Finnair absolviert unfreiwillig einen 16-Minuten-Flug mit dem Airbus A350

Finnair Airbus A350. Foto: Robert

Am letzten Freitag hat Finnair einen sehr kurzen Flug mit einem Langstreckenflugzeug absolviert. Die Strecke führte von Tallinn nach Helsinki, die Luftlinie zwischen der Hauptstadt von Estland und dem Heimatflughafen von Finnair beträgt etwas mehr als 80 Kilometer. Der eingesetzte Airbus A350-900 war dafür nur 16 Minuten in der Luft. Hintergrund der Geschichte war die kurzzeitige Sperrung des betroffenen Luftraums in Finnland.

Das Wichtigste auf einen Blick:

🛫 Außergewöhnlicher Einsatz: Finnair absolvierte einen 16-Minuten-Flug mit einem Airbus A350 zwischen Tallinn und Helsinki.
🚨 Drohnenalarm in Finnland: Mehrere unbekannte Drohnen sorgten für eine temporäre Sperrung des Luftraums rund um Helsinki.
✈️ Umleitung nach Tallinn: Der Langstreckenjet aus Seoul musste zunächst ausweichen und konnte erst später nach Helsinki weiterfliegen.

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Bei der Route zwischen Helsinki und Tallinn handelt es sich für Finnair um eine Rennstrecke. Die Fluggesellschaft der oneworld bedient die Route jeden Tag etwa zehn Mal pro Richtung. Für den Hüpfer werden im Flugplan 30 Minuten eingeplant, hier sind die Rollzeiten von und zur Parkposition berücksichtigt. Die reine Flugzeit beträgt meist 15 bis 20 Minuten, zum Einsatz kommen in der Regel kleine Turboprops der Finnair-Tochter Nordic Regional Airlines oder kurz Norra.

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Drohnenalarm sorgt für Umleitung nach Tallinn

Am Freitag war auf dieser Route ausnahmsweise der Airbus A350-900 mit der Registrierung OH-LWK unterwegs, wobei dieser nicht für diesen Hüpfer eingeplant wurde. Der Großraumjet kam an diesem Tag ursprünglich als Flug AY42 aus Seoul, kurz vor dem Ziel musste die Maschine jedoch nach Tallinn ausweichen. Grund dafür war ein Drohnenalarm, der den Betrieb am Flughafen Helsinki zeitweise beeinträchtigte.

Nach Angaben finnischer Behörden befanden sich mehrere unbekannte Drohnen im Bereich des gesperrten Luftraums. Die Situation wurde zwar nicht als unmittelbare militärische Bedrohung eingestuft, dennoch reagierten die Behörden vorsichtig und schlossen den Luftraum vorübergehend. Laut Spiegel.de wurden die Menschen in dem betroffenen Gebiet dazu aufgerufen, in ihren Häusern zu bleiben, die Streitkräfte ließen Kampfjets aufsteigen.

Mehrere Flugzeuge, die im Landeanflug waren, mussten ausweichen. Von den Einschränkungen waren auch weitere Maschinen betroffen, darunter weitere Airbus A350, die stattdessen nach Stockholm oder andere Flughäfen innerhalb von Finnland umgeleitet wurden. Der aus Seoul kommende Jet blieb rund zwei Stunden am Flughafen Tallinn stehen. Erst nachdem die Einschränkungen aufgehoben wurden, konnte die Maschine ihren Flug nach Helsinki fortsetzen. Für die knapp 90 Kilometer lange Strecke über die Ostsee benötigte der Großraumjet schließlich lediglich 16 Minuten.

Finnair absolviert unfreiwillig einen 16-Minuten-Flug mit dem Airbus A350 | Frankfurtflyer Kommentar

Finnair ist regelmäßig mit dem Airbus A350 auf Kurzstrecken unterwegs. Der Carrier fliegt u.a. damit täglich nach London, wir sind damit auch schon von den Kanarischen Inseln nach Finnland gereist. Solche Einsätze werden aufgrund der Nachfrage oder des Frachtaufkommens mit dem Großraumjet geplant.

Der kurze Flug aus Tallinn war also eine große Ausnahme. Wäre die Maschine nur ein paar Minuten früher dran gewesen, hätte man vermutlich ohne Verzögerungen landen können. Auf der anderen Seite war auch etwas Glück im Spiel, da die Besatzung das letzte Teilstück nach der langen Reise dann noch legal durchführen konnte.

 

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