Condor und American Airlines rücken näher zusammen und erleichtern damit Umsteigeverbindungen zwischen Deutschland und Nordamerika. Gleichzeitig lockert Qatar Airways die Regeln für Avios-Buchungen und Miles & More bietet ausgewählten Vielfliegern einen kostenlosen Status Match. Auch bei den Premiumprodukten tut sich einiges: Etihad plant ein neues Lounge-Konzept und Edelweiss bringt die neue Kabine des Airbus A350 an den Start.
Wir läuten an dieser Stelle wieder das Wochenende ein und blicken auf die vergangene Woche. Im Frankfurtflyer Coffeebreak stellen wir für Euch immer 10 spannende Kurznachrichten zusammen, über die wir auf unserem Blog nicht berichtet haben. In der Lektüre, die wunderbar als Begleitung zum Kaffee am Morgen passt, findet Ihr oft mehr als nur ein paar Randnotizen. Die Kaffeepause servieren wir Euch samstags um 8:30 Uhr.
Condor kooperiert mit American Airlines
Condor und American Airlines starten eine neue Interline-Partnerschaft. Dadurch können Reisende Flüge beider Airlines künftig auf einem gemeinsamen Ticket buchen, für die gesamte Reise einchecken und ihr Gepäck bis zum Endziel durchchecken lassen. American Airlines bietet Anschlüsse über die Condor-Ziele Boston, New York, Chicago und Los Angeles zu weiteren Destinationen in den USA und Kanada. Umgekehrt können American-Passagiere über Frankfurt und München auf Condor-Verbindungen umsteigen.
Lufthansa Miles & More bietet kostenlosen Status Match
Miles & More bietet Mitgliedern malaysischer Vielfliegerprogramme einen kostenlosen Status Match an. Reisende mit einem entsprechenden Status bei einem konkurrierenden Programm in Malaysia können diesen auf ein vergleichbares Statuslevel bei Miles & More übertragen lassen, ohne die üblichen Qualifikationsanforderungen erfüllen zu müssen. Die Aktion steht im Zusammenhang mit der Wiederaufnahme der Lufthansa-Direktflüge nach Kuala Lumpur.
Qatar Airways lockert Regeln für Avios-Buchungen
Qatar Airways hat die erst verschärften Regeln für Prämienbuchungen für andere Personen wieder gelockert. Mitglieder mit Burgundy- oder Silver-Status müssen andere Reisende zwar weiterhin über „My List“ oder „Family & Friends“ hinterlegen, eine vorherige Flugaktivität oder Avios-Gutschrift über eine qualifizierende Kreditkarte ist dafür aber nicht mehr notwendig. Das Privilege-Club-Konto muss aber mindestens 30 Tage alt sein. Gold- und Platinum-Mitglieder können weiterhin auch für Personen buchen, die zuvor nicht in einer der Listen hinterlegt wurden.
Qatar Airways macht das Buchen von Prämienflügen schwerer – oder doch nur sicherer?
Etihad führt neues Lounge-Konzept ein
Etihad Airways gestaltet seine Lounges weltweit schrittweise neu. Den Anfang macht London-Heathrow, wo die grundlegend modernisierte Lounge im Sommer 2027 eröffnen soll. Erstmals kommt dort das neue Designkonzept „Beyond Borders“ zum Einsatz, das sich an Abu Dhabi orientiert und künftig auch auf weitere Standorte übertragen werden soll. Vorgesehen sind getrennte Bereiche für Gäste der Business und First Class sowie private Suiten für Reisende in The Residence. Das neue Lounge-Konzept ist Teil eines Investitionsprogramms über 20 Milliarden US-Dollar, das auch neue Flugzeuge und Verbesserungen des Kundenerlebnisses umfasst.
Edelweiss startet mit neuer Airbus A350 Kabine
Edelweiss setzt ihre neue Kabine im Airbus A350 ab Juni 2027 erstmals auf Flügen nach Kilimandscharo, Sansibar, Windhoek und Halifax ein. Bis Anfang Oktober sollen alle sechs A350 umgerüstet sein. Die Business Class bekommt eine 1-2-1-Konfiguration mit direktem Gangzugang und vollständig flachen Betten sowie vier Business Suiten mit Türen. Insgesamt verdoppelt Edelweiss die Zahl der Premiumsitze von 30 auf 60. Auch Economy und Premium Economy werden aufgewertet.
Cathay Pacific plant 150 neue Flugzeuge
Cathay Pacific will in den kommenden zehn Jahren kräftig wachsen. Sofern es die Marktbedingungen zulassen, sollen 150 neue Flugzeuge zur Flotte stoßen und das Streckennetz auf insgesamt 150 Ziele weltweit erweitert werden. Gleichzeitig will Cathay den weiteren Ausbau des Hubs in Hongkongs unterstützen.
Notrutsche ausgelöst: Austrian lässt 68 Passagiere zurück
Eine versehentlich ausgelöste Notrutsche hat bei Austrian Airlines in Montreal für Probleme gesorgt. Betroffen war eine Boeing 767, die nach Wien zurückfliegen sollte. Die vordere Notrutsche musste ausgebaut und die entsprechende Tür anschließend gesperrt werden. Da damit weniger Notausgänge zur Verfügung standen, durfte Austrian aus Sicherheitsgründen statt der geplanten 209 nur noch 141 Passagiere befördern. Die übrigen 68 Reisenden wurden auf andere Verbindungen umgebucht. Der Flug startete schließlich mit rund eineinhalb Stunden Verspätung nach Wien. Verletzt wurde bei dem Zwischenfall niemand.
Personalmangel: Passagiere verpassen Flüge in Köln/Bonn
Massive Personalausfälle bei den Sicherheitskontrollen haben in dieser Woche am Flughafen Köln/Bonn für lange Warteschlangen gesorgt. Nach Angaben des Airports fiel zeitweise mehr als die Hälfte der vorgesehenen Personalkapazität beim Sicherheitsdienstleister Securitas aus. Dadurch konnten weniger Kontrollspuren als geplant geöffnet werden. Mehrere Reisende verpassten infolge der langen Wartezeiten ihre Flüge, eine genaue Zahl war zunächst nicht bekannt. Securitas begründete die Engpässe mit überraschend vielen kurzfristigen Krankmeldungen.
Versuchter Totschlag nach verpasstem Boarding am BER
Ein Streit wegen eines verpassten Boardings am Flughafen Berlin-Brandenburg ist eskaliert. Zwei Passagiere waren zu spät für einen Air-Baltic-Flug nach Tallinn am Gate erschienen und durften nicht mehr einsteigen. Einer der beiden, ein 22-Jähriger, soll daraufhin einen 48 Jahre alten Mitarbeiter mehrfach geschlagen und schwer verletzt haben. Der Beschäftigte konnte das Krankenhaus inzwischen wieder verlassen. Die Staatsanwaltschaft ermittelt nach einer Neubewertung des Falls wegen versuchten Totschlags. Gegen den mutmaßlichen Angreifer wurde Haftbefehl erlassen, er befindet sich inzwischen in Untersuchungshaft.
Emirates will Ticketpreise trotz hoher Kerosinkosten stabil halten
Emirates versucht, die stark gestiegenen Kerosinkosten nicht vollständig an die Passagiere weiterzugeben. Nach eigenen Angaben ist die Airline derzeit etwa zur Hälfte gegen höhere Treibstoffpreise abgesichert, während die andere Hälfte den aktuellen Marktpreisen ausgesetzt ist. Hintergrund sind die Auswirkungen des Iran-Kriegs auf die Energieversorgung und die faktische Sperrung der Straße von Hormus.
Das ☕ Frankfurtflyer Coffeebreak Titelbild stammt diese Woche aus folgendem Beitrag:
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