Die australische Qantas bastelt derzeit am Netzwerk und will die Kapazitäten im Inland sowie auf den Routen in Richtung Nordamerika reduzieren. Dafür sollen mehrere Flughäfen in Europa profitieren, der oneworld-Carrier will bald häufiger nach Paris und Rom fliegen. Durch die Umstrukturierung entfällt aber eine der Ultralangstreckenverbindungen. Qantas wird auf dem Weg von und nach Paris künftig einen Stopp einlegen.
✈️ Qantas baut Europa-Verbindungen nach Paris und Rom deutlich aus
⛽ Steigende Kerosinpreise zwingen zur Anpassung des Streckennetzes
🔄 Nonstop-Flug Perth–Paris entfällt zugunsten einer Verbindung via Singapur
Die Anpassungen sind eine direkte Reaktion auf die aktuelle Lage im Nahen Osten. Die stark gestiegenen Kerosinpreise infolge der Krisen und Spannungen setzen die Airline unter Druck. Für die kommenden Monate rechnet Qantas mit deutlich höheren Treibstoffkosten, weshalb man gezielt Kapazitäten verschiebt und das Streckennetz neu ausrichtet. Die Australier planen Einschnitte, an anderer Stelle soll aber auch ausgebaut werden.
Die Planungen sehen vor, die Kapazitäten im Inland und die Frequenzen auf diversen Strecken in und aus den USA zu reduzieren. Gerade die effizienten Widebody-Flugzeuge wie die Boeing 787 werden gezielt aus weniger profitablen Märkten abgezogen und auf lukrativere Langstrecken nach Europa verlagert. Konkret sollen die Verbindungen nach Paris und Rom deutlich ausgebaut werden.

Paris künftig mit Zwischenstopp
Der Flughafen Charles de Gaulle wird seit den Olympischen Spielen im Jahr 2024 nonstop ab Perth bedient. Bald sollen die Frequenzen von bislang drei auf künftig fünf wöchentliche Flüge erhöht werden. Dann wird die Strecke aber umgestellt: Statt des Nonstop-Fluges von Perth wird die Verbindung künftig über Singapur geführt. Damit verabschiedet sich Qantas vorerst von einer ihrer prestigeträchtigen Ultralangstrecken.
Der Umweg hat jedoch auch Vorteile: Durch den Zwischenstopp können mehr Passagiere transportiert werden, da die Gewichtsbeschränkungen auf der extrem langen Nonstop-Route entfallen. Zudem lässt sich das Netzwerk besser mit den zahlreichen Australien-Abflügen und den Verbindungen über Singapur verzahnen. Der Dreamliner, der zwischen Singapur und Paris eingesetzt wird, kommt dann aus Sydney.
Auch die Verbindung nach Italien wird gestärkt. Die saisonale Strecke zwischen Perth und Rom wird im Sommer wieder aufgenommen und von vier wöchentlichen Flügen auf eine tägliche Verbindung erhöht. Anders als bei Paris soll diese Strecke vorerst weiterhin nonstop durchgeführt werden, wobei dies stark von der weiteren Entwicklung der geopolitischen Lage abhängt.

Qantas streicht Ultralangstrecke und will häufiger nach Europa | Frankfurtflyer Kommentar
Qantas ist der absolute Spezialist, was Ultralangstrecken angeht. Mit der Auslieferung der neuen Airbus A350-1000 will man weitere lange Nonstop-Verbindungen anbieten. Das ambitionierte Vorhaben funktioniert aber nur dann, wenn der Kerosinpreis nicht weiter durch die Decke geht.
Die Fluggesellschaft aus Down Under steht wirtschaftlich zwar gut da, Qantas ist aber auch sehr stark von den Betriebskosten der Flugzeuge und der Auslastung auf den langen Routen abhängig. Diese scheinen aber ganz gut zu funktionieren, zumindest gibt es hier kaum Angebote oder Prämienverfügbarkeiten.
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