und soll nun schrittweise im Liniendienst eingesetzt werden. Weitere Flugzeuge sollen im Laufe des Jahres 2026 folgen, wobei Emirates die Umrüstung deutlich beschleunigen will.

Kostenloses WLAN für alle Reiseklassen

Ein weiterer Vorteil für die Passagiere des Golfcarriers: Das neue WLAN-Angebot soll kostenlos und in allen Reiseklassen verfügbar sein. Damit verabschiedet sich Emirates vom klassischen Modell mit kostenpflichtigen Datenpaketen. Die Airline aus Dubai sichert sich dadurch weitere Vorteile im Wettbewerb. Die Anmeldung und Nutzung soll zudem schnell und unkompliziert erfolgen.

Technisch stellt die Integration im Airbus A380 eine besondere Herausforderung dar. Als größtes Passagierflugzeug der Welt mit zwei Decks und hoher Sitzplatzkapazität erfordert der Superjumbo eine komplexere Infrastruktur als kleinere Flugzeuge. Emirates setzt daher auf zusätzliche Access Points und eine dritte Antenne, um eine stabile Verbindung im gesamten Flugzeug zu gewährleisten.

Schneller als zuhause: Emirates bringt gratis Starlink-Internet in den Airbus A380 | Frankfurtflyer Kommentar

Emirates kleckert mal wieder nicht herum, während viele Airlines noch mit langsamen und teuren WLAN-Lösungen kämpfen, macht der Golfcarrier Nägel mit Köpfen. Schnelles, stabiles und vor allem zuverlässiges Internet wird immer mehr zum Wettbewerbsvorteil. Insbesondere Geschäftsreisende müssen sich darauf verlassen können, dass es läuft. Auch Privatreisende werden ein solches Angebot schätzen, erst recht wenn es kostenlos bereitgestellt wird.

Sollte Emirates die angekündigte Qualität tatsächlich liefern können, dürfte der Druck auf andere Airlines weiter steigen. Gerade europäische Netzwerkcarrier wie Lufthansa werden sich daran messen lassen müssen. Der Kranich hat zwar auch angekündigt, auf Starlink umrüsten zu wollen, aber wir wissen ja alle, wie langsam die Mühlen dort mahlen.

4 Kommentare

  1. „Besseren Service als zu Hause“ bezogen auf das Internet: Nun ja, ich weiß ja nicht, wie die Presseabteilung bei Emirates wohnt und ob die vielleicht noch Akustikkoppler im Einsatz haben über Kupferleitungen…

    Im Ernst: Starlink-Internet und auch noch kostenlos bei Flügen ist ein tolles Angebot. Air France hat den Umbau meines Wissens bereits abgeschlossen für die Langstreckenflotte, auf meinen letzten Flügen funktionierte das perfekt.

    Zu Hause haben wir Starlink neben Glasfaser je nach Konfiguration zum Load-Balancing oder als Fallback-Lösung. Coole Sache, für Anwender und Netzwerker. 😊

      • Und die Lufthansa hat Starlink kürzlich entdeckt – Neuland – und fängt dann jetzt langsam mal mit der Umrüstung an… #LahmHansa

        Mal sehen, ob es kostenlos wird und/oder bei den Airlines kostenlos bleibt. Das passt so gar nicht ins Konzept der Unbundler, Upseller und „Loyalitäts-Spezialisten“ in Frankfurt.

        • Lufthansa wäre ja nicht Lufthansa, sollten die Starlink-Nutzungsbestimmungen nicht überbordend kompliziert werden. Wahrscheinlich wird man sich in Frankfurt derzeit Gedanken machen, wie man den Kunden – auch den Statuskunden – noch ein paar Euro mehr aus der Tasche ziehen kann, im Stil von: „30 Minuten gratis für HON, danach Vorzugstarif; 15 Minuten gratis für SEN, danach Vorzugstarif; etc.“ Auch wenn ich das hier mit ironischem Unterton sage, so wäre ich nicht erstaunt, wenn die Regeln bei Lufthansa dann tatsächlich in eine solche Richtung gingen…

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