Lufthansa holt Dreamliner mit XXL-Kranich nach Deutschland

Boeing 787 in der Sonderlackierung, Foto: Lufthansa

Es ist inzwischen der siebte Dreamliner, den Lufthansa direkt von Boeing übernimmt. Dadurch wächst die aktuelle Boeing-787-9-Teilflotte auf zwölf Exemplare. Das Besondere an der neuesten Maschine ist jedoch nicht die Technik, sondern die Lackierung, mit der die Fluggesellschaft ihr 100-jähriges Jubiläum feiern will. Die Ankunft der mit D-ABPU registrierten Boeing 787-9 lockte zahlreiche Schaulustige und Planespotter an den Flughafen Frankfurt.

Das Wichtigste auf einen Blick:

🎨 Jubiläumslackierung: Lufthansa feiert 100 Jahre mit einer Boeing 787-9 im XXL-Kranich-Design.
✈️ Neue Teilflotte: Die Dreamliner-Flotte wächst auf zwölf Boeing 787-9.
⏳ Verzögerte Einsatzreife: Die Business Class bleibt wegen fehlender Zertifizierung stark eingeschränkt.

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Kurz vor Heiligabend landete der werksneue Dreamliner erstmals an seinem neuen Heimatflughafen in Frankfurt. Der Jet wurde direkt vom Boeing-Werk in Everett im US-Bundesstaat Washington überführt. Der Sonderflug LH9919 dauerte neun Stunden, die Landung erfolgte am 23. Dezember um 9:38 Uhr. Zahlreiche Schaulustige warteten auf das markante Flugzeug, auch der Bereichsvorstand der Gesellschaft war anwesend, um den Dreamliner in Empfang zu nehmen.

Die Maschine trägt den Taufnamen „Berlin“ und ist das erste Flugzeug einer geplanten Jubiläumsflotte. Laut Lufthansa handelt es sich bei der Sonderlackierung um eine bewusste Verbindung von Tradition und Zukunft. Der tiefblaue Rumpf wird von einem weißen XXL-Kranich dominiert, dessen Flügel grafisch in die Tragflächen übergehen. Zusätzlich sind auf der linken Rumpfseite eine „100“ sowie auf der rechten Seite der Schriftzug „1926 | 2026“ angebracht. Selbst an der Unterseite des Rumpfes findet sich das Jubiläumssymbol – ein Detail, das vor allem beim Anflug gut sichtbar ist.

Boeing 787 in der Sonderlackierung, Foto: Lufthansa

Zu der Boeing 787 sollen noch fünf weitere Flugzeuge das spezielle Design erhalten. Darunter ein Airbus A380, ein Airbus A350-1000, ein Airbus A350-900, ein Airbus A320 sowie eine Boeing 747-8. Die Flugzeuge werden nach und nach umlackiert, die komplette Jubiläumsflotte soll voraussichtlich im Herbst 2026 vollständig sein. Hier ein paar Impressionen von dem ersten Flugzeug in der Sonderlackierung:

Boeing 787 in der Sonderlackierung, Foto: Lufthansa

Lufthansa holt Dreamliner mit XXL-Kranich nach Deutschland | Frankfurtflyer Kommentar

Eigentlich wollte man zum Jahresende schon zehn neue Boeing 787 eingeflottet haben. Auch dieser Plan ging nach den vielen Verzögerungen nicht auf. Dafür will man aber 2026 richtig Gas geben und 17 weitere Dreamliner einflotten.

Nach wie vor ist der größte Teil der Business Class nicht nutzbar, da die Zertifizierung fehlt. Wahrscheinlich sind bis Mai 2026 lediglich vier Sitze der Premiumklasse im Verkauf, wobei man stark auf eine frühere Zulassung hofft. Auch wenn die Freude groß scheint, dürfte dies beim Management mehr als nur einen bitteren Beigeschmack verursachen.

 

31 Kommentare

  1. Außen hui innen gesperrte Sitze, oder auch Hochglanzverpackung ohne nennenswerten Inhalt. Kennen wir von LH doch schon seit x Jahren so.

    „Dafür will man aber 2026 richtig Gas geben…“ hört man passend dazu mit wechselnden Jahreszeiten auch schon seit x Jahren.

  2. warum muss unter jedem Beitrag über die 787 oder Allegris negativ kommentiert werden?

    Wir wissen doch alle, dass es jahrelang Verzögerungen, gesperrte Sitze etc. gibt. Freuen wir uns doch einfach, dass es jetzt langsam losgeht und sich doch was tut 🙂

    merry xmas!

  3. Außen eines der schönsten Flugzeuge aktuell. Glückwunsch zu dieser Lackierung. Nun bitte voller Fokus auf die schnelle Modernisierung von 748 und A380 und natürlich die Sitzfreigabe in den 789 :)))

    • Erklärt sich von selber irgendwie 1926 – 2026 gell (Tipp: Der Name?).
      Das permanente Bashing nervt gewaltig. Ich fliege gerne mit LH und die Lackierung nenne ich ‚gelungen‘.

      • Bist ein ganz Schlauer! 1926 +100 kann ich selbst gerade noch ohne Taschenrechner. Ich habe nicht gefragt, wie sich das errechnet, sondern wie LH das erklärt. Aufgrund der Auflösung und Liquidation ist die Rechnung eben nicht das Thema. Das ist deshalb auch kein Bashing. Und ob Du vermutlich (und ich ebenfalls) regelmäßig mit LH fliegst, interessiert keinen.

  4. Weder gefällt das Design des 787, da sieht der 350 einiges besser aus, dazu das kalte blasse Blau der LH, mit dem kann ich rein gar nichts anfangen. Schade, LH könnte mit einem besseren Blau und was gelb, so viel mehr rausholen.

  5. Das ist kein Lufthansa-Bashing, sondern eine schlichte Tatsache: Lufthansa ist seit Jahren nicht mehr in der Lage, ein zeitgemäßes Produkt auf die Beine zu stellen. Weder digital noch operativ noch im Kundenerlebnis entspricht das Angebot dem, was man von einer angeblichen Premium-Airline im Jahr 2025 erwarten darf.
    Warum das so ist, interessiert mich als Kunde nicht. Erklärungen, Ausreden und interne Begründungen sind kein Ersatz für Leistung. Entscheidend ist einzig das Ergebnis – und dieses ist schlicht unzureichend.
    Was mich fast mehr irritiert als der Zustand selbst, ist die Akzeptanz dieses Zustands. Lufthansa hat es perfektioniert, dass Kunden offensichtliche Mängel nicht nur hinnehmen, sondern aktiv relativieren. Aus Stillstand wird Loyalität, aus schlechter Performance Verständnis, aus Rückschritten angebliche „Herausforderungen“.
    Dieses Verhalten wirkt erschreckend typisch deutsch: Man arrangiert sich mit Mittelmaß, solange es ordentlich verpackt ist. Statt Innovation zu fordern, verteidigt man den Status quo. Genau so schafft man es, aus Scheiße Gold zu machen – zumindest in der Wahrnehmung.
    Die eigentliche Frage ist daher nicht mehr, warum Lufthansa hinterherhinkt, sondern warum ein Land, das einst für Ingenieurskunst, Fortschritt und State-of-the-Art stand, diesen Niedergang so bereitwillig akzeptiert.
    Lufthansa verkauft Verwaltung als Premium und Rückständigkeit als Tradition. Für mich ist damit eine Grenze überschritten. Akzeptanz darf man erwarten – Loyalität muss man sich verdienen. Und genau daran scheitert Lufthansa inzwischen fundamental.

    • Was ich noch deutlich schlimmer finde als das veraltete Produkt, ist die Haltung an der Spitze des Konzerns. Verantwortung wird konsequent vermieden, Konsequenzen gibt es keine. Statt Fehler einzugestehen oder Platz für Erneuerung zu machen, klebt das Top-Management wie mit Sekundenkleber an seinen Posten.
      Während andere Airlines bereits die zweite – teilweise sogar dritte – Generation ihrer Sitze einführen, schafft es Lufthansa nicht einmal, eine einzige Generation konsequent und flächendeckend umzusetzen. Ankündigungen ersetzen Umsetzung, PowerPoint ersetzt Produkt.
      Als Kunde interessiert mich nicht, welche internen Abhängigkeiten, Lieferketten oder politischen Rahmenbedingungen angeblich schuld sind. Mich interessiert das Ergebnis – und dieses ist seit Jahren ernüchternd. Stillstand wird verwaltet, Verspätung wird normalisiert, Rückschritt wird kommunikativ schöngefärbt.
      Besonders irritierend ist, dass dieses Niveau nicht nur akzeptiert, sondern verteidigt wird. Lufthansa hat es geschafft, dass Kunden Loyalität mit Leidensfähigkeit verwechseln. Wer Kritik äußert, gilt als ungeduldig – dabei fordert man lediglich das, was international längst Standard ist.
      Eine Airline, die sich Premium nennt, darf nicht Jahre hinterherfliegen und das als Tradition verkaufen. Innovation entsteht nicht durch Aussitzen, sondern durch Verantwortung, Mut und Konsequenz. Genau daran fehlt es bei Lufthansa – vor allem ganz oben.
      Für mich ist klar: Solange Stillstand belohnt und Verantwortung vermieden wird, wird sich nichts ändern. Und genau deshalb hat Lufthansa mich als Kunden verloren

      • Oh ha, da habe ich ja etwas angestoßen. Bashing ist das, was die hier sich manchmal selbst feiernde Fluggastelite abliefert: Ein gibt einen Artikel zu einem bestimmten Thema und in den Kommentaren wird sogleich pauschal über die LH in jeder Beziehung hergezogen. Das ist vorhersehbar und langweilig. Vor allem ist man bei anderen Fluggesellschaften deutlich nachsichtiger.

        Meine Haltung: Wenn es so schlimm ist, einfach nicht mehr LH fliegen. Da es hier ja eigentlich sowieso keiner mehr macht, wundert mich sowieso, woher die LH-Erfahrungen der Kommentierenden kommen. Irgendwie scheinen viele hier es geradezu als persönliche Kränkung zu nehmen, nicht nach ihren Vorstellungen von der LH bedient zu werden.

        PS: Ich habe auch Erfahrungen als Fluggast in allen Klassen mit verschiedenen Fluggesellschaften.

      • Wenn die LH Sie als Kunde verloren hat, dann frage ich mich nur, warum Sie so unverhältnismäßig viele Beiträge zur LH einstellen. Etwa weil diese viel Traffic garantieren und sich dadurch der Betrieb dieser Seite rentiert – auch darüber, dass Sie Verkehr auf Ihre Hotelseite locken?

    • naja, wer extra noch Zeit und Geld aufwendet um seinen SEN zu bekommen gesteht sich eben ungern ein, dass er Topkunde eines drittklassigen Produkts ist.

      Das Problem im Hause LHG besteht doch darin, dass man ständig etwas mega tolles ankündigt und dann ewig braucht, um auch nur einen Teil davon umzusetzen. „bahnbrechende Weltneuheit Allegris“… Hätte nie gedacht, dass die Weltneuheit hier in der Summe der Pannen und Probleme liegt.

      Jüngstes Beispiel FOX. Anstatt einfach etwas zu machen wird wieder monatelang groß angekündigt. Sollte da nicht auf ausgewählten Flügen was getestet weren? Nichts von gehört. Aber nächstes Jahr solls ja wohl wirklich losgehen??? Der echte Fan wird sich dann sicher freuen, wenn er auf nem 12h Flug sein Frühstück bereits nach 6h haben darf, vorher beim Abendessen aber weiterhin nur zwischen essen oder ausfallen lassen wählen darf. Für mich jedenfalls ein Rätsel, was das soll. Aber das heue Geschirr wirds schon richten.

      • es wird sowieso schwer, es geht ja bei vielen Fliegern bald nur mehr Eco oder Premium Eco. An für sich ist die Alegris Bussines sowieso zu klein bzw. bei 4 Plätze bis auf weiteres ein Witz. Aber. Mit Premium Eco verdient mann sowieso mehr Geld. Das ist Prio 1 der LH

  6. @Peter M – es geht nicht um meckern sondern Tatsachen. Wenn sie sich ein BMW kaufen, danach aber Dacia bekommen, werden sie das nicht hinnehmen. ich zahle für die Dienstleistung und die erwarte ich auch. was sie mir vorwerfen ist Neid und keine objektive Betrachtung

  7. Wie sich die neue C bei den Paxen entwickelt wird sich rausstellen auch wegen der schon angesprochenen Qualität der Sitze. Die aufgerufenen Preise werden wir allerdings nicht bezahlen und LH sollte da auch erst mal vorsichtig sein. Bei aircraft change entsteht mir doch ein „Großer Verlust“ da die neue C ja „soo viel besser“ ist. Mal sehen ob die Kompenstion auch soo viel besser ist.

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