SWISS schlachtet zwei Airbus A220-100 komplett aus

SWISS hat schon vor einer Weile beschlossen, dass man die Flotte aus neuen Airbus A220-100 bis 2027 für zwei Jahre stilllegen wird, da man diese als Ersatzteilspender für die größeren und wirtschaftlicheren Airbus A220-300 benötigt. Aktuell gibt es einen umfangreichen, weltweiten Mangel an Ersatzteilen, weshalb dies für SWISS der einzig mögliche Schritt war, um die Airbus-A220-300-Flotte in der Luft zu halten.

Das Wichtigste auf einen Blick:

🔧 SWISS wird zwei Airbus A220-100 dauerhaft außer Dienst stellen und als Ersatzteilspender nutzen.

✈️ Hintergrund ist der weltweite Mangel an Ersatzteilen für die Airbus-A220-Familie.

🇬🇧 Die Verbindungen nach London City sollen künftig mit Embraer E190-E2 und E195-E2 von Helvetic Airways bedient werden.

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Nun wurde bekannt, dass SWISS zwei der neuen Airbus A220-100 nicht nur in eine zweijährige Zwangspause schicken wird, sondern man wird die Flugzeuge sogar gar nicht mehr wieder in Betrieb nehmen können, da sie komplett zerlegt werden und ihre Teile verwertet werden.

Im Detail geht es um die HB-JBC und HB-JBD, welche zwar mit die ältesten Airbus A220 in der SWISS-Flotte sind, aber mit einem Alter von etwa 9,5 Jahren noch eigentlich weit davon entfernt sind, die maximale Lebenserwartung zu erreichen. Dies bestätigte Swiss dem Magazin Aviation Week, wie aero.de berichtete.

Im Sommer 2026 setzt SWISS den Airbus A220-100 noch ein, wird diesen aber nun nach und nach stilllegen. Dabei wird das Flugzeug eigentlich nur für eine Strecke wirklich zwingend gebraucht, und das sind die Flüge von Zürich und Genf nach London City.

In London City darf nur der kleinere Airbus A220-100, nicht aber der größere A220-300 landen, da dieser aufgrund des extrem steilen Anflugverfahrens auf London City, zusammen mit der kurzen Bahn, nicht die nötige Zulassung besitzt.

Abhilfe schafft hier SWISS mit den E190-E2 und E195-E2, welche von Helvetic Airways für SWISS betrieben werden und in London City landen dürfen.

SWISS schlachtet zwei Airbus A220-100 komplett aus | Frankfurtflyer Kommentar

Der Airbus A220-100 hatte für SWISS kaum noch eine Bedeutung und eigentlich braucht man das Flugzeug wohl langfristig wirklich nur für die Flüge nach London City. Dass man sich nun aber doch dazu entschlossen hat, zwei recht junge Flugzeuge komplett zu zerlegen, um ihre Ersatzteile zu verwerten, zeigt sehr deutlich, wie schwer die Krise mit der Ersatzteilversorgung rund um den Airbus A220 ist.

SWISS ist hierbei nicht die einzige Airline, welche Flugzeuge des Typs stilllegt, um sie als Ersatzteilspender zu verwenden, und man fragt sich, warum man hier Jahre benötigt, um dieses Problem zu lösen, aber wie immer in der Luftfahrt sind Probleme ausgesprochen komplex.

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