Es kam für viele überraschend, aber Lufthansa hat den Flugbetrieb von der Regionaltochter Lufthansa CityLine letzte Woche kurzfristig eingestellt, nachdem steigende Kerosinpreise die defizitäre Airline weiter belastet haben und man ganz offensichtlich auch auf die Streikwelle über die Geburtstagswoche von Lufthansa deutlich reagieren wollte.
✈️ 20.000 Flüge gestrichen: Lufthansa reduziert Sommerflugplan 2026 deutlich.
📉 CityLine-Aus: 27 Flugzeuge fallen sofort aus dem System.
🌍 Wachstum im Ausland: SWISS und Austrian bauen Flugangebot stark aus.
Mit dem sofortigen Aus von Lufthansa CityLine fallen auch auf einen Schlag 27 Flugzeuge der Tochter aus dem System, die nun stillgelegt sind. Hierauf hat man bei Lufthansa nun mit einem Umbau des Flugplanes reagiert, aber auch das ist ein deutliches Zeichen, denn allein im Sommer 2026 wird man nun 20.000 Flüge aus dem Flugplan von Lufthansa streichen.
20.000 Flüge klingt erst einmal sehr drastisch, und dies ist wohl in der Kommunikation auch so gewollt, entspricht aber wohl nur etwa 1% der angebotenen Sitzplätze. Damit wird man diese Ausdünnung des Angebotes kaum merken, wenn man nicht schon auf einem der betroffenen Flüge gebucht war oder aber auf CityLine-Verbindungen angewiesen war, die nun teilweise komplett gestrichen werden.

Die Strecken aus Frankfurt nach Bydgoszcz und Rzeszow (Polen) sowie nach Stavanger (Norwegen) entfallen zumindest vorübergehend. Drei Ziele aus dem aktuellen Flugplan entfallen komplett, und Passagiere können hier auch nicht auf andere Airlines der Gruppe ausweichen. Für Flüge nach Heringsdorf, Cork, Danzig, Ljubljana, Rijeka, Sibiu, Stuttgart, Trondheim, Tivat und Breslau werden die Flüge teils von Lufthansa selbst, aber auch von Töchtern übernommen.
Während man ab Deutschland das Angebot mit dem CityLine-Ende nun aber reduziert, erhöht man bei den Töchtern in Österreich und der Schweiz noch einmal die Fluganzahl. So hat SWISS bereits bis Ende Mai schon 140 zusätzliche Flüge ins System geladen, um direkt auf die Veränderungen zu reagieren.
Bei Austrian Airlines sollen sogar 800 zusätzliche Flüge im Sommerflugplan 2026 geladen werden. Hier will man vor allem Kapazitäten nun nutzen, die eigentlich für den Nahen Osten vorgesehen waren, aber aufgrund des Flugstopps nun innerhalb von Europa eingesetzt werden können.
Nach CityLine-Aus: Lufthansa streicht 20.000 Flüge, stärkt aber die Töchter im Ausland | Frankfurtflyer Kommentar
Das sofortige Ende der CityLine war wohl vor allem ein Zeichen, dass man unter den aktuellen Rahmenbedingungen in Deutschland keine Chancen für Wachstum sieht und dies auch Teil der Verhandlungen mit den Gewerkschaften sein muss. Während dies ein Problem in sich ist, das ich in einem anderen Beitrag behandeln will, sind die Signale von Lufthansa damit doch außerordentlich drastisch.
Es war schon lange klar, dass man in Deutschland aktuell wenig Potenzial für Wachstum sieht und dies eher an Hubs im Ausland stattfinden wird. Dass man hier nun aber so schnell und für den Kranich auch aufwändig handelt, ist bemerkenswert, und vor zwei Wochen hätte dies wohl kaum jemand für möglich gehalten.
Antworten