Die Verantwortlichen der Lufthansa Group haben beschlossen, dass die einzelnen Airlines stärker als gemeinsamer Konzern auftreten sollen. Neben den entsprechenden Hinweisen auf Schildern am Check-in, vor der Lounge oder an den Flugzeugen gehören auch verpflichtende Bordansagen dazu. In den Ansagen soll auf die Zugehörigkeit zur Lufthansa Group hingewiesen werden. Bei der Schweizer Tochter SWISS scheint man damit aber Schwierigkeiten zu haben. Einige Crews weigern sich, die neuen Ansagen wie vorgesehen zu machen. Ein stiller Protest im wahrsten Sinne des Wortes.
🎙️ SWISS-Crews lassen die neue Lufthansa-Group-Bordansage auf einigen Flügen bewusst weg.
✈️ Hintergrund ist offenbar Unmut über die zunehmende Zentralisierung innerhalb der Lufthansa Group.
🇨🇭 Der Protest verdeutlicht die Sorge um die Eigenständigkeit der Schweizer Airline.
Seit Februar sollen die leitenden Maîtres de Cabine bei der Begrüßung der Passagiere ausdrücklich darauf hinweisen, dass SWISS zur Lufthansa Group gehört. Zuvor wurde an dieser Stelle üblicherweise die Mitgliedschaft in der Star Alliance erwähnt. Nach Berichten der „NZZ am Sonntag“ wird die neue Formulierung jedoch keineswegs auf allen Flügen verwendet.
Demnach lassen einige Crews den vorgeschriebenen Satz bewusst weg. Mehrere anonyme Quellen sprechen von einem stillen Protest gegen die zunehmende Einflussnahme der deutschen Konzernmutter. SWISS selbst dementierte den Vorgang offenbar nicht, verwies gegenüber der Zeitung jedoch lediglich auf die standardisierten Bordansagen.
Für die meisten Passagiere dürfte kaum erkennbar sein, ob bei der Begrüßung ein einzelner Satz fehlt. Innerhalb der Belegschaft hat die neue Ansage offensichtlich aber eine größere Symbolkraft. Die Beschäftigten sollen nicht nur für SWISS stehen, sondern nun auch hörbar auf die Lufthansa Group als übergeordneten Konzern hinweisen.

Lufthansa Group soll sichtbarer sein
Die neue Bordansage ist nur ein Teil der Strategie. Seit einigen Monaten wird die Zugehörigkeit zum Konzern auch an anderen Stellen deutlicher hervorgehoben. An Check-in-Schaltern, vor Lounges, auf den Internetseiten und auch an Flugzeugen wurde der Zusatz „Member of Lufthansa Group“ angebracht. Austrian, Brussels, Eurowings, SWISS & Co sollen zwar alle ihre Individualität behalten, über allem soll aber auch die Verbundenheit zum Kranich stehen.
SWISS gehört bereits seit 2005 zum Lufthansa-Konzern. Damals wurde den Beschäftigten und der Öffentlichkeit weitgehende Eigenständigkeit zugesichert. Die Airline sollte ihren Sitz in der Schweiz, ihre eigene Flotte und ihre starke Marke behalten. Auch in der offiziellen Konzernchronik wird SWISS weiterhin als weitgehend eigenständig operierende Fluggesellschaft beschrieben.
In den vergangenen Jahren wurden jedoch immer mehr Prozesse innerhalb der Lufthansa Group vereinheitlicht. Dazu gehören unter anderem die IT, der Einkauf, der Vertrieb, die Netzwerkplanung, Servicekonzepte, Flugzeugausstattungen und Teile des Revenue Managements. Gleichzeitig sollen Unterschiede zwischen den einzelnen Marken dort erhalten bleiben, wo sie einen Mehrwert bieten.

Entscheidungen werden verstärkt zentral getroffen
Genau an diesem Punkt scheint sich innerhalb der SWISS-Belegschaft Widerstand zu entwickeln. Ein Teil des Personals hat offenbar den Eindruck, dass immer mehr Entscheidungen in der Konzernzentrale getroffen werden. Dabei geht es nicht nur um Logos oder Formulierungen in einer Bordansage, sondern auch um Flugpläne, Preise, Systeme, Abläufe oder das Vielfliegerprogramm.
Mehrere Projekte sollen die Systeme der verschiedenen Fluggesellschaften vereinheitlichen. Die Lufthansa Group nennt eine gemeinsame, stärker automatisierte IT-Landschaft ausdrücklich als einen wichtigen Bestandteil ihrer langfristigen Strategie. Aus Sicht des Konzerns sind solche Maßnahmen nachvollziehbar. Idealerweise kann der Konzern möglichst viele gemeinsame Prozesse verwenden und dadurch Kosten senken. Gerade bei Einkauf, Technik oder IT lassen sich dadurch erhebliche Einsparungen erzielen.
Miles&More wird Ende 2026 umbenannt und kaum jemand wird es merken
SWISS ist die Vorzeigeairline des Kranichs
SWISS gehört seit Jahren zu den erfolgreichsten Fluggesellschaften des Konzerns. Die Schweizer Tochter erwirtschaftet regelmäßig hohe Gewinne und arbeitet profitabler als andere Teile des Konzerns. Gleichzeitig soll auch SWISS einen Beitrag zum gruppenweiten Sparprogramm leisten.
Lufthansa-Chef Carsten Spohr sieht in der stärkeren Zusammenarbeit dagegen keine Schwächung der Schweizer Airline. Er verweist darauf, dass europäische Fluggesellschaften allein zu klein seien, um im internationalen Wettbewerb dauerhaft bestehen zu können. SWISS profitiere von der Zugehörigkeit zur Lufthansa Group und bleibe dennoch eine eigenständige Marke.
SWISS-Crews bringen das Wort Lufthansa nicht über die Lippen | Frankfurtflyer Kommentar
Im ersten Moment wirkt es etwas kindisch zu hören, dass Beschäftigte eine vorgeschriebene Bordansage bewusst weglassen. Ein einzelner Satz über die Zugehörigkeit zur Lufthansa Group verändert weder das Produkt noch die Identität der Airline. Außerdem ist es kein Geheimnis, dass SWISS seit vielen Jahren zum deutschen Konzern gehört und auch von den gemeinsamen Strukturen profitiert.
Für die Beschäftigten bei SWISS stellt sich aber schon lange die Frage, wie viel Eigenständigkeit ihrer Airline am Ende noch übrig bleibt. Name und Schweizer Kreuz wurden nicht verändert, hinter den Kulissen werden die Unterschiede zwischen den Fluggesellschaften aber zunehmend kleiner. Man sollte den stillen Protest also nicht einfach als übertriebene Empfindlichkeit abtun. SWISS ist erfolgreich, besitzt eine starke Marke und genießt bei vielen Passagieren einen deutlich besseren Ruf als die Kernmarke. Es ist nachvollziehbar, dass die Beschäftigten diese Eigenständigkeit nicht schrittweise verlieren möchten.
Das Management sollte sich genau überlegen, wie weit die Vereinheitlichung gehen muss. Gemeinsame IT-Systeme, abgestimmte Flugpläne und ein zentraler Einkauf sind sinnvoll. Ob der Konzernname nun zusätzlich bei jeder Begrüßung an Bord genannt werden muss, darf man dagegen durchaus hinterfragen. Der kleine Widerstand zeigt jedenfalls, dass der Konzern die Fluggesellschaften zwar organisatorisch enger zusammenführen kann, eine gemeinsame Identität lässt sich aber nicht einfach per Dienstanweisung verordnen.
Das finde ich sehr gut, die Gruppe nicht bei Namen zu nennen:
Deren Image ist zu ramponiert und wird sich auf Jahre nicht erholen. Der Name steht für Pannen, Streiks, Verspätungen und Probleme aller Art.
So wie man im Wahlkampf der Länder der BRD gerade nicht den Parteivorsitzenden aus Berlin mit den miserablen Beliebtheitswerten vor Ort haben möchte, so möchte man in der Schweiz nicht bei jedem Flug auf den/die Frankfurter hinweisen. Bleibt dabei!
Ja, ja, ich weiß wer die SWISS gerettet hat, das ist aber jetzt ein Vierteljahrhundert her. Ja, ja, im Hintergrund soll man von mir aus Synergien schaffen, wo es sinnvoll ist, die IT vereinheitlichen und andere Maßnahmen treffen.
Wenn sie aber so weitermachen, dann wird es gar kein bisschen SWISSness mehr gegen und endgültig alle Airlines der Gruppe werden einheitlich belanglos schlecht und beliebig austauschbar.
LH will ich nicht fliegen und will ich nicht hören.
Also ich wäre jetzt an Deiner Stelle mal nicht so stolz auf die Swissness, wenn Piloten wie neulich offenbar darunter verstehen, vollgesoffen zum Dienst zu erscheinen. Zum Glück haben die Flugbegleiter die Piloten rechtzeitig gemeldet. Auch das Tanzen auf einer Tragfläche scheint zur Swissness zu zählen. Diesbezüglich sollten sich die Schweizer dann doch mehr an der Lufthansa als an British Airways orientieren.
Der Alkoholvorfall ist ein Hammer, der Tragflächenvorfall war keine Glanzleistung.
Beides hat nichts mit SWISSness zu tun.
Wegen der Superbrains in Frankfurt wurde die Marke SWISS immer mehr verwässert, haben Produkt und Service immer weiter nachgelassen und müssen die A330 der SWISS mit Tonnen von Blei herumfliegen,
Swissness steht für Qualität, Zuverlässigkeit, Präzision…
Das kennst Du, dafür stand Deutschland auch einmal. Lange ist es her.
Jetzt kann Deutschland nur noch Niedergang, das aber immerhin so richtig. Dieser Niedergang wird auf die Marke SWISS projiziert.
Eine Schande, dass SWISS die nicht über die Lippen zu bringende Marke quersubventionieren muss und sich nicht richtig entfalten kann.
Ich habe einen Freund, der ist Ausbildung Kapitän bei SWISS. Er hatte die Pleite der Swissair damals mitgemacht und beschrieb das ganze mit „Umstände wie in einer Bananen Republik!“ Wenn man dann die Geschichten hört, dass er damals in Tokyo festgesessen hat und man andere Crews dazu überredet hat, die Swissair Kollegen als Deadhead mit nach Europa zu nehmen, dann versteht man auch, dass er zu dem Schluss gekommen ist, dass die Schweizer Luftfahrt und das Management nicht die allumfassende Krönung der Schöpfung ist.
Er erinnert auch gerne daran, dass auch die jetzige SWISS alleine ohne die Hilfe der Lufthansa wohl nicht überlebt hätte und man war damals in der Schweiz froh, dass die große, deutsche Airline hilft und SWISS hat hier auch wirklich profitiert. Das zu bestreiten wäre weltfremd.
SWISS und die Mitarbeiter können sicherlich stolz auf dass sein, was man aktuell aus SWISS gemacht hat und es ging ja auch nicht ohne Zugeständnisse und Einschnitte bei den Mitarbeitern. Dass man nun die profitabelste Airline in der Gruppe ist, ist fantastisch, aber es steht nirgendwo geschrieben, dass dies auf ewig so bleibt. Jeder der ein etwas längeres Gedächtnis hat weiss, wie zyklisch die Luftfahrt ist und dass Airlines immer durch Hochs und Tiefs gehen.
Man sollte die eigene Geschichte hier nicht vergessen und auch welche entscheidende Rolle hier Lufthansa gespielt hat für den eigenen Erfolg, den man nun mit einer gewissen Arroganz zur schau tragen will. Etwas anderes ist es ja wohl nicht.
Das wirkliche Lufthansa Problem ist ja offensichtlich, dass es die Mitarbeiter, sowohl bei LH selbst, als auch bei den Töchtern, nicht schaffen, sich mit der eigenen Firma noch zu identifizieren. Dies ist ein großes Problem des ganzen Konzerns und muss angegangen werden. Aber sicherlich ist so etwas wie ein „stiller Protest“ in meinen Augen absolut nicht zielführend und maximal Kindisch.
Danke, ich habe seit langem Einblicke aus erster Hand. Weder bestreite ich, dass es Missstände gab, noch dass Zyklen in der Luftfahrt existieren oder dass SWISS massiv durch die Eingliederung in das Netz der LH profitiert. Das macht einen erheblichen Teil des Erfolgs aus und das wäre ganz genauso bei SWISS als Teil der IAG oder von Air France-KLM. Das Verdienst relativiert sich damit ebenso erheblich.
Schweizer hätten weder die Allegris Business Class oder Allegris First Class konzipiert noch bei der Planung vergessen, dass Gewicht der First Class beim A330 einzubeziehen und den Schwerpunkt zu berechnen.
Was in den letzten Jahren aus Frankfurt kam, kannst Du komplett vergessen!
Ich würde den vorgeschriebenen Hinweis deswegen jedes Mal „vergessen“ bei der Durchsage, bei der Star Alliance war und ist das ist etwas ganz anderes.
Die Durchsagen werden immer mehr automatisiert, das Thema hat sich deswegen sowieso bald erledigt.
Das Thema Identifikation nicht. Und da gibt es in mindestens drei Ländern ein großes Problem.
Kenne die Hintergründe nicht.
So ein stilles Arbeiten gegen eine Konzernmutter gab es freilich schon einmal. Seinerzeit Rover-BMW.
Ging in dem Fall überhaupt nicht gut aus für Rover.
Gegen die eigene Firma oder Konzernmutter arbeiten, geht selten gut aus. Ich verstehe daher viele Mitarbeiter in der ganzen Gruppe auch überhaupt nicht.
Ich kann das voll verstehen. Es gibt keinen Grund stolz darauf zu sein, dass man zur Lufthansa Gruppe gehört, wenn man selber noch zu den besseren innerhalb der Gruppe gehört.
Die ganze Kommunikation mit Lufthansa Gruppe geht mir schon gehörig auf die Nerven. Das Rebranding kostet viel Geld. Als Kunde habe ich quasi gar nichts davon. Allein schon das Miles & More, dann Lufthansa Group Miles & More oder wie auch immer heißen soll, ist doch total Banane.
Sagen wir es mal so…. Wie hoch waren die Verluste als Lufthansa angefangen hat bei SWISS zu investieren? SWISS hat vor dem Einstieg von LH kein Geld verdient und wurde erst von LH zu dem gemacht was sie heute sind. Das kann man natürlich alles ignorieren, aber ohne Lufthansa Gruppe wäre SWISS nicht so groß und erfolgreich wie heute.
Hi Christoph, du vergisst hier aber auch zu sagen, dass die SWISS so erfolgreich wurde OHNE die Integration und MIT Selbständigkeit. Nur weil die Kernmarke ihre Eigen- und Selbständigkeit resp. den Erfolg nicht mehr findet kommt der typische Management-Reflex integration.
Aus eigener Erfahrung (ich hab solche Integrationen schon mehrmals durchgezogen) und was nicht gesagt wird ist folgendes:
Ohne einen radikalen Schnitt funktioniert die Integration nie. Du musst (und das ist sehr unangenehm) ca. 60 – 70% der Belegschaft austauschen, damit Integration funktioniert.
Der jetztige Ansatz, so wie LH ihn aktuell verkauft wird nicht zu schlankeren Strukturen und geringeren Kosten führen, sondern nur zu einer Lähmung des Konzerns, weil sie jahrelang damit beschäftigt sein werden.
Ist genauso, wie wenn der Tata Konzern mehr Präsenz in den Land Rover Autohäuser und den Autos selbst haben möchte… Weder die Kunden noch die Mitarbeiter wünschen das. Tata ist hier aber schlauer, als die Lufthansa und lässt sowas bleiben…
Ich würde mal behaupten bei Lufthansa ist es etwas anders. Vor allen international hat die Marke Lufthansa immer noch ein fantastisches Standing und vor allen ist die Sales Power von Lufthansa um ein VIELFACHES höher als von den Töchtern. Bedeutet, die Kunden buchen bei Lufthansa oder über einen LH Kanal und man ist dann durchaus überrascht, wenn hier SWISS, Austrian und Eurowings auf dem Ticket mit auftaucht.
Ich denke dass hier auch die Motivation her kommt, denn der Anteil der Passagiere die dachten sie haben Lufthansa Gebucht und fliegen dann SWISS ist gar nicht so gering wie man vielleicht in der Schweiz glaubt. Gerade in den USA habe ich das bei jedem SWISS Flug gehört, wenn man sagte: Why is it not LUUFTHAAANSA?
Das ist tatsächlich interessant zu lesen… Vielleicht bei Leuten, die noch nie mit LH geflogen sind oder überhaupt in ihrem Leben 2-3 mal geflogen sind. Aber ich kenne niemanden (ja, ich weiß, es ist natürlich ist sehr subjektiv) der LH für etwas tolles oder nur ansatzweise in die Nähe eines Premiumprodukts empfindet. Um weiter bei den Autos zu bleiben, es ist vom Stand her genauso, wie jemand der Opel für ein tolles Auto hält, weil irgendwann in en 70ern irgendjemand mal einen Admiral gefahren ist und die Marke ja aus Deutschland kommt. wobe ich jetzt Opel im vergleich zu LH tatsächlich unrecht tue…
Dann hast Du hier einen. Mag sein, das anderen ‚vorne‘ besser sind (wobei ich mich hier bei LH nicht beschweren kann, vor allem da das Personal immer Freundlich und Menschlich war), aber Hinten sind die Irgendwie alle gleich.
Entschuldigung: Ich kann das mit der „Rettung“ der SWISS und dieses Gewühle in uralten Zeiten nicht mehr hören!
Eine kleine Geschichtsstunde:
Swissair hat 2001 Insolvenz angemeldet. SWISS wurde 2002 gegründet und 2005 übernommen. Das alles ist jetzt ein Vierteljahrhundert, mindestens aber zwei Jahrzehnte her.
Damals gab es noch kein iPhone, der Euro war gerade eingeführt, zehn mittel- und osteuropäische Staaten traten erweiterten die EU ein, Frauen konnten in der BRD erstmals den regulären Dienst an der Waffe antreten…
Dass zahlungskräftige und gut informierte Amerikaner in den letzten 15 Jahren besonders gerne Lufthansa geflogen wären, kann ich im beruflichen Umfeld und in meinem Freundes- und Bekanntenkreis definitiv nicht bestätigen. Vielleicht gibt es aber zu wenig gut informierte Amerikaner.
Die fehlende Identifikation ist ein Problem, und dieses Problem hat nichts mit Arroganz zu tun!
Vielleicht ist das deutsche Arroganz oder Neu-Dubaier Arroganz, Schweizern hier Arroganz zu unterstellen?
Swiss hat vor der Übernahme durch Lufthansa kein Geld verdient, ansonsten wäre sie nicht verkauft worden. Gleichzeitig hatte bzw. hat man aber – auch aufgrund der Erfahrungen des Swissair-Groundings – viel effizientere Strukturen als Lufthansa-Mainline. Hinzu kommt die Kaufkraft des Marktes Schweiz. Swiss ist heute sehr profitabel, insbesondere auch dank der Synergieeffekte, welche sich durch die Lufthansagruppe ergeben. Lufthansa wiederum bekommt von Swiss überdurchschnittlich viel Gewinn ausgeschüttet. Die Übernahme von Swiss durch Lufthansa war und ist für beide Seiten eine Win-Win-Situation und das wissen eigentlich auch alle. Wahrscheinlich wollen die Swiss-Mitarbeiter aber dagegen ankämpfen, dass Swiss je länger, je mehr zu „Lufthansa Switzerland“ wird.
Das eigentliche Problem von Lufthansa ist ja, dass die Mitarbeiter (auch bei Lufthansa selbst) es nicht (mehr?) schaffen, sich mit der eigenen Firma zu identifizieren. Hier gibt es viele Gründe und bisher schafft man es nicht dies aufzubrechen….
Wirklich Verständnis habe ich dennoch nicht für solche „stille Proteste“…..
Wenn ich bei der Swiss einen Flug ZRH nach HAM buche, und mich dann in einem Litauischen Flugi wiederfinde, in welchem das Personal gebrochen Englisch spricht und die chinesischen Schwimmwestenschilder auf englisch umgeklebt wurden, weiss ich, dass mit einer Lufthansa-Gruppe etwas nicht stimmt…
Dafür dann noch hunderte CHF abzuzocken ist dreist.
Dann wollte ich von ZRH via FCO nach MAD fliegen, wurde aber vie BRU umgebucht, auch dieser Flug konnte nicht stattfinden, sodass ich schlussendlich in der Swiss App auf Iberia (sic!!!) umbuchen konnte.
Lufthansa ist ein …laden. Ich fliege mit denen wirklich nur noch auf Monopolstrecken. Ich kenne auch keinen, der freiwillig noch mit denen fliegt.
Die Behauptung LH hätte LX „gerettet“ ist eine Schutzbehauptung. Es lässt sich im Nachhinein nicht beweisen, ob LX nicht aus eigener Kraft hätte gross werden können, oder eben mit einer anderen Linie (IAG, etc.) zusammengegangen wäre.
In der LH ist die LX jedoch am schlechtesten aufgehoben und wird bald so darben müssen wie OS, nur eben zu Premium-Preisen.
Ich hoffe, dass die neuen Eigentümern von Easyjet richtig aggressiv werden, und die LH in die Tonne treten.
Tja, ich wollte SWISS ja ausprobieren, aber sie haben es geschafft durch Flugplanänderungen, das ich jetzt auf der kompletten Route auf die ‚Main-Line‘ umgebucht wurde.
Könnte man jetzt auch als Vorteil der Group sehen. Bei Änderungen/Streichungen kann man mehr Alternativen anbieten. Einige Airlines können da nur refunden.
Ich glaube, da läuft seit einiger Zeit im ganzen Lufthansa Konzern im Hintergrund so eine Art Flugoptimierungsprogramm ab. Ich hatte Im Dezember 3 Flüge mit ITA gebucht, ich bin 4-mal umgebucht wurden, erst zweimal bei ITA, dann zweimal bei Lufthansa. Offenbar verschiebt man die Passagiere im Lufthansa Konzern gerne auf die Flugzeuge, so dass sie möglichst gut ausgelastet sind und einzelne Flüge dann wegfallen können. Das nennt sich Synergieeffekt, sicher ein Lieblingswort von CS.
Der letzte Absatz des Kommentars ist für mich ausschlaggebend. Bin in den letzten 9 Monaten LH, LX und AZ in C geflogen. Total mixed bags. FA’s alle freundlich bei AZ aber nicht so aufmerksam. Essen in der Rangfolge LX, LH und AZ wobei der Abstand nach unten zu AZ schon groß war. Als Biertrinker ist man bei AZ auch schlecht aufgehoben. Beim Wein sieht es wohl besser aus. AZ hat mit der 330-900 das modernste Flugzeug hat mich aber nicht so sehr begeistert. Gefühlt genauso laut wie die Boeing-Röhren wobei die Kopfhörer bei LX/LH besser dämpfen und auch angenehmer sitzen. Auch die Lavatories sind schon eng gestrickt. Da merkt man doch die größere Breite der Boeings incl. der Galleygrößen. Da wir zu zweit reisen sind wir natürlich bei LH/LX besser aufgehoben wobei uns der alte LH-Sitz wegen der Breite durch die versenkbare Armlehne am Besten gefallen hat. Ich hoffe das LH/LX den Thomson-Sitz von AZ nicht 1:1 für 380 und 747 übernimmt da er bei 12 Stunden Flug den Allerwertesten doch durch Härte strapaziert. Die lounge in GRU ist die Beste nach unserem Geschmack von allen 4 Airports und das boarding läuft bei LX am Besten und LH immer noch unterirdisch.
Typisches Beispiel wie die Führungsetage weit weg von der Basis steht. Lufthansa oder auch Deutschland werden längst mit einem negativen Touch verbunden. In D sieht man die CH und A eher wohlwollend, umgekehrt ist es genau das Gegenteil. 95% der Deutschschweizer freuen sich zBsp jedes Mal, wenn D vorzeitig aus einem grossen Fussballturnier ausscheidet. Umgekehrt hat wahrscheinlich eine Mehrheit der D der CH an der WM 2026 die Daumen gedrückt. Bei Swiss intern sind die Bemühungen der LH immer weniger Autonomie zuzulassen, ganz und gar nicht willkommen. Wenn im Hintergrund Synergien genutzt werden ok, im Vordergrund verzichten wir sehr gerne auf eine LH Süd, genauso wie wir liebendgerne auf die politischen Bevormundungen aus Berlin verzichten. LH wäre gut beraten, diese kulturellen Differenzen zu berücksichtigen und respektieren.
In vielen der Kommentare wird Lufthansa mit Lufthansa Group gleichgesetzt. Das ist aber ein Denkfehler; die Lufthansa ist genauso ein Teil der Lufthansa Group wie die Swiss. Man sollte sich für die übergeordnete Ebene einen anderen Namen als Lufthansa Group einfallen lassen, zum Beispiel „ Gruppe mitteleuropäischer Fluggesellschaften (GRUMEUF)“ oder so ähnlich-nur als Beispiel. Dann würde klarer, dass sowohl Lufthansa als auch Swiss der GRUMEUF untergeordnet sind und nicht die Swiss der Lufthansa, wie im Schweizer Opfernarrativ behauptet wird.
Wenn wir die Beteiligung und die Frachtsparte mitzählen, wie wäre es mit Carsten’s Dreizehn Unternehmen (CDU) oder Spohr’s Pfeilschnelle Dreizehn (SPD)?
Ich bin mittlerweile viel mit der LH-Group geflogen (LX, WK, 4Y, EW, LH, LH City, LH Citylines, Air Baltic, Helvetic, Brussels).
Die Swiss maximiert ihre Gewinne mit mindestens 30%Aufschlag gegenüber Abflügen aus der Gegenrichtung (EU) zur Schweiz.
Negativ ist bei der Swiss, die zu häufige Cancellation auf der Langstrecke, das ist mir mittlerweile 4x passiert. Jedes Mal dann Umbuchung auf andere Lufthansa Group Airlines notwendig gewesen und wenig Kulanz bei Umbuchungen.
Der zweite Punkt ist auch der viel zu häufige Einsatz von Wet-Leasing für den Swiss-Preis (Helvetic, Air Baltic). Das Wet-Lease ist einfach nur frech für den Preis, zumal dann oftmals Bustransfer mit Vorfeldboarding. In Europa wird immer an den Bussen gespart.
Mit der Kern-Swiss selbst fliege ich an sich gerne auf Kurzstrecke, dort gibt’s in eco light noch inkludiertes Handgepäck, Schoki und Wasser, was bei den restlichen Gesellschaften weggespart wurde. Die Swiss Flüge sind stets voll ausgebucht. Neuerdings gibt es aber in Eco auch Handgepäckkontrollen.
Der Service ist konsistent und die Kurzstreckenmaschinen haben noch ein Display für die Flugrute. Ebenfalls mMn. das beste Catering der Lufthansa Gruppe.
Aber der C Sitz im A330 war der absolut schlechteste mit dem ich je geflogen bin, völlig durchgesessen und unbequem, der Sitz hatte definitiv sein Zenith schon überschritten, allgemein ist eine moderne Kabine in allen Gesellschaften überfällig.
Discover Airlines ist die Rote Laterne: Katastrophe pur! Alte Maschinen, Verspätungen bis zu 7h, planlose und chaotische Abfertigung und Crews die zu unerfahren/überlastet sind.
Dazu regelmäßig defekte der Maschinen oder ausgefallene Toiletten. Nie wieder! Einzig das Essen war ok, aber auch kein Highlight.
Kontrastprogramm Edelweiss:
Guter Service, Gutes Essen, Pünktlich, professionelle Abfertigung am Gate, die A340 war zwar betagt, aber bequem.
Eurowings ist kein bisschen günstiger als Swiss, liefert aber keinen Service onboard, alles kostet extra und die Verpflegung ist halt kein Highlight. Tendenziell waren die Crews besser gelaunt, weil viele Ex Air-Berlin Crews, die nicht so Stock steif sind. Negativ: viel Verspätung und trotz Smart-Tarif in Notsitzreihe gelandet (frech).
Lufthansa: Crews die Ihr Handwerk zwar verstehen, aber merklich in ihren Kompetenzen beschnitten und mehrheitlich unzufrieden sind. Dazu meistens Unterkühlte Atmosphäre und überwiegend aufgesetzte Freundlichkeit. Qualität sehr schwankend vom Engagement der jeweiligen Crew.
Die Lufthansa Group verlangt Premium Preise und liefert absolutes Minimum. Zusammenfassend ist keine Airline der LH-Group durchweg positiv herausstechend, trotz der sehr hohen Preise nur den absoluten Minimalsatz.
Und der Service der Lufthansa ist unterirdisch wenn es um die Fluggastrechte geht, jeder Kontakt mit dem „Kundenservice“ ist zäh, inkonsistent und hat den Namen „Service nicht verdient. Chat und IT sind eine Zumutung, Backoffice kann nicht lesen, Hotliner die ihr eigenes Produkt nicht kennen (selbst an der Senator-Hotline) und Bearbeitungszeit jenseits von Gut und Böse. Nur die Lufthansa Group weigert sich stets Fluggastentschädigungen zügig zu leisten. Mit keiner anderen Airline-Gruppe hatte ich bisher solch ein Theater. Aktuell ist wieder ein Verfahren bei der Schlichtungsstelle anhängig.
Kann verstehen, wenn die Swiss Mitarbeiter Protest leisten, die Swiss hat eher eine positive Lanze gebrochen.
Ein ausgesprochen gutes Lagebild, das Du hier gezeichnet hast. Es stimmt mit meiner Wahrnehmung weitestgehend überein.
Zu den Flugunregelmäßigkeiten:
Warum Du Dich an die Schlichtungsstelle wendest, verstehe ich nicht. Wer da arbeitet und wer die Schlichtungsstelle bezahlt, ist bekannt.
Wie mein Anwalt zu sagen pflegt: Nicht herumkaspern, sondern direkt zum Spezialisten. E-Mail an den Anwalt, der ggf. die Deckungszusage der Rechtsschutzversicherung einholt, und los geht es.
Sei versichert, dass ich weiß, wovon ich rede und schreibe.