Lufthansa reagiert auf die Streikwelle mit drastischen Maßnahmen. Das Management hat beschlossen, den Betrieb der Tochtergesellschaft CityLine sofort einzustellen. Die Belegschaft wurde soeben über das Aus informiert, die meisten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden freigestellt. Wie es mit dem Personal und den Flugzeugen weitergehen soll, ist unklar. Erst vor wenigen Tagen wurde angedroht, das für 2027 geplante Ende der einstigen Regionalairline vorzuziehen.
✈️ CityLine-Stopp: Lufthansa stellt den Betrieb der Regionaltochter sofort ein
⚠️ Streikwelle eskaliert: Massive Arbeitsniederlegungen führen zu drastischen Maßnahmen
👥 Ungewisse Zukunft: Rund 1.000 Mitarbeitende betroffen, keine klaren Perspektiven
Die Maßnahme kommt überraschend und hat weitreichende Folgen für den gesamten Flugbetrieb. Laut internen Informationen, die unter anderem dem Handelsblatt vorliegen, wird der Flugbetrieb „vorerst bis auf Weiteres“ komplett eingestellt. Das bedeutet, dass sämtliche Flüge der Regionaltochter mit sofortiger Wirkung entfallen. Beschäftigte im Cockpit und in der Kabine wurden widerruflich freigestellt, nur wenige Ausnahmen sind vorgesehen.
Hintergrund der Entscheidung ist die anhaltende Streikwelle innerhalb der Lufthansa Group. Seit Tagen kommt es zu massiven Arbeitsniederlegungen bei verschiedenen Berufsgruppen, was bereits zu zahlreichen Flugausfällen geführt hat. Die operativen Probleme verschärfen sich zusätzlich durch externe Faktoren wie steigende Treibstoffkosten und eine angespannte wirtschaftliche Lage.
Die Aufgabe von CityLine war es einen Teil der Zubringerflüge zu den Lufthansa-Drehkreuzen Frankfurt (FRA) und München (MUC) durchzuführen. Viele Verbindungen sind essenziell, um die Langstreckenflüge auszulasten. Ein Wegfall dieser Flüge trifft daher nicht nur CityLine selbst, sondern das gesamte Netzwerk der Lufthansa Group.
Bereits zuvor hatte der Konzern angekündigt, die Struktur im Kurzstreckensegment neu auszurichten. Kapazitäten sollten perspektivisch zu günstigeren Plattformen wie zur Neugründung City Airlines geschoben werdenn, während gleichzeitig auf der Langstrecke Wachstum geplant ist. Die aktuelle Entwicklung soll diesen Prozess nun deutlich beschleunigen.
Wie es für die rund 1.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weitergeht, ist derzeit unklar. Der Konzern stellt zwar in Aussicht, möglichst viele Beschäftigte innerhalb der Lufthansa Group weiter zu beschäftigen. Konkrete Zusagen gibt es bislang jedoch nicht. Unklar bleibt auch, wie lange die Stilllegung tatsächlich andauern wird. In einigen Medien ist von „temporären“ Maßnahmen die Rede.
Lufthansa legt CityLine mit sofortiger Wirkung still | Frankfurtflyer Kommentar
Die Fronten sind verhärtet, nun geht es ans Eingemachte. Lufthansa zieht die nächsten Register und stellt den Betrieb der CityLine plötzlich ein. Bei der Tochter waren rund 30 Flugzeuge in Betrieb, darunter mehrere ältere CRJ 900, die zwischen 15 und 17 Jahre alt sind. Die Verantwortlichen sind schon lange mit der Performance der kleineren Jets unzufrieden, wobei die 90-Sitzer gleichzeitig wichtig für diverse Routen mit niedrigerem Aufkommen sind.
Bei den restlichen Flugzeugen handelt es sich um Airbus A319, die deutlich älter sind. Ob diese zu einer anderen Konzernairline geschoben werden, ist nicht bekannt, vermutlich liegt aber auch hier schon ein Plan in der Schublade, insbesondere jetzt, wo das traditionell starke Sommergeschäft vor der Tür steht.
Eine ganz schön bittere Pille für die Menschen, die teilweise schon viele Jahre bei dem Unternehmen gearbeitet haben. Auch wenn das Ende absehbar war, kam dieses vorzeitige Aus von jetzt auf gleich ziemlich überraschend.
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Na da haben wir ja jetzt Teil 1 des großen Knalls. Mehr wird sicher noch folgen. Angesichts der vor ein paar Tagen beschlossenen Sparmaßnahmen (Einstellungsstopp, Dienstreiseverbot und 10% Kürzung bei allen Projekten) ist das Streikthema da wohl nur vorgeschoben. Eine Preiserhöhung jagte in den vergangenen Wochenb die nächste. Was für ein fulminantes Firmen“jubiläum“.
Jetzt will man akso die Streiks beenden, indem man einen Betriebsteil schließt und damit den anderen droht. Ich bezweifle, dass die Rechnung aufgeht.
Die Piloten und Flugbegleiter der Lufthansa City Line können jetzt vor der Agentur für Arbeit weiter streiken, bei Lufthansa interessiert sich niemand mehr für sie. Ich bin sicher, das Signal kommt auch bei den Kollegen der Lufthansa Mainline an.
Da bin ich auch ganz sicher, schließlich sind sie genauso zum Untergang verurteilt wie die Cityline, nur eben etwas später.
Was haben sie zu verlieren? Ein paar Monate, vielleicht 2 Jahre?
Jetzt läuft der Streik erst recht weiter
Wie sieht das denn für die Passagiere aus? Bleiben die stehen oder gibt es Ersatzbeförderung?
CityLine ist in den letzten tagen ziemlich wenig geflogen. Vermutlich werden die freien Frequenzen jetzt von der Mainline aufgefangen, Flugnummern waren ohnehin identisch.
„Bei der Tochter waren knapp Flugzeuge in Betrieb“
Fehlt da eine Zahl? 😉
Danke für den Hinweis, musste alles schnell gehen 😉
Du hättest aber schon vorbereitet sein können. Ist doch der Klassiker. Erst das große Jubiläum und dann der große Knall. 😂
Endlich mal eine gute Entscheidung. Diese dauernd Streiks mit diversen Gewerkschaft war einfach nicht hinnehmbar.