Wir läuten an dieser Stelle wieder das Wochenende ein und blicken auf die vergangene Woche. Im Frankfurtflyer Coffeebreak stellen wir für Euch einige Kurznachrichten zusammen, über die wir auf unserem Blog nicht berichtet haben. In der Lektüre, die wunderbar als Begleitung zum Kaffee am Morgen passt, findet Ihr oft mehr als nur ein paar Randnotizen. Die Kaffeepause servieren wir Euch samstags um 8:30 Uhr.
Staatsanwaltschaft ermittelt
Am Flughafen München mussten rund 600 Passagiere eine Nacht an Bord von sechs Maschinen verbringen. Die Flüge von Lufthansa, Air Dolomiti und Air Arabia sollten trotz Schneefalls noch im erweiterten Nachtflugfenster starten. Nachdem die Jets bereits auf dem Vorfeld standen, mussten sie jedoch umkehren. Mangels freier Gatepositionen wurden Außenpositionen zugewiesen, angeforderte Busse und Treppen kamen nicht. Flughafen und Lufthansa sprechen von einer „unzumutbaren Situation“ und kündigten Entschädigungen an. Nun ist der Polizeibericht zur Prüfung bei der Staatsanwaltschaft in Landshut eingegangen.
Schussloch in Boeing 737MAX von American Airlines
Bei einer Routineinspektion im kolumbianischen Medellín wurde an einer Boeing 737 MAX 8 von American Airlines ein Projektiltreffer im rechten Querruder entdeckt. Die Maschine war zuvor als aus Miami gelandet, während des Fluges gab es keine Auffälligkeiten. Das Flugzeug wurde umgehend nun dem Verkehr gezogen und zur Instandsetzung nach Dallas überführt.
Neue Finnair Markenidentität mit eigener Klangwelt
Finnair will ihre Markenpositionierung stärken, dazu gehört auch eine eigene musikalische Identität. Komponist Lauri Porra entwickelte die Klangwelt „Matkantekijä“, die finnische Landschaften und das Reisegefühl widerspiegeln soll. Hintergrund ist eine veränderte Kundenstruktur mit stärkerem Fokus auf Reisende aus und nach Finnland. Ab Ende Februar wird die neue Musik schrittweise in Flugzeugen, Lounges sowie in Marketing- und Servicekanälen eingesetzt. Teil des Projekts ist das speziell für Flugbegleiter komponierte Stück „Before the door opens“.

FAA erlässt dringliche Anweisung für Boeing 737MAX
Bleiben wir bei dem Maschinentyp, die US-Luftfahrtbehörde FAA hat eine dringliche Lufttüchtigkeitsanweisung für die Boeing 737 MAX veröffentlicht. Hintergrund sind zwei Fälle sprunghaft ansteigender Kabinentemperaturen. Im Zuge der FAA-Anweisung wurden detaillierte Handlungsanweisungen für Cockpitcrews veröffentlicht. Sollte die Temperatur unkontrolliert steigen, müssen zunächst alternative Kühlverfahren aktiviert werden. Zusätzlich sind Bordunterhaltungssysteme und Beleuchtung abzuschalten, um die Belastung zu reduzieren. Sinkt die Temperatur nicht, ist ein sofortiger Sinkflug einzuleiten. Die Cockpittür kann zur Belüftung geöffnet werden.
Gewinnrückgang bei El Al trotz hoher Auslastung
El Al hat 2025 einen Umsatz von rund 3,48 Milliarden US-Dollar erzielt, was einem leichten Plus von etwa einem Prozent entspricht. Der Reingewinn sank jedoch um rund 25 Prozent auf 410 Millionen Dollar. Die Auslastung blieb mit etwa 94 Prozent auf sehr hohem Niveau, während die Kapazität gemessen an Sitzkilometern um rund drei Prozent wuchs. Belastend wirkten die Folgen des Gaza-Krieges, schwächere Frachterlöse sowie gestiegene Produktionskosten. Finanziell steht die Airline dennoch solide da, zahlt erstmals seit 2017 wieder Dividende und plant für 2026 weiteres Wachstum.
Etihad mit Rekordgewinn
Bei Etihad Airways läuft es richtig gut, der Golfcarrier hat 2025 das beste Ergebnis der Unternehmensgeschichte erzielt. Der Gewinn nach Steuern stieg um 47 Prozent, der Umsatz legte um 21 Prozent zu. Insgesamt beförderte die Airline 22,4 Millionen Fluggäste, die Auslastung erreichte 88,3 Prozent. Die Flotte wuchs um 29 Flugzeuge auf 127 Jets, gleichzeitig wurde das Streckennetz auf 110 Ziele erweitert. Es ist das vierte profitable Jahr in Folge für die Airline aus Abu Dhabi.
SWISS setzt zweiten Airbus A350 im Linienbetrieb ein
Swiss hat ihren zweiten Airbus A350-900 in den regulären Linienverkehr aufgenommen. Die Maschine mit der Registrierung HB-IFB und dem Namen Delémont startete von Zürich zu ihrem Erstflug nach Montréal. SWISS treibt damit die Modernisierung ihrer Langstreckenflotte weiter voran, die Teilflotte soll auf zehn Exemplare anwachsen.

Qantas Airbus A380 gechartert
Ein Airbus A380 von Qantas sorgte für Spekulationen unter Luftfahrtfans. Die Maschine flog als nicht planmäßiger Charter von Sydney knapp 15 Stunden nonstop nach São Paulo und später zurück nach Australien. Vermutlich wurde der Jet für den Transport von Tour-Equipment und Team des Musikers Bad Bunny eingesetzt, der erstmals in Australien auftritt. Qantas bestätigte lediglich, dass es sich um Charterflüge handelte, nannte jedoch keinen Auftraggeber.
Lufthansa speist Turbulenzdaten ins IATA-Netz ein
Lufthansa nimmt am IATA-Programm „Turbulence Aware“ teil und speist Echtzeitdaten in ein globales Netzwerk ein. Auch Swiss und Edelweiss sind angebunden. Sensoren tausender Flugzeuge erfassen Turbulenzen und übermitteln die Daten anonymisiert. Piloten sehen die Informationen direkt auf der Navigationskarte im Cockpit. Farbkodierte Symbole zeigen Stärke, Ort und Höhe an. Zusätzlich werden die Daten an den Deutschen Wetterdienst übermittelt, um Vorhersagemodelle langfristig zu verbessern.
Blizzard legt Flüge nach New York und Boston lahm
Ein Wintersturm im Osten der USA hat zahlreiche Flugausfälle verursacht. Die Lufthansa Group hatte am Nontag sämtliche Flüge gestrichen. Auch andere Airlines wie Condor, Singapore Airlines und United Airlines mussten Verbindungen absagen. Bereits am Dienstag erholte sich die Situation.
Das ☕ Frankfurtflyer Coffeebreak Titelbild stammt diese Woche aus folgendem Beitrag:
Review: Qatar Airways Business Class im Airbus A330: Alt, aber gemütlich
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