Neue Kabine bei Edelweiss & Versuchter Totschlag am Gate ☕ Coffeebreak

Le Meridien Hotel Abu Dhabi, Foto: Robert

Condor und American Airlines rücken näher zusammen und erleichtern damit Umsteigeverbindungen zwischen Deutschland und Nordamerika. Gleichzeitig lockert Qatar Airways die Regeln für Avios-Buchungen und Miles & More bietet ausgewählten Vielfliegern einen kostenlosen Status Match. Auch bei den Premiumprodukten tut sich einiges: Etihad plant ein neues Lounge-Konzept und Edelweiss bringt die neue Kabine des Airbus A350 an den Start.

Wir läuten an dieser Stelle wieder das Wochenende ein und blicken auf die vergangene Woche. Im Frankfurtflyer Coffeebreak stellen wir für Euch immer 10 spannende Kurznachrichten zusammen, über die wir auf unserem Blog nicht berichtet haben. In der Lektüre, die wunderbar als Begleitung zum Kaffee am Morgen passt, findet Ihr oft mehr als nur ein paar Randnotizen. Die Kaffeepause servieren wir Euch samstags um 8:30 Uhr.

Condor kooperiert mit American Airlines

Condor und American Airlines starten eine neue Interline-Partnerschaft. Dadurch können Reisende Flüge beider Airlines künftig auf einem gemeinsamen Ticket buchen, für die gesamte Reise einchecken und ihr Gepäck bis zum Endziel durchchecken lassen. American Airlines bietet Anschlüsse über die Condor-Ziele Boston, New York, Chicago und Los Angeles zu weiteren Destinationen in den USA und Kanada. Umgekehrt können American-Passagiere über Frankfurt und München auf Condor-Verbindungen umsteigen.

Lufthansa Miles & More bietet kostenlosen Status Match

Miles & More bietet Mitgliedern malaysischer Vielfliegerprogramme einen kostenlosen Status Match an. Reisende mit einem entsprechenden Status bei einem konkurrierenden Programm in Malaysia können diesen auf ein vergleichbares Statuslevel bei Miles & More übertragen lassen, ohne die üblichen Qualifikationsanforderungen erfüllen zu müssen. Die Aktion steht im Zusammenhang mit der Wiederaufnahme der Lufthansa-Direktflüge nach Kuala Lumpur.

Qatar Airways lockert Regeln für Avios-Buchungen

Qatar Airways hat die erst verschärften Regeln für Prämienbuchungen für andere Personen wieder gelockert. Mitglieder mit Burgundy- oder Silver-Status müssen andere Reisende zwar weiterhin über „My List“ oder „Family & Friends“ hinterlegen, eine vorherige Flugaktivität oder Avios-Gutschrift über eine qualifizierende Kreditkarte ist dafür aber nicht mehr notwendig. Das Privilege-Club-Konto muss aber mindestens 30 Tage alt sein. Gold- und Platinum-Mitglieder können weiterhin auch für Personen buchen, die zuvor nicht in einer der Listen hinterlegt wurden.

Qatar Airways macht das Buchen von Prämienflügen schwerer – oder doch nur sicherer?

Etihad führt neues Lounge-Konzept ein

Etihad Airways gestaltet seine Lounges weltweit schrittweise neu. Den Anfang macht London-Heathrow, wo die grundlegend modernisierte Lounge im Sommer 2027 eröffnen soll. Erstmals kommt dort das neue Designkonzept „Beyond Borders“ zum Einsatz, das sich an Abu Dhabi orientiert und künftig auch auf weitere Standorte übertragen werden soll. Vorgesehen sind getrennte Bereiche für Gäste der Business und First Class sowie private Suiten für Reisende in The Residence. Das neue Lounge-Konzept ist Teil eines Investitionsprogramms über 20 Milliarden US-Dollar, das auch neue Flugzeuge und Verbesserungen des Kundenerlebnisses umfasst.

Edelweiss startet mit neuer Airbus A350 Kabine

Edelweiss setzt ihre neue Kabine im Airbus A350 ab Juni 2027 erstmals auf Flügen nach Kilimandscharo, Sansibar, Windhoek und Halifax ein. Bis Anfang Oktober sollen alle sechs A350 umgerüstet sein. Die Business Class bekommt eine 1-2-1-Konfiguration mit direktem Gangzugang und vollständig flachen Betten sowie vier Business Suiten mit Türen. Insgesamt verdoppelt Edelweiss die Zahl der Premiumsitze von 30 auf 60. Auch Economy und Premium Economy werden aufgewertet.

Cathay Pacific plant 150 neue Flugzeuge

Cathay Pacific will in den kommenden zehn Jahren kräftig wachsen. Sofern es die Marktbedingungen zulassen, sollen 150 neue Flugzeuge zur Flotte stoßen und das Streckennetz auf insgesamt 150 Ziele weltweit erweitert werden. Gleichzeitig will Cathay den weiteren Ausbau des Hubs in Hongkongs unterstützen.

Notrutsche ausgelöst: Austrian lässt 68 Passagiere zurück

Eine versehentlich ausgelöste Notrutsche hat bei Austrian Airlines in Montreal für Probleme gesorgt. Betroffen war eine Boeing 767, die nach Wien zurückfliegen sollte. Die vordere Notrutsche musste ausgebaut und die entsprechende Tür anschließend gesperrt werden. Da damit weniger Notausgänge zur Verfügung standen, durfte Austrian aus Sicherheitsgründen statt der geplanten 209 nur noch 141 Passagiere befördern. Die übrigen 68 Reisenden wurden auf andere Verbindungen umgebucht. Der Flug startete schließlich mit rund eineinhalb Stunden Verspätung nach Wien. Verletzt wurde bei dem Zwischenfall niemand.

Personalmangel: Passagiere verpassen Flüge in Köln/Bonn

Massive Personalausfälle bei den Sicherheitskontrollen haben in dieser Woche am Flughafen Köln/Bonn für lange Warteschlangen gesorgt. Nach Angaben des Airports fiel zeitweise mehr als die Hälfte der vorgesehenen Personalkapazität beim Sicherheitsdienstleister Securitas aus. Dadurch konnten weniger Kontrollspuren als geplant geöffnet werden. Mehrere Reisende verpassten infolge der langen Wartezeiten ihre Flüge, eine genaue Zahl war zunächst nicht bekannt. Securitas begründete die Engpässe mit überraschend vielen kurzfristigen Krankmeldungen.

Versuchter Totschlag nach verpasstem Boarding am BER

Ein Streit wegen eines verpassten Boardings am Flughafen Berlin-Brandenburg ist eskaliert. Zwei Passagiere waren zu spät für einen Air-Baltic-Flug nach Tallinn am Gate erschienen und durften nicht mehr einsteigen. Einer der beiden, ein 22-Jähriger, soll daraufhin einen 48 Jahre alten Mitarbeiter mehrfach geschlagen und schwer verletzt haben. Der Beschäftigte konnte das Krankenhaus inzwischen wieder verlassen. Die Staatsanwaltschaft ermittelt nach einer Neubewertung des Falls wegen versuchten Totschlags. Gegen den mutmaßlichen Angreifer wurde Haftbefehl erlassen, er befindet sich inzwischen in Untersuchungshaft.

Emirates will Ticketpreise trotz hoher Kerosinkosten stabil halten

Emirates versucht, die stark gestiegenen Kerosinkosten nicht vollständig an die Passagiere weiterzugeben. Nach eigenen Angaben ist die Airline derzeit etwa zur Hälfte gegen höhere Treibstoffpreise abgesichert, während die andere Hälfte den aktuellen Marktpreisen ausgesetzt ist. Hintergrund sind die Auswirkungen des Iran-Kriegs auf die Energieversorgung und die faktische Sperrung der Straße von Hormus.

Das ☕ Frankfurtflyer Coffeebreak Titelbild stammt diese Woche aus folgendem Beitrag:

Review: Le Meridien Hotel Abu Dhabi

27 Kommentare

  1. Ein 22jähriger estnischer Staatsbürger prügelt am BER einen Flughafenmitarbeiter ins Krankenhaus. Nach der Aufnahme der Personalien wird er laufengelassen, das ist ja vollkommen logisch, und er hätte das Land nicht nur verlassen können, sondern dürfen!
    Es gab keine ausreichenden Haftgründe bei einer Lappalie wie gefährliche Körperverletzung. Geschenkt. Fluchtgefahr wurde nicht gesehen bei einer Person, die am BER ein Flugzeug besteigen und die BRD verlassen wollte!
    Erst aufgrund einer Neubewertung der Tat, der Hochstufung von gefährlicher Körperverletzung auf versuchten Totschlag, wird der Täter dann nach 9 Tagen (!) verhaftet.
    Ich finde das einfach unglaublich und so bezeichnend für den Zustand des Landes und seiner Institutionen! Wie soll ich diese Nachricht ohne Schaum vor dem Mund lesen und verarbeiten?
    Und warum wird hier die Nationalität des Täters wieder nicht genannt?

      • In einem Rechtsstaat ist es tatsächlich so, dass man ein „mutmaßlicher Täter“ ist, auch wenn das ganze auf Video ist und du geständig bist, bis man rechtskräftig verurteilt wurde. Nur mal so zum Nachdenken, denn wenn das ganze nicht so eindeutig ist, ist es vielleicht gut wenn man sich mit Vorverurteilungen zurück hält.

  2. Ist es wirklich wichtig zu wissen, welche Nationalität der Täter, das Opfer oder die hinzugezogenen Beamten haben? Für den geschilderten Vorfall bringt diese Information aus meiner Sicht keinen zusätzlichen Erkenntnisgewinn. Dass der Fall zunächst als gefährliche Körperverletzung und später als versuchter Totschlag bewertet wurde, haben wir dagegen bewusst aufgenommen.

    Über die konkreten Gründe, warum der Tatverdächtige zunächst nicht in Untersuchungshaft kam, liegen uns keine belastbaren Informationen vor. Daher möchten wir darüber auch nicht spekulieren.

    • Natürlich ist das eine relevante Information!
      Die Sesamstraße gibt es seit 1969 in den USA und seit 1973 in der BRD.
      Der Titelsong fragt „Wer, wie, was?“. Das ist entscheidend, um das „Wieso, weshalb, warum?“ zu verstehen. So bringt man das schon Kindern bei. Ich bin mit der Sesamstraße aufgewachsen.
      Du hast hier Informationen vorenthalten, weil Du sie für alle anderen als irrelevant eingestuft hat. Das ist anmaßend!

      • Nein, ich habe weder mit dieser noch mit irgendeiner anderen Nationalität ein Problem. Ich habe lediglich nicht erkannt, welchen zusätzlichen Erkenntnisgewinn die Staatsangehörigkeit für den konkreten Vorfall bringt.

    • Ihr seid keine akkreditierten Journalisten und unterliegt damit grundsätzlich keiner einzigen Sorgfaltspflicht, die damit einhergehen würde. Es ist euer Blog, dementsprechend könnt ihr, natürlich in einem verfassungsrechtlich unbedenklichen Rahmen, schreiben, was ihr wollt.
      Tatsache ist aber auch, dass das bewusste Verschweigen der Nationalität des Täters heutzutage stark mit einer gewissen politischen Richtung einhergeht. Kritik daran müsst ihr aushalten, gerade da es ein Vielfliegerblog ist, der traditionell mit deiner mutmaßlichen politischen Einstellung konterkariert.

      • Danke, Leon! Nun mag wieder mit „mein Haus, meine Regeln“ argumentiert werden, Grüße an Christoph. Compris! Die Frage, die ich mir hier beim Querlesen nicht zum ersten Mal gestellt habe:

        Geht es auf frankfurtflyer.de und speziell beim Coffebreak um News, oder schreibt hier jemand einen Erziehungs-Blog mit gesinnungspädagogischen Ambitionen?

        Die polizeiliche Kriminalstatistik spricht bei der registrierten Gewaltkriminalität eine klare Sprache, wer prügelt und wer zusticht. Die Autoritarismus-Studie von 2024 und aktuelle Dunkelfeldstudie zeigen sowohl einen Anstieg der Gewaltbereitschaft als auch einen Anstieg der Gewaltbetroffenheit.

        Houston, wir haben ein Problem: Grundsätzlich, gravierend, flächendeckend.

        Wer das nicht schreiben kann oder will und wer wie hier den Background der Täter jedes Mal wegzensiert, hat ein Problem mit seiner Weltsicht. Das Weglassen macht die Vorfälle nur für ihn besser und führt zu einer vermeintlichen Darstellung als Einzelfälle, die hier seit Jahrzehnten verkauft wird. Er erreicht so genau das Gegenteil dessen, was er intendiert.

        Das Thema Spekulation hat Robert angesprochen. Wird unter dem Titel „Versuchter Totschlag am Gate“ mehr oder weniger spekuliert werden, wenn die Nationalität eines Schlägers durch den Verfasser aus den News herausselektiert wird?

        Grüße aus Frankfurt, wo wir gestern an der Gedenkveranstaltung Trauerwache Deutschland teilgenommen haben. Meine Familie ist betroffen. Auf Zensur reagiere ich davon abgesehen ganz generell allergisch.

          • Robert steht nicht vor Gericht. Ich bin keine Juristin und keine Journalistin, ich schreibe hier kein Gutachten. Als Ökonomin orientierte ich mich nicht an einer juristischen Definition, sondern am Sprachgebrauch, wonach Zensur breiter ausgelegt wird und nicht nur von Staaten oder staatlichen Instanzen ausgeht.

            Die Berliner Zeitung, die Polizeidirektion Süd und andere Medien nannten die Staatsbürgerschaft. Hier wurde diese Information wie in mindestens einem anderen Fall weggefiltert, was einer Zensur gleichkommt.

          • Möchte hier jetzt keinen unnötigen beef anfangen, aber mich für die, vielleicht etwas flapsige/nicht definierte, Benutzung des Wortes „akkreditiert“ zu kritisieren, aber gleichzeitig sich zu echauffieren, wenn jemand ein Wort benutzt, welches nach, wie du sagst, gängiger Definition völlig passt – Zensur muss nicht nur vom Staate kommen, so sieht vor allem das GG es, im alltäglichen und soziologischen Sprachgebrauch wird ebenso häufig von informeller, wirtschaftlicher oder gesellschaftlicher Zensur gesprochen – entbehrt ein wenig Ironie. Entweder kann nun mal jeder schreiben, was er will, oder nicht ;). Aber es einmal zu kritisieren und dafür zu sein, dass möglichst keinerlei Einschränkungen gelten, dann aber, wenn es dir nicht passt, zu kritisieren, ist absurd.

        • Ich glaube, Du interpretierst in meine Entscheidung deutlich mehr hinein, als tatsächlich dahintersteckt. Es ging weder darum, einen Täterhintergrund „wegzuzensieren“, noch darum, irgendein gesellschaftliches Problem kleiner darzustellen.

          Ich habe bei einer etwa 100 Wörter langen Kurznachricht entschieden, welche Informationen ich für den konkreten Vorfall für wesentlich halte. Die Nationalität gehörte für mich nicht dazu. Du kannst diese Auswahl falsch finden und selbstverständlich kritisieren.

          Daraus aber auf meine Weltsicht, politische Absichten oder gar „Gesinnungspädagogik“ zu schließen, geht mir deutlich zu weit. Der Coffeebreak soll über Luftfahrt- und Reisethemen informieren und niemanden politisch erziehen.

      • Der Beruf des/der Journalisten/Journalistin ist nicht geschützt. Dein Konzept des „akkreditierten Journalisten“ gibt es als solches in Deutschland nicht. Ganz grundsätzlich könntest Du den Presseausweis meinen, den „offiziellen“ gibt es, wenn man hauptberuflich journalistisch tätig ist. Da gibt es aber mit Sicherheit auch Leute, die den haben, die unsauber, unlauter, oder tendenziös arbeiten, das Parteibuch o.ä. wird da nicht geprüft.
        Vielleicht meinst Du den Pressekodex, der eh ganz grundsätzlich erst einmal eine freiwillige Selbstverpflichtung darstellt. Wer sich den Pressekodex durchliest, sollte eigentlich nicht besonders viel finden, an das er oder sie sich stört.

        Auch ein Blog kann natürlich ein journalistisches Medium darstellen, warum nicht?

        • Die Frage ist, ob sie sich als journalistisches Medium sehen.

          Wenn sie es so auslegen, dann müssen sie sich auch daran messen lassen, wie sie mit relevanten Informationen umgehen. Dass der Pressekodex eine freiwillige Selbstverpflichtung ist, ändert nichts daran, dass journalistische Arbeit mit bestimmten Sorgfalts- und Einordnungsansprüchen verbunden ist. Je nach Landespressegesetz geht das z.B. mit der klaren Trennung von Tatsachen und Meinungen, bei der wir als Leser erkennen können, was Tatsachenbehauptung und was Bewertung ist einher.
          Genauso ist die wahrheitsgemäße Recherche und Wiedergabe von Tatsachen (keine bewusst falschen oder verfälschten Tatsachenbehauptungen) ein Teil dessen.

          Und selbstverständlich darf man dann diese Maßstäbe auch an einen Blog anlegen, ohne zu behaupten, es sei rechtlich dazu verpflichtet. (was ich nicht getan habe, siehe oben)

          Wir vertiefen uns aber hier zu sehr in Details. Mein Punkt war ein anderer:
          Sie können auf ihrem Blog – innerhalb der gesetzlichen Grenzen – selbstverständlich schreiben, was sie möchten. Genauso selbstverständlich ist es aber, die Auswahl und Gewichtung von Informationen zu kritisieren. Genau darum geht es mir beim bewussten Weglassen der Nationalität des Täters.

          LG Leon

      • Nur aus Neugierde, was ist denn die mutmaßliche, Politische Einstellung.

        Ich frage nur, weil ich finde diese Mutmaßungen die ja gerne auch als Waffe benutzt werden sollen um einen andere Meinung zu diskreditieren immer wieder lustig. Spannend wird dass, wenn man mal in die linke und mal in die rechte Ecke ganz außen gestellt werden soll, je nachdem wie es passt.

    • Naja, finde es sehr schwach von diesem Blog Informationen auszulassen, weil man sie „persönlich“ als irrelevant einstuft. Wenn man über solche Themen nicht vollständig berichten kann oder will, dann muss man sie gar nicht erst aufführen.

      • Eine Kurznachricht ist zwangsläufig eine Auswahl der aus unserer Sicht wesentlichen Informationen und keine vollständige Wiedergabe der Quelle. Dass man bei dieser Auswahl zu einer anderen Einschätzung kommen kann, ist völlig legitim.

        • Jetzt wird es endgültig absurd.

          Deine Meldung zum Vorfall umfasste 79 Worte. Die Staatsbürgerschaft in einem oder zwei Worten hätte also noch in Deine Kurznachricht gepasst. Von der Polizeidirektion Süd, der Berliner Zeitung und anderen Medien wurde sie genannt, Du hast sie gefiltert.

          Du hast deutlich gemacht, dass Du Dir selbst und anderen bewusst eine Augenbinde anlegst, um dann zu sagen:
          „Also ich kann hier nichts sehen, und ihr sollt hier nichts sehen.“

          Dass Du auf diese Weise zu keinem Erkenntnisgewinn gelangen kannst, oder besser, nicht gelangen willst, kann ich sehr gut nachvollziehen. Das liegt in der Natur der Dinge, wenn Du Teile des Bildes jedes Mal ausblendest!
          So bist Du vorgegangen in den Kurznachrichten zur Prügelei am Flughafen Nürnberg, und so bist Du vorgegangen in den Kurznachrichten zum versuchten Totschlag am Flughafen Berlin Brandenburg.

          Du filterst die Realität aus fadenscheinigen Gründen.

          Wenn sich aus Deinen Nachrichten und Statements keine politische Einstellung herauslesen lassen sollte, dann zumindest eine Geisteshaltung.

          Für eine solche Geisteshaltung kann ich nur tiefste Verachtung empfinden.

          • Du hast Deine Kritik an meiner redaktionellen Entscheidung mehrfach und inzwischen sehr ausführlich dargestellt, und ich habe meine Beweggründe ebenfalls erklärt. Dass wir dabei zu unterschiedlichen Einschätzungen kommen, ist völlig in Ordnung.

            Spätestens bei „tiefster Verachtung“ für meine vermeintliche Geisteshaltung verlässt die Diskussion für mich allerdings die sachliche Ebene. Daher belasse ich es an dieser Stelle dabei.

            • Es handelt sich nicht um Kritik an lediglich einer redaktionellen Entscheidung.
              Weniger emotional und weniger wertend vermag ich mich nicht auszudrücken angesichts dieser Art der Berichterstattung und des Versuchs ihrer Rechtfertigung.

          • Ich frage mich bei der ganzen Diskussion ehrlich gesagt, welchen Erkenntnisgewinn die Staatsbürgerschaft in diesem konkreten Fall bringen soll. Mir ist außerdem aufgefallen, dass auch andere Medien darüber berichtet haben, ohne die Nationalität besonders zu thematisieren. RTL zum Beispiel ebenfalls nicht.

            Die Tat wird dadurch weder schlimmer noch weniger schlimm. Entscheidend finde ich hier eher, was passiert ist und warum der Mann nach dem Vorfall zunächst wieder gehen konnte.

            • Interessant ist in meinen Augen eher, dass die Person im begriff war nach der Straftat das Land zu verlassen und er lebt ja auch nicht in Deutschland. Ob dies eine Bedingung für eine Inhaftierung sein könnte kann ich nicht beurteilen. Was ich aber sehen kann ist, dass eine 79 Wort Nachricht hier auf über 2000 Worten inzwischen diskutiert werden musste, da sie zu „ungenau“ war.

              Kritik kann man ja üben und auch nachfragen stellen die man diskutieren kann. Warum das aber immer direkt mit Unterstellungen einhergeht (welche hier ja umfangreicher als alles andere Diskutiert werden) verstehe ich absolut nicht mehr.

            • Du kannst die Gewaltdelikte an deutschen Flughäfen der letzten 20 Jahre anschauen und wirst ein Muster finden, wenn dabei zwischen deutschen und nichtdeutschen Tatverdächtigen unterschieden wird.

            • Das ist Dir gut aufgefallen.
              Jung, männlich, gewalttätig, nicht-deutsch oder mit Migrationshintergrund:
              In Deutschland signifikant statistisch überrepräsentiert in der amtlichen PKS, im Hellfeld & Dunkelfeld. Airside, Landside, Countryside & City Centres.
              Für mich läuft das unter Erkenntnisgewinn. Wird halt verhindert, wenn Du Fakten vorab redaktionell als irrelevant abqualifizierst.

  3. Ausbleibende Kommentare hätten mich erstaunt, keine Diskussion des Themas.
    Was würde Robert sagen, wenn die Zugehörigkeit zu einer Community bei den Opfern von Gewalttaten nicht genannt würde?
    Seiner Argumentation folgend: Diese Information sei unwesentlich und trage nichts zur Erkenntnis im jeweiligen Einzelfall bei, für die hinzugezogenen Beamten werde sie auch nicht erfasst. Außerdem sei diese Information zu lang für kurze Nachrichten.
    Für LGBTQIA+ gilt dann: Die News machen deutlich, dass die Personen keinem signifikant höheren Risiko für Gewalttaten ausgesetzt sind, genauso leben können wie alle anderen auch und sich nicht immer so anstellen sollen.
    Der Verweis auf die Sesamstraße bringt es auf den Punkt. So und nicht anders ist zu sauber zu hinterfragen und wahrheitsgemäß zu berichten.
    Eine KI wie Perplexity Pro weigert sich hartnäckig, die Nationalität bei den Gewalttaten aufzulisten: Das sei nicht erforderlich. Da muss ich mir die Frage stellen, wer sie gesinnungspädagogisch/ erzieherisch programmiert hat. Das ist grotesk.
    Über die Vorgehensweise und die Argumentation von Robert kann ich bei einem derart wichtigen Thema nur mit dem Kopf schütteln.
    Gesellschaftlich wird die Spaltung weiter vergrößert, wenn das Kind nicht beim Namen genannt wird. Medial werden Tataspekte verdeckt, Tatverdächtige geschützt und die Opfer von solchen Gewalttaten am Flughafen oder außerhalb noch verhöhnt.

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