United Airlines Coastliner: Mehr Premium auf Inlandsflügen

Airbus A321neo Coastliner, Foto: United Airlines

United Airlines und die anderen großen US-Netzwerkairlines haben in den letzten Jahren im Premiumsegment ordentlich aufgeholt. Die hochwertigen Produkte haben Namen wie Polaris bekommen, die Marke steht für neue Sitze, gute Lounges und einen verbesserten Service. Bei United wird weiter investiert, der Lufthansa-Partner will eine Airbus-A321-Subflotte etablieren, die die Küstenmetropolen miteinander verbinden wird. Die sogenannten Coastliner bieten mehrere Klassen inkl. Liegesitzen, Entertainment und einer Bar zur Selbstbedienung.

Das Wichtigste auf einen Blick:

✈️ Neue Subflotte: United plant 50 Airbus A321neo als „Coastliner“ für Premium-Inlandsflüge.
💺 Polaris an Bord: 20 Liegesitze in 1-1-Konfiguration plus Premium Economy.
🍴 Mehr Komfort: Snack-Bar & Premium-Loungezugang auch auf Transkontinentalrouten.

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Produktdetails der United Coastliner

United treibt seine Premiumstrategie weiter voran und stellt mit den sogenannten „Coastlinern“ ein neues Produkt für transkontinentale Flüge innerhalb der USA vor. Dabei handelt es sich um speziell konfigurierte Airbus A321neo, die deutlich hochwertiger ausgestattet sind als klassische Narrowbody-Flugzeuge im Inlandsverkehr.

Airbus A321neo Coastliner, Foto: United Airlines

Insgesamt plant United eine Teilflotte von 50 dieser Jets. Die Maschinen werden mit nur 161 Sitzen bestuhlt, man setzt also auf die zahlungskräftige Kundschaft. Herzstück ist die Polaris Business Class mit 20 Liegesitzen in einer 1-1-Anordnung, die sonst eher von Langstreckenflügen bekannt ist. Ergänzt wird das Angebot durch eine Premium Economy mit 12 Sitzen sowie 129 Plätze in der Economy Class.

United will nicht nur die Hardware aufwerten, sondern auch beim Service nachlegen. Passagiere in der Business Class erhalten Zugang zu den hochwertigen Polaris Lounges, die eigentlich den Reisenden der Business Class auf internationalen Flügen vorbehalten sind. Die Wettbewerber Delta und American Airlines haben dieses Konzept schon länger etabliert, die Fluggäste der transkontinentalen Strecken dürfen in die hochwertigen internationalen Lounges.

Auch im hinteren Teil der Kabine gibt es Neuerungen. Eine kleine Snack-Bar zur Selbstbedienung soll allen Passagieren zur Verfügung stehen und das Bordprodukt insgesamt auflockern. Solche Konzepte kennt man bislang nur von Langstrecken- oder Premium-Klassen. Die Coastliner werden zunächst auf klassischen Transkontinentalrouten eingesetzt, darunter die Strecken zwischen New York, Los Angeles oder San Francisco.

Snackbar, Foto: United Airlines

Die modernen Jets ersetzen die älteren Boeing 757, die bisher auf diesen Strecken zum Einsatz kamen. Vereinzelt werden teilweise noch größere Widebodies auf den lukrativen Routen eingesetzt, damit man mit den guten Produkten der Konkurrenz mithalten kann. United wird mit den effizienteren Schmalrumpfflugzeugen Kapazitäten besser steuern und gleichzeitig Widebody-Flugzeuge für Langstrecken freisetzen. Außerdem entsteht ein klar definiertes Premiumprodukt für den wichtigen Inlandsmarkt, der insbesondere für Geschäftsreisende entscheidend ist.

United Airlines Coastliner: Mehr Premium auf Inlandsflügen | Frankfurtflyer Kommentar

Der Wettbewerb schläft nicht, auch Delta plant eine eigene Subflotte mit vergleichbarer Ausstattung. American Airlines war mit dem Airbus A321T (Transcontinental) der Pionier für das Konzept auf den langen Inlandsflügen. Der oneworld-Carrier will künftig auf den Strecken neue Airbus A321XLR einsetzen, die auch nach Europa und Südamerika fliegen. Die älteren A321T werden wieder umgebaut und auf klassischen Kurzstrecken eingesetzt.

In den USA kann man schon länger erkennen, wie gut die Konkurrenz das Geschäft belebt. Eine Airline wagt einen mehr oder weniger mutigen Schritt, die anderen ziehen nach. Herausgekommen sind Business-Class-Produkte, die in Richtung First Class gehen, Lounges mit Restaurantservice und Kooperationen mit Partnern aus dem Luxussegment. Die Kunden freut’s.

4 Kommentare

  1. Das Problem mit den US Airlines ist die fehlende Logik und Konsistenz. Auf einem 5h Flug von New York nach Los Angeles bekommt man als Business Class Passagier also zukünftig Lieflat Sitze und Lounge Zugang, aber auf einem 5 h Flug von Los Angeles nach Hawaii zumindest keinen Lounge Zugang. Es ist eine Zumutung, dass man bei jedem US Inlandsflug sich erst einmal erkundigen muss, was so ein Business Class Flug überhaupt beinhaltet.

    • Ich sag es mal so… In den USA mag einiges anders funktionieren und als Europäer findet man es vielleicht komisch, aber selbst die Amerikaner, die ja im allgemeinen nicht die am umfangreichste informierten sind, verstehen das ganze doch irgendwie.

      Im Grunde ist es ja nur so, dass einige ausgewählte Premium strecken als Langstrecke (oder international) gewertet werden.

      Richtig Kompliziert wird es nach Latein Amerika, wo überhaupt nicht klar ist, was ein internationaler Flug ist und was ein domestic Flug in der Logik. Aber auch das wird von den Kunden akzeptiert und eigentlich wohl meist durch den Preis definiert.

  2. Sry, aber der Artikel erweckt einen falschen Eindruck. Full Flat auf den Transcon-Flügen gibts doch auch bei UA schon seit vielen Jahren.
    Bin selbst schon vor Corona transkon mit ner 787-10 und Polariskabine geflogen. Man muss halt aufpassen, dass man keine 757 mit FullFlat in 2-2 erwischt. Und eben für diese werden die angesprochenen A321 jetzt wohl die Nachfolger werden. Dass die eine 1-1 bekommen ist für mich normale Evolution.

  3. Ich hoffe eher, dass der Wettbewerb auch endlich in Europa einsetzt. 4-6 Stunden Flüge gibt es genug, und es gibt immerhin endlich zarghafte Versuche mehr als einen freien Mittelsitz zu bieten. Für die Fluggesellschaften könnte es auch durchaus sinnvoll sein, wenn sie die Flugzeuge durchweg für Nachflüge einsetzen können, und so die Nachtflugverbote in Deutschland wirtschaftlich umgehen – denn wer will schon für BC zahlen und dann einen 5 Stunden Nachtflug in einem Econ-Sitz verbringen?

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