Der Airbus A340-600 ist für viele Luftfahrtenthusiasten etwas Besonderes, lange Zeit war der Jet auch das längste Passagierflugzeug der Welt. Die Version der Lufthansa mit dem Lower Deck wurde von vielen besonders geliebt. Nachdem die Teilflotte schon einmal vollständig stillgelegt worden war, hatte man das endgültige Aus immer wieder verschoben. Am 19. Oktober ist nun aber Schluss. Der letzte A340-600 ist gerade zu seinem letzten Passagierflug nach Frankfurt aufgebrochen. Damit endet nach 23 Jahren der Einsatz des Vierstrahlers beim Kranich.
✈️ Lufthansa verabschiedet den Airbus A340-600 nach rund 23 Jahren aus dem Passagierdienst.
🛬 Der letzte Linienflug LH419 führt am 18./19. Oktober von Washington nach Frankfurt.
💺 Der 75,3 Meter lange Vierstrahler war beliebt, blieb kommerziell aber ein Nischenmodell.
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Letzter Lufthansa Airbus A340-600 führt von Washington nach Frankfurt
Am 18. Oktober 2026 startete der letzte Airbus A340-600 von Lufthansa mit Passagieren an Bord. Die Maschine mit der Registrierung D-AIHW absolviert als Flug LH419 die Strecke von Washington-Dulles nach Frankfurt. Der Abflug ist für 17:55 Uhr Ortszeit vorgesehen, die Landung in Frankfurt soll am Montag, dem 19. Oktober, um 07:55 Uhr erfolgen.
Mit der Ankunft endet der reguläre Passagierbetrieb des Airbus A340-600 bei Lufthansa. Zuletzt waren noch vier Exemplare dieses Typs in der Flotte verblieben. Sie sollen mit dem Ende des Sommerflugplans endgültig ausgemustert werden. Für viele Luftfahrtfans ist das ein besonderer Moment. Der Airbus A340-600 gehörte über zwei Jahrzehnte zum Erscheinungsbild der Lufthansa-Langstreckenflotte. Mit seinen vier Triebwerken, dem langen Rumpf und der vergleichsweise schlanken Silhouette war er schon von außen unverwechselbar.

Ein außergewöhnlich langer Vierstrahler
Lufthansa nahm den Airbus A340-600 Ende 2003 in Betrieb. Mit einer Länge von 75,3 Metern war er damals das längste Passagierflugzeug der Welt. Erst mit der Einführung der Boeing 747-8 wurde dieser Rekord übertroffen. Seine vier Triebwerke waren zur damaligen Zeit noch ein Vorteil, weil zweistrahlige Flugzeuge bei bestimmten Langstrecken strengeren betrieblichen Einschränkungen unterlagen.
Auch die Kabine hatte einige Besonderheiten. Dazu gehörten bei Lufthansa unter anderem die First Class und die Toiletten im Unterdeck der Economy Class. Für die Passagiere führte eine kleine Treppe zu den Waschräumen hinunter. Am Anfang war hier auch die Hauptküche der Economy Class installiert.
Mit der Zeit wurden die vier Triebwerke allerdings zu einem wirtschaftlichen Nachteil. Moderne zweistrahlige Flugzeuge können vergleichbare Strecken mit deutlich geringerem Treibstoffverbrauch bedienen. Hinzu kommen die Kosten für Wartung und Instandhaltung der aufwendigen Technik.

Der Airbus A340-600 war kein Verkaufserfolg
So beliebt der A340-600 bei vielen Passagieren und Luftfahrtenthusiasten war, wirtschaftlich konnte sich das Muster nicht dauerhaft durchsetzen. Airbus lieferte insgesamt nur 97 Exemplare der besonders langen A340-Version aus. Auch die Zahl der Betreiber blieb überschaubar. Zu den bekanntesten Fluggesellschaften gehörten neben Lufthansa unter anderem Virgin Atlantic, Iberia, South African Airways, THAI und Etihad Airways.
Der A340-600 wurde vor allem für Fluggesellschaften entwickelt, die auf ihren Langstrecken eine hohe Kapazität benötigten. Allerdings setzte sich in diesem Markt zunehmend die Boeing 777 durch. Mit zwei statt vier Triebwerken bot sie wirtschaftliche Vorteile, die mit steigenden Treibstoffpreisen immer wichtiger wurden. Die Produktion der A340-Familie wurde schließlich eingestellt. Heute sind nur noch wenige A340-600 im regulären Passagierbetrieb unterwegs.

Lufthansa hatte den A340-600 bereits einmal stillgelegt
Der Abschied kommt nicht überraschend, wurde aber mehrfach verschoben. Bereits vor der Corona-Pandemie hatte Lufthansa damit begonnen, die A340-600-Flotte zu verkleinern. Während der Pandemie wurden schließlich sämtliche Maschinen dieses Typs stillgelegt.
Damit schien das Kapitel zunächst beendet. Doch die Nachfrage nach Langstreckenflügen erholte sich, während sich die Auslieferung neuer Flugzeuge verzögerte. Lufthansa holte deshalb mehrere A340-600 zurück in den aktiven Dienst. Die Vierstrahler wurden noch einmal auf verschiedenen Interkontinentalstrecken eingesetzt. Dabei spielte auch die vorhandene First Class eine Rolle, denn Lufthansa konnte damit zusätzliche Kapazitäten in der höchsten Reiseklasse anbieten.
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Neue Langstreckenflugzeuge übernehmen
Mit der Ausmusterung des A340-600 setzt Lufthansa die Modernisierung ihrer Langstreckenflotte fort. Schon im November wird in München der erste Airbus A350-1000 erwartet. Die neue Teilflotte soll ab dem 3. Dezember 2026 im Liniendienst eingesetzt werden. Der erste Flug führt von München nach Tokio/Haneda, anschließend sollen Shanghai und Singapur hinzukommen.
Der A350-1000 bietet bei Lufthansa 300 Plätze in vier Reiseklassen und ist mit der neuen Allegris-Kabine ausgestattet. Im Gegensatz zum A340-600 benötigt er nur zwei Triebwerke. Ganz verschwinden die Vierstrahler bei Lufthansa allerdings noch nicht. Neben dem Airbus A380 und der Boeing 747 betreibt die Fluggesellschaft weiterhin den kleineren Airbus A340-300. Auch dessen Ausmusterung ist bereits absehbar.
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Mit dem Airbus A340-600 verschwindet ein Flugzeug, das nicht nur für mich zu den schönsten Langstreckenjets gehört. Die außergewöhnliche Länge, die vier Triebwerke und die besondere Kabine machten ihn unverwechselbar. Bei Lufthansa war der A340-600 über viele Jahre das Flaggschiff der Langstreckenflotte in München.
Eigentlich hatten wir uns schon einmal von dem Flugzeug verabschiedet. Während der Pandemie wurde die gesamte Teilflotte stillgelegt und kaum jemand hätte damals erwartet, dass mehrere Maschinen noch einmal in den regulären Passagierdienst zurückkehren würden.
Umso schöner war es, dass Lufthansa den Vierstrahler noch einige Jahre weiter eingesetzt hat. Wirtschaftlich ist die Entscheidung zur Ausmusterung natürlich nachvollziehbar. Die neuen Langstreckenflugzeuge benötigen weniger Treibstoff, sind günstiger in der Instandhaltung und bieten modernere Kabinen.
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