Zum zweiten mal in zwei Wochen: SWISS Airbus A330-300 muss wegen Rauch in der Kabine landen

Vor weniger als zwei Wochen musste ein SWISS Airbus A330-300 auf dem Weg nach New York sehr abrupt in der Stadt Bangor im US-Bundesstaat Maine landen\, nachdem es in der Kabine wohl Rauchentwicklungen mit dem Verdacht auf Feuer gab. Grund hierfür war das kleine Lade-Etui von kabellosen Kopfhörern. Nun hat sich ein ähnlicher Vorfall erneut ereignet und ein SWISS Airbus A330-300 musste die Atlantiküberquerung auf dem Weg nach Boston abbrechen und aus Sicherheitsgründen in Dublin landen.

Das Wichtigste auf einen Blick:

🚨 Erneuter Zwischenfall: Ein SWISS Airbus A330-300 musste wegen Rauchentwicklung auf dem Weg nach Boston außerplanmäßig in Dublin landen.
🔋 Powerbank als Ursache: Eine im Sitz eingeklemmte Powerbank wurde beim Verstellen beschädigt und entwickelte daraufhin Rauch.
✈️ Zweiter Fall in zwei Wochen: Erst Ende Juli musste ein SWISS A330 wegen eines eingeklemmten Kopfhörer-Ladeetuis außerplanmäßig landen.

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Der Grund für diese außerplanmäßige Landung in Dublin war diesmal sehr ähnlich. An Bord von Flug LX 52 von Zürich nach Boston am 9. August wurde nach etwa drei Stunden Flugzeit, rund 1.000 km westlich von der Küste Frankreichs über dem Atlantik, Rauchentwicklung in der Kabine festgestellt. Die Crew entschied sich daher, umzudrehen und zum nächsten möglichen Ausweichflughafen zu fliegen, was in diesem Fall Dublin in Irland war. Hier landete der Airbus A330-300 mit der Registrierung HB-JHN etwa 4:30 Stunden nach dem Start in Zürich.

Später stellte sich heraus, dass sich an Bord des Flugzeuges eine Powerbank in dem nicht zugänglichen Teil eines Sitzes verklemmt hatte und beim Verstellen des Sitzes so stark beschädigt wurde, dass diese angefangen hatte, Rauch zu entwickeln. Lithium-Batterien an Bord von Passagierflugzeugen werden zunehmend zu einem größeren Problem. Immer mehr Fluggesellschaften, darunter auch die Airlines der Lufthansa-Gruppe, verbieten daher das Laden oder Nutzen von Powerbanks an Bord und verlangen auch, dass diese immer in Reichweite der Passagiere zu halten sind.

Dabei sind allerdings nicht nur Powerbanks ein Risiko im Flugzeug, sondern vor allen Dingen auch alle Arten von elektronischen Geräten, welche Lithium-Batterien in sich tragen. Diese elektronischen Geräte werden immer leistungsfähiger, weshalb es auch zu immer mehr Zwischenfällen kommt. Zu wissen ist, dass Lithiumbatterien inzwischen in den seltensten Fällen wirklich anfangen zu brennen. Lithium-Batterien werden inzwischen vom Hersteller gezielt so entwickelt, dass sie bei Beschädigungen die frei werdende Energie in Form von Rauch und Wärme abgeben, allerdings nicht als Zündquelle dienen können.

Dies sieht sehr spektakulär aus, ist meistens allerdings nicht so gefährlich, wie man im ersten Moment glaubt. Dennoch ist es im Flugzeug eine nicht zu unterschätzende Gefahrenquelle, und es kommt immer wieder dazu, dass Flüge abgebrochen werden müssen.

Der betroffene SWISS-Flug LX 52 wurde nach der Landung in Dublin gecancelt, und die 206 Passagiere an Bord mussten mit anderen Flügen ans Ziel gebracht werden. Der Airbus A330-300 wurde einen Tag nach dem Vorfall wieder zurück nach Zürich geflogen und fliegt inzwischen nach einer eingehenden Untersuchung in Zürich wieder mit Passagieren im Liniendienst.

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Lithium-Batterien an Bord von Passagierflugzeugen werden offenkundig zunehmend zum Problem. Zwischenfälle wie diese häufen sich tatsächlich, was vermutlich an der großen Häufigkeit von Lithium-Batterien im Passagiergepäck liegt. Dabei gehen Airlines dieses Problem auch an, und mehr und mehr wird vor allen Dingen die Nutzung von großen Lithium-Batterien an Bord verboten bzw. stark eingeschränkt und reguliert.

Viel wichtiger als die Regulierung und Einschränkungen wäre allerdings, dass den Passagieren klar ist, welche Gefahr für den Flug davon ausgeht, wenn ihre Lithium-Batterie beschädigt wird oder zum Beispiel überhitzt. Wenn ein elektronisches Gerät wie ein Handy oder Tablet oder eben nur das Ladeetui von Kopfhörern in den Sitz fällt, ist man auch als Passagier gut beraten, dies der Crew mitzuteilen. Nicht nur, dass hierdurch die Zerstörung des Gerätes vermieden werden kann. Man kann vor allen Dingen Zwischenfälle wie diese vermeiden.

Ich bin tatsächlich gespannt, ob es in näherer Zukunft eine Diskussion darüber gibt, dass man die Mitnahme von Lithiumbatterien deutlicher reguliert. Es stellt sich mir hier so direkt die Frage, wie man dies in der Praxis umsetzen möchte, denn auch von sehr kleinen Lithium-Batterien geht hier bereits die Gefahr von Rauchentwicklung in der Kabine aus.

Dass man die Lithium-Batterien in der Kabine komplett verbieten könnte, ist zwar denkbar, aber ich kann mir nur schwerlich vorstellen, dass die Passagiere dies akzeptieren würden, denn es würde auch bedeuten, dass man keine Handys oder Kopfhörer mehr mit an Bord nehmen darf. Ich kann mir tatsächlich nur schwer vorstellen, dass es eine nennenswerte Anzahl von Passagieren gibt, die akzeptieren, dass sie eine Fernreise ohne Handy und ohne Laptop antreten würden.

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