Lufthansa Airbus A380: Flugzeuge, Routen und neue Business Class im Überblick

Airbus A380, Foto: Lufthansa

Der Airbus A380 gehört zu den beliebtesten Flugzeugen in der Lufthansa-Flotte. Acht Exemplare des Vierstrahlers wurden nach der Pandemie wieder reaktiviert. Alle sind in München stationiert und werden auf ausgewählten Langstrecken eingesetzt. Gleichzeitig läuft die Modernisierung der Kabinen: Drei Airbus A380 verfügen bereits über eine neue Business Class, der vierte wird derzeit in Dresden umgerüstet. Für Passagiere lohnt sich deshalb ein genauer Blick auf den eingesetzten Superjumbo.

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Auf diesen Strecken fliegt der Lufthansa Airbus A380

Alle acht Airbus A380 von Lufthansa sind in München stationiert. Von dort aus setzt die Airline ihre größten Langstreckenflugzeuge auf ausgewählten Verbindungen nach Asien und Nordamerika ein. Im Winterflugplan 2026/27 stehen zunächst Bangkok, Delhi, Los Angeles und San Francisco im Mittelpunkt. Ab Januar 2027 gibt es allerdings einige größere Änderungen.

Bangkok wird vom 25. Oktober 2026 bis zum 27. März 2027 täglich mit dem Airbus A380 bedient. Zwischen dem 16. Januar und dem 26. Februar 2027 verdoppelt Lufthansa das Angebot sogar auf zwei tägliche A380-Verbindungen. Neben dem bisherigen Abendflug ab München kommt dann eine weitere Verbindung am Nachmittag hinzu.

Auch Indien spielt im Winterflugplan eine wichtige Rolle. Delhi wird durchgehend mit dem Airbus A380 angeflogen. Mumbai verschwindet dagegen zunächst mit dem Ende des Sommerflugplans aus dem A380-Netz, bevor der Doppelstöcker vom 11. Januar bis zum 27. Februar 2027 auf fünf wöchentlichen Verbindungen zurückkehrt.

Das sind die Lufthansa Airbus A380 Strecken im Winter 2026/27

Die zusätzlichen Kapazitäten für Asien kommen vorübergehend aus Nordamerika. Los Angeles wird bis zum 10. Januar 2027 überwiegend sechsmal wöchentlich mit dem Airbus A380 bedient. Anschließend übernimmt der Airbus A350, bevor der A380 ab dem 27. Februar zurückkehrt. In San Francisco ist der Superjumbo bis zum 15. Januar 2027 ebenfalls überwiegend sechsmal wöchentlich eingeplant. Dort beginnt der erneute A380-Einsatz am 28. Februar.

Und auf welchen dieser Strecken gibt es bereits die neue Business Class? Eine feste Zuordnung der modernisierten Airbus A380 zu bestimmten Zielen gibt es derzeit nicht. Lufthansa setzt die Flugzeuge flexibel ein, sodass auf derselben Verbindung sowohl eine Maschine mit der bisherigen als auch mit der neuen Business Class zum Einsatz kommen kann.

Wer gezielt mit der neuen Business Class fliegen möchte, sollte deshalb bei der Buchung auf den Sitzplan achten. Die bisherige Business Class verfügt über eine 2-2-2-Anordnung, während die modernisierten Airbus A380 mit einer 1-2-1-Konfiguration ausgestattet sind. Hier hat jeder Passagier direkten Zugang zum Gang. Allerdings sind auch kurzfristige Flugzeugwechsel möglich, sodass die neue Kabine nicht garantiert werden kann.

Welche Lufthansa Airbus A380 haben bereits die neue Business Class?

Lufthansa modernisiert derzeit schrittweise die Business Class ihrer acht Airbus A380. Drei Maschinen sind bereits mit den neuen Sitzen unterwegs, ein vierter Airbus A380 wird derzeit in Dresden umgerüstet. Sobald die Arbeiten an der D-AIMK abgeschlossen sind, verfügt die Hälfte der Flotte über die neue Business Class. Bis Mitte 2027 soll die Modernisierung aller acht Flugzeuge abgeschlossen sein. Die folgende Übersicht zeigt, welche Airbus A380 bereits mit der neuen Business Class ausgestattet sind und bei welchen Maschinen die Umrüstung noch aussteht:

Airbus A380 Business Class
D-AIMA Bisherige Business Class
D-AIMB Neue Business Class
D-AIMC Neue Business Class
D-AIMH Neue Business Class
D-AIMK Derzeit in Umrüstung
D-AIML Bisherige Business Class
D-AIMM Bisherige Business Class
D-AIMN Bisherige Business Class

Eine Besonderheit ist die D-AIMH, die anlässlich des 100-jährigen Lufthansa-Jubiläums eine Sonderlackierung erhalten hat. Auch dieser Airbus A380 verfügt bereits über die neue Business Class. Die übrigen vier Flugzeuge sollen ebenfalls modernisiert werden. Nach bisheriger Planung möchte Lufthansa den Umbau der gesamten A380-Flotte bis Mitte 2027 abschließen.

Neue Lufthansa Business Class im Airbus A380, Foto: Robert

So sieht die neue Business Class im Lufthansa Airbus A380 aus

Die bisherige Business Class im Airbus A380 ist in einer 2-2-2-Anordnung eingebaut. Zwar lassen sich die Sitze in ein flaches Bett verwandeln, doch nicht jeder Passagier hat einen direkten Zugang zum Gang. Insbesondere auf den Fensterplätzen ist das ein Nachteil, da man beim Aufstehen am Sitznachbarn vorbei muss, mit der neuen Business Class ändert sich das.

Allerdings handelt es sich nicht um die neue Lufthansa Allegris Business Class, wie sie beispielsweise im Airbus A350 eingesetzt wird. Für den A380 hat sich Lufthansa für ein anderes Sitzmodell entschieden, das sich in die bestehenden Flugzeuge integrieren lässt. Für Reisende ist der Unterschied erheblich.

Was passiert mit der First Class im Airbus A380?

Bei der Modernisierung konzentriert sich Lufthansa auf die Business Class. Die First Class im vorderen Bereich des Oberdecks bleibt ebenso erhalten wie die Premium Economy und die Economy Class. Der Airbus A380 bekommt damit keine vollständig neue Kabine, Allegris macht alos einen Bogen um den Superjumbo. Die Modernisierung beseitigt immerhin den größten Schwachpunkt der bisherigen Ausstattung, die acht Airbus A380 bleiben damit ein wichtiger Bestandteil der Lufthansa-Langstreckenflotte. Gerade auf stark nachgefragten Strecken bietet der Doppelstöcker viel Kapazität und weiterhin eine First Class.

Lufthansa Airbus A380: Flugzeuge, Routen und neue Business Class im Überblick | Frankfurtflyer Kommentar

Die Passagiere lieben ihn, für die Airlines ist der Riesenvogel dagegen eher ein Problem. Seine enorme Kapazität muss regelmäßig gefüllt werden, nicht alle Flughäfen können den Airbus A380 abfertigen und bei den Betriebskosten kann er längst nicht mehr mit modernen Langstreckenjets mithalten. Da die Hersteller mit der Auslieferung neuer Flugzeuge nicht ganz hinterherkommen, bekommt der A380 allerdings noch etwas Schonfrist.

Während der Pandemie sah es lange danach aus, als würden die großen Vierstrahler nicht mehr zurückkehren. Inzwischen fliegen wieder sieben Maschinen regelmäßig, die achte wird derzeit modernisiert. Lufthansa investiert damit weiter in eine Teilflotte, die zwischenzeitlich schon abgeschrieben schien.

Schade ist allerdings, dass sich die Umrüstung so lange hinzieht. Bis alle acht Maschinen modernisiert sind, bleibt es ein Stück weit Glückssache, welche Business Class man bekommt. Immerhin: Auf den beiden täglichen Bangkok-Verbindungen ab Januar sollen ausschließlich Airbus A380 mit der neuen Business Class zum Einsatz kommen.

10 Kommentare

    • Neue Preco und First ist im A380 nicht mehr geplant. Der Umbau der Boeing 747-8 ist aktuell verspätet und eine neue First wird wohl bis min. Ende 2027 dauern. Auch die Umrüstung der bestehenden A359-900 wird recht spät passieren und wohl nicht vor 2028 AFAIK

      • Beim Steigern von Peinlichkeiten zeigt die Group immerhin eine ihrer wenigen verlässlichen Kernkompetenzen:

        13. Oktober 2022: Allegris-Nachrüstung der Boeing 747-8 angekündigt.
        20. Mai 2025: Beginn der Nachrüstung der Bestandsflotte noch 2025 geplant, zuerst bei der Boeing 747-8.

        Warum hebt bei diesem Laden eigentlich immer nur die nächste Ankündigung ab, während das angekündigte Produkt am Boden bleibt?
        Beschäftigt sich in diesem Konzern eigentlich irgendjemand hauptberuflich mit Projektmanagement, oder nur mit der Frage, wer diesmal wieder schuld ist?

        • Es wird wohl so sein wie so oft in der heutigen Zeit.
          Die allwissende Geschäftsleitung hat sich etwas in den Kopf gesetzt, und die Einwände der Ingenieure werden weggewischt. Schließlich hat die Marketingabteilung ja so eine schöne PowerPoint erstellt.
          Wenns dann an die Umsetzung geht scheitert man an der Realität.

          Schon allein dieser 2-Stufen-Plan „erstmal Maindeck und Upperdeck irgendwann später“ zeugt davon, wie Schwierigkeiten einfach beiseitegeschoben werden. Dass dieser „Plan“, die Flieger 2x aus dem Verkehr zu ziehen, per se unwirtschaftlich ist, dafür brauchts auch kein BWL Studium.

          • Die sehr hohe Komplexität solcher Projekte in der Branche erkenne ich ohne Wenn und Aber an, auch die Pfadabhängigkeiten sehe ich.

            Was ich trotzdem nicht verstehe, muss an mir liegen:

            Warum lernt offenbar niemand aus Fehlern?
            Wer gibt solche Ankündigungen eigentlich immer wieder frei oder setzt sie in die Welt?

            Beim A380 sollte die Nachrüstung ursprünglich 2025 beginnen. Tatsächlich los ging es erst im Februar 2026. Bis Mitte 2027 sollen dann alle acht Maschinen die neue Business Class haben.
            Aktuell sind gerade einmal drei von acht A380 umgerüstet, der vierte ist im Umbau. Auf welcher Strecke Passagiere die neue Business Class tatsächlich bekommen, bleibt vorerst Glückssache (mit der geplanten Ausnahme der beiden täglichen Bangkok-Verbindungen ab dem 16. Januar 2027). Stand jetzt.

            Die nächste große Zielmarke ist 2030. Bis dahin soll die Umstellung auf die neuen Bordprodukte bei Lufthansa und Swiss abgeschlossen sein.

            Vielleicht legt man endlich wenigstens den Ankündigungsdrang an die Kette, bis die Umsetzung hinterhergekommen ist.

            • Aus meiner sicht liegt das an der Selbstüberschätzung des verantwortlichen Managements (ich weiß alles und kann alles), gepaart mit Realitätsverlust, weil man aus seiner Blase nicht rauskommt. Dazu kommt, dass Mitarbeiter nicht auf drohende Konsequenzen hinweisen, weil sie vorm Chef nicht als Quertreiber dastehen wollen. Es kennt sicher jeder „Es gibt keine Probleme sondern Herausforderungen“ oder „Ich will Lösungen und keine Probleme“

              Beispiel gefällig? Auf der Seite der LH gibts ein Interview vom 15.9.26 mit Yana Holzmann, Senior Director Project „Future Onboard Service Experience (FOX)“.
              Zitat: „Auf der Langstrecke erhalten Economy-Gäste künftig ebenfalls ein Amenity Kit mit Schlafmaske und Ohrstöpseln. Das ist tatsächlich ein Alleinstellungsmerkmal – keine andere europäische Premium-Airline bietet das derzeit an.“

              Nun, jeder der schon mal in eine TK Langstrecken-Eco auch nur hereingeschaut hat weiß, dass es dort seit x Jahren Amenity Kits gibt, Slipper inklusive.
              Entweder hat sich das bis zu LH noch nicht herumgesprochen oder aber man sieht TK nicht als Premium genug an.

              • Ein wunderschönes Paradoxon, das seitens der Chefetagen irrtümlicherweise immer wieder auf die Mitarbeiter abgewälzt wird:
                Wenn Du als Management nicht auf Deine Ingenieure oder Mitarbeiter hörst, wenn sie dir über Schwierigkeiten berichten, dann hat ganz genau einer nicht lösungsorientiert gearbeitet.

                Als Inhaber sähe ich hier eher Nachschulungen in Sachen Mitarbeiterführung anstelle von Bonuszahlungen.

                • Apropos paradoxe Mechanismen: Gilt eigentlich das Peter-Prinzip noch?

                  Bei Lufthansa drängt sich mir die Frage auf, ob manche Entscheider nicht besser im Cockpit geblieben wären. Und ob es sich in Vorstand und Aufsichtsrat nicht einige zu bequem in der First und Business Class gemacht haben.

                  In meiner Company würde man damit auf keiner Ebene durchkommen – und je höher die Position, desto weniger.

          • Nach den Altlasten 343 und 744 muss eigentlich auch die 748 raus, weil viel zu teuer. Ersetzen durch 35K und langfristig 779 mit Allegris ab Werk. Die Zeiten sind einfach vorbei, und wenn man etwas von TK lernen kann, dann die Flottenpolitik, die haben ewig keine 4 Strahler mehr.

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