Review: Japan Airlines Boeing 777 Business Class von Bangkok nach Tokio

Nachdem wir mit einem günstigen Business-Class-Ticket von Kairo via Amman nach Bangkok geflogen sind, stand nun der letzte Abschnitt der Flugreise nach Tokio an. Für mich ein Highlight, da ich schon lange Zeit mit Japan Airlines fliegen wollte, bisher aber noch keine Gelegenheit hatte. Es war zwar nur ein kürzerer Nachtflug, dieser wurde jedoch von einer Boeing 777 durchgeführt und wir konnten es uns in der Business Class gemütlich machen. Was JAL hier bietet, erfahrt Ihr in diesem Bericht:

Wir sind schon mehrfach mit Royal Jordanian geflogen, weil wir dadurch an preiswerte Anschlussflüge mit den oneworld-Partnern gekommen sind. Wir haben mehrere Reviews von der Lounge und Flügen mit RJ:

Review: Royal Jordanian Business Class | Kairo nach Amman im Airbus A320

Diesmal haben wir uns für einen oneway-Trip von Kairo via Amman und Bangkok nach Tokio-Haneda entschieden. Der Preis lag bei ca 870 Euro für ein Ticket in der Business Class.

Flugdaten

Flugdaten
Flugnr.: JL034
Sitz:  7K
Reiseklasse:  Business Class
Konfiguration:
  • 8 First
  • 49 Business Class
  • 40 Premium Economy
  • 147 Economy Class
Buchungsart: Expedia.de
Abflug (tatsächlich): 22:05 Uhr
Ankunft (tatsächlich): 7:45 Uhr +1
Reisezeit: 5:40 Stunden
Vielfliegerprogramm & Status: British Airways Club Gold
Gesammelte Meilen: 10.042 Avios & 1.435 Tier Points
Flugzeug: Boeing 777-300ER
Registrierung: JA741J
Alter:  ca. 17 Jahre
Champagner: Charles Heidsieck Brut Reserve

 

Vor dem Flug

Für den Flug nach Tokio waren wir schon eingecheckt, wir konnten uns also voll auf gut 4 Stunden Transit in Bangkok freuen. Mit einem Business Class Ticket der oneworld darf man hier mehrere Lounges nutzen, die meiste Zeit waren wir in der Einrichtung von Qatar Airways. Hier gibt es Duschen und einen eigenen Restaurantbereich, man kann es sich also richtig gut gehen lassen.

Nach einem Abstecher in der JAL Lounge ging es dann zum Gate. Das Boarding startete erst 25 Minuten vor der geplanten Abflugszeit. Die Gruppe 1 konnte pünktlich an Bord, der Einsteigevorgang verlief schnell und effizient.

Kabine & Sitz

In der Boeing 777 von JAL gibt es in der Business Class zwar auch Mittelsitze, man kann sich aber durch Trennwände von seinen Nachbarn abschirmen und hat trotzdem direkten Gangzugang.

Japan Airlines Boeing 777 Business Class, Foto: Robert

Die Apex-Suiten wirkten im ersten Moment zwar ziemlich verschachtelt, das Konzept bietet aber einen guten Kompromiss sowohl für Alleinreisende als auch Paare bzw. Familien.

Japan Airlines Boeing 777 Business Class, Foto: Robert

Die Sitze sind relativ modern und waren in einem sauberen und gepflegten Zustand. An allen Plätzen lag eine eingeschweißte Decke, bequeme Kissen, ein Amenity-Kit, Slipper und Kopfhörer.

In der Sitztasche waren zahlreiche Informationen und Kataloge. Hier war auch eine Anleitung zur Nutzung des W-LAN dabei.

Ich hatte bereits kurz vor Abflug einen Code per E-Mail erhalten, mit dem ich mich kostenlos einloggen konnte.

Das eingesetzte Flugzeug hatte schon gut 17 Jahre auf dem Buckel, das konnte man an diversen Stellen, etwa an den Gepäckablagen oder in den Waschräumen erkennen. Sauber war es hier trotzdem, hier lagen auch zusätzliche Pflegeprodukte aus.

Service

Die Speisekarten waren bereits am Sitzplatz, hier konnte man sich ein Bild über den Service machen. Da es sich um einen kurzen Nachtflug handelte, gab es lediglich einen Mitternachtssnack und dafür ein etwas üppigeres Frühstück vor der Landung.

Noch am Boden wurden von einer Flugbegleiterin meine Wünsche abgefragt, ich habe mich dafür entschieden, beide Optionen in Anspruch zu nehmen. Nach dem Start wurde dann eine entsprechende Kleinigkeit samt Erfrischungstuch und Getränk gereicht. Der erste Service war damit schnell erledigt.

Japan Airlines Boeing 777 Business Class, Foto: Robert

Leider wurden die Lichter schon über zwei Stunden vor der Landung wieder eingeschaltet. Die Gäste, die Frühtücken wollten, erhielten zunächst ein heißes Tuch plus Saft. Zur Auswahl gab es entweder ein westliches Frühstück mit Omelette…

…oder die japanische Variante mit Suppe, Fisch und Reis.

Japan Airlines Boeing 777 Business Class, Foto: Robert

Dazu gab es Backwaren und natürlich Getränke.

Der Service lief zügig und effizient ab, die Kommunikation mit der Crew beschränkte sich auf das Notwendigste.

Japan Airlines Boeing 777 Business Class, Foto: Robert

Wir landeten noch bei Dunkelheit aber pünktlich am Ziel in Haneda.

Japan Airlines Boeing 777 Business Class von Bangkok nach Tokio | Frankfurtflyer Kommentar

Von einem eher kurzen Nachtflug sollte man nicht allzu viel erwarten. Die meisten Passagiere möchten verständlicherweise die Zeit nutzen, um so viel wie möglich zu schlafen. Entsprechend fällt das Serviceangebot aus, wobei man dennoch gut frühstücken kann. Leider wurde dafür die Beleuchtung viel zu früh eingeschaltet, wir hatten immer noch über 1,5 Stunden zu fliegen, als ich mit der Mahlzeit fertig war.

Sonst läuft es so wie bei vielen anderen asiatischen Carriern- man setzt auf einen ordentlichen Sitz und Service, die Interaktion zwischen Crew und Gästen beschränkt sich auf das Notwendigste.

 

Weitere Teile des Tripreports:

2 Kommentare

  1. Danke für die Review, hilfreich für mich für spätere eventuelle Buchungen bei JAL (oder ANA)!
    Nur als nett gemeinte Kritik: Was mir schon ein paarmal bei deinen Reviews aufgefallen ist, dass dein storytelling etwas ausgebaut werden könnte. Für mich war diese Review interessant, aber das lag auch daran, dass ich ein persönliches Interesse hatte. Für an JAL nicht ganz so Interessierte wäre es vielleicht ganz nett, einen personal touch reinzubringen. Kuriose Sachen, die passiert sind, Konversationen, die ihr hattet oder ein paar Anekdoten.
    Ansonsten, sorry wenn das hart klingt, liest es sich einfach ein wenig wie eine Gebrauchsanweisung. Aber vllt ist das auch nur meine Meinung und andere sehen das anders, völlig valid :).

    • Vielen Dank für deinen Kommentar, ich finde solche Meinungen immer ganz wichtig.

      Eine Ursache ist vielleicht der wirklich kurze Nachtflug, auf dem in der Regel wenig passiert. Die meisten Passagiere wollen einfach nur schlafen. Nur wenige nehmen den Service in Anspruch und das Angebot ist oft entsprechend.

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