SWISS kündigt neue Langstrecke nach Bengaluru an und reduziert Deutschland-Flüge ab Genf

Airbus A350 HB-IFA im SWISS Senses Design. Foto: Sebastian

SWISS bekommt mit Bengaluru (BLR) eine neue Langstreckenverbindung nach Indien. Das Star-Alliance-Mitglied fliegt zukünftig mehrmals pro Woche von Zürich (ZRH) in den Süden Indiens. Bengaluru ist damit die dritte indische Destination, die SWISS aus der Schweiz anfliegt. Zeitgleich werden neue SWISS-Senses-Destinationen mit dem Airbus A350 in den Flugplan aufgenommen und das Angebot ab Genf (GVA) gekürzt. Das betrifft auch Verbindungen nach Deutschland.

Das Wichtigste auf einen Blick:

🛫 Neue Indien-Strecke: SWISS startet ab Winter 2026/27 fünfmal pro Woche nach Bengaluru.

✈️ Mehr Airbus A350: Johannesburg und Shanghai werden neue SWISS-Senses-Ziele.

📉 Kürzungen ab Genf: Berlin und Hamburg verlieren die Direktverbindung nach Genf.

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Es gilt als das Silicon Valley Indiens. Gemeint ist das ehemalige Bangalore, welches seit November 2024 wieder seinen entkolonialisierten Namen Bengaluru trägt und in der Technologiebranche hoch interessant ist. Und dieser Aspekt macht es für SWISS vermutlich auch so attraktiv, der Lufthansa nachzuziehen und Bengaluru ins Streckennetz aufzunehmen. Die große Schwester fliegt bereits seit langem zum Kempegowda International Airport. Aktuell mit sechs bzw. sieben wöchentlichen Umläufen sogar von den beiden Drehkreuzen Frankfurt (FRA) und München (MUC).

SWISS startet neue Langstrecke nach Bengaluru

SWISS wird die neue Verbindung zum Winterflugplan 2026/27 aufnehmen. Zu Beginn sind fünf Flüge pro Woche unter dem Flugnummernpaar LX140/LX141 geplant. Eingesetzt wird ein Airbus A330 mit drei Reiseklassen.

  • LX140 | 13:20 Uhr Zürich (ZRH) – 02:55 Uhr Bengaluru (BLR) | Airbus A330-300 | dienstags, donnerstags, freitags, samstags und sonntags
  • LX141 | 04:50 Uhr Bengaluru (BLR) – 10:50 Uhr Zürich (ZRH) | Airbus A330-300 | montags, mittwochs, freitags, samstags und sonntags

Jens Fehlinger, CEO von SWISS, freut sich über das neue Ziel:

Wir freuen uns sehr, unseren Fluggästen mit Bengaluru eine attraktive und vielseitige neue Destination anbieten zu können. Das Silicon Valley Indiens richtet sich gleichermassen an Freizeit- wie auch an Geschäftsreisende und ist zugleich ein idealer Ausgangspunkt für Reisen in den Süden Indiens. Mit der neuen Verbindung tragen wir insbesondere der wachsenden Nachfrage von Geschäftsreisenden nach Direktflügen in die bedeutende Techmetropole Rechnung.

Gebucht werden können die Flüge direkt bei SWISS.

Im Airbus A350 nach Johannesburg und Shanghai

Die Airbus-A350-Flotte von SWISS wächst. Bis zum Jahresende rechnet die Airline mit insgesamt fünf der modernen Jets in der Flotte. Alle werden das neue Kabinenprodukt SWISS Senses an Bord haben.

Damit werden ergänzend zu den bisherigen Destinationen Boston (BOS) und Seoul (ICN) auch weitere Ziele in den Flugplan aufgenommen. Bereits ab September wird es im A350 nach Shanghai Pudong (PVG) gehen. Zum Winterflugplan 2026/27 folgt dann auch noch das südafrikanische Johannesburg (JNB) als A350-Destination.

Streckennetz ab Genf wird reduziert

Während Flüge mit SWISS ab Zürich attraktiver werden, wird das Angebot ab dem zweiten Drehkreuz Genf gestutzt. Zwar verändert sich bei der einen Langstrecke nach New York (JFK) nichts, doch auf der Kurzstrecke kommt es zu Einschränkungen. Drei Direktverbindungen werden zum Winter eingestellt. Neben Pristina (PRN) trifft es dabei vor allem Flüge nach Deutschland. Sowohl Berlin (BER) als auch Hamburg (HAM) sind dann nur noch per Umstieg über eines der anderen Drehkreuze der Lufthansa Group erreichbar.

Die Airline begründet die Reduzierung des Flugangebotes ab Genf auf 15 Kurzstreckenziele mit der anhaltenden Knappheit an Flugzeug- und Triebwerksteilen für die Airbus-A220-Flotte.

SWISS kündigt neue Langstrecke nach Bengaluru an | Frankfurtflyer Kommentar

Die Lufthansa Group sucht derzeit ihr Heil in der Flucht nach Indien. Denn während es auf Flügen in die USA nicht so gut läuft, steigt der Bedarf nach alternativen Umsteigeverbindungen in Richtung Asien. Durch die angespannte geopolitische Lage haben die großen Hubs im Nahen Osten an Attraktivität verloren.

Parallel fokussiert sich SWISS auf eines ihrer Drehkreuze und baut in Genf ab. Neben den beschriebenen Umständen der Knappheit von Ersatzteilen dürfte wohl auch ein treibender Faktor sein, dass die Schweiz zu klein für zwei internationale Drehkreuze ist.

Habt Ihr Eure SWISS-Tickets nach Bangalore – Entschuldigung, Bengaluru – schon gebucht oder meidet ihr indische Flughäfen genauso wie ich?

Quelle: SWISS

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