Keine Atempause bei den Streiks innerhalb der Lufthansa Group. Nach bereits zwei Streiktagen in dieser Woche geht es am Mittwoch (14. April 2026) direkt mit den Arbeitskampfmaßnahmen weiter. Nach ersten Streiks am vergangenen Freitag werden die Flugbegleiter erneut für zwei Tage die Arbeit niederlegen. Pünktlich zum Festakt „100 Jahre Lufthansa“ mit dem Bundeskanzler.
✈️ Flugbegleiter streiken erneut: Arbeitsniederlegung am 15. und 16. April.
⚠️ Viele Flughäfen betroffen: Frankfurt, München und mehrere deutsche Airports.
🎉 Protest zum Jubiläum: Streik parallel zum Festakt „100 Jahre Lufthansa“.
Mit Blick auf die Lufthansa Group hat sich die Phrase „Nach dem Streik ist vor dem Streik“ etabliert. Aber warum sich erst direkt nach dem Streik mit weiteren Arbeitskampfmaßnahmen beschäftigen, wenn man doch ohne Pause die Arbeit weiter niederlegen kann.
So geschieht es gerade in verschiedenen Tarifkonflikten bei der Lufthansa. Während mit Beginn des 13. April 2026 viele Piloten von Lufthansa, Lufthansa Cargo, Cityline und Eurowings die Arbeit niederlegten, sind nun wieder die Flugbegleiter an der Reihe.
Streik ohne Pause
Direkt im Anschluss an den zweitägigen Streik, der durch die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) initiiert wurde und bereits am Montag zu Hunderten Flugausfällen führte, setzt nun die Unabhängige Flugbegleiter Organisation (UFO) ihren Arbeitskampf fort. Ohne der Lufthansa eine Pause zu gönnen, werden viele Flugbegleiter am Mittwoch (15. April) und Donnerstag (16. April) die Arbeit niederlegen.
Bestreikt werden erneut sowohl die Lufthansa selbst als auch die Regionalflugtochter Cityline. Das bedeutet konkret, dass sowohl die beiden großen Hubs Frankfurt (FRA) und München (MUC) als auch viele weitere Flughäfen in Deutschland bestreikt werden. Für Passagiere mit Flügen von Lufthansa Cityline sind darunter die Flughäfen Berlin, Bremen, Düsseldorf, Hamburg, Hannover, Köln und Stuttgart betroffen.
Protest bei Festakt
Der Zeitpunkt des Streiks ist bewusst gewählt. In dieser Woche feiert Lufthansa ihr 100. Jubiläum. Den Höhepunkt des runden Geburtstags nimmt dabei ein Festakt am Mittwoch ein, bei dem auch der Bundeskanzler Friedrich Merz zu Gast sein soll.
Dieser Festakt soll mit einer Kundgebung vor der Konzernzentrale begleitet werden. UFO-Vorsitzender Joachim Vázquez Bürger sagt dazu: „Wenn sich das Management gemeinsam mit der Bundespolitik für 100 Jahre Lufthansa feiert, dann werden wir genau dort sichtbar machen, unter welchen Bedingungen die Arbeitgeberseite funktioniert – und auf wessen Rücken aktuelle Entscheidungen ausgetragen werden.“
So verlief der Streik in der Lufthansa Group bisher:
- Wieder kurzfristige Streiks bei Lufthansa: Hunderte Flugausfälle auch bei Eurowings erwartet
- Ferienchaos droht: Lufthansa und CityLine vor 22-Stunden-Streik am Freitag
Lufthansa-Streiks auch am Mittwoch und Donnerstag | Frankfurtflyer Kommentar
Es hat schon fast etwas tragisch-Komisches. Da treffen mit Vertretern der Bundesregierung und der größten deutschen Airline zwei Parteien zu einem Festakt zusammen, um den Ruhm der alten Zeit zu zelebrieren. Und genau zu diesem Zeitpunkt funktioniert das Kerngeschäft nicht. Treffender hätte man sich das gar nicht ausdenken können.
Wer jetzt nach ausgefallenen Flügen am Freitag, Montag oder Dienstag darauf gehofft hat, endlich seine Reise antreten zu können, wird enttäuscht. Auch Mittwoch und Donnerstag heben viele Flugzeuge der Lufthansa nicht ab.
Mich bringt am Mittwoch zum Glück die SWISS bzw. Helvetic nach Hannover. Allerdings ärgere ich mich schon etwas, dass der Flug durch die Streiks vermutlich etwas voller wird.
Steckt Ihr irgendwo fest und seid von den weiteren Streiks betroffen? Berichtet gerne, wie bisher Eure Erfahrungen waren.
Quelle: Airliners.de
Offensichtlich stimmt etwas nicht bei Lufthansa. Wie so oft bei einem Streit liegt es wahrscheinlich an beiden Seiten – sowohl beim LH-Management, welches die verschiedenen Konzerngesellschaften gegeneinander ausspielt, also auch bei den Arbeitnehmenden bzw. den Gewerkschaften, welche maßlos überrissene Forderungen erheben.
Meinerseits habe ich jedenfalls entschieden, die Konsequenzen aus diesen Querelen zu ziehen und vorerst keine Flüge mit Lufthansa zu buchen.
Wer hätte ahnen können? Eine neue Gesellschaft wird gegründet, deren einziges Zweck ist die Kosten zu mindern indem der Tarifvertrag der „alten“ Airline umgangen wird. Plötzlich wird gestreikt und die „alten“ beteiligen sich. Nein-doch-oh
Wir brauchen endlich ein umfassendes Streikverbot in Deutschland, vor allem für Spitzenverdiener. Aber auch ein Verbot von irreführenden (wohlwollende ausgedrückt) Aussagen wie „Flex“tickets mit 1.500 EUR Storno Kosten und es muss endlich mit härtesten Strafen, die weh tun, sichergestellt werden, dass sich LH an die EU Entschädigungsregeln hält und nicht systematisch und unbegründet mit vorgefertigten Textbausteinen schlechtes Wetter als Grund vorschiebt.
Die Spitzenverdiener sind, in den allermeisten Fällen, die Leistungsträger dieser Gesellschaft, die schon über 50% ihres Gehalts als Steuern und Abgaben an den Staat senden. Meistens haben sie dafür auch eine starke Leistung in Schule und Studium gezeigt und nur, um am Ende von einem gierigen und in letzter Zeit immer unfähigeren Management und Staat stets weiter abgemolken zu werden? Nein, sicher nicht! Der Laden Lufthansa wäre ohne seine Piloten, Kabinenpersonal in erster Linie und den Bodenmannschaften in zweiter Linie, aufgeschmissen. Der Rest des Konzerns lebt parasitär und bürokratisch von der sehr guten Leistung dieser Mitarbeiter. Und nein, ich bin weder Pilot noch sonst wie in einem Luftfahrtunternehmen tätig.
Das Geld, welches LX und WK in der CH erwirtschaften und nach DE senden, kann man auch auf diese Art und Weise verbrennen.
Mir hat gestern ein SWISS Mitarbeiter am Schalter in ZRH wörtlich folgendes geraten: „Streichen Sie sämtliche LH Verbindungen in Ihren Reiseplänen, vergessen Sie LH. Bis spätestens in 3 Jahren hat dieses Unternehmen wie SWISSAIR im Oktober 2001 geendet“.
Starke Worte…..
Wollen die auch mal wieder arbeiten? Inzwischen kann man echt froh sein, wenn man nicht bei Lufthansa gebucht hat. Problem bei der Lufthansa Group ist nur, dass man zwar bei den anderen Töchtern bucht, aber Wochen nach der Buchung erfährt, dass man auf einen Lufthansa Flug umgebucht wurde, nennt sich wohl Effizienzmaximierung im Konzern.