Verletzte auf SWISS-Flug in Indien: Evakuierung erst 10 Minuten nach Startabbruch

Ein Swiss Airbus A330 Archivfoto: Robin

Ein Startabbruch, eine Evakuierung und Verletzte. All das klingt nach einem Drama auf dem SWISS-Flug LX147 von Neu-Delhi (DEL) nach Zürich (ZRH). Und dennoch liest sich die offizielle Mitteilung von SWISS zum Vorfall so, als wäre gar nichts passiert. In diesem Beitrag könnt Ihr Euch selber ein Bild davon machen, was am Sonntag an Bord des Airbus A330 mit der Registrierung HB-JHK passiert ist.

Das Wichtigste auf einen Blick:

✈️ Startabbruch bei hohem Tempo: SWISS-Flug LX147 musste den Start in Neu-Delhi abrupt abbrechen.
🚑 Mehrere Verletzte: Vier Passagiere mussten ins Krankenhaus, auch ein Crewmitglied wurde verletzt.
⚠️ Evakuierung verzögert: Erst zehn Minuten nach Stillstand begann die Evakuierung über Notrutschen.

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Zu einem medienwirksamen Vorfall kam es am Sonntag, den 26. April 2026, noch vor dem Start des SWISS-Fluges LX147 nach Zürich. Die 232 Passagiere – davon vier Kinder – erlebten bereits beim Start in Neu-Delhi einen heftigen Schreck. Leider blieb es für einzelne Fluggäste nicht bei einem Schreck. Sie wurden bei einem Startabbruch aus hoher Geschwindigkeit verletzt.

Wie Passagiere berichteten, kam es zu Explosionen im linken Triebwerk des A330. Die Cockpit-Besatzung brachte das Flugzeug aus hoher Geschwindigkeit zum Stillstand. Doch erst zehn Minuten nach der Vollbremsung wurde eine Evakuierung über die Notrutschen eingeleitet. Dabei verletzten sich mehrere Passagiere, die im örtlichen Krankenhaus behandelt werden mussten. Auch ein Mitglied der 13-köpfigen Crew wurde leicht verletzt.

Der Startabbruch von LX147 im Protokoll

Der Flugtracker flightradar24.com zeigt folgende Flugdaten:

  • 1:05 Uhr: Geplante Abflugzeit des SWISS-Flugs LX147.
  • 1:07 Uhr: Der Airbus A330 mit der Registrierung HB-JHK wird von Gate 14 des Flughafens Neu-Delhi (DEL) zurückgestoßen (Pushback).
  • 1:16 Uhr: Der A330 beginnt mit dem Taxi zur Startbahn.
  • 1:25 Uhr: Der HB-JHK rollt auf die Startbahn 28.
  • 1:27 Uhr: Das Flugzeug beschleunigt auf bis zu 102 Knoten, was einer Geschwindigkeit von 192 km/h entspricht. Die Cockpit-Crew bricht bei dieser Geschwindigkeit den Start ab. Der A330 kommt mitten auf der Startbahn zum Stehen.
  • ca. 1:37 Uhr: Die Crew entscheidet sich dazu, das Flugzeug über die Notrutschen zu evakuieren.

Die Fluggesellschaft selbst reagierte schnell, aktivierte eine Task Force und informierte bereits am frühen Sonntagmorgen die Öffentlichkeit.

Schnelle Reaktion seitens SWISS

SWISS erklärte in der Pressemitteilung, dass die Passagiere über Notrutschen evakuiert wurden. Sechs Personen seien bei dem Vorfall verletzt worden. Einzelne, nicht mobile Passagiere wurden über eine Treppe in Sicherheit gebracht.

Während für die betroffenen Passagiere Ersatztransporte organisiert wurden, sollte die Task Force klären, was zu dem Vorfall geführt hatte.

Der Airbus A330 mit der Registrierung HB-JHK musste zunächst in Neu-Delhi am Boden bleiben.

Vier Passagiere mussten ins Spital

In einer späteren Nachricht erklärte SWISS, dass bei dem Startabbruch des Fluges LX147 insgesamt vier Passagiere so schwer verletzt wurden, dass sie in einem indischen Krankenhaus behandelt werden mussten. Das verletzte Crewmitglied habe sich lediglich den Fuß verstaucht und sei nur leicht verletzt.

Die Crew setzte sich teils aus in Zürich und Indien stationierten Mitarbeitern zusammen. Während die drei betroffenen Crew-Mitglieder aus Indien vor Ort geblieben waren, sind auch die übrigen Flugbegleiter und Piloten mittlerweile nach Zürich zurückgekehrt.

SWISS beruhigt die Gemüter

Während ein Fluggast bei Blick.ch von Panik bei der Evakuierung spricht, analysiert SWISS die Situation deutlich nüchterner.

„Eine Evakuierung ist immer eine aussergewöhnliche Situation, für unsere Passagiere genauso wie für unsere Crews. Entscheidend ist: Im Zweifel handeln wir konsequent im Sinne der Sicherheit. Unsere Crews sind dafür intensiv geschult. Dazu gehört auch, dass sie in solchen Momenten sehr klare, laute Kommandos geben. Das kann ungewohnt wirken, weil man sie sonst ganz anders erlebt: ruhig und gastfreundlich. In einer Evakuierung ist genau dieser Ton aber entscheidend, damit alle schnell und sicher reagieren.“

Offensichtlich hat es jedoch auch wieder Fluggäste gegeben, die ihr Handgepäck bei der Evakuierung mitgenommen haben.

„Gleichzeitig sehen wir, dass es weiterhin Informationsbedarf gibt, insbesondere beim Thema Handgepäck. Für eine schnelle und sichere Evakuierung ist es zentral, dass persönliche Gegenstände zurückgelassen werden.“

Verletzte auf SWISS-Flug in Indien | Frankfurtflyer Kommentar

Dramatisch oder völlig geordneter Vorgang – abhängig von der Perspektive wirkt die Wahrnehmung der Situation sehr unterschiedlich. Natürlich wirkt solch eine Ausnahmesituation auf die Passagiere anders als auf eine Airline, die solche Abläufe trainiert. Aber immerhin kam es bei dem Startabbruch von Flug LX147 zu mehreren Verletzten. Ob sich unachtsame Fluggäste ihre Handgepäcktrolleys um die Ohren gehauen haben, das weiß man derzeit noch nicht. Es ist aber auch ein Flugbegleiter leicht verletzt worden, der eben auf solche Situationen vorbereitet sein sollte.

Ich maße mir an, an der Stelle nicht an, über die Situation zu urteilen. Positiv empfinde ich jedoch, dass SWISS extrem schnell und transparent kommuniziert hat. Das wirkt auf mich gar nicht mal so selbstverständlich.

Musstet Ihr schon einmal aus einem Flugzeug evakuieren? Was war Euer bisher erschreckendstes Erlebnis auf einem Flug? Erzählt es gerne in den Kommentaren.

Quelle: SWISS und Blick.ch

1 Kommentar

  1. Du bemühst dich um Objektivität, leider ist dir dies nicht gelungen. Warum sind deine Berichte über die LX so oft negativ konnotiert und tendenziös?

Antworten

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