Die Lufthansa-Gruppe hat bereits vor einiger Zeit angekündigt, dass man Stellen abbauen möchte, um schlankere Strukturen zu erreichen. Hier gibt es nun konkrete Details zum Stellenabbau bei Lufthansa selbst, und insgesamt 4.000 Stellen in der Verwaltung will Lufthansa bis 2030 abbauen. Aber auch die Verlagerung von etwa 1.500 Stellen ins Ausland ist geplant, womit Frankfurt wohl besonders stark von der Stellen Streichung bei Lufthansa betroffen sein wird.
📉 Lufthansa startet den Stellenabbau mit einem Freiwilligenprogramm für bis zu 550 Vollzeitstellen.
🏢 Frankfurt dürfte durch die geplante Verlagerung zahlreicher Verwaltungsjobs besonders betroffen sein.
✈️ Die Lufthansa Group bündelt Verwaltungsaufgaben künftig stärker konzernweit, um Kosten zu senken.
Bereits im vergangenen Jahr hatte Lufthansa angekündigt, die Verwaltung der Kernmarke und verschiedener Konzernbereiche deutlich zu verschlanken. Bis zum Jahr 2030 sollen insgesamt rund 4.000 Stellen wegfallen. Nun wird das Sparprogramm erstmals konkret. Das Kind hat sogar einen Namen, unter dem Programmtitel „New Ways“ sollen zunächst bis zu 550 Vollzeitstellen bei Lufthansa Airlines und in zentralen Konzernbereichen abgebaut werden.
Dabei setzt das Unternehmen zunächst auf Freiwilligkeit. Beschäftigte können sich für einen klassischen Aufhebungsvertrag mit Abfindung entscheiden. Alternativ bietet Lufthansa ein Modell mit einer unwiderruflichen, bezahlten Freistellung bis zum Ende des Arbeitsverhältnisses an. Während dieser Zeit dürfen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auch außerhalb des Lufthansa-Konzerns einer Beschäftigung nachgehen.

Verwaltung wird stärker zentralisiert
Der Stellenabbau ist Teil einer umfassenderen Neuausrichtung der Lufthansa Group. Der Konzern möchte zahlreiche Verwaltungsaufgaben künftig stärker bündeln und zentral für mehrere Fluggesellschaften steuern. Betroffen sind unter anderem Bereiche wie Vertrieb, Netzwerkplanung und weitere administrative Funktionen.
Die einzelnen Airlines wie Lufthansa, SWISS, Austrian Airlines, Brussels Airlines oder ITA Airways sollen für die Kunden zwar weiterhin eigenständig auftreten. Im Hintergrund sollen jedoch deutlich mehr Prozesse vereinheitlicht werden. Bereits in den vergangenen Monaten wurde die Zugehörigkeit zur Lufthansa Group stärker in den Vordergrund gestellt, die Außendarstellung der einzelnen Fluggesellschaften wird weiter vereinheitlicht.
SWISS-Crews bringen das Wort Lufthansa nicht über die Lippen
Besonders stark dürfte der Konzernsitz Frankfurt von den Veränderungen betroffen sein. Nach mehreren Medienberichten (u.a. Handelsblatt) plant Lufthansa, rund 1.500 Vollzeitstellen an andere internationale Standorte der Lufthansa Group zu verlagern. Dadurch dürfte ein erheblicher Teil der Verwaltungsarbeitsplätze künftig außerhalb Deutschlands angesiedelt werden.
Sparprogramm: Lufthansa baut Hunderte Stellen in der Verwaltung ab | Frankfurtflyer Kommentar
Es ist kein Geheimnis. Lufthansa muss die Kosten senken, um konkurrenzfähig zu bleiben, insbesondere da die Personalkosten in Deutschland unverhältnismäßig hoch sind. Die Ausgaben bei der Kernmarke sind zu hoch, die Ergebnisse bleiben hinter denen der anderen Konzerngesellschaften zurück.
Dass man nun die Verwaltung effizienter aufstellen möchte, scheint überfällig. Viele ähnliche Aufgaben werden innerhalb des Konzerns mehrfach erledigt, schon lange will man die Doppelstrukturen abbauen und Synergien besser nutzen. es ist damit das erklärte Ziel, alle Airlines der Lufthansa-Gruppe als eine Airline zu führen mit verschiedenen nationalen Identitäten, auch wenn dies nicht allen gefallen mag.
Für den Standort Frankfurt ist die Entwicklung natürlich keine gute Nachricht. Der geplante Abbau erfolgt zunächst zwar nur über freiwillige Programme, parallel werden aber diverse Arbeitsplätze ins Ausland verlagert. Bis man davon etwas spürt, dürfte es allerdings noch dauern. Das heißt aber, Lufthansa wird in der Verwaltung in Frankfurt deutlich kleiner, und der Konzern hat auch schon mitgeteilt, dass man vor allen Dingen außerhalb von Deutschland wachsen möchte.
Hoffentlich kehrt nach dieser Einsparung mein Sandwich auf der Kurzstrecke wieder zurück.
Wenn Markttrend anschaut, dann wird das wohl nicht passieren. Ein Sandwich kannst du dir für etw 10 € kaufen, dafür dann in besserer Qualität als das, was zuletzt geboten wurde.
Was machen die Billigflieger anders?
Flugzeuge kosten genauso viel, Kerosin auch. Flughafen Gebühren, Steuern. Personalschlüssel im Flugzeug ist gesetzlich geregelt.
Die Kostenstrukturen sind generell niedriger. Man setzt die Flotte effizienter ein und hat deutlich niedrigere personalkosten. Die Verwaltung bei Billigfliegern ist deutlich kleiner, aber auch deutlich einfacher, wie das gesamte System. Dazu kommt natürlich auch, dass Billigflieger gewöhnlich keine eigene Infrastruktur besitzen, so wie Lufthansa.
Es ist aber kein Geheimnis, dass die Verwaltung und Struckturen bei Lufthansa sehr aufgebläht ist und dass man hier mit Sicherheit einiges sparen kann. Gerade in Deutschland ist solch eine Veränderung allerdings relativ teuer und auch zeitintensiv. Das geht in Ländern wie den USA zum Beispiel deutlich schneller.
der Kundenservice braucht eher mehr Leute als weniger…
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Ich glaube tatsächlich nicht, dass es um den Kunden geht, wobei man hier genauso wie in der gesamten Verwaltung des Unternehmens wahrscheinlich in den nächsten Jahren tatsächlich durch künstliche Intelligenz sehr viel einsparen kann.
Menschen, die in ihrem Beruf nur Akten von links nach rechts schieben, müssen sich wohl in den nächsten fünf Jahren dramatische Sorgen um ihren Arbeitsplatz machen.
Korrekt. Im administrativen Bereich kann sehr viel Geld eingespart werden.
Ganz speziell gilt das für die Lufthansa Group aufgrund der Mehrfachstrukturen durch die verschiedenen Airlines. McKinsey war in Haus, Matrix Next Level heißt das Konzept, jetzt kommen One IT, One Admin, One Excellence. Dringend notwendig.
Das man für diesen Erkenntnisgewinn auch noch Mckinsey für teuer Geld benötigt, zeigt das wohl in der Tat ineffizient gearbeitet wird.
Korrekt. McKinsey ist vor 100 Jahren gegründet worden. Und seit 100 Jahren kennen wir das Prinzip:
Ein unfähiges oder überfordertes Unternehmen holt die Consulting-Schnösel ins Haus, um sich die Branche und den eigenen Job erklären zu lassen.
Konkret: Ein überbezahlter Aufsichtsrat nickt hier ab, wenn ein überbezahlter Vorstand den überbezahlten Managementebenen erlaubt oder sogar in Auftrag gibt, überbezahlte arrogante Folienkünstler ins Haus zu holen, die dozieren, wie alle ihre Hausaufgaben zu machen haben.
Ich hätte da eine Idee, wo noch sehr hohe Einsparungen zu erzielen wären.
Treffend beschrieben
Auf diese Weise werden Millionenbeträge zum Fenster rausgeworfen, egal ob Großunternehmen, Ämter oder Ministerien.
Muss der Kunde / Steuerzahler eben etwas mehr berappen…
Das BIP wird auch gesteigert durch millionenschwere Beraterverträge, durch Bürokratie und durch Missmanagement. Wenn ein Flughafen namens BER statt 2 Milliarden Euro am Ende 7,3 Milliarden Euro kostet, dann gehen 7,3 Milliarden Euro ins BIP ein.
Es ist also erstmal total super, wenn hier Geld herausgehauen wird, weil wir uns dann über Wirtschaftswachstum freuen dürfen. Langfristig ist es häufig fatal, Kapital wird fehlalloziert, Produktivität wird zerstört, Wohlstand geht verloren.
McKinsey wird übrigens wirklich 100 Jahre alt. 😉
Wer McKinsey auch noch glaubt zu benötigen bei seiner eigenen Unfähigkeit dem ist erfahrungsgemäss nicht mehr zu helfen.
So nebenbei:
1) „die Personalkosten in Deutschland unverhältnismäßig hoch sind“
Eine der dümmsten Ausreden überhaupt. Kann man halt immer wieder einfach behaupten. So ähnlich wie angeblicher Facharbeiter Mangel.
2) Man sollte nicht pauschal von KI sprechen, weil der Begriff sehr unterschiedliche technische Systeme zusammenfasst und zugleich menschliches Denken, Verständnis oder Bewusstsein suggeriert.
Wenn man dadurch die heutigen Fehleistungen verbessern will? Wo ist der Fehler?
Die Personal(zusatz)kosten liegen in Deutschland jedenfalls 29% über dem EU-Durchschnitt und sind im internationalen Vergleich sehr hoch. Von KI steht nichts im Text und vor Ihrem Beitrag nichts in den Kommentaren. Hyperautomatisierung und multimodale Systeme werden große Teile der Verwaltung und des Kundenservices überflüssig machen. Die KI entwickelt sich vom Assistenten zum eigenständig handelnden Mitarbeiter. Nehmen Sie noch die Entwicklungen in der Robotik dazu, und wir können uns recht gut ausmalen, wie die Arbeitswelt in spätestens 25 Jahren aussehen wird.
Ich würde den Vorstand der gesamten Lufthansa Gruppe einsparen, der hat in den letzten 10 Jahren nichts auf die Reihe bekommen.