Bis zu 170 Euro Aufpreis: Lufthansa macht beliebte A380 Business-Class-Sitze kostenpflichtig

Neue Lufthansa Business Class im Airbus A380, Foto: Robert

Lufthansa kommt in Sachen Sitzplatzreservierung so richtig auf den Geschmack. Nach der Einführung der neuen Allegris First- und Business Class mit diversen Sitzoptionen, von denen die meisten aufpreispflichtig sind, wurden nun neue Gebühren für Plätze auf Kurz- und Mittelstreckenflügen angekündigt. Ab dem 15. September 2026 sollen auch Passagiere in der neuen Business Class des Airbus A380 zur Kasse gebeten werden. Für besonders attraktive Sitze werden auf einigen Strecken bis zu 170 Euro pro Flug fällig.

Das Wichtigste auf einen Blick:

💺 Lufthansa verlangt in der neuen Airbus A380 Business Class für bestimmte Plätze einen Aufpreis
💶 Privacy Seats und Extra Long Beds sollen auf einigen Strecken 170 Euro pro Flug kosten
⭐ Statusvorteile bleiben für Senatoren und HON Circle Member bleiben

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Lufthansa führt Reservierungsgebühren in der neuen A380 Business Class ein

Lufthansa wertet gerade die Kabinen ihrer Flugzeuge auf, neben den neu ausgelieferten Airbus A350 und Boeing 787 werden auch einige Kurzstreckenflugzeuge und die Airbus A380-Teilflotte mit neuen Sitzen ausgestattet. Die Fluggesellschaft will damit nicht nur die Qualität und den Komfort für die Fluggäste steigern, sondern auch Zusatzerlöse generieren.

Mit den neuen Allegris-Kabinen wurden auch neue Reservierungsgebühren für bestimmte Sitzoptionen eingeführt. Plätze mit mehr Ablageflächen, zusätzlicher Privatsphäre oder Suiten mit hohen Trennwänden und Schiebetüren kosten. Selbst in der First Class wurden Passagiere, die alleine in der mittleren Doppelsuite sitzen wollten, zur Kasse gebeten. Hier musste der Kranich aber wieder zurückrudern, die Kabinen der Luxusklasse werden bei Verfügbarkeit künftig ohne Aufpreis vergeben.

Auf der anderen Seite geht man aber ein Stück weiter, so will man bald für die Sitze der ersten Reihe auf Kurzstreckenflügen Geld nehmen. Wer keinen Status hat und auf 1A sitzen möchte, muss zusätzlich zum Business-Class-Ticket 29 Euro bezahlen. Nun wurde bekannt, dass man auch einige Sitze in der neuen Business Class des Airbus A380 gegen Cash vergeben will. Die Superjumbo-Teilflotte bekommt gerade neue Kabinen im Oberdeck. Dabei werden die Sitze in der 2-2-2-Anordnung entfernt, künftig gibt es an den Fenstern nur noch Einzelplätze.

Privacy Seat und Extra Long Bed kosten bis zu 170 Euro

Diese sind jetzt schon besonders bei den Alleinreisenden beliebt, da man sich hier gut abschirmen kann. Hier ist zudem jeder zweite Sitz so angeordnet, dass dieser näher am Fenster und etwas entfernter vom Kabinengang ist. Genau diese Plätze wird man ab dem 15. September als Privacy Seats vermarkten und im Vorfeld gegen einen Aufpreis vergeben. Einige Plätze der ersten Reihe haben baulich bedingt eine etwas größere Liegefläche, hier wird man das Schild „Extra Long Bed“ mit einem Preis anbringen. Alle anderen Sitze werden als Classic Seat bezeichnet und kostenfrei vergeben, es sei denn, man bucht den Business-Light-Tarif. Damit will man das Produkt zumindest namentlich an Allegris annähern.

Die neue Regelung soll für Flüge ab dem 15. September 2026 gelten. Bis dahin können die verschiedenen Plätze der neuen Business Class noch ohne entsprechenden Aufpreis ausgewählt werden. Wie hoch die Gebühren ausfallen, wird – wie bei Allegris auch – von der jeweiligen Strecke abhängen. Das Portal Travel-Dealz hat sich mit dem Thema beschäftigt und herausgefunden, dass sowohl für den Privacy Seat als auch für das Extra Long Bed bis zu 170 Euro pro Strecke veranschlagt werden.

Nicht alle Lufthansa-Passagiere müssen für die bevorzugten Plätze den entsprechenden Aufpreis bezahlen. Für Senatoren bleiben die Privacy Seats mit mehr Privatsphäre am Fenster kostenlos reservierbar. HON Circle Member können darüber hinaus auch die Plätze in der ersten Reihe ohne Aufpreis auswählen. Damit gewinnen die entsprechenden Statusvorteile bei der Sitzplatzreservierung in der neuen Airbus A380 Business Class zusätzlich an Bedeutung.

Sitztyp Merkmale Kosten
Classic Seat Gangsitze, Fensterblick mit Abstand. Kostenlos, außer Business Light.
Privacy Seat Mehr Privatsphäre, direkt am Fenster. Kostenpflichtig;

kostenlos für SEN/HON (außer Business Light)

Extra Long Bed Erste Reihe im Abteil,

breiterer Fußraum, mehr Liegefläche.

Kostenpflichtig;

kostenlos für HON (außer Business Light)

Lufthansa A380 in München. Foto: Robert

Bis zu 170 Euro Aufpreis: Lufthansa macht beliebte A380 Business-Class-Sitze kostenpflichtig | Frankfurtflyer Kommentar

Als ich mir die neue Seatmap der umgerüsteten Airbus A380 Business Class angesehen habe, ist mir aufgefallen, dass die Einzelsitze direkt am Fenster schnell vergeben waren. Ich würde mich als Alleinreisender aber auch für diese Option entscheiden und einen solchen Platz aussuchen. Bei Lufthansa ist das natürlich auch aufgefallen, vermutlich hatte man aber auch schon Gedanken in Sachen Zusatzerlöse, bevor die Sitze überhaupt eingebaut waren.

Irgendwo kann man den Schritt von Lufthansa aber auch nachvollziehen, denn damit schlägt man gleich zwei Fliegen mit einer Klappe. Zum einen werden zusätzliche Einnahmen generiert und zum anderen wird der Status wieder etwas aufgewertet. Für Senatoren bleiben die Sitze mit mehr Privatsphäre am Fenster kostenlos reservierbar, HON Circle Member können auch in die erste Reihe, ohne etwas zu bezahlen.

Was haltet Ihr von den neuen Sitzplatzgebühren in der Lufthansa A380 Business Class? Würdet Ihr bis zu 170 Euro für einen Privacy Seat oder ein Extra Long Bed bezahlen oder reicht Euch ein kostenloser Classic Seat? Schreibt uns Eure Meinung gerne in die Kommentare.

 

6 Kommentare

  1. Ich persönlich zahle grundsätzlich aus Prinzip NIE für Sitzplatzreservierungen.
    Zusatzservices sind ein Unding der Moderne geworden (ähnlich wie bei Autos, Freischaltung von Features gegen Zusatzgeld).

    Gerade in der Business Class hat das absurde Levels erreicht die ich nicht unterstütze.

    Die Wissenschaft dahinter („Business Light nicht“) ist auch grotesk und letztendlich nur für Kunden verständlich, die im Internet Zeit auf FlugBlogs wie diesem verbringen.

    Absurd, lächerlich…

    Vg
    SEN

  2. Sehe ich auch so. Fliegen nächstes Jahr von KUL nach München mit Lufthansa in Business zurück. Meine Frau und ich wollten nebeneinander sitzen, natürlich ohne Aufpreis. Das ist im Dreamliner mit Allegris nicht möglich, weil es nur Reihen gibt, die ein Classic-Sitz verbunden mit einem LongBedSitz zur Verfügung stellen. Einer von uns beiden müsste 170€ mehr ausgeben. Ein unding. Nun sitzen wir getrennt, Fensterseite Classic-Sitz. Geldschneiderei. So lange Kunden den Mehrpreis zahlen, wird diese Abzockerei vermarktet.

    • Warum setzt ihr euch nicht in einer Classic-Seat über den Gang? Da ist man tatsächlich näher beieinander als wenn man in der Mitte sitzen würde.

    • Warum fliegt ihr überhaupt mit dieser Airline? Da wäre mir jede Umsteigeverbindung, egal worüber, recht, als bei diesen Pharisäern von LH auch nur einen müden Cent zu lassen.

  3. Mich würde mal interessieren, wer das als privater Tasche zahlt. Viele Firmen erlauben dies in der Reiserichtline und mit fremden Geld ist man ja großzügiger (Meine Firma erlaubt das auch, aber sa buch ich lieber eine andere Airline mit besseren Sitzen und Abholung von zu Hause für weniger Geld….die Firma dankt)

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