Keine Atempause bei den Streiks innerhalb der Lufthansa Group. Nach bereits zwei Streiktagen in dieser Woche geht es am Mittwoch (14. April 2026) direkt mit den Arbeitskampfmaßnahmen weiter. Nach ersten Streiks am vergangenen Freitag werden die Flugbegleiter erneut für zwei Tage die Arbeit niederlegen. Pünktlich zum Festakt „100 Jahre Lufthansa“ mit dem Bundeskanzler.
✈️ Flugbegleiter streiken erneut: Arbeitsniederlegung am 15. und 16. April.
⚠️ Viele Flughäfen betroffen: Frankfurt, München und mehrere deutsche Airports.
🎉 Protest zum Jubiläum: Streik parallel zum Festakt „100 Jahre Lufthansa“.
Mit Blick auf die Lufthansa Group hat sich die Phrase „Nach dem Streik ist vor dem Streik“ etabliert. Aber warum sich erst direkt nach dem Streik mit weiteren Arbeitskampfmaßnahmen beschäftigen, wenn man doch ohne Pause die Arbeit weiter niederlegen kann.
So geschieht es gerade in verschiedenen Tarifkonflikten bei der Lufthansa. Während mit Beginn des 13. April 2026 viele Piloten von Lufthansa, Lufthansa Cargo, Cityline und Eurowings die Arbeit niederlegten, sind nun wieder die Flugbegleiter an der Reihe.
Streik ohne Pause
Direkt im Anschluss an den zweitägigen Streik, der durch die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) initiiert wurde und bereits am Montag zu Hunderten Flugausfällen führte, setzt nun die Unabhängige Flugbegleiter Organisation (UFO) ihren Arbeitskampf fort. Ohne der Lufthansa eine Pause zu gönnen, werden viele Flugbegleiter am Mittwoch (15. April) und Donnerstag (16. April) die Arbeit niederlegen.
Bestreikt werden erneut sowohl die Lufthansa selbst als auch die Regionalflugtochter Cityline. Das bedeutet konkret, dass sowohl die beiden großen Hubs Frankfurt (FRA) und München (MUC) als auch viele weitere Flughäfen in Deutschland bestreikt werden. Für Passagiere mit Flügen von Lufthansa Cityline sind darunter die Flughäfen Berlin, Bremen, Düsseldorf, Hamburg, Hannover, Köln und Stuttgart betroffen.
Protest bei Festakt
Der Zeitpunkt des Streiks ist bewusst gewählt. In dieser Woche feiert Lufthansa ihr 100. Jubiläum. Den Höhepunkt des runden Geburtstags nimmt dabei ein Festakt am Mittwoch ein, bei dem auch der Bundeskanzler Friedrich Merz zu Gast sein soll.
Dieser Festakt soll mit einer Kundgebung vor der Konzernzentrale begleitet werden. UFO-Vorsitzender Joachim Vázquez Bürger sagt dazu: „Wenn sich das Management gemeinsam mit der Bundespolitik für 100 Jahre Lufthansa feiert, dann werden wir genau dort sichtbar machen, unter welchen Bedingungen die Arbeitgeberseite funktioniert – und auf wessen Rücken aktuelle Entscheidungen ausgetragen werden.“
So verlief der Streik in der Lufthansa Group bisher:
- Wieder kurzfristige Streiks bei Lufthansa: Hunderte Flugausfälle auch bei Eurowings erwartet
- Ferienchaos droht: Lufthansa und CityLine vor 22-Stunden-Streik am Freitag
Lufthansa-Streiks auch am Mittwoch und Donnerstag | Frankfurtflyer Kommentar
Es hat schon fast etwas tragisch-Komisches. Da treffen mit Vertretern der Bundesregierung und der größten deutschen Airline zwei Parteien zu einem Festakt zusammen, um den Ruhm der alten Zeit zu zelebrieren. Und genau zu diesem Zeitpunkt funktioniert das Kerngeschäft nicht. Treffender hätte man sich das gar nicht ausdenken können.
Wer jetzt nach ausgefallenen Flügen am Freitag, Montag oder Dienstag darauf gehofft hat, endlich seine Reise antreten zu können, wird enttäuscht. Auch Mittwoch und Donnerstag heben viele Flugzeuge der Lufthansa nicht ab.
Mich bringt am Mittwoch zum Glück die SWISS bzw. Helvetic nach Hannover. Allerdings ärgere ich mich schon etwas, dass der Flug durch die Streiks vermutlich etwas voller wird.
Steckt Ihr irgendwo fest und seid von den weiteren Streiks betroffen? Berichtet gerne, wie bisher Eure Erfahrungen waren.
Quelle: Airliners.de
Offensichtlich stimmt etwas nicht bei Lufthansa. Wie so oft bei einem Streit liegt es wahrscheinlich an beiden Seiten – sowohl beim LH-Management, welches die verschiedenen Konzerngesellschaften gegeneinander ausspielt, also auch bei den Arbeitnehmenden bzw. den Gewerkschaften, welche maßlos überrissene Forderungen erheben.
Meinerseits habe ich jedenfalls entschieden, die Konsequenzen aus diesen Querelen zu ziehen und vorerst keine Flüge mit Lufthansa zu buchen.
Wer hätte ahnen können? Eine neue Gesellschaft wird gegründet, deren einziges Zweck ist die Kosten zu mindern indem der Tarifvertrag der „alten“ Airline umgangen wird. Plötzlich wird gestreikt und die „alten“ beteiligen sich. Nein-doch-oh
Wir brauchen endlich ein umfassendes Streikverbot in Deutschland, vor allem für Spitzenverdiener. Aber auch ein Verbot von irreführenden (wohlwollende ausgedrückt) Aussagen wie „Flex“tickets mit 1.500 EUR Storno Kosten und es muss endlich mit härtesten Strafen, die weh tun, sichergestellt werden, dass sich LH an die EU Entschädigungsregeln hält und nicht systematisch und unbegründet mit vorgefertigten Textbausteinen schlechtes Wetter als Grund vorschiebt.
Die Spitzenverdiener sind, in den allermeisten Fällen, die Leistungsträger dieser Gesellschaft, die schon über 50% ihres Gehalts als Steuern und Abgaben an den Staat senden. Meistens haben sie dafür auch eine starke Leistung in Schule und Studium gezeigt und nur, um am Ende von einem gierigen und in letzter Zeit immer unfähigeren Management und Staat stets weiter abgemolken zu werden? Nein, sicher nicht! Der Laden Lufthansa wäre ohne seine Piloten, Kabinenpersonal in erster Linie und den Bodenmannschaften in zweiter Linie, aufgeschmissen. Der Rest des Konzerns lebt parasitär und bürokratisch von der sehr guten Leistung dieser Mitarbeiter. Und nein, ich bin weder Pilot noch sonst wie in einem Luftfahrtunternehmen tätig.
So wie bei jeder Firma auch. Selten so einen sinnlosen und inhaltslosen dummen Kommentar gelesen.
Bei Lufthansa liegt das durchschnittliche Gehalt eines Piloten bei 200.000 €, da würde ich einfach ruhig bleiben und den Mund halten. Die Piloten wollen nur Tarifverträge für zwei Jahre abschließen. Wer auch immer hier basht, hat wirklich keine Ahnung, wie eine AG funktioniert
Endlich mal wieder Sozialneid . Wieviel Verantwortung tragen Piloten, wieviel Verantwortung tragen Sie ? Und Co-Piloten verdienen also 200.000 Euro pro Jahr ?
Du willst die Grundrechte unserer Verfassung
Und der EU-Grumdrechtecharta aendern? Nein danke!
Das Geld, welches LX und WK in der CH erwirtschaften und nach DE senden, kann man auch auf diese Art und Weise verbrennen.
Mir hat gestern ein SWISS Mitarbeiter am Schalter in ZRH wörtlich folgendes geraten: „Streichen Sie sämtliche LH Verbindungen in Ihren Reiseplänen, vergessen Sie LH. Bis spätestens in 3 Jahren hat dieses Unternehmen wie SWISSAIR im Oktober 2001 geendet“.
Starke Worte…..
Wollen die auch mal wieder arbeiten? Inzwischen kann man echt froh sein, wenn man nicht bei Lufthansa gebucht hat. Problem bei der Lufthansa Group ist nur, dass man zwar bei den anderen Töchtern bucht, aber Wochen nach der Buchung erfährt, dass man auf einen Lufthansa Flug umgebucht wurde, nennt sich wohl Effizienzmaximierung im Konzern.
Meine Konsequenz: ich buche ab jetzt nie wieder LH, aus und vorbei. Ich habe schlicht keine Lust mehr, mich bei meinen sauer verdienten Urlaubsflügen ständig ans Bein pinkeln zu lassen. Mögen sich die trotz allem sehr gut verdienenden LH Mitarbeiter bald in der wohlverdienten Arbeitslosigkeit wiederfinden! nein, ihr Gehalt wird nicht von LH bezahlt sondern von den Kunden. Und die haben die Nase gestrichen voll!
Die gesetzliche Rente eines Piloten liegt bei etwa 3000€. Zusätzlich kommt anteilig eine Betriebsrente hinzu, die im Durchschnitt rund 5400€ beträgt. Insgesamt ergibt sich somit eine monatliche Rente von etwa 8400€. Bei Piloten mit sehr langer Betriebszugehörigkeit können die Rentenansprüche sogar bis zu 10000€ pro Monat erreichen.
Wer immer noch der Meinung ist der arme Pilot und Lufthansa ist schuld hat wirklich den Verstand verloren
Ein wenig neidisch, oder? Piloten haben über 100000€ für ihre Ausbildung zahlen müssen, oftmals zusätzlich zu einem Studium. Ja, sehr richtig, dass sie in der Position sind extremen druck auf den Vorstand ausüben zu können, denn wenn sie denselben Mist bauen würden, wie die Führungsebene bei LH, würden jeden Tag mind. 5 Flieger abstürzen. Warum soll denn bitte jemand, wenn sich die Bedingungen im Umfeld ändern (Teuerungen, Inflation, etc.), es akzeptieren, dass es ihnen unverschuldet schlechter geht, nur damit der Vorstand weiterhin (ungestraft) kostspielige und mehr als oft falsche Entscheidungen treffen kann? Der Pilot ist dafür verantwortlich Passagiere und Gerät sicher und wirtschaftlich (in bestimmten Parametern) von A nach B zu bringen und der Vorstand das Unternehmen erfolgreich im Markt zu positionieren und auszubauen. Wenn der eine versagt, muss nicht der andere dafür büßen, auch wenn er in Ihren Augen sehr gut verdient, ja verdient ist hier auch das richtige Wort. Dasselbe gilt auch für das Kabinenpersonal, das in uralten Maschinen, im Schichtbetrieb, mit Lärmbelastungen von bis zu 80 dB(A), einen gewissen Service anbieten muss. Ohne dann, wenn in Rente, noch nebenher jobben zu müssen, um den im Leben erreichten Standard behalten zu können.
Gerade bei der LH mit einem unglaublichen Managementversagen in den letzten 15 Jahren habe ich absolutes Verständnis für das Flug- und Bodenpersonal und sie haben meine vollste Unterstützung, ihre Forderungen durchzubringen!
Ralf, ganz ehrlich, die kann man echt nicht. Ich erkläre dir das: Das Durchschnittsgehalt liegt bei 200.000€ und der arme Pilot hat das in 10 Jahren raus, ein Otto Normalo nie. By the way das ist sein Job darum nennt man das Pilot. Ich bezweifle das die Piloten nicht wussten, als sie unterschrieben haben worauf man sich da einlässt. Also hör auf, kranke Gehälter zu rechtfertigen. Erklär das mal einem, der auf dem Bau oder in der Industrie arbeitet wo Lärm 100% stärker ist und 10x Anstrengung ist und nie so viel bekommen Geld sehen wird.
Studien hin oder her, ich habe auch studiert, aber werde das Geld nie bekommen, außer ich werde hoch im Automobil Hierarchie arbeiten mit mindestens 300-500++ Leuten unter mir.
Augen auf bei der Berufswahl und kein später Neid! Werden Sie doch selbst Pilot und sahnen dann so richtig ab! Jeder in diesem Land kann werden was er will, sofern man gesundheitlich für die Anforderungen nicht eingeschränkt ist.
Lieber Ralf,
der Fisch stinkt ganz sicher vom Kopf bei der Lufthansa und auf den nachgelagerten Managementebenen, und zwar ganz gewaltig und schon seit vielen Jahren. D´accord.
„Werde doch selbst Pilot und sahne ab“ ist ja eine ganz tolle Empfehlung!
Kritisiert werden darf also nicht, weil man nicht diesen Berufstand angestrebt hat?
Und warum unterstellst Du Neid?
Glücklicherweise zähle ich zu denjenigen, deren Gehaltsniveau noch deutlich über dem der Pilotinnen und Piloten der Lufthansa liegt. Das habe ich mir hart über die Jahre erarbeitet.
Wer musste nicht bspw. ein Studium finanzieren, wer trägt nicht große Verantwortung für seine Familie, Mitarbeiter, Patienten oder sein soziales Umfeld, wer ist nicht im Schichtdienst, wer hat keinen Stress im Job, wessen Arbeitsbedingungen haben sich nicht verschlechtert, wer ist nicht betroffen von den Themen Altersvorsorge, Inflation, Wirtschaftskrise…
Für meine Nachbarn stand der erste Urlaub „nach Corona“ an, lange angespart, jetzt haben sie den Salat, weil ihr Flug ausgefallen ist. Sie dürften da nicht die einzigen sein.
Es wird viel zu schnell gestreikt in Deutschland, und für diesen Streik der Lufthansa-Piloten habe ich NULL Verständnis!
Deswegen sage ich ganz ohne Neid und ohne selbst Pilotin geworden zu sein:
Die Forderungen der Piloten sind völlig überzogen, was nicht nur Verhandlungstaktik ist, und in der aktuellen Situation – wie auch sonst – unverschämt.
Man präsentiert sich hier als entkoppelte, raffgierige und arrogante Bande.
Genau, der Ralf muss ein ex-Lufthansa Angestellter sein. Anders kann ich mir das nicht erklären. Vielleicht ist er auch Pilot. Wie auch immer: Geld stinkt bekanntlich nicht, egal was jemand gelernt hat.
Das Verhältnis, wie du ja auch schon gesagt hast, ist einfach krank. Man sollte bei Lufthansa wirklich darüber nachdenken, mehr KI einzusetzen. Was bringt es, Millionen Euro an Entschädigungen zu zahlen und Leute den Flug zu verschieben bei der Aktuellen reise Problematik Weltweit. Wenn die Leute/Piloten am Ende trotzdem nicht das bekommen, was sie wollen!! (Kindergarten Piloten)
Was Ralf – ob Bezug zur Branche besteht oder nicht – nicht thematisiert hat bei seiner „Dann-werde-halt-Pilot“-Aussage:
Die Bedingungen für junge Pilotinnen und Piloten habe sich beim Berufseinstieg verschlechtert, und auch das Gehaltsniveau von früher wird oft nicht mehr erreicht werden. Eine nachvollziehbare Entwicklung, da sich die Welt verändert hat. In der Blase der aktuell Streikenden ist das aber nicht angekommen.
Es ist weder fair noch der in meinen Augen richtige Weg des Managements, eine Billig-Tochter nach der andere zu auszugründen und sowohl die Kabine als auch die Piloten gegeneinander auszuspielen.
Das heißt aber nicht, dass sich die Piloten der Lufthansa derart aufspielen müssen (vereinfacht und heruntergebrochen: Streik wegen der Altersvorsorge).
Das ist zudem ein klassischer Fall der Insider-Outsider-Problematik: Die alteingesessenen Piloten agieren hier auch auf Kosten ihres eigenen Nachwuchses.
KI wird Teile des Ladens am Boden kräftig aufräumen. Die Lufthansa Mainline wird kleiner werden, nicht nur wegen des Managements und dessen Strategie, sondern auch wegen des Gebarens der Piloten. Diese interessieren weder die Reisenden oder ihre jungen Kolleginnen und Kollegen noch der Schaden, den sie der Lufthansa, den Kundinnen und Kunden und der Wirtschaft zufügen.
Wer viel Zeit im Cockpit hoch über den Wolken verbringt, hat offenbar das Gespür für Verhältnismäßigkeit und für die Realität am Boden verloren. Von Anstand kann in diesem Kontext auch keine Rede sein.
Ich bleibe dabei: Dieser Streik ist völlig aus der Zeit gefallen, aktuell unangebracht, unverhältnismäßig, unverschämt und in meinen Augen sogar unanständig.
Liebe Estelle,
ich danke dir für deine Sichtweise, die absolut berechtigt und sehr gut begründet ist. Genau das ist es, was ich an einem Diskurs sehr schätze, und ich akzeptiere deine Meinung voll und ganz. Wenn wir uns jetzt – sagen wir einmal – in einer Verhandlung gegenüberstünden, wäre sicherlich schnell ein Kompromiss gefunden.
Das LH-Management wendet jeden arbeitspolitischen Trick an, wie du es sehr gut erläutert hast, um sein fliegendes Personal immer geringer bezahlen zu können, und das ist meiner Meinung nach höchst asozial. Und ich bin beileibe kein Sozialist. Nein, ich bin auch nicht bei der LH tätig oder Pilot, habe aber einige Freunde, die Piloten sind – sowohl bei Emirates als auch bei LH.
Ich selbst bin Ingenieur in der Autoindustrie (nicht bei einem deutschen Hersteller) und habe mir durch Fleiß, harte Arbeit und anfangs wenig Freizeit eine ähnliche Position erarbeitet, sodass ich heute ebenfalls ein Gehalt wie ein erfahrener Pilot habe – ohne für 500+ Personen verantwortlich zu sein.
Und genau das finde ich hierzulande zutiefst verwerflich: dass sich Menschen anmaßen zu beurteilen, wie viel jemand verdienen soll. Das habe ich in meinem Leben in keinem anderen Land so erlebt. Daher auch meine polemische Bemerkung: „Dann werde doch Pilot!“ Wenn man selbst – aus welchen Gründen auch immer – mit dem Erreichten unzufrieden ist, gibt das niemandem das Recht zu beurteilen, wie viel jemand verdienen darf, der einen anderen Lebensweg eingeschlagen hat.
In Deutschland wird eigentlich selten jemandem etwas gegönnt, dem es augenscheinlich besser geht als einem selbst; stattdessen herrscht oft Missgunst. Meine Frau ist niedergelassene Ärztin und muss sich ebenfalls regelmäßig anhören, dass Ärzte zu gut verdienen oder nur Privatpatienten behandeln wollten. Ich kann das alles nicht mehr hören.
Und ja, ich freue mich, dass das fliegende Personal bei LH die Möglichkeit hat, sich nicht die Butter vom Brot nehmen zu lassen – insbesondere nicht von einem aus meiner Sicht unfähigen Management.
Lieber Ralf,
in vielen Punkten stimmen wir über ein, u. a. was ein teils unfähiges und klar anti-soziales Management bei der Lufthansa betrifft.
Wie bspw. in der Schweiz üblich hätten wir die Angelegenheit mit hoher Wahrscheinlichkeit nach intensiven Verhandlungen vergleichsweise geräuschlos vom Tisch – ohne Streiks. Von Kühne, der die Probleme der Lufthansa klar benannt hat, hätte ich mir übrigens eine gewisse Durchsetzungskraft erhofft und dass sich andere anschließen und Druck machen, aber es ist ja nichts passiert. Traurig.
Wie ein Management mit den hohen Lohnkosten und Lohnzusatzkosten in Deutschland umgehen kann, zeigen viele Unternehmen hierzulande vorbildlich. Der CEO der Lufthansa hat einen anderen Weg eingeschlagen und erntet jetzt das, was er über viele Jahre gesät hat. Zusammenhalt und Stimmung im Konzern wurden zerstört, jetzt arbeitet offenbar jeder gegen jeden, und die Kunden bekommen die Quittung.
Dass sich die Piloten auf das Niveau dieses Managements begeben haben, finde ich sehr bedauerlich. Salopp formuliert: Jetzt wollen allen den Laden nur noch ausnehmen ohne Rücksicht auf Verluste.
In einer Situation, in der tausende Betriebe um ihre Existenz bangen, zehntausende von Reisenden betroffen sind und weitere zehntausende Reisende aufgrund der Entwicklungen und Krisen um ihren Sommerurlaub fürchten, kannst Du als Pilot so etwas einfach nicht bringen und musst die Streiks zurückstellen. Das geht wirklich gar nicht aktuell!
Nach außen steht die Gruppe der Piloten als raffgierig und abgekoppelt da, nicht das Management. In den Fokus rücken zudem eine viel zu starke Gewerkschaft und Betriebsrenten, die schon jetzt ihresgleichen suchen.
Meine bereits zitierte Nachbarin hat gestern zum Ausdruck gebracht, dass sie „nie wieder Lufthansa“ buchen wird. Das Image der Lufthansa, ohnehin schon reichlich ramponiert über die letzten Jahre, wird weiter geschädigt. Viele merken sich das, was sie aufgrund der wiederholten Streiks erleben mussten, sehr genau.
Bien à vous,
Estelle
P.-S. : Die Neiddebatte ist in Deutschland (und in Frankreich stellt sie sich kaum anders dar) wirklich widerlich. Es gibt Länder, in denen Menschen den Nachbarn für das Erreichte bewundern und möchten, dass der Staat sie und ihre Nachbarn in Ruhe lässt. Und es gibt Länder, in denen Menschen voller Neid und Missgunst auf den Nachbarn schauen und nach dem Staat schreien, der dem Nachbarn etwas wegnehmen und es diesen schreienden Menschen geben soll.
Tja, nur werden die hochbezahlten LH Piloten bald keinen Job mehr haben, weil Kunden wie ich die Lufthansa inzwischen meiden, wo immer möglich. Ich zahle auf jeden Fall keinen Cent mehr für teurere LH Tickets, ich buche nur noch nach Preis, egal welche Klasse. Wenn es den hoch bezahlten Piloten nicht passt, können Sie ja gerne in den Emiraten arbeiten, dort bekommen sie womöglich mehr Geld, aber ab und zu halt auch eine Bombe auf den Kopf oder sind arbeitslos wie aktuell, wenn kaum noch ein Flugzeug fliegt. Dort herrscht hire and fire. Hat man während Corona ja schön gesehen.
Ob die gesetzliche Rente am Ende des Arbeitslebens dann wirklich noch bei 3000 liegt, sollte man nicht sicher annehmen. Daher ist es schon gut zusätzlich vorzusorgen.
Nein das wird sue auch bei den meisten Piloten nicht weil das knappe 40 Jahre ueber der BBG voraussetzt
Ja, danke…
LH hat meinen Rückflug vom 15. auf den 17.4. verschoben.
Aber am 17.4. hab ich schon Swiss von Frankfurt nach Zürich gebucht, und das würde ich nicht mehr erreichen…
Bei LH anzurufen ist leider so gut wie unmöglich. Die Chat Software kommt mit meiner Buchung gar nicht mehr klar, weil schon der Hinflug umgebucht wurde.
Letztendlich hab ich mir selbst nun eine Rückkehr mit WIZZ über Budapest und Stuttgart gebucht. Hotelnacht in Budapest kommt dazu und ICE Stuttgart Frankfurt.
Kostet mich erstmal rund 400€.
Den Rest erledigt hinterher Flugrecht Punkt de
Der Offenbarungseid des sogenannten Top-Manegements.
Man ist nicht mal in der Lage, eine selbst terminierte Jubelveranstaltung so zu legen, dass sie nicht mitten in einen lange absehbaren Arbeitskampf fällt.
Zugangskarte abgeben, verschwinden und das Gehalt der letzten Jahre zurückzahlen. Noch eindrucksvoller kann man seine Unfähigkeit nicht beweisen.
Lange absehbarer Arbeitskampf? Wenn es absehbar ist, wäre ja der Sinn bzw. das Ziel eines jeden Streiks dahin.
Ein Offenbarungseid ist eher Dein Kommentar, also bitte Tastatur abgeben und verschwinden!
Das Thema / die Themen brodeln bekanntlich schon lange. Ein Streik ist nur das letzte Mittel des Arbeitskampfes arbeitnehmerseits, wie war das noch mit den Urabstimmungen der vergangenen Wochen und Monate?
Ein Manager, der nicht abschätzen kann oder gar will, was sich da entwickeln kann, hat auf seinem Stuhl jedenfalls nichts verloren. LHs Management ist sehenden Auges in dieses Fiasko gerannt.
Ein Warnstreik ist eben nicht das letzte Mittel und aus Urabstimmungen lässt sich meist keine Terminierung ableiten. Das gestrige Statement des Vorstandsvorsitzenden zu diesen Warnstreiks vernommen? Falls ja, solltest auch Du zu dem Ergebnis kommen, dass man aus AG-Sicht eben nicht sehenden Auges in ein Fiasko gerannt ist und Deine Aussage zur sog. „Jubelveranstaltung“ Kokolores ist.
Man bastelt sich ideenreich aus einzelnen Ereignissen der Geschichte ein Jubiläum zusammen, ist aber nicht in der Lage abzuschätzen, dass eine monatelenge Kompromisslosigkeit einen Streik verursachen kann? Und schafft dann nicht mal, zwei Zeitschienen übereinanderzulegen?
Also bitte. Dafür braucht es außer gesundem Menschenverstand nicht mal Hauptschulabschluss.
Und am Freitag arbeiten sie auch nicht 🙂
Die Abstimmung zwischen den Gewerkschaften ist eine bodenlose Frechheit und viele unschuldige Passagiere werden hier als Druckmittel genutzt, damit unnötige Forderungen in einem wirtschaftlich schweren Umfeld so durchgesetzt werden können. Solche Arbeitskampfmaßnahmen sollten verboten werden. Zwei Tage Streik kann man irgendwie verkraften, aber selbst das ist schon eine Zumutung für viele Menschen!
Es wird Zeit Streiks endlich als das zu behandeln was sie sind – terroristische Anschläge. Die Terroristen müssen persönlich für alle Schäden haften und auch strafrechtlich verfolgt werden. Es gibt NIE einen Grund für Streik. Wenn einem sein Job nicht passt dann kann man ganz einfach kündigen.
Letztendlich geht das alles zu Lasten der Kunden, denn letztendlich zahlen diese die Gehälter der Angestellten und zwar aller.
Ich bin beim Kranich auch erstmal raus, jahrzehntelange Loyalität meinerseits hin oder her. PAD ist sowieso quasi abgekoppelt, der Service ist mies, die Preise hoch, die Verlässlichkeit nicht mehr gegeben. Hinzu kommen die permanenten Streiks. Da fahre ich lieber ein Stück und fliege mit Ryanair, Wizz und Co. und auf der Langstrecke wähle ich zukünftig ausschließlich nach Preis-Leistung und Gesamtpaket aus.
In Zeiten wie diesen frage ich mich, ob seinerzeit nicht besser die Lufthans anstatt der Air Berlin pleite gegangen wäre.
Ich stimme Klaus Pad zu. Lest da mal es erklärt vieles und bringt VC doch auch in Erklärungsnot.
https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/lufthansa-pilot-gehalt-li.3322208?sv1=affiliate&sv_campaign_id=269979&awc=14827_1776274639_57f32442d372b02d6f798042733d1d64&wt=AFP2
Zulagen sind kein
gehaltsbestandteil sondern Entschaedigung fuer schlechte Arbeitszeiten etc – gerade LH optimiert hier stark zulasten der Steuerzahlet
„Und immer an den Kunden (Leser) denken….“, dies war mal ein bekannter Werbespruch vom Focus, aber bei LH hat den wohl noch keiner gehört. Mir als Kunden ist es doch völlig egal was ein Pilot oder die Flugbegleiterin verdient, ist doch nichtt mein Geld. Aber wenn ich mich seit Monaten auf den gebuchten Ferienflug mit der Familie freue und der geht dann flöten, ist Schluß mit lustig. Natürlich ist ein Streikverbot nicht legitim, auch nicht bei einem Dienstleister. Aber gerade ein Dienstleister sollte IMMER daran denken, daß die Gehälter rein vom Kunden bezahlt werden. Ist doch komisch, daß in der deutschen Industrie nur alle paar Jahre richtig gestreikt wird, aber bei der LH gefühlt immer, erst die Flugbegleiter, dann das Bodenpersonal, dann die Piloten, eventuell noch Fluglotsen, Flughafenmitarbeiter usw. KÖNNEN die nicht wenigsten ZUSAMMEN streiken?
Die Lufthansa City Line wird ab sofort aufgelöst, Piloten und Flugbegleiter sind nun arbeitslos, war es das, was sie mit dem Streik erreichen wollten? Carsten Spohr, selbst A320 Kapitän, hat offenbar die Schnauze gestrichen voll.
Sie sind freigestellt und wussten es vorher schon, dass sie ab 2028 ihre Stelle verlieren werden. Somit haben sie jetzt mehr Zeit sich nach einem neuen Job umzuschauen und profitieren noch von den Streiks und den darauf folgenden Entscheidungen. Das LH Management wird mit diesem Schritt die nächste Eskalation in der Auseinandersetzung provoziert haben und sicherlich zu keiner baldigen Beilegung der Streiks führen.