Wer bei Lufthansa den Light-Tarif bucht, darf außer der Beförderung von A nach B nicht viel mehr erwarten. Für die Sitzplatzwahl und Kofferaufgabe muss man bezahlen, Umbuchung und Stornierung sind ausgeschlossen. Doch andere Fluggesellschaften leben es schon vor – es sind noch weitere Restriktionen möglich. Beim Kranich wird das geprüft, scheinbar beschäftigt man sich derzeit mit einem Tarif, der noch unter der Light-Stufe angesiedelt ist.
✈️ Neuer Tarif in Prüfung? Lufthansa checkt neue Stufe unter Economy Light.
🎟️ Weniger Leistungen: Meilen, Lounge & Handgepäck könnten entfallen.
💺 Preiskampf in Europa: Netzwerkcarrier reagieren auf Billigflieger.
Als man bei Lufthansa die Verpflegung in Form von Snacks und Getränken auf Flügen innerhalb von Europa gestrichen hat, meinten viele, dass es nun keinen Unterschied mehr zu den Billigfliegern gibt. Die Lowcoster haben uns aber gezeigt, was noch alles gestrichen werden kann und für welche Leistungen man noch zur Kasse gebeten wird.
Welche Einschränkungen sind noch denkbar?
Im Gegensatz zu easyJet, Ryanair, Wizz Air & Co darf man bei Lufthansa selbst mit dem Light-Tarif immer noch ein paar Meilen bzw. Points sammeln, mit einem Status die Lounge nutzen und mit Handgepäck an Bord gehen. Theoretisch kann man am Flughafen auch am Schalter einchecken und sich dort die Bordkarte holen. Bei klassischen Billigfliegern müssen alle, die nicht online einchecken, eine Gebühr bezahlen.
Beim Check-in wird der Sitzplatz im Billigtarif der Lufthansa Group Airlines seit einiger Zeit zugewiesen, eine Änderung kostet Geld. Durch solche Maßnahmen wurde das untere Ende der Fahnenstange allerdings noch nicht erreicht. Mehrere Fluggesellschaften, darunter auch klassische Netzwerkcarrier, zeigen: Da geht noch etwas.
Wer einen solchen Ultra-Light-Tarif gebucht hat, darf bei einigen Anbietern erst mit der letzten Boardinggruppe an Bord. Die Mitnahme von Handgepäck ist limitiert, im Tarif sind nur noch kleine Taschen und persönliche Gegenstände enthalten. Trolleys und Weekender sind tabu.

Air France und KLM als Vorbild?
Ähnlich wie bei günstigen Light-Fares in der Business Class könnte man dann auch den Loungezugang für berechtigte Fluggäste streichen. Statuskunden dürfen normalerweise unabhängig von der gebuchten Klasse vor Abflug loungen. Darüber hinaus könnte man die Gutschrift von Meilen und Statuspunkten streichen. Genau das haben Air France und KLM bereits gemacht.
Der Konzern führte einen stark eingeschränkten Basic-Tarif für Europaflüge ein, in dem zunächst nicht einmal Statuspunkte bei Flying Blue enthalten waren. Nach massiver Kritik ruderten die Airlines zurück. Beim Miles & More Programm von Lufthansa ist eine Meilengutschrift in dem Tarif zwar manchmal homöopathisch, bei der Statusgutschrift sind die Tickets allerdings denen der deutlich hochwertigeren Kategorien Classic & Flex gleichgestellt.

Einige Portale wie der aeroTELEGRAPH berichten derzeit unter Berufung mehrerer Quellen aus der Luftfahrtbranche, dass die Lufthansa Group die Einführung eines weiteren Billigtarifs unterhalb von Economy Light prüft. Bestätigt wurde bislang lediglich, dass die bestehenden Tarifstrukturen fortlaufend geprüft werden.
Weniger als Economy Light? Lufthansa prüft neuen Billig-Tarif | Frankfurtflyer Kommentar
Schon komisch: Da investiert die Lufthansa doch gerade massiv in neue Flugzeuge und moderne Kabinen, mit der Future Onboard Experience „FOX“ soll der Bordservice auf Premium-Niveau katapultiert werden, und dann liest man von weiteren Einschnitten auf der Kurz- und Mittelstrecke.
Genau da tobt aber schon seit Jahren ein Preiskampf. Viele wollen auch nur schnell und günstig fliegen, egal, was auf dem Flugzeug steht. Für diese Klientel gibt es solche Light-Tarife. Wem Sitzplatz, Meilen und Aufgabegepäck wichtig sind, der darf (und soll) solche Tickets einfach nicht buchen.
Nach unten geht immer bei Lufthansa.
Vorschlag: In einem Ultra-Extra-Tarif könnten negative Statuspunkte vergeben, die Benutzung des WCs untersagt und Atemluft in Rechnung gestellt werden.
..da hast 100 Prozent recht…👍👍👍👍
So simple wie im Fazit „Einfach nicht buchen“ ist der Vorgang nicht. Bei der Einführung der Light Tarife haben wir gesehen, dass damit nicht etwa eine neue günstigere Reisemöglichkeit geschaffen wurde, sondern das Preisgefüge einfach komplett nach oben geschoben wurde. Zu erwarten wäre, dass Ultra Light den Preis von Light bekommt … nun aber eben mit weniger Leistung und damit Kosten für die Airline. Aus Kundensicht keine gute Entwicklung.
Ganz einfach: Mit so einem neuen Tarif kann man die übrigen Tarife erhöhen.
Ein anderer Vorschlag wäre dass wieder ein Essen und Gerränke inkludiert werden und dies dann massiv beworben wird. Kostet die Airline 3-7 Euro pro Passagier aber man könnte 50 mehr verlangen .
Passagiere hätten so das Gefühl dass sie ne einer Premium Airline und dafür mehr Geld ausgeben wollen, jedoch mehr als die Leistungen wert sind (5 Sterne). Interessant ist das Lufthansa sich selbst nun mit Billigflieger vergleichbar macht, anstatt eine Niche zu besetzen in der keiner oder wenige sind
Das Problem an der Sache ist, dass die Passagiere nicht bereit sind, mehr für die Flüge zu bezahlen, wenn wieder Service enthalten ist, zumindest ein sehr großer Teil, also genau den den man mit diesen Super Light Tarifen erreichen will.
Ein großer Teil der Eco Passagiere bucht ausschließlich über den Preis und auch wenn man es in umfragen gerne anders sagt, bei der Kaufentscheidung können es Airlines sehr deutlich sehen und daher kommen diese Ideen.
Die Idee ist hier Genua, dass Passagiere, welche doch bereit sind für Service extra zu bezahlen, dies auch machen können indem sie ihn extra kaufen. Leider kann Lufthansa nicht alleine von diesen Passagieren leben.
Der Ultra Light Tarif wird preislich der aktuelle Light sein, die anderen werden dann einfach teurer.
Auf die Gefahr hin; dass ich für meine Meinung verteufelt werde – aber das Ryanair Modell (Basis nur personal item, max 90 Tickets mit Trolley pro Flug, gleiche/ähnliche Gebühr für Trolley oder 1 Aufgabegepäckstück) ist fair, transparent und führt zu nem vernünftigen Einstiegs-Prozess, wo nicht jedes Mal (gerade bei 95-100% Auslastung) Plätze für Koffer gesucht, nachverladen etc. muss. Man muss es halt steuern und kommunizieren, aber alternative Modelle können auch fair sein. So, jetzt hatet mich 😉
Da gibt es gar nichts zu verteufeln, alles richtig.
Es gibt Airlines, die Billigflieger waren und sind. Und es gibt mindestens eine Airline, die ihre Abwärtsspirale immer weiter dreht in Richtung dieser Billigflieger (ancillary revenue, erhöhte Gebühren, Sitzabstand, Passagier/WC-Ratio, Light-Tarife…).
Zusatzbemerkung – wenn wirklich in eine ultra light Tarif der Lounge Zugang für Statuskunden limitiert/gestrichen wird, ist das ein 1a Konjunkturprogramm für die Amex Platinum (solange die LH diese Kooperation nicht auflöst)…
Lufthansa auf dem Weg zur 2 Sterne Airline. Solche Tarife passen nicht zu einer selbst ernannten Premium Airline. Man kann nicht Ryanair und Singapore Airlines zugleich sein wollen, das geht nicht. Das Billiggeschäft muss man einer Billigtochter wie eben Scoot oder bei Lufthansa dann Eurowings überlassen. Man ruiniert die Marke Lufthansa sonst komplett, offenbar ist genau das das Ziel.
…2 Sterne Airline? Null Sterne Airline trifft es besser👌👍👍👍
Ich finde die Idee an sich ja tatsächlich überhaupt nicht schlimm, wenn es denn dann wirklich billiger würde. Aber so ein Tarif würde das Preisgefüge vermutlich nur eine Stufe nach oben schieben, und dann ist es halt nichts anderes als eine Preiserhöhung.
Nur ob man seine Statusgäste wirklich vor verschlossenen Türen stehen lassen will, das kann ich mir irgendwie noch nicht vorstellen bei so einem Tarif. Grade HONs und SENs.
…wenn diese Elendsairline dann noch auf die Trottel vom Staatsflughafen München treffen, wo sie ja über 500 Leute im Flieger die über 8 Stunden „eingesperrt“ haben letzte Woche, dann sind wir bereits Strafstandsbereich🤮🤮🤮🤮 Sicher wird das Söder und Stadt München wieder durchwinken und die qualifizierte Fluggemeinschaft die „Schnauze“ halten wie jetzt in Deutschland und zu Brüssel, einfach ekelhaft🤮🤮🤮😡😡😡
….als würde das das Problem der LH von zu teurer Operations und zu wenig Gewinn lösen. Warum begreift man bei LH nicht, dass man nicht die Kostenstruktur für Billigflug hat. Und man ja auch alles andere billig ist.
Befürchte da auch eher das was Ulli schreibt bezgl. Preisen.
Neulich in den Genuss von CityAir gekommen: A320 Neo schon in Reihe 6 Sau eng, gruselige Crew…..dass war Wizzair Niveau zu LH Preisen-echt Mist
Und warum fliegst du dann mit CityAir, wenn der Fluß so „gruselig“ sein soll sicherlich ist es doch der Preis.
Immer guten Flug.
Peter M.
Meistens ist es die alternativlose Direktverbindung und nicht der Preis. Gerade bei einem Europaflug ziehe ich die Direktverbinndung vor und vermutlich 95% der Flugreisenden, auch wenn sie teurer ist. Oftmals ist es auch die einzige Verbindung. Und davon profitiert die LH. Auf der Langstrecke sieht mich der Verein sowieso seit Jahren nicht mehr.
Wieso ist jetzt eine innereuropäische Direktverbindung alternativlos, auf der Langstrecke gibt es aber genügend Alternativen (zumindest deute ich so Deinen Hinweis, dass dieser Verein Dich hier nicht mehr sieht)?
Zudem ist der explizite Hinweis auf „CityAir“ eh fehl am Platz ist…die A320neo sind genauso bestuhlt die die der LH-Mainline.
Nun, wenn ich von FRA nach GOT, OSL, FCO, BUD und früher nach CLJ möchte, dann kann ich das nur mit dem LH Konzern machen, also alternativlos. Und für einen 1,5h Flug möchte ich nicht 3h mit knappen Umsteigeverbindungen oder 4h+ verbringen. Und dabei ist es eben egal, ob der Umsteigeflug eventuell 100€ günstiger ist. Die verlorene Zeit gleichen diese 100€ nie aus.
Auf der Langstrecke nehme ich gerne einen Umstieg in den Golfstaaten oder in Asien in Kauf. Da finde ich es auch in C angenehmer mal den Flieger verlassen zu können und sich etwas bewegen zu können. Und gerade auf diesen Langstrecken gibt es eigentlich nur bessere Alternativen zur LH und innereuropäisch eher weniger bis gar nicht.