Qatar Airways groundet vorübergehend alle Airbus A380

Der Qatar Airways Airbus A380, Foto: Robert

Qatar Airways musste das Flugprogramm aufgrund der Krise im Nahen Osten erheblich zusammenstreichen. Durch die Einschränkungen im Luftraum und der unsicheren Lage setzt der Golfcarrier weiterhin zahlreiche Verbindungen aus, viele Destinationen werden nur eingeschränkt bedient. Das Mitglied der oneworld musste daher umplanen und hat auch schon mehrere Flugzeuge stillgelegt. Nun hat man in Doha beschlossen, auch die gesamte Airbus-A380-Teilflotte am Boden zu lassen, die Superjumbos fliegen frühestens wieder ab Juni.

Das Wichtigste auf einen Blick:

🛑 Über 12.000 Flüge gestrichen: Qatar Airways reduziert massiv das Flugangebot im Frühjahr 2026.
✈️ Airbus A380 stillgelegt: Alle zehn Superjumbos vorübergehend außer Dienst gestellt.
🌍 Auswirkungen weltweit spürbar: Über 60 Ziele betroffen, Rückkehr frühestens ab Juni geplant.

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Die Auswirkungen der aktuellen Lage sind gerade für die Golfairlines wie Qatar Airways erheblich. Laut aktuellen Flugplandaten und einem Bericht von Simple Flying hat der Carrier allein für die Monate April und Mai mehr als 12.000 geplante Flüge gestrichen. Über 60 Destinationen wurden vorübergehend aus dem Streckennetz genommen oder deutlich reduziert. Damit gehört die Airline zu den am stärksten betroffenen Carriern weltweit.

Von den rund 240 Maschinen der aktiven Flotte wurden inzwischen mehrere dauerhaft geparkt und zum Teil auf den Abstellplatz nach Teruel gebracht. Der spanische Flughafen gilt als Langzeitstandort oder gar Friedhof für Flugzeuge. Nun wurde sogar beschlossen, alle Airbus A380 vorübergehend stillzulegen. Die Airline betreibt insgesamt zehn Exemplare des Superjumbos, von denen zuletzt acht aktiv im Einsatz waren. Diese Maschinen wurden nun vollständig an den Heimatflughafen Doha zurückgeführt und geparkt. Mehrere Flugzeuge waren noch vor wenigen Tagen im Einsatz, wurden jedoch kurz darauf aus dem Verkehr gezogen.

Der Qatar Airways Airbus A380, Foto: Robert

Zunächst zwei Monate am Boden

Der Airbus A380 spielt bei Qatar Airways eine wichtige Rolle auf stark nachgefragten Langstrecken, etwa nach London-Heathrow, Paris, Bangkok oder Sydney. Entsprechend deutlich sind die Auswirkungen auf das Angebot, da Ersatzkapazitäten mit kleineren Flugzeugtypen nur begrenzt verfügbar sind.

Aktuell plant Qatar Airways, die A380-Flotte ab Juni 2026 wieder schrittweise in Betrieb zu nehmen. Ob das Vorhaben so gehalten werden kann, hängt jedoch maßgeblich von der weiteren Entwicklung im Nahen Osten ab. Branchenintern wird bereits spekuliert, dass sich die Einschränkungen bis in den Sommer hineinziehen könnten.

Die Bar im Qatar Airways Airbus A380, Foto: Robert

Qatar Airways groundet vorübergehend alle Airbus A380 | Frankfurtflyer Kommentar

Es ist schon ziemlich bitter für Qatar Airways, die wie die anderen Golfairlines fast nur von den umsteigenden Fluggästen leben. Die Krise wirkt sich nicht nur auf Qatar Airways aus. Betroffen ist auch der riesige Hub in Doha mit den vielen Läden und Restaurants oder den Hotels und Resorts in der Umgebung.

Aktuell operiert die Gesellschaft mit einem mehr oder weniger großen Rumpfprogramm, bei dem größere Maschinen keine so wichtige Rolle mehr spielen. Auch andere Gesellschaften haben ihre A380-Kapazitäten reduziert, insgesamt ist die weltweite Nutzung des Superjumbos zuletzt spürbar zurückgegangen.

6 Kommentare

  1. Es ist immer wieder eine extrem große Freude einen A380 fliegen zu sehen.
    Hoffentlich kommen diese Maschinen wieder zurück und fliegen noch viele Jahre.

    Ich habe gerade am Flughafen Frankfurt im World Shop einen „Aviationtag“ Anhänger gekauft, gemacht aus der „Haut“ vom A380-800 D-AIMI (EX Berlin)
    Sowas tut richtig weh.
    Kommt bei mir im Schrank neben den A340-600 Anhänger…

  2. Mein First-Class-Award von Sydney nach Hamburg (Mai 2026) wurde aufgrund der Streckeneinstellung annulliert. Mein Ansatz war rein lösungsorientiert: Ich habe um Umbuchung auf die verfügbaren Allianz-Partner Qantas oder British Airways am Vortag gebeten (IATA Reso 735d).
    Ergebnis nach langem Telefonat mit dem Supervisor: Komplette Blockade!!! Umbuchungen auf Partner werden systemseitig verweigert!, stattdessen wird ein Downgrade auf Business Class (Avios Differenz wird NICHT erstattet) nach FRA/BER ohne Transfer nach HAM angeboten (alles auf kosten der Kunden!!).
    Mir ist bewusst, dass die Airline den Krieg nicht verschuldet hat, aber das Risiko der Vertragserfüllung und das Management innerhalb der Oneworld-Allianz liegen in ihrer Verantwortung. Es ist bedauerlich, dass Qatar Airways hier den Weg des geringsten Widerstands auf Kosten der Kunden wählt!

    • Ich dachte sie Airline ist vertraglich dazu verpflichtet, einen zu befördern ohne großen Zeitverlust und zur Not eben mit Umbuchung auf eine Partnerairline auf eigene Kosten? Laut EU Fluggastrecht könnte man dann sich theoretisch den Flug selbst neu buchen und Quatar Airline in Rechnung stellen und bekäme Recht oder ?

  3. ist im diesen Fall nicht so einfach, habe auch ein Anwalt eingeschaltet. Problem ist nicht EU Abflug und nicht EU Airline dadurch kaum Chancen. das Problem ist, dass weißt Qatar auch. auf 7 E-Mails keine Antwort, sau freche und arrogante Hotline hat mir direkt gesagt „sie nehmen was wir ihnen anbieten oder lassen es sein“, auf Gesetze bekommt man nur die Antwort „wir haben Anweisungen“ also stehen deren interne Anweisungen über den Gesetzen! bis heute noch keine Lösung, Umbuchung war auf Frankfurt bei gleichen Meilenwert und Preis, von Frankfurt muss ich auf unsere Kosten nach Hause kommen. komplette Verweigerung! ist kein Einzelfall, in vielen Forums stehen immer wieder die gleichen Sachen, kein Geld erstattet, keine Umbuchung, kein Service, keine Antwort auf E-Mails u.s.w alles ab 28.03 da startete die neue Anweisung laut Supervisor Doha!

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