Es ist mal wieder so weit, es gibt einen erneuten Streik bei Lufthansa, und diesmal werden die Piloten der Vereinigung Cockpit und die Flugbegleiter der UFO die Arbeit am 12. Februar 2026 zwischen 00:00 Uhr und 23:59 Uhr niederlegen. Damit ist der Kranich am Donnerstag quasi komplett lahmgelegt, und man muss damit rechnen, dass fast alle Flüge ausfallen werden.
✈️ Streik am 12. Februar 2026: Piloten (VC) & Flugbegleiter (UFO) legen Lufthansa lahm.<br>
💰 Streitpunkt: Altersversorgung der Piloten & Sozialplan für CityLine.<br>
⚠️ Empfehlung: Vor Reiseantritt Flugstatus prüfen, mit Ausfällen rechnen.
Kernpunkt des Warnstreiks sind die aktuellen Verhandlungen der VC über die betriebliche Altersversorgung der Piloten, welche sich nicht so entwickelt hat, wie man es sich gewünscht hatte. Daher soll hier nachgebessert werden. Daneben ist wohl auch die Auflösung der Lufthansa CityLine etwas, wogegen man protestieren will, auch wenn dies wohl eigentlich ein streikfremdes Ziel sein dürfte, da es eine unternehmerische und keine tarifliche Entscheidung ist.
Im Mai 2025 hat die VC zu Verhandlungen über die Altersvorsorge der Piloten aufgefordert und seither mit Lufthansa hierüber verhandelt. Betroffen sind etwa 4.800 Piloten. Im Detail geht es darum, dass man sich 2017 darauf verständigt hatte, dass Lufthansa für die Piloten nur noch den Wert der Einzahlungen in die betriebliche Altersvorsorge garantiert, nicht aber mehr die tatsächlichen Auszahlungen in Zukunft. Damit ist das Zinsrisiko von Lufthansa auf die Piloten übergegangen.
Zudem wurde das durchschnittliche Alter zur Übergangsversorgung um zwei Jahre auf 60 Lebensjahre hochgesetzt. Dem Vernehmen nach blieben die Erträge hinter den damals formulierten Erwartungen zurück, was an den Marktentwicklungen liegt. Lufthansa müsse in den Augen der Piloten diese fehlende Performance nun doch ausgleichen.
Die UFO hingegen formuliert die Gründe für die Beteiligung am Warnstreik darin, dass sich Lufthansa bei der Auflösung der Lufthansa CityLine weigere, über einen tariflichen Sozialplan zu verhandeln.
Lufthansa hat auf der Webseite Informationen zum Streik bereitgestellt, allerdings ist zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht klar, wie umfangreich die Auswirkungen genau sein werden, und es existiert auch noch kein Notflugplan. Man kann jedem, der am 12. Februar fliegen will, nur raten, sich vor der Anreise zum Flughafen über den Status seines Fluges zu informieren, und man muss hier leider mit umfangreichen Verzögerungen und vor allem Flugausfällen rechnen.
Warnstreik bei Lufthansa: Piloten und Flugbegleiter legen Flugbetrieb lahm | Frankfurtflyer Kommentar
Es ist mal wieder so weit, und bei Lufthansa kommt es morgen zu einem neuen Streik, wenn nicht noch ein Wunder passiert. Dabei ist das Timing denkbar schlecht, was vermutlich auch Vorsatz von Piloten und Flugbegleitern ist, denn einheitliche Streiks in einem Jahr, in dem Lufthansa den 100-jährigen Geburtstag feiert, sind genau das, was der Kranich mit allen Mitteln vermeiden will. Hier will man von Seiten der Gewerkschaft sicherlich auch etwas mehr Bewegung beim Verhandlungspartner schaffen, wobei die Verhandlungen vor allem emotional aufgeladen scheinen, was selten eine gute Basis ist.
Ich bin gespannt, wie sich das Ganze entwickelt und auf wie viele Streiktage die Lufthansa in diesem Jahr hinarbeitet. Eigentlich kann man sich keinen einzigen Streiktag beim Kranich leisten, aber dies wird für den Vorstand wohl noch ein Argument sein, Wachstum außerhalb von Deutschland bei Töchtern wie SWISS stattfinden zu lassen.
Und Lufthansa verkauft weiterhin fleißig Tickets für morgen… Vollkommen unkoordiniert.
Ja,,das hab ich auch gesehen….ich fliege morgen Abend innerdeutschen FRA-BER.Check in möglich, sogar ein Upgrade in die BIZ kostenlos…..versteht man so was?
Chaosladen….und komplett unpassend in dieser Zeit.
@Markus: Unkoordiniert? Ist es nicht eher total schlau weiter Umsatz zu generieren? Wer jetzt noch für morgen bucht und artig bezahlt ist doch selber Schuld.
Wieso? Sie zahlen mit Hotel, Entschädigung usw. Beim letzten Streik kam das sogar ganz freiwillig aufs Konto.
Allerdings kann ich für den Streik an sich nicht wirklich viel Verständnis aufbringen. Da braucht es wohl noch ein paar Töchter, um den Flugbetrieb dann besser aufrecherhalten zu können.
Weil ich glaube, dass diese Kompensationen (z.B. EU261, Hotel, etc.) bei Buchungen NACH einer Streikankündigung nicht mehr geleistet werden müssen. Aber sicher bin ich mit hier tatsächlich nicht – weißt Du hier mehr?
Genial, wie das alles so in Deutschland läuft. Inzwischen denke ich mir: „Je länger diese ganzen Streiks andauern, umso besser.“ Deutschland und Europa haben sich einfach abgeschafft. Ob es meine Bremsenteile von Bosch MADE IN CHINA sind, wenn ich an die Industrie denke, oder der Flugverkehr. Meine USA Reise in 2026 buche ich garantiert nicht bei Lufthansa. Ich fliege American Airlines und dann komme ich auch an. Ohne das ich mir Gedanken machen muss, ob am Tag meiner Abreise wieder irgendjemand meint er müsste streiken, weil er ja so schlecht bezahlt wird oder zu lange arbeiten muss. Ein Narrenstaat ist das hier geworden. Work Life Balance…hahahahaha…..aber schon in 2010 gab es einen Politiker namens Thilo Sarrazin. Der Satz/Titel seines Buches hat mir damals schon alles aufgezeigt.
Aber, aber, aber die Linksextremisten schwurbeln doch, dass Kommunismus die einzige Lösung ist. Warum etwas arbeiten wenn man doch ganz einfach die Leistungsträger enteignen kann. Warum ist linke Scheiße ausnahmslos immer so unfassbar ekelhaft und dumm?
Nicht zu vergessen, dass hier nicht die Piloten einer Tochtergesellschaft streiken, sondern KTV Piloten.
Dort gibt es ohnehin ein fürstliches Gehalt gemessen an der Tätigkeit mit immer größeren Ruhezeiten. Langstreckenpiloten müssen dadurch regelmäßig nur 2-3 Umläufe pro Monat fliegen. Da kann man einen Streik bei bestem Willen nicht nachvollziehen.
Na dann bleib doch einfach drüben „in den ach so tollen USA“. Uns wirst Du nicht fehlen, und bei dem „Trump-Chaos“ dort bist Du dann doch genau richtig. Streikrecht und soziale Balance haben uns in Deutschland zu einem der reichsten Länder der Erde gemacht. Management und Gewerkschaften tragen jetzt Verantwortung für einen Kompromiss. Und genau das werden wir auch sehen.
Streik ist immer ein terroristischer Anschlag. Es gibt NIE, ABSOLUT NIE einen Grund zu streiken. Streik muss endlich strafrechtlich verfolgt werden und mit harten Haftstrafen geahndet werden und die Kosten müssen den Gewalttätern auferlegt werden.
JEDER hat den Arbeitsvertrag freiwillig unterzeichnet. Und JEDER kann GANZ EINFACH kündigen wenn einem der Job nicht passt.
Es gibt kaum etwas widerlicheres und ekelhafteres als so einen grundlosen Streik.
Herr, schick Hirn vom Himmel!
Du hast aber so gar keine Ahnung vom Grundgesetz, Streik ist in der Verfassung verbrieft und ein Menschenrecht. Hier geht es auch nicht um einen politischen Streik, wie er in Frankreich an der Tagesordnung ist. Ich halte diesen Streik auch für nicht gerechtfertigt, das ändert aber nichts daran, dass Streiks ein legitimes Mittel zur Durchsetzung von Arbeitnehmerforderungen sind. Wenn die Arbeitgeberseite einen Streik für illegal hält, kann sie das übrigens jederzeit vor dem Arbeitsgericht klären lassen. Es gibt aber nur ganz selten einstweilige Verfügungen gegen Streiks, die Bahn scheitert vor den Arbeitsgerichten regelmäßig.
Streik ist ein Grundrecht, dafür sind vor langer Zeit viele Menschen auf die Strasse gegangen und gestorben! Traurig, wie wenig das im Bewußtsein geblieben ist.
Das mag sein, aber man könnte mal an den Fristen etwas ändern. In anderen Ländern muss sowas 14 Tage vorher angekündigt werden. Ist für den Konzern nicht besser, aber für die Passagiere schon. Und darüber sollte man definitiv mal reden.
36 Stunden vorher finde ich schon sehr dreist.
Gestern bin ich mit LH nach Lyon geflogen. Der Rückflug morgen ist schon gecancelt.
Und nun warte ich, ob LH für mich eine Lösung aus dem Hut zaubert.
Erstmal bin ich noch sehr geduldig. Die rotieren dort im Office sicher gerade gewaltig.
Hoffentlich weiß ich morgen früh mehr.
Zum Glück könnte ich per TGV wieder zurück kommen. Die Leute, die weiter weg sind haben da ein größeres Problem…
Internet sagt, mir würden 250€ zustehen. Ok, erstmal eine Nacht über alledem schlafen…
aktuell sind laut fraport noch massig Flüge drinnen (viel Langstrecke), welche morgen angeblich fliegen soll.
wundert mich ehrlicherweise, dass doch so viel fliegen soll.
wie sind da eure Erfahrungswerte? war das in der Vergangenheit auch so und wurde kurzfristig noch geändert?
habe aktuell noch einen Flug morgen, welcher angeblich fliegen soll.
DA gab es tatsächlich schon einiges… Es kann immer wieder zu kurzfristigen Streichungen kommen. Man sollte hier kurz vor Abflug noch einmal schauen.
„Streikmeister“ waren früher Italien, Frankreich, Spanien —- werden mittlerweile jedoch locker von Deutschland überholt. Schämt Euch, Ihr gutbezahlten PILOTEN !!
Da lob ich mir das Streikverbot/Friedenspflicht in CH.
Gerade das Mitleid für KTV Piloten hält sich doch sehr in Grenzen. Natürlich verdienen sie international betrachtet noch nicht Spitze, aber gemessen am allgemein eher niedrigen Lohnniveau in Deutschland für qualifizierte Tätigkeiten schon äußerst gut. Was mich am meisten ärgert: Sie verderben allen nachkommenden, jungen Piloten damit die Karriere. Es gibt keinen ökonomischen Grund, dass Lufthansa Airlines noch irgendeinen Flug übernehmen sollte. Entsprechend wird reduziert und an Töchter ausgelagert. Anstatt sich mal zu bemühen, dass alle Piloten im Konzern zu guten Bedingungen arbeiten können, wird weiter egoistisch nur auf den eigenen Vorteil geschaut – koste es, was es wolle.