The Club at Hilton | Neue Premium Lounges ohne Zugang für Diamond Member ersetzen Executive Lounges in den USA

Es ist nun knapp ein Jahr her, dass Hilton den Diamond Reserve Status als neuen Top-Status vorgestellt hat. Dieses neue Statuslevel, das über dem Diamond-Status und sogar über dem Lifetime-Diamond-Status angeordnet ist, verlangt erstmals auch eine Umsatzqualifikation von mindestens $18.000 pro Jahr. Dabei ist der wohl herausstechendste Vorteil des Diamond Reserve Status der Zugang zu den Hilton Premium Lounges, einer Club-Lounge-Kategorie, die man so bisher eigentlich nicht kannte bei Hilton.

Das Wichtigste auf einen Blick:

🏨 Neues Lounge-Konzept: Mit „The Club at Hilton“ führt Hilton besonders hochwertige Club Lounges in ausgewählten Hotels ein.
💎 Exklusiver Zugang: Im Hilton Cleveland erhalten vor allem Diamond Reserve Member sowie Gäste mit entsprechendem Zimmer oder bezahltem Zugang Zutritt.
🇺🇸 Comeback der Lounges? Das Konzept könnte ein Weg sein, hochwertige Executive Lounges in den USA mit deutlich restriktiverem Zugang zurückzubringen.

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Es gab allerdings schon immer bei Hilton eine Handvoll Club Lounges, die als so exklusiv eingestuft wurden, dass der Zugang mit einem Diamond Status ausgeschlossen war. Wer in diese Lounges, vorrangig in Waldorf Astoria oder einigen ausgewählten Conrad Hotels, hinein wollte, musste hier zwingend ein entsprechendes Club Zimmer buchen und einen recht happigen Aufpreis zahlen. Mit dem Diamond Reserve Status sollte sich dies ändern und zu diesen weltweit nur zwölf wirklich exklusiven Lounges sollte dieser Status dann exklusiven Zugang erhalten.

Nun gibt es allerdings vor allen Dingen in den USA eine interessante Entwicklung, denn Hilton hat ein neues Club-Lounge-Konzept eingeführt, welches sie „The Club at Hilton“ nennt. Das erste Hotel, welches über solch eine The Club at Hilton Lounge verfügt, ist das Hilton Cleveland. Dass man dieses Hotel als erstes Hotel mit diesem neuen Lounge-Konzept ausgewählt hat, ist sicherlich nicht überraschend. Auch wenn es ein normales Hilton Hotel ist, gehört es mit zu den besten Hotels der Marke in den USA, wenn es nicht sogar „das Beste“ ist. Dazu kommt, dass sowohl das Gebäude als auch das Hotel selbst Hilton gehört und es kein Franchise ist. Damit ist es die perfekte Location für solch ein Experiment.

Im Hilton Cleveland wurde nun eine The Club at Hilton Lounge eröffnet, zu welcher explizit nur Diamond Reserve Member oder aber Gäste mit einem entsprechenden Zimmer Zugang haben bzw. Gäste, welche den Zugang käuflich erwerben, was mit 75 USD pro Person und Tag nicht direkt günstig ist.

Ersten Berichten zufolge sei das Angebot in der The Club at Hilton Lounge tatsächlich auch sehr gut, inklusive kostenlosem Alkohol, was man in den USA in Club Lounges seit Jahren nicht mehr gesehen hat. Tatsächlich könnte man eine The Club at Hilton Lounge wohl als eine Club Lounge beschreiben, wie man sie sich in einem Hotel wünschen würde und vergleichbar mit Angeboten in Asien.

Mit dem Hilton Charlotte University Place gibt es nun auch ein zweites Hotel in den USA, welches über eine The Club at Hilton verfügt. Auch hierbei handelt es sich offenkundig um eine Ultra-Premium-Lounge von Hilton. Allerdings nennt man auf der Webseite noch den Zugang für Diamond Member und Diamond Reserve Member. Hier bleibt abzuwarten, ob dies ein Test von Hilton ist, um zu sehen, wie es angenommen wird, oder aber sogar ein Fehler auf der Webseite des Hotels in Charlotte.

Diese Entwicklung ist besonders in den USA genau zu beobachten, denn hier sind in den letzten Jahren die Executive Lounges bei Hilton mehr oder weniger ausgestorben. Gerade bei Hilton-Kunden wird aktuell in den USA diskutiert, ob man mit The Club at Hilton die Lounges in den USA wieder zurückbringen könnte, dann allerdings mit sehr restriktiven Zugangsregeln. Gerade in den USA würde dies natürlich viel Sinn machen, da der Diamond-Status hier nur durch den Besitz der richtigen Kreditkarte bereits erreicht wird und die Anzahl der Diamond-Member einfach zu hoch ist, um ein vernünftiges Lounge-Angebot bieten zu können.

The Club at Hilton | Neue Premium Lounges ohne Zugang für Diamond Member ersetzen Executive Lounges in den USA | Frankfurtflyer Kommentar

Mit The Club at Hilton führt man nun erst mal Premium-Lounges in „normalen Hilton Hotels“ ein. Es deutet sehr viel darauf hin, dass dies das aktuelle Konzept von Hilton ist, um Clubs in den USA zurückzubringen, dann allerdings nur für eine sehr ausgewählte Kundschaft bzw. die Leute, die auch wirklich bereit sind, für diesen Service zu bezahlen. Wenn man sich anschaut, wie heruntergekommen die letzten Club-Lounges bei Hilton in den USA waren, ist dies vielleicht keine schlechte Idee.

Auf der anderen Seite hat Hilton hier natürlich auch durchaus ein Konkurrenzproblem, denn es gibt in den USA natürlich noch Hotels, die gute Club Lounges für Kunden mit Status bieten. Allen voran hier natürlich auch Hyatt, was den großen Vorteil hat, dass man auch in den USA nicht derartig viele Top-Status-Mitglieder mit Globalist Status hat wie Hilton eigene Diamond Mitglieder. Dies liegt wahrscheinlich am Ende nicht zuletzt daran, dass es unfassbar schwer ist, mit Kreditkarten zu einem Globalist-Status zu kommen. Dies ist zwar auch bei Hyatt möglich, verlangt allerdings Ausgaben mit einer speziellen Kreditkarte von weit über $100.000 pro Jahr.

Auch wenn mich der restriktive Zugang zu den The Club at Hilton Lounges nicht gerade begeistert, ist es gerade in den USA wahrscheinlich der richtige Weg, um den Kunden, die gerne bereit sind, für solch ein Angebot etwas Geld auszugeben, auch ein hochwertiges Angebot bieten zu können. Aber wie immer: Man muss sehr genau beobachten, was auf der anderen Seite des Atlantiks passiert, denn häufig wird das, was genau hier entwickelt wird, auch in andere Teile der Welt übertragen.

6 Kommentare

  1. Man könnte ja auch daran arbeiten den DIA nicht wie Süßigkeiten nebenbei zu verticken. Aber das wäre zu einfach und wahrscheinlich würden dann Umsatzeinbußen und Kündigungen der Kreditkarten folgen…für jemanden der wirklich viel bei Hilton schläft und nur die 18k $ nicht schafft, ist das ein Schlag in die F***e! „Vorzeile Bleiben gleich“, nur die Hürden werden gesenkt ist der selbe Scheiss! Am Ende wohl selbst Schuld, falsche Kette gewählt, aber ist ja bei Bonvoy auch nicht groß anders…

    • Also die 18k Umsatz sind bei 80 Nächten kein Problem, außer man ist ständiger Hampton Kunde. Aber dann soll man auch etwas geboten bekommen und nicht nur Pappbecher und Chips in einer überfüllten Lounge. Wir meiden diese eh schon. Gut das hier wieder ein Weg zu Qualität vor Quantität eingeschlagen wird. Eigentlich ein Back to the roots im Sinne von Conrad Hilton.

    • Grundsätzlich ist es ja so, dass Hilton eigentlich nur damit anfangen müsste, die interne Klassifizierung innerhalb des Status besser umzusetzen. Mir wurde einmal erklärt, dass es eigentlich nicht drei Elite-Status-Level bei Hilton (Silver, Gold, Diamond) gibt, sondern sieben, die auch innerhalb des Status noch einmal abstufen, gemessen an Nächten pro Jahr und auch Umsatz.
      Ich hatte einige Jahre deutlich über 60 Nächte pro Jahr bei Hilton und habe hier ab 60 bis 80 Nächten quasi immer ein Suite-Upgrade erhalten, was wahrscheinlich darauf zurückzuführen war.
      Hilton könnte jetzt natürlich hergehen und es als nicht verbrieftes Benefit anbieten: Das Diamond Member (bei verfügbarer Kapazität) die Premium Clubs nutzen dürfen und hier ein Upgrade erhalten, wenn sie ausreichend Nächte und Umsatz tatsächlich in Hotels gemacht haben . Der Grund, warum dies wahrscheinlich nicht gemacht wird, ist aber auch, dass Hilton mit den Kreditkartenkunden sehr viel Geld verdient.

  2. Man könnte ja auch nochmal zwischen Diamond und Lifetime Diamond unterscheiden. Es ist richtig, dass in Nordamerika gefühlt jeder zweite Diamond ist und das man als solcher beim Check In nur ein müdes Lächeln bekommt. Warum den Zugang zu solchen Lounges den Lifetimes ermöglichen, und die ganzen Diamonds auszuschließen. Gleiche Servicewüste gilt ja bei den F&B credits, mit denen man in manchen Hotels überhaupt nichts mehr zum Frühstück bekommt. Und das mit dem alten Versprechen, das mindestens ein Continental Breakfast drin ist.

    • Grundsätzlich wird schon zwischen Diamond und Lifetime Diamond unterschieden. Vor allem bei Upgrades sollte man das spüren können. Nur garantierte Unterschiede macht man nicht, und Hilton möchte tatsächlich, dass der Diamond Reserve über dem Lifetime Diamond steht, um sicherzustellen, dass es wirklich der höchste Status des Programms ist.

      Und ich kann nur zustimmen, dass in den USA sich die Situation (das bezieht sich nicht nur auf Hilton) in eine falsche Richtung entwickelt.

  3. Das ist ganz einfach. War viele Jahre Diamond. Es gibt andere Ketten. Sehr gute Erfahrungen mit IGH und Accor in Asien. Und independent Hotels. In ein paar Häusern würde ich nach wie vor absteigen, Status hin oder her. Die befinden sich nicht in den USA.

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