Der Flughafen München wurde in dieser Woche spürbar erweitert. Der etwa 360 Meter lange Neubau befindet sich direkt am Terminal 1 und wurde am Montag eröffnet. Im neuen Pier gibt es zusätzliche Gates sowie mehrere neue Geschäfte, Restaurants, Bars und Lounges. Das Gebäude erstreckt sich über das Vorfeld im Westen des Airports und bietet zusätzliche Kapazitäten für bis zu sechs Millionen Passagiere.
✈️ Neuer Pier eröffnet: Terminal 1 wächst um 360 Meter langen Flugsteig.
🛍️ Mehr Komfort: Neue Shops, Restaurants und Lounges für Reisende.
🌍 Mehr Kapazität: Bis zu sechs Millionen zusätzliche Passagiere pro Jahr möglich.
Mit einer feierlichen Zeremonie wurde der neue Anbau offiziell eingeweiht. Rund 1.000 geladene Gäste aus Politik, Wirtschaft und Luftfahrt nahmen an der Veranstaltung teil. Zu den Rednern gehörten unter anderem der bayerische Ministerpräsident Markus Söder sowie Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder. Beide hoben die Bedeutung des Flughafens für die internationale Anbindung und den Wirtschaftsstandort Deutschland hervor.
Der neue Pier ist eines der größten Infrastrukturprojekte am Münchner Flughafen der vergangenen Jahre. Mit einer Fläche von rund 95.000 Quadratmetern und Investitionen in Höhe von etwa 665 Millionen Euro setzt der Airport ein Zeichen für weiteres Wachstum. Im Fokus steht dabei der internationale Verkehr, denn das Terminal 1 wird durch den Ausbau deutlich leistungsfähiger und kann künftig mehr Flüge außerhalb des Schengen-Raums abfertigen.
Auch qualitativ soll sich für Reisende einiges verbessern. Neben modernen Abfertigungsprozessen setzt der Flughafen auf ein erweitertes Angebot an Gastronomie, Shopping und Aufenthaltsflächen. Das Konzept „Bavarian Soul“ soll dabei für ein regional geprägtes Reiseerlebnis sorgen, ergänzt wird dies durch neue Lounges und großzügigere Wartebereiche. Erste Bilder der neuen Airport Lounge World kann man bereits in der Pressemitteilung sehen. Demnächst sollen auch andere Einrichtungen wie die Lounge von Emirates in das neue Gebäude umziehen.

Flughafen München eröffnet neuen Pier am Terminal 1 | Frankfurtflyer Kommentar
Mit dem neuen Pier weht frischer Wind im älteren Terminal des Flughafens. Mit dem Neubau können zudem die Kapazitäten deutlich erweitert werden. Der Pier könnte auch neue Airlines anlocken, die nicht mit der Lufthansa und der Star Alliance verpartnert sind. Diese bleiben – bis auf Turkish Airlines – im Terminal 2. Dieses soll langfristig ebenfalls durch einen Anbau erweitert werden.
Man kann sich also weiterhin auf Baustellen am bayerischen Airport einstellen, doch es soll sich lohnen. Von den Bildern her sieht der Pier jedenfalls gelungen aus.





Dem hutzeligen Terminal 1 täte ein generelles Facelift gut. Es wirkt im Vergleich zum T2 wie aus einer völlig anderen Welt und erinnert mit seinen in den 80ern konzipierten beengten und umständlichen Gegebenheiten und dem zum Teil richtig abgeranzten Zustand beinahe an eine groß geratene Version von TXL – nur mit deutlich längeren Wartezeiten auf das Gepäck.
T1 umständlich? Wir reden schon von München, oder? Das Terminal 1 mit seiner modularen Bauweise ist immer noch eines der effizientesten Terminals in Deutschland. Vom Taxi sind es ca 20 Meter bis zum Check-In-Schalter, nochmal 15 bis 20 Meter zur Sicherheitskontrolle und danach ist man praktisch schon am Gate.
Dass die Sicherheitskontrolle unterbesetzt ist und die Gepäckausgabe zu lange dauert ist ein Organisationsversagen des Flughafens (wie überall, wo die Stadt München brave Parteisoldaten auf Schlüsselpositionen hievt) aber kein Mangel des Terminals.
T1 geht für mich auch gar nicht, vor allem die Gates da im Flur, wo es kaum Sitzgelegenheiten gibt. Und 20 Meter zu Check-in bin ich da auch noch nie gelaufen, aber ich komme ja gewöhnlich auch mit Bus oder Bahn an. Und vom LH Express war es auch weiter als 20 Meter.
Und dann erst der Weg, wenn man non-Schengen fliegt, hoch und wieder runter. Wer denkt sich sowas aus? Sorry, aber effizient ist für mich was anderes.
Und diesen Terminal mit TXl zu vergleichen geht ja gar nicht. Der Hauptterminal war effizient. Und renoviert wurde ja nur nicht mehr, weil man einfach nichts mehr investieren wollte, weil ja der BER jahrelang immer öffnen sollte.
Also ich finde T1 MUC ebenfalls weder besonders durchdacht noch effizient (unabhängig von der Personalausstattung)…
@Betty:
Entschuldigung für meinen Kommentar in Sachen Miles & More/Neues System/Klagen! Das war nicht nur besonders kratzbürstig von mir, sondern arrogant. Bei uns wurde das Thema von Anfang an heiß diskutiert. Mal sehen, wie das ausgeht.
Alles gut. Manchmal geht es einfach mit einem durch. 🙂
TXL war supereffizient, da gibt es nicht dran zu deuteln.
Mein Vergleich bezog sich auf den baulichen Zustand in der Endphase der Nutzung und die wirklich beengten Verhältnisse; bei einem vollgebucgten A321 am Gate stand man sich gegenseitig auf den Füßen – und wehe, man musste auf die Toilette.
@Betty: Ja, MUC ist mit der Bahn schlecht zu erreichen, das ist aber eine andere Baustelle. Die Idee hinter den Modulen ist ja auch, daß du nicht ‚im Flur‘ wartest, sondern in der Lounge, die sich ja auch im jeweiligen Modul befindet (und vor der aus sich jedes Gate in 3 Minuten erreichen lässt)
Der Haupt-Kritikpunkt wurde noch nicht ausführlich besprochen: die Kosten!
655 Millionen Euro für einen eher kleinen Anbau? Wo ist das Geld hingeflossen?
Zum Vergleich: der komplette Flughafen Istanbul (größter Airport der Welt) kostete ca 11 Mrd Euro.
Ist mir auch aufgefallen.
In München gibt man auch 95.000 Euro pro Baum in der Innenstadt aus (inklusive der Unterkonstruktionen und der Versorgungsleitungen) und hält sich für clever, nachhaltig und generationengerecht. Und das sind nur die Plankosten!
Neu aufgenommene Schulden der Stadt München im Jahr 2026: 2,6 Milliarden Euro.
Eine weitere Einordnung oder einen weiteren Kommentar dazu verkneife ich mir, sonst geht es wieder mit mir durch.
@Estelle: ich bin an viel Korruption gewöhnt, aber 95k für einen Baum kann selbst ich nicht glauben.
@Michael:
Konnte ich auch kaum glauben. Erste Amtshandlung des neuen grünen OB.
Mit der dringenden Notwendigkeit, Wachstum anzukurbeln, war etwas anderes gemeint.
Und wer glaubt denn ernsthaft, dass es bei den prognostizierten Kosten bleiben und der geplante Zeitraum eingehalten werden wird…
IST ist nicht der größte Flughafen der Welt.
Kommt darauf an: Betrachtet man die Fläche, das Passagieraufkommen, den Frachtumschlag, die Flugbewegungen…
Stimmt. Ist ’nur‘ einer der größten Flughäfen.