Lufthansa steht auf Sylt & Kostenlose Umbuchung bei KLM ☕ Frankfurtflyer Coffeebreak

Sofitel Athens Airport, Restaurant. Foto: Robert

Wir läuten an dieser Stelle wieder das Wochenende ein und blicken auf die vergangene Woche. Im Frankfurtflyer Coffeebreak stellen wir für Euch einige Kurznachrichten zusammen, über die wir auf unserem Blog nicht berichtet haben. In der Lektüre, die wunderbar als Begleitung zum Heißgetränk am Morgen passt, findet Ihr oft mehr als nur ein paar Randnotizen. Die Kaffeepause servieren wir Euch samstags um 8:30 Uhr.

Marabu könnte Zubringerflüge für Condor übernehmen

Condor prüft für den kommenden Winterflugplan den Einsatz von Flugzeugen der Schwesterairline Marabu am Drehkreuz Frankfurt. Die Konzepte befinden sich noch in der Abstimmung, konkrete Strecken oder Kapazitäten wurden bisher nicht genannt. Condor setzt inzwischen verstärkt auf eigene Kurzstrecken und Wet-Lease-Partner. German Airways und Helvetic fliegen bereits mit Embraer E190 für Condor, Marabu könnte nun als weitere Partnerin hinzukommen.

Flughafen Palm Beach wird nach Donald Trump benannt

Der Palm Beach International Airport wird zum 1. Juli in President Donald J. Trump International Airport umbenannt. Floridas Gouverneur hatte ein entsprechendes Gesetz Ende März unterzeichnet. Wenige Tage später folgt auch eine technische Änderung: Ab dem 9. Juli soll der bisherige Code PBI durch DJT ersetzt werden.

Riyadh Air startet offiziell nach London

Riyadh Air hat den ersten öffentlichen Flug nach London-Heathrow mit einer Boeing 787-9 durchgeführt und damit den internationalen Betrieb aufgenommen. CEO Tony Douglas sieht die Airline trotz der angespannten Lage im Nahen Osten vergleichsweise gut aufgestellt, da die Flotte noch klein ist. Bis Ende Juli soll Riyadh Air acht Flugzeuge betreiben, bis März 2027 sind 22 Städte geplant. Langfristig will die staatlich gestützte Airline bis 2030 mehr als 100 Ziele anfliegen.

ITA Airways blickt auf weitere Ziele in Südamerika

ITA Airways will ihr Angebot nach Südamerika ausbauen. Neben zusätzlichen Frequenzen auf den bestehenden Strecken stehen auch Lima und Santiago de Chile auf der Liste möglicher neuer Ziele. Die Pläne sind jedoch an das weitere Wachstum der Langstreckenflotte gekoppelt. Erst mit zusätzlichen Airbus A350-900 sieht die Lufthansa-Beteiligung die Voraussetzungen für weitere Expansionen geschaffen. Da die Auslieferungen der Flugzeuge noch Zeit benötigen, dürfte die Aufnahme neuer Südamerika-Verbindungen frühestens in zwei Jahren erfolgen.

Mit Meilen von Etihad Condor fliegen

Condor und Etihad Airways haben ihre Partnerschaft um eine neue Komponente erweitert: Teilnehmende des Vielfliegerprogramms Etihad Guest können künftig ihre gesammelten Meilen für Flüge im gesamten Streckennetz von Condor einlösen. Dadurch erhalten diese Zugang zu zahlreichen Zielen in Europa, Nordamerika, der Karibik und weiteren Märkten. Die neue Vereinbarung wurde auf der IATA-Jahreshauptversammlung in Rio de Janeiro unterzeichnet und vertieft die Zusammenarbeit der beiden Fluggesellschaften weiter.

Lufthansa stockt Sylt-Flüge wieder auf

Lufthansa baut das Angebot nach Sylt wieder aus. Inzwischen fliegt der Konzern wieder sechs Mal pro Woche von München nach Westerland. Im Juli und August soll in der Hochsaison ein zusätzlicher Flug pro Woche hinzukommen. Gleichzeitig setzt Lufthansa größere Flugzeuge ein, statt der kleineren Embraer kommt nun ein Airbus A319 zum Einsatz. Dadurch steigt die Kapazität auf der Strecke um rund 30 Prozent im Monat. Zuvor hatten Tourismusbetriebe auf der Insel die schlechtere Erreichbarkeit kritisiert.

Emirates wirbt erneut für Berlin und Stuttgart

Emirates hat zum Auftakt der ILA Berlin prominenten Besuch im Airbus A380 empfangen. Bundeskanzler Friedrich Merz besuchte den Superjumbo der Golf-Airline, am zweiten Messetag waren auch die Ministerpräsidenten der ostdeutschen Bundesländer angekündigt. Emirates nutzt den Auftritt erneut, um auf weitere Deutschland-Pläne hinzuweisen. Neben den bestehenden täglichen Verbindungen nach Frankfurt, München, Hamburg und Düsseldorf möchte die Airline auch Berlin und Stuttgart täglich anfliegen. Dafür benötigt Emirates allerdings weiterhin entsprechende Genehmigungen des Bundesverkehrsministeriums.

Passagier belästigt Flugbegleiterin und wird verurteilt

Ein 44-jähriger österreichischer Passagier ist auf Mallorca wegen sexueller Belästigung einer Flugbegleiterin festgenommen und in einem Schnellverfahren verurteilt worden. Der Vorfall ereignete sich nach einem Flug von München nach Palma de Mallorca. Nach Angaben der Behörden hatten der Mann und seine Begleiter bereits während des Fluges Kabinenmitarbeiterinnen und andere Passagierinnen belästigt. Beim Aussteigen soll der Mann ersucht haben eine Flugbegleiterin gegen ihren Willen zu küssen. Die Besatzung verständigte daraufhin die Polizei, vor Gericht gestand er die Tat und akzeptierte eine Geldstrafe von 360 Euro.

Polizei sichert Flughafen Mexiko-Stadt vor WM-Eröffnung

Vor der Eröffnung der Fußball-Weltmeisterschaft in Mexiko-Stadt wurde der Flughafen Benito Juárez verstärkt gesichert. Am Terminal wurden Hunderte Polizisten stationiert, der Zutritt wurde auf Passagiere mit Bordkarte und notwendige Begleitpersonen beschränkt. Auch rund um das Aztekenstadion gelten erhöhte Sicherheitsmaßnahmen. Zeitweise war nicht klar, ob das geplante Fan-Festival stattfinden kann.

KLM erlaubt kostenlose Umbuchung auf Langstrecken

KLM beobachtet derzeit eine gewisse Zurückhaltung bei der Buchung von Fernreisen. Als Reaktion darauf bietet die niederländische Airline vorübergehend zusätzliche Flexibilität: Tickets für alle Interkontinentalflüge ab Amsterdam können einmal kostenlos umgebucht werden. Nach Angaben der Fluggesellschaft möchten viele Kunden zwar weiterhin reisen, seien angesichts der aktuellen weltweiten Entwicklungen aber unsicher, wenn es um langfristige Planungen geht. Parallel dazu lockt KLM noch bis zum 18. Juni mit Sondertarifen auf mehr als 50 europäischen und interkontinentalen Strecken. Die Airline hofft damit, Reisenden mehr Planungssicherheit zu geben und die Nachfrage auf der Langstrecke anzukurbeln.

Turkish Airlines plant Airbus A350-1000ULR

Turkish Airlines will einen Teil der bestellten Airbus A350-1000 als Ultralangstreckenversion übernehmen. Die Airline könnte damit nach Qantas der zweite Kunde der A350-1000ULR werden. Konkret geht es um bis zu acht Flugzeuge, die ab 2027 geliefert werden könnten. Die Spezialversion soll auf besonders langen Strecken eingesetzt werden, etwa zwischen Istanbul und Australien. Die reguläre A350-1000 plant Turkish Airlines mit 48 Business-Class-Sitzen, bei der ULR-Version sollen es 66 Sitze in der Business Class werden.

Airbus bereitet Kunden auf spätere Lieferungen vor

Airbus muss Kunden offenbar auf weitere Lieferverzögerungen einstellen. Nach Problemen beim A350-Programm geraten nun auch Auslieferungen der A320neo-Familie in den Jahren 2027 und 2028 unter Druck. Besonders betroffen sein sollen die margenstarken A321neo-Modelle. Hintergrund sind anhaltende Verzögerungen in der Lieferkette, die den geplanten Hochlauf gefährden. Gleichzeitig wird in der Branche spekuliert, ob Airbus die erwartete Erweiterung der A220-Familie um eine A220-500 zunächst verschiebt, um sich auf bestehende Produktionsprobleme zu konzentrieren.

Das ☕ Frankfurtflyer Coffeebreak Titelbild stammt diese Woche aus folgendem Beitrag:

Zwischen Startbahn und Schlaf | Sofitel Athens Airport

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