Lufthansa reagiert auf die Streikwelle mit drastischen Maßnahmen. Das Management hat beschlossen, den Betrieb der Tochtergesellschaft CityLine sofort einzustellen. Die Belegschaft wurde soeben über das Aus informiert, die meisten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden freigestellt. Wie es mit dem Personal und den Flugzeugen weitergehen soll, ist unklar. Erst vor wenigen Tagen wurde angedroht, das für 2027 geplante Ende der einstigen Regionalairline vorzuziehen.
[UPDATE]
Im Konzern prüft man derzeit, welche Verbindungen von anderen Töchtern übernommen werden können. CityLine hatte zuletzt jede Woche etwa 1.000 Flüge für die Kernmarke durchgeführt. Darunter zahlreiche Inlandsflüge wie die nach Dresden, Hannover, Münster/Osnabrück, Stuttgart und saisonal auch nach Westerland/Sylt. Einige Routen können kurzfristig von der Kernmarke durchgeführt werden, andere sind zunächst ersatzlos gestrichen. Darunter sind Drehkreuzverbindungen von und nach Birmingham, Cluj, Cork, Krakau, Luxemburg, Marseille, Prag, Rzeczow, Stavanger oder Warschau u.a.
✈️ CityLine-Stopp: Lufthansa stellt den Betrieb der Regionaltochter sofort ein
⚠️ Streikwelle eskaliert: Massive Arbeitsniederlegungen führen zu drastischen Maßnahmen
👥 Ungewisse Zukunft: Rund 1.000 Mitarbeitende betroffen, keine klaren Perspektiven
Die Maßnahme kommt überraschend und hat weitreichende Folgen für den gesamten Flugbetrieb. Laut internen Informationen, die unter anderem dem Handelsblatt vorliegen, wird der Flugbetrieb „vorerst bis auf Weiteres“ komplett eingestellt. Das bedeutet, dass sämtliche Flüge der Regionaltochter mit sofortiger Wirkung entfallen. Beschäftigte im Cockpit und in der Kabine wurden widerruflich freigestellt, nur wenige Ausnahmen sind vorgesehen.
Hintergrund der Entscheidung ist die anhaltende Streikwelle innerhalb der Lufthansa Group. Seit Tagen kommt es zu massiven Arbeitsniederlegungen bei verschiedenen Berufsgruppen, was bereits zu zahlreichen Flugausfällen geführt hat. Die operativen Probleme verschärfen sich zusätzlich durch externe Faktoren wie steigende Treibstoffkosten und eine angespannte wirtschaftliche Lage.
Die Aufgabe von CityLine war es einen Teil der Zubringerflüge zu den Lufthansa-Drehkreuzen Frankfurt (FRA) und München (MUC) durchzuführen. Viele Verbindungen sind essenziell, um die Langstreckenflüge auszulasten. Ein Wegfall dieser Flüge trifft daher nicht nur CityLine selbst, sondern das gesamte Netzwerk der Lufthansa Group.
Bereits zuvor hatte der Konzern angekündigt, die Struktur im Kurzstreckensegment neu auszurichten. Kapazitäten sollten perspektivisch zu günstigeren Plattformen wie zur Neugründung City Airlines geschoben werdenn, während gleichzeitig auf der Langstrecke Wachstum geplant ist. Die aktuelle Entwicklung soll diesen Prozess nun deutlich beschleunigen.
Wie es für die rund 1.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weitergeht, ist derzeit unklar. Der Konzern stellt zwar in Aussicht, möglichst viele Beschäftigte innerhalb der Lufthansa Group weiter zu beschäftigen. Konkrete Zusagen gibt es bislang jedoch nicht. Unklar bleibt auch, wie lange die Stilllegung tatsächlich andauern wird. In einigen Medien ist von „temporären“ Maßnahmen die Rede.
Lufthansa legt CityLine mit sofortiger Wirkung still | Frankfurtflyer Kommentar
Die Fronten sind verhärtet, nun geht es ans Eingemachte. Lufthansa zieht die nächsten Register und stellt den Betrieb der CityLine plötzlich ein. Bei der Tochter waren rund 30 Flugzeuge in Betrieb, darunter mehrere ältere CRJ 900, die zwischen 15 und 17 Jahre alt sind. Die Verantwortlichen sind schon lange mit der Performance der kleineren Jets unzufrieden, wobei die 90-Sitzer gleichzeitig wichtig für diverse Routen mit niedrigerem Aufkommen sind.
Bei den restlichen Flugzeugen handelt es sich um Airbus A319, die deutlich älter sind. Ob diese zu einer anderen Konzernairline geschoben werden, ist nicht bekannt, vermutlich liegt aber auch hier schon ein Plan in der Schublade, insbesondere jetzt, wo das traditionell starke Sommergeschäft vor der Tür steht.
Eine ganz schön bittere Pille für die Menschen, die teilweise schon viele Jahre bei dem Unternehmen gearbeitet haben. Auch wenn das Ende absehbar war, kam dieses vorzeitige Aus von jetzt auf gleich ziemlich überraschend.
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Na da haben wir ja jetzt Teil 1 des großen Knalls. Mehr wird sicher noch folgen. Angesichts der vor ein paar Tagen beschlossenen Sparmaßnahmen (Einstellungsstopp, Dienstreiseverbot und 10% Kürzung bei allen Projekten) ist das Streikthema da wohl nur vorgeschoben. Eine Preiserhöhung jagte in den vergangenen Wochenb die nächste. Was für ein fulminantes Firmen“jubiläum“.
Jetzt will man akso die Streiks beenden, indem man einen Betriebsteil schließt und damit den anderen droht. Ich bezweifle, dass die Rechnung aufgeht.
Die Piloten und Flugbegleiter der Lufthansa City Line können jetzt vor der Agentur für Arbeit weiter streiken, bei Lufthansa interessiert sich niemand mehr für sie. Ich bin sicher, das Signal kommt auch bei den Kollegen der Lufthansa Mainline an.
Da bin ich auch ganz sicher, schließlich sind sie genauso zum Untergang verurteilt wie die Cityline, nur eben etwas später.
Was haben sie zu verlieren? Ein paar Monate, vielleicht 2 Jahre?
Wie sagte doch der SWISS-Angestellte am Desk in ZRH anfangs Woche so schön: „Meiden Sie Lufhansa, denn in spätestens 2-3 Jahren gibt es diese Firma nicht mehr“.
LH beginnt scheinbar bereits jetzt schon damit.
Merke: Also unbedingt noch allfällige Meilen verbraten!
Es wollten viele nicht Glauben, aber zusperren hatte ich ohne jegliches Insiderwissen schon vor ner Woche Minden Raum geworfen. Die Gewerkschaften haben sich verzockt, resp. bewiesen, dass sie von BWL keine Ahnung haben. Nur wer Geld verdient kann es auch ausgeben……
Diese Gewerkschaften sind gefüllt mit SPD/Grünen/Linken-Funktionären, natürlich haben die keine Ahnung von Wirtschaft
Ahnung von Wirtschaft hat nur wenig was mit dem Parteibuch zu tun, das beweist uns ja Frau BM Reiche jeden Tag aufs Neue.
Genau so wenig wie ein Vorname auf … (meistens jedenfalls).
Teilweise richtig. 🤣👩💻
Links/Grün hat aber nachweislich über viele Jahre im Bund wie in den Ländern immer wieder unter Beweis gestellt, dass man mit Geld nicht umgehen kann.
Anderer Leute Geld ausgeben und Leistungsträger zur Flucht zu bringen ist nach wie ein Fokus.
Ein Robert Habeck war das Paradebeispiel Grüner Wirtschaftsunwissenheit, da is eine Frau Reiche schon Prof.Dr. für Wirtschaftswissenschaften. Diese Gewerkschaften werden trotzdem mit Linken Köpfen besetzt, die es im Politikbetrieb zu nichts gebracht haben.
Zur Info, Ich bin B.Sc in Wirtschaft und Technik, aber ja viele mit diesem Vornamen entsprechen den Klischees (kenne 3 davon persönlich, leider)
Jetzt läuft der Streik erst recht weiter
Wie sieht das denn für die Passagiere aus? Bleiben die stehen oder gibt es Ersatzbeförderung?
CityLine ist in den letzten tagen ziemlich wenig geflogen. Vermutlich werden die freien Frequenzen jetzt von der Mainline aufgefangen, Flugnummern waren ohnehin identisch.
„Bei der Tochter waren knapp Flugzeuge in Betrieb“
Fehlt da eine Zahl? 😉
Danke für den Hinweis, musste alles schnell gehen 😉
Du hättest aber schon vorbereitet sein können. Ist doch der Klassiker. Erst das große Jubiläum und dann der große Knall. 😂
Endlich mal eine gute Entscheidung. Diese dauernd Streiks mit diversen Gewerkschaft war einfach nicht hinnehmbar.
Dazu fällt mir das sehr passende Zitat ein, nachdem sich Unternehmen mit mehr als 1.000 Mitarbeitenden vortrefflich mit sich selbst beschäftigen können und das einzig störende dabei die Kunden sind. Wäre es nicht so peinlich, würden dadurch nicht so viele Jobs auf der Kippe stehen und müssten nicht unzählige Kunden unter dieser Posse leiden, man könnte amüsiert darüber schmunzeln.
Tatsächlich sind nicht nur Cityline Verbindungen betroffen.
Ab Montag entfallen ALLE Verbindungen zwischen Frankfurt und Luxemburg (normalerweise 4-5 täglich), LUX-MUC wird nur noch einmal am Tag bedient. Zumindest die nächsten 6 Wochen ist kein einziger Flug buchbar…
Soweit ich das sehen konnte, waren es eigentlich 95% EN Flüge. Da wurde wohl umgeshiftet..
Auch Basel ist davon betroffen (MUC/FRA). Wenn ZRH zu teuer wurde, so gab es immerhin noch BSL/ZDH als Alternative.
Denke die Flüge ab LUX sind nur gerade nicht mehr im System. Annuliert sind die auf jedenfall noch nicht worden seitens Lufthansa. Vor allem da die Flüge oft ausgebucht sind (zB Morgens LUX-MUC), werden die wohl von City oder Main bedient.
wer drum bettelt bekommt ne antwort!
am besten die mainline auch direkt abwickeln (was auf grund der grösse etc. nicht machbar ist) und neu gründen!
piloten und mehr pension ist ein witz xxxl!
Super Schritt! Genau so reagiert man auf terroristische Erpressungen durch linksextreme Hetzer. Jetzt noch alle Schäden des Terroranschlages (Streiks) auf die Terroristen übertragen und ordentliche Strafverfahren für die Terroristen dann haben wir ja wieder ansatzsweise so etwas wie einen Rechtsstaat, wenngleich natürlich nach wie vor stramm linksextrem.
Richtig wäre es auch den Rest der LH Belegschaft sofort fristlos zu kündigen.
Du scheinst echt einen massiven Kabelbrand im Kopf zu haben. Wie man darauf kommt, diese Plattform für die Verbreitung seiner wirren Gedanken zu nutzen ist mir schleierhaft. Versuche es doch nochmal etwas sachlicher.
Ich für meinen Teil werde die CRJ‘s und „Delivery at Aircraft“ für das Handgepäck vermissen.
Delivery at aircraft. We will miss this.
Aus meiner Sicht war der Verzicht auf ein Propeller Model, angesiedelt bei einer vernünftig bezahlten Gesellschaft auch ein Grund warum man jetzt ist, wo man ist. Die CRJ sind mit ihren 90, aber faktisch nur ca 80 Sitzen einfach zu teuer im Betrieb. Die Q400 hatten bei AB am Ende 70 + 3 Sitze.
Zum Ende der CityLine – ein trauriges Kapitel
Es ist schade, dass das Ende der CityLine letztlich ein weiteres Opfer eines Tarifstreits geworden ist. Noch bedauerlicher ist der Eindruck, den beide Seiten dabei hinterlassen: Weder die Gewerkschaften noch das Lufthansa‑Management haben in dieser Auseinandersetzung wirklich Größe gezeigt.
Als Außenstehender wirkt das Ganze leider wie ein Machtkampf auf Kindergarten‑Niveau. Piloten und Flugbegleiter boykottieren eine Jubiläumsfeier, das Management reagiert mit der Abschaltung der CityLine. Am Ende verliert jedoch nicht eine der beiden Parteien – sondern wieder einmal der Kunde.
Für die Passagiere bedeutet das: zahlreiche Strecken verschwinden komplett oder sind nur noch in den höchsten Buchungsklassen verfügbar. Das Angebot wird kleiner, teurer und unflexibler. Genau das Gegenteil von dem, was in einem ohnehin angespannten Markt eigentlich nötig wäre.
Vielleicht wäre es an der Zeit, dass sich Lufthansa weniger auf interne Grabenkämpfe konzentriert und den Blick wieder stärker auf das richtet, was das Unternehmen am Leben hält: seine Kunden. Vertrauen, Verlässlichkeit und Planungssicherheit entstehen nicht durch Machtspiele, sondern durch Verantwortung und Dialog.
Aus meiner Sicht braucht es hier einen echten Neustart – in der Zusammenarbeit, in der Haltung und vor allem im Verständnis dafür, für wen dieses Geschäft am Ende gemacht wird.
Zustimmung in allen Punkten. Traurig, und es wird nur Verlierer geben.
Wie ein Neuanfang im Konzern überhaupt möglich sein soll – keine Ahnung. Mit den bisherigen Köpfen in dieser Auseinandersetzung geht das ganz sicher nicht.
Das sollte sich auf Timo beziehen.