ICE zum Flughafen München & Lufthansa streicht weiter ☕ Frankfurtflyer Coffeebreak

Qatar Airways Lounge Bangkok, Foto: Robert

Viele von Euch sind gerade Mitten im verlängerten Wochenende, wie immer blicken wir am Samstag Vormittag auf die vergangene Woche. Im Frankfurtflyer Coffeebreak stellen wir für Euch einige Kurznachrichten zusammen, über die wir auf unserem Blog nicht berichtet haben. In der Lektüre, die wunderbar als Begleitung zum Kaffee am Morgen passt, findet Ihr oft mehr als nur ein paar Randnotizen. Die Kaffeepause servieren wir Euch samstags um 8:30 Uhr.

Cathay Pacific schließt Gates künftig früher

Cathay Pacific passt zum 1. Juni die Boarding- und Gate-Zeiten an. Künftig schließen die Gates bei allen Flügen bereits 15 Minuten vor Abflug, also fünf Minuten früher als bisher. Bei Abflügen am Heimatflughafen Hong Kong startet das Boarding zudem fünf Minuten früher. Die Airline begründet den Schritt mit wiederkehrenden Verspätungen durch Passagiere, die zu spät oder gar nicht am Gate erscheinen. Befindet sich bereits eingechecktes Gepäck an Bord, muss dieses zeitaufwendig wieder ausgeladen werden. Cathay Pacific orientiert sich am Markt und verweist auf internationale Standards.

ICE zum Flughafen München im Gespräch

Der Flughafen München könnte im Sommer einen ICE-Anschluss bekommen. Nach Medienberichten prüft die Deutsche Bahn, die ICE-Linie 60 von Basel sowie Karlsruhe über Stuttgart, Augsburg und München bis zum Flughafen zu verlängern. Statt neue Fernbahngleise zu bauen, könnten die Züge über den Münchner Südring, den Ostbahnhof und die bestehende S8-Strecke zum Airport fahren. Geplant wäre offenbar der Einsatz des ICE 3neo, der mit 200 Metern Länge in den Flughafenbahnhof passen würde. Offen sind allerdings Zulassungsfragen für Tunnelabschnitte sowie die Einbindung in den dichten S-Bahn-Verkehr.

Deutsche Bahn plant Sommer-Flatrate für Familien

Die Deutsche Bahn will in den Sommerferien ein besonders günstiges Angebot für Familien einführen. Für pauschal 99,99 Euro sollen bis zu fünf Personen gemeinsam Hin- und Rückfahrten im Fernverkehr nutzen können, die Sitzplatzreservierungen sind bereits im Preis enthalten. Die Bahn will damit auf die hohen Energie- und Reisekosten reagieren. Das Angebot soll ab Mitte Juni buchbar sein und bis zum Ende der bayerischen Sommerferien Mitte September gelten. Bahnchefin Evelyn Palla bezeichnete die Bahn in der aktuellen Krise als „Stabilitätsanker“ und kündigte gleichzeitig an, die Ticketpreise in den kommenden zwölf Monaten nicht zu erhöhen. Seit dem Letzten Wochenende verkauft die DB Last-Minute-Tickets ab 6,99 Euro.

Ethiopian Airlines prüft Bestellung bei Airbus

Ethiopian Airlines könnte ihre Airbus-Flotte deutlich ausbauen. Medienberichten zufolge verhandelt die größte Airline Afrikas derzeit mit Airbus über einen Auftrag für bis zu 30 Flugzeuge. Im Gespräch sind rund 20 Airbus A220 sowie weitere Airbus A350 für die Langstrecke. Der A220 wäre ein neuer Typ in der Flotte der Gesellschaft. Ethiopian Airlines betreibt derzeit rund 150 Flugzeuge, darunter bereits 22 Airbus A350-900 und vier Airbus A350-1000. Trotz zahlreicher Airbus-Jets entfallen aktuell rund 60 Prozent der Flotte auf Maschinen von Boeing.

Mehr Skandinavien ab Hamburg

Norwegian erweitert ihr Streckennetz ab Hamburg deutlich. Die norwegische Fluggesellschaft fliegt ab sofort viermal pro Woche nach Stockholm und stockt gleichzeitig die bestehende Verbindung nach Oslo um zwei zusätzliche Frequenzen auf. Damit verdoppelt Norwegian ihre Kapazitäten am Hamburger Flughafen im laufenden Sommerflugplan. Auch SAS baut das Angebot ab Norddeutschland aus. Seit dem 27. April verbindet die Airline Hamburg zweimal wöchentlich mit Oslo.

Turkish-Airlines-Airbus nach Fahrwerksbrand evakuiert

Am Flughafen Kathmandu ist ein Airbus A330-300 von Turkish Airlines nach der Landung evakuiert worden. Nach Angaben lokaler Medien entwickelte sich am rechten Fahrwerk der Maschine Rauch, weshalb der Flughafen den Betrieb für rund 90 Minuten einstellen musste. Turkish Airlines geht derzeit von einem Defekt im Hydrauliksystem aus. Die betroffene Maschine mit dem Kennzeichen TC-JNP blockierte nach dem Vorfall den Taxiway Bravo und damit zeitweise die einzige Start- und Landebahn des Flughafens. Die 277 Passagiere sowie elf Besatzungsmitglieder verließen den Airbus über die Notrutschen.

Evakuierung bei Frontier Airlines: Passagiere nehmen Handgepäck mit

Einen weiteren tragischen Zwischenfall gab es am Flughafen Denver, ein Airbus A321neo von Frontier Airlines ist mit einem Menschen auf der Startbahn kollidiert. Dabei kam es zu einem kurzen Triebwerksbrand, anschließend wurde Rauch in der Kabine wahrgenommen. Die 224 Passagiere und sieben Besatzungsmitglieder mussten die Maschine über Notrutschen verlassen. Videos aus sozialen Medien zeigen jedoch, wie zahlreiche Reisende trotz eindringlicher Warnungen der Crew ihr Handgepäck mitnahmen. Flugbegleiter riefen mehrfach dazu auf, die Taschen zurückzulassen. Die US-Unfallermittlungsbehörde NTSB prüft nun auch den Ablauf der Evakuierung. Hintergrund ist die internationale Vorschrift, wonach ein Flugzeug innerhalb von 90 Sekunden vollständig geräumt werden können muss. Gepäckstücke können dabei wertvolle Zeit kosten und zusätzliche Verletzungsrisiken verursachen. Dies wurde auch bei einer Evakuierung eines Airbus von Lufthansa in der letzten Woche thematisiert.

Lufthansa kürzt innerdeutsche Flüge nach Sachsen

Lufthansa reduziert ab dem 1. Juni ihr Flugangebot von Frankfurt nach Sachsen. Betroffen sind die Strecken nach Dresden und Leipzig/Halle. Beide Verbindungen werden künftig nur noch 21 statt bisher 28 Mal pro Woche bedient. Besonders deutlich fällt die Kürzung auf der Strecke nach Leipzig/Halle aus, denn ursprünglich waren dort sogar 35 wöchentliche Flüge vorgesehen. Damit liegt das Angebot nun deutlich unter den früheren Planungen.

Lufthansa Group nimmt Tel Aviv schrittweise wieder auf

Die Airlines der Lufthansa Group wollen ihre Verbindungen nach Tel Aviv schrittweise wieder aufnehmen. Grundlage sei eine umfassende Sicherheitsbewertung. Den Anfang macht Austrian Airlines, die ab dem 1. Juni wieder nach Tel Aviv fliegen will. Swiss und Lufthansa planen die Wiederaufnahme derzeit frühestens zum 1. Juli. Brussels Airlines hält die Verbindung hingegen bis zum 24. Oktober ausgesetzt. Weiterhin gestrichen bleiben bei Lufthansa und Swiss die Flüge nach Dubai bis einschließlich 13. September. Auch Abu Dhabi, Amman, Beirut, Dammam, Riyadh, Erbil, Muscat und Teheran bleiben bis mindestens 24. Oktober ausgesetzt.

Lufthansa verteidigt Multi-Hub-Strategie

Bei der Lufthansa-Hauptversammlung in Frankfurt standen neben dem Jubiläum zum 100-jährigen Bestehen der ersten Lufthansa vor allem die Konzernstrategie und die anhaltenden Tarifkonflikte im Fokus. Vorstandschef Carsten Spohr bekräftigte die Multi-Hub-Strategie und kündigte an, dass Lufthansa bereits im Juni die Option zur Übernahme weiterer ITA-Airways-Anteile ziehen will. Der Anteil an der italienischen Airline soll von derzeit 41 auf 90 Prozent steigen, der Abschluss wird für Anfang 2027 erwartet. Gleichzeitig musste sich das Management kritischen Fragen von Aktionären und Protesten ehemaliger Cityline-Mitarbeitender stellen. Gewerkschaften und Investoren kritisierten insbesondere die Strategie, höhere Tarifkosten bei Lufthansa durch neue Tochtergesellschaften zu umgehen. Union Investment warnte vor Doppelstrukturen und einem Vertrauensverlust bei den Beschäftigten.

Korean Air und Asiana besiegeln Fusion

Korean Air und Asiana Airlines vollziehen am 17. Dezember 2026 offiziell ihre Fusion. Die Verwaltungsräte beider Gesellschaften genehmigten den Zusammenschluss. Damit endet ein mehr als fünfjähriger Konsolidierungsprozess. Korean Air übernimmt sämtliche Vermögenswerte, Schulden und das Personal von Asiana. Die südkoreanische Regierung und staatliche Kreditgeber hatten Asiana zuvor mit umgerechnet rund 2,4 Milliarden Euro stabilisiert. Parallel plant Korean Air Investitionen in Lounges, Trainingszentren und Wartungskapazitäten am Heimatflughafen Incheon, die Vielfliegerprogramme sollen vereinheitlicht werden.

United-Kabinenpersonal stimmt neuem Tarifvertrag zu

Die Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter von United Airlines haben einem neuen Tarifvertrag mit deutlicher Mehrheit zugestimmt. Laut Gewerkschaft votierten 82 Prozent für die Vereinbarung, die Beteiligung lag bei fast 90 Prozent. Der Vertrag gilt fünf Jahre und betrifft rund 30.000 Kabinenmitarbeitende. Im Durchschnitt steigen die Grundgehälter bis August um 31 Prozent, zudem gibt es Nachzahlungen in Höhe von insgesamt 741 Millionen US-Dollar. Neu ist auch die Bezahlung während des Boardings. Bislang begann die Vergütung erst nach dem Schließen der Flugzeugtür. Zusätzlich sieht die Vereinbarung Einschränkungen bei Nachtflügen und Entschädigungen bei Verspätungen vor.

Das ☕ Frankfurtflyer Coffeebreak Titelbild stammt diese Woche aus folgendem Beitrag:

Review: Qatar Airways Lounge Bangkok | Mehr First- als Business Class

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