Das Reisen innerhalb Japans ist wirklich unglaublich einfach und effizient. Die Bahn- und Fluggesellschaften bieten ein dichtes und frequentiertes Verkehrsnetz. Wer auf die beliebte Urlaubsinsel Okinawa reisen möchte, kann alleine von Tokio aus auf fast 50 tägliche Flüge zurückgreifen. Dabei kommen regelmäßig auch Großraumflugzeuge zum Einsatz. Wir sind mit Japan Airlines von Osaka nach Naha geflogen, der größten Stadt und dem wichtigsten Verkehrsknotenpunkt Okinawas. Der speziell für den Inlandsverkehr konfigurierte A350-900 bietet fast 400 Sitzplätze und unterscheidet sich damit deutlich von den Langstreckenversionen dieses Flugzeugtyps.
Vor dem Flug
Etwa zwei bis drei Wochen vor dem Flug habe ich das Ticket direkt über die Website von Japan Airlines gebucht. Beim Preis von nur 61 Euro habe ich nicht lange überlegt, da ich hier auch noch meinen oneworld Emerald Status etwas ausreizen konnte.
Der Flughafen Osaka Itami wird stark von Japan Airlines und All Nippon Airways genutzt. Statuskunden und Passagiere der First- und Business Class profitieren hier von separaten Check-in-Bereichen, einer eigenen Sicherheitskontrolle sowie einer exklusiven Lounge. Auf den Lounge-Besuch gehe ich in einer separaten Review noch ausführlicher ein.
Das Boarding begann erst rund 20 Minuten vor der geplanten Abflugzeit. Ein ungewöhnliches Timing für einen Europäer wie mich, was aber auch so geplant war und nicht erst durch Verzögerungen entstanden ist. Bei einem fast vollständig besetzten Großraumflugzeug startet der Einsteigevorgang normalerweise schon 40-50 Minuten vor dem Start. Das Boarding lief ausgesprochen ruhig und effizient ab, nichts Ungewöhnliches in Japan. Die Passagiere wurden konsequent nach Boardinggruppen aufgerufen und innerhalb weniger Minuten saßen alle auf ihren Plätzen.

Flugdaten
| Flugnummer: | JL2087 |
| Strecke: | Osaka Itami (ITM) – Naha/Okinawa (OKA) |
| Sitz: | 28H |
| Reiseklasse: | Economy Class |
| Konfiguration: |
|
| Buchungsart: | JAL.co.jp |
| Ticketpreis: | 61 Euro |
| Abflug: | 14:45 Uhr |
| Ankunft: | 16:45 Uhr |
| Flugzeit: | 1:45 Stunden |
| Vielfliegerprogramm & Status: | British Airways Club Gold |
| Gesammelte Meilen: | 0 Avios |
| Flugzeug: | Airbus A350-900 |
| Registrierung: | JA16XJ |
| Alter: | etwa 4 Jahre |
| Auslastung: | über 90 Prozent |
Kabine & Sitz
Der Airbus A350-900 ist bei Japan Airlines auf Inlandsflügen in drei Reiseklassen ausgestattet. Neben der klassischen Economy Class gibt es die sogenannte J-Class sowie eine First Class.

Während die First Class in einer 2-2-2-Konfiguration bestuhlt ist, verfügt die J-Class über eine 2-4-2-Anordnung. Die Economy Class ist in einer 3-3-3-Konfiguration eingebaut. Bei der J-Class handelt es sich eher um eine Premium Economy Class als um eine klassische Business Class. Die Preise in der Economy und J-Class können gerade bei rechtzeitiger Buchung durchaus attraktiv sein. Die Tickets der First Class sind hingegen meist deutlich teurer.
Insgesamt haben in der Maschine 391 Passagiere Platz. Der eingesetzte Airbus war erst rund vier Jahre alt und in einem guten Zustand. Sowohl die Sitze als auch die gesamte Kabine machten einen sehr gepflegten und hochwertigen Eindruck.

An meinem Sitzplatz 28H standen ein persönlicher Monitor, eine Steckdose sowie kostenlose Kopfhörer bereit. Darüber hinaus bietet Japan Airlines auf ihren Inlandsflügen kostenloses WLAN an.

Im Entertainment-Programm gab es Serien, Filme, Spiele & Audioprogramme, ich habe aber lediglich die Airshow genutzt.
Auch die Waschräume waren während des gesamten Fluges ausgesprochen sauber und gepflegt.
Flug & Service
Obwohl wir das Gate nur rund zehn Minuten nach der planmäßigen Zeit verließen, entschuldigte sich die Cockpitbesatzung für die kleine Verzögerung. Solche Ansagen sind bei Bahn- und Fluggesellschaften in Japan selbst für kleinste Verzögerungen üblich.

Nach dem Start begann die Kabinenbesatzung zügig mit dem Getränkeservice. Zur Auswahl standen verschiedene kalte und warme Getränke, die kostenlos angeboten wurden.

Der Service verlief trotz der hohen Auslastung ruhig und zügig ab, geduldig erklärten die Stewardessen den Passagieren immer wieder das Sortiment anhand von bebilderten Karten.

Nach dem minimal verspäteten Pushback holte die Besatzung die Zeit vollständig wieder auf und wir landeten sogar etwas früher als geplant in Naha.
Auch nach der Ankunft setzte sich die japanische Effizienz fort: Weniger als 20 Minuten nach dem Andocken stand das Gepäck schon auf dem Band.

Japan Airlines Airbus A350-900 Economy Class | Frankfurtflyer Kommentar
Der Flug mit Japan Airlines hat einmal mehr gezeigt, wie effizient der Flugverkehr in Japan organisiert ist. Obwohl ein Airbus A350-900 mit fast 400 Sitzplätzen eingesetzt wurde und die Maschine zu mehr als 90 Prozent ausgelastet war, verliefen Boarding, Abflug und Ankunft ausgesprochen reibungslos.
Dieser Flug war diesbezüglich keine Ausnahme, auch die persönlichen Monitore, Steckdosen, kostenloses WLAN usw sind auf den Routen nicht ungewöhnlich. Die J-Class würde ich persönlich nur buchen, wenn der Aufpreis gering ist. Da sich Tickets bei rechtzeitiger Buchung aber häufig schon für unter 100 Euro finden lassen, kann sich das durchaus lohnen.
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