Neuerliche Streiks wurden innerhalb der Lufthansa Group für Montag (13.4.) und Dienstag (14.4.) angekündigt. Nach Arbeitskampfmaßnahmen der Flugbegleiter gehen jetzt auch die Piloten zum Streik über. Insbesondere Absicherungen im Alter stehen im Zentrum des Konflikts. Während in der Woche zuvor nur Lufthansa und Lufthansa CityLine bestreikt wurden, werden nun auch Flugausfälle bei Eurowings erwartet.
✈️ Pilotenstreik ausgeweitet: Neben Lufthansa und CityLine ist jetzt auch Eurowings betroffen.
📅 Zwei Tage Ausstand: Streik läuft vom 13. bis 14. April mit massiven Auswirkungen.
⚠️ Flugausfälle drohen: Besonders an dezentralen Eurowings-Standorten.
Wer zum Ende der vergangenen Woche gedacht hat, dass mit dem eintägigen Streik der Flugbegleiter von Lufthansa und CityLine das Gröbste überstanden ist, der hat sich leider geirrt. Nun hat die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) zur Arbeitsniederlegung aufgerufen. Betroffen sind Piloten von Lufthansa, CityLine und Eurowings sowie die Lufthansa Cargo-Tochter.
Der Streik beginnt bereits am Montag (13.4.) um 0:01 Uhr und soll bis Dienstagnacht (14.4.) um 23:59 Uhr fortgesetzt werden.
„Die Vereinigung Cockpit sieht sich zu diesem Schritt gezwungen, nachdem die Arbeitgeberseite in mehreren Tarifkonflikten keinen erkennbaren Willen zu einer Lösung zeigt. Trotz eines bewussten Verzichts auf Streikmaßnahmen über die Osterfeiertage blieben ernstzunehmende Angebote aus. In dieser Zeit gab es weder eine Reaktion noch erkennbare Gesprächsbereitschaft seitens der Arbeitgeber.“
Absurde Forderungen zur Altersvorsorge
Der Streik könne jedoch noch kurzfristig abgesagt werden, wenn die Lufthansa akzeptable Vorschläge zur betrieblichen Altersversorgung für Lufthansa, Lufthansa Cargo und Eurowings vorlegen würde sowie für die CityLine ein neues Angebot für einen Vergütungsvertrag. Da man seitens des Konzerns die Forderungen jedoch als „absurd“ bewertet, ist diese Version jedoch unwahrscheinlich.
Das dürfte die Situation einiger Passagiere weiter verschärfen, denn nach den Streiks von Freitag dürfte noch nicht die komplette Rückreisewelle aus den Osterferien abgeflacht sein. Und nun stehen weitere Flugausfälle an. Dabei sind jedoch einige Ziele ausgeschlossen. Auf Grundlage der Lage im Nahen Osten werden folgende Ziele nicht bestreikt: Aserbaidschan, Ägypten, Bahrain, Irak, Israel, Jemen, Jordanien, Katar, Kuwait, Libanon, Oman, Saudi-Arabien, Vereinigte Arabische Emirate.
Was bedeutet der Streik für Passagiere?
Während am Freitag (10. April 2026) ausschließlich Flüge von Lufthansa und CityLine betroffen waren, sollten nun auch Eurowings-Passagiere aufmerksam sein. Denn auch der Eurowings-Flugplan wird durch massive Flugausfälle eingeschränkt sein.
Das zeigt auch die neuerliche Dramatik der Streiks. Während zuletzt hunderte von Flügen ab Frankfurt (FRA) und München (MUC) sowie einzelne von CityLine durchgeführte Flüge von anderen Standorten betroffen waren, können nun Flüge an nahezu allen größeren Flughäfen betroffen sein. Denn während Lufthansa von den beiden großen Hubs operiert, ist Eurowings eher dezentral strukturiert und betreibt Basen von Hamburg bis nach Stuttgart.
Während Lufthansa zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Beitrags bereits massenhaft Flüge storniert hat, waren die Flüge von Eurowings an den meisten Flughäfen noch regulär geplant. Daher sollten Passagiere sich jetzt noch nicht zu stark darauf verlassen, dass ihr Flug auch wirklich stattfindet. Bis Montag und innerhalb der Arbeitskampfmaßnahmen kann es noch kurzfristig zu weiteren Annulierungen oder Verspätungen kommen.
Da der Streik über zwei Tage läuft, gibt es nur wenige Möglichkeiten zur Umbuchung. So werden beispielsweise Austrian und SWISS nicht bestreikt, dürften jedoch schon jetzt unter der starken Nachfrage nach Umsteigeverbindungen über ihre Hubs leiden.
Was Ihr jetzt tun könnt
Ihr fliegt am Montag oder Dienstag mit Lufthansa oder den Töchtern CityLine und Eurowings, dann ist es wichtig, so gut wie möglich informiert zu bleiben, um kurzfristig handeln zu können. Insbesondere dann, wenn Ihr gerade noch an Eurem Urlaubsort seid und pünktlich zum Schulbeginn wieder zu Hause sein wollt.
- Prüft regelmäßig den Status Eures Fluges (App oder Website der Airline)
- Aktualisiert oder ergänzt die Kontaktdaten in der Buchung, um aktiv informiert zu werden
- Behaltet alternative Flugverbindungen im Blick
- Denkt daran, dass Ihr auch im Fall eines Streiks EU261-Rechte habt:
- Bei Annullierungen besteht Anspruch auf Umbuchung oder Erstattung
- Ausgleichszahlungen sind bei Streiks des eigenen Personals oft möglich, aber im Einzelfall strittig
In Fällen von massenhaften Flugstreichungen durch Streiks geht alles meist ganz schnell. Daher solltet Ihr Euch in eine gute Position bringen und schnell reagieren können.
Wieder kurzfristige Streiks bei Lufthansa | Frankfurtflyer Kommentar
Diese Streiks um betriebliche Altersvorsorge zeigen immer wieder, wie stark Piloten der Lufthansa-Group doch von der Lebensrealität der meisten Menschen in Deutschland entfernt sind. Von einer derartigen zusätzlichen Absicherung im Alter träumen viele deutsche Arbeitnehmer, die nicht einmal wissen, wie „betriebliche Altersvorsorge“ überhaupt geschrieben wird, weil es sie einfach gar nicht gibt.
Aber hey, den Vorwurf aus dem ersten Satz kann man getrost wieder streichen, denn warum sollte man sich an den schlechten Beispielen orientieren. Die Cockpitbesatzungen der Lufthansa sind zu ihrem Glück in einer so starken Situation, dass sie etwas fordern können, was arbeitgeberseitig in vielen Unternehmen nur noch belächelt würde.
Ich persönlich navigiere mich mal wieder geschickt um den Streik, indem ich geplant erst am Mittwoch und auch mit der von mir bevorzugten SWISS fliege.
Habt Ihr ebenfalls Glück und seid nicht betroffen oder müsst Ihr jetzt umplanen? Kommentiert gerne unter diesem Beitrag
Quelle: NTV
Eine komplett defizitäre Airline soll 200Mio pro Jahr zusätzlich in die Amtersvorsorge von chronischen Arbeitsverweigernen stecken…. Das ist derartig grotesk das man nur noch kotzen könnte.
Jetzt hat es mich doch endlich auch mal erwischt! War schon lange fällig. Musste doch mal eintreffen, soviel wie bei LH gestreikt wird.
Um 3 Uhr in der Nacht machte mir „Elisa“ einen Vorschlag betr. Umbuchung. Da der Flug von ARN nach FRA bestreikt wird, ist auch der Weiterflug mit SQ unter LH-Flugnummer buchungstechnisch davon betroffen, obwohl dieser durchgeführt wird.
War sofort hellwach und habe gleich der vorgeschlagenen Alternative mit SWISS über Zürich zugestimmt, bevor nur noch der Vorschlag über Delhi und weiter mit Air India (?) zur Auswahl stand. Dies ist in meinem Fall zum Glück ein Streik ohne größere Folgen: Ankunft in SIN um 17.10h statt um 16.20h—–ist zu überleben .
Schade , daß Du den SQ Flug vepasst hast.War es der A-380 ?…C oder eco ?
Es war der Einersitz 93K im Oberdeck in C. Habe deshalb extra den Flug mit SQ via FRA gewählt und nicht via ZRH mit 777. Mittlerweile ist dieser Flug rappelvoll. Habe jedoch immerhin noch einen Gangplatz auf 9D ergattert, quasi mitten im Geschehen. Diesmal heisst es halt für einmal „Adieu Stübli“ auf 4A. Danke an die doch so schlecht entlöhnten „Götter der Lüfte“, wirklich gut gemacht.
Du hast bei SQ echt einen Gangplatz ergattert? 🤣🤣🤣
Die Sensation wäre, wenn du dort keinen Platz am Gang bekommen würdest 🤣🤣🤣
Genieße den Flug!
Der Gangplatz in Reihe 9 ist NEU in der Triple 7 mit LX von ZRH nach SIN.
Einersitz im Oberdeck mit SQ ist Geschichte
Stimmt natürlich, mein Fehler. Bei SQ gibts ja gar keine Reihe 9 😂
Warum hat man dich nicht auf SQ von ZRH umgebucht?
Elisa schlug das nicht vor, und lange warten wollte ich nicht, bis das geklärt gewesen wäre.
Ein desaströses Bild, das die Berufsgruppe der Piloten hier abgibt.
Nicht zufrieden mit der Entwicklung der Altersvorsorge? Das allgemeine wirtschaftliche Risiko dieser Vorsorge soll der Arbeitgeber tragen? Bei einer Berufsgruppe, die ohnehin schon hervorragend verdient (um nicht zu sagen: überbezahlt ist)?
Gerne wird bspw. argumentiert, dass Piloten in anderen Ländern deutlich mehr verdienen. Dort sind aber u. a. die Lebenshaltungskosten deutlich höher.
In der aktuellen Situation (wirtschaftliche Schwäche, Krieg im Iran, Ferienzeit…) einen Streik für diese Ziele anzuzetteln und durchzuziehen, ist unethisch, unverantwortlich und unverschämt.
Ohne Anstand und Moral fliegt es sich für die Piloten der Lufthansa zum hundertsten Geburtstag – völlig entkoppelt von der Realität am Boden – offenbar bestens. Was für eine arrogante Band…
Nuja, beim 100. ist die Geschäftsführung ja auch fernab jeglicher Realität. 🤣🤣🤣
Gleich und gleicn eben.
Na ja, das Markteting setzt eben einen Jahrestag, der auch anders hätte definiert werden können.
Die Piloten setzten Forderungen in die Welt, die kaum weniger in die Zeit passen könnten.
LH bewegt sich micht, daher voellig richtig, dass gestreikt wird, und ja ich bin auch betroffen von den Streichungen.
Es ist wirklich unglaublich wie Tief die Lufthansa an Zuverlässigkeit eingebüßt hat.
Man kann überhaupt nich mehr planen.
ich selber fliege nach Heraklion am Donnerstag für 260 Return in Business Class!
Macht es überhaupt Spaß, mit Lufthansa zu fliegen ???
Für mich langsam an Dreistigkeit kam noch zu überbieten.
Zwischen 250-359k€ p.a. Ist ja man gerade so am überlebenslimit. Familien und Freunde fliegen alle zu Spezialtarifen und die Fliegnden zahlen die Zeche. Lufthansa streicht und streicht und die Herren Piloten und Flugbegleiter bekomme mehr und mehr.
Die Verhältnismäßigkeit ist weitbweitbentfernt
Wir reden hier sicher nicht über die Gehälter der Co-Piloten.
Desaströs was LH abliefert. Sofort zu tätig geworden um für Dienstag HAM – FRA – ZRH – MIA umzubuchen.
Nach 3 Stunden und 40 Minuten musste ich mir gegen Mitternacht anhören das keinerlei Grund für Umbuchung vorliegt. Ausfall durch Streik wurde negiert und zum Beweis eine eMail mit Status confirmed gesendet. 1 Stunde später die Anullierungsmaiö erhalten. Neuerlicher Anruf gleiches Ergebnis: Es wurde eine Umbuchung wiederum verweigert. Begründung dieses Mal eine vollkommene Frechheit: Lufthansa ist nicht zuständig. Ich hätte bei Avianca ein Meilenticket gebucht. Die müssten mich umbuchen.
Um es jetzt abzukürzen: Heute morgen morgen Mail vorgefunden mit Buchung HAM VIE ZRH MIA.
Diverse Telefonate und Stunden später Umbuchung gelungen auf HAM ZRH MIA, da VIE – ZRH mit Pech nicht rechtzeitig erreichbar ist.
Es hat tatsächlich 9 Telefonate erforderlich gemacht eine Person zu finden bei der LH die keine Verweigerungshaltung betrieben hat und umzubuchen. Leider ist man ja für die Zubringer auf die angewiesen
Ich habe vorgestern für Ende April einen Flug gebucht. Lufthansa hätte das günstigste Ticket gehabt und zugleich die beste Verbindung angeboten. Trotzdem und trotz Senatorstatus habe ich 100 Euro mehr bezahlt, um mit Air France zu fliegen. Diese dauernde Streik-Lotterie bei LH möchte ich mir nicht antun…
SQ wird anscheinend nie bestreikt .Das berechtigte Personal erhielt 7,5 Monatsgehälter als Profit sharing im Jahr 2025 für excellente Arbeit.Vor ein paar Tagen BKK-SIN 2std30 im B787-10 ….1-2-1 keine Aufpreis Schachtelsitze.Die Flugbegleitern stellte sich mit Namen vor , begüßte mich mit Namen.pre take off Champagner Eine sehr gute Mahlzeit.Weiter gings für 1 std 10 in der 737-800 Konfiguration 2-2 dahinter 1-1 sogenannte Thron Sitze .
Voller meal service aber auf einem Tablet Vor takeoff wurde ich zu meiner Essenwahl und Dessertwahl befragt . Dazu lay flat Sitze!
Auf der SIA seite gibt es ein nettes YouTube video von dem Flieger…
Was macht SQ anders als LH ?
SQ ist ganz einfach in einem Land ansässig, in dem nicht nur überzogenes Anspruchsdenken, Arroganz, Faulheit und moralische Verkommenheit die Arbeitnehmerschaft dominieren.
Bei SQ gibts allerdings auch nur 1 SQ (plus die explizit als LCC geführte Scoot). Da wird niemand gegeneinander ausgespielt. Das Experiment Silk Air wurde eingestellt weil unwirtschaftlich (wie übrigens auch Thai Smile und Cathay Dragon). Die Mitarbeiter bekommen freiwillig eine ordentliche Bonuszahlung wenns gut läuft. Wenns schlecht läuft wie während Corona geht die Geschäftsführung voran und kürzt sich selber die Gehälter. Das nenne ich Unternehmenskultur.
Was passiert bei LHG? In jeder Hinsicht genau das Gegenteil. Die Folge: Jeder ist sich selbst der Nächste, also kämpft jeder gegen jeden. Wer hats verbockt? Das ach so tolle Management.
Ich bin das 2. Mal in diesem Jahr (leicht) betroffen.
Diesmal wurde ich mit 6 Alternativen beglückt und hab mir KLM über AMS ausgesucht. Einen Tag früher.
Bin noch nie KLM geflogen und war noch nie in Schiphol. Also hab ich gerne umgebucht, auch wenn ich jetzt eine Umsteige-Verbindung habe. Bringt auch Flying Blue Meilen und Punkte.
Ich hatte mich so auf die berühmte Uhr in AMS gefreut, die immer wieder „geputzt“ wird, aber da war vorhin keine Animation zu sehen.
Nachdem ich heute nach Stunden von erfolglosen Umbuchungsversuchen endlich eine Mitarbeiterin aus Manila am Telefon hatte, sagte sie mir, dass ich für die gestrichene LEJ-STR-Strecke (LH) nicht auf LEJ-VIE-STR (OS) bzw. via ZRH (LX) umgebucht werden dürfte, da die Strecken länger wären.
Zusätzlich gäbe es keine Verfügbarkeiten, obwohl ich parallel online buchen konnte.
Das kann doch nicht sein oder gilt diese Fare-Rule auch bei Streichungen?
Welche Entschädigung erhalte ich denn und wie sind die Erfolgschancen der Rückerstattung, wenn ich auf eigene Kosten diese Strecken buche?
Die Antwort der LH aus Manila ist natürlich eine Frechheit und komplett falsch. Nach EU Recht ist die Airline immer verpflichtet einen Ersatzflug in der ursprünglich gebuchten Klasse anzubieten, zur Not auch bei einer Allianz fremden Airline, Kosten und Streckenlänge sind komplett irrelevant. Das ist ein Fall für die EU Flugaufsichtsbehörden.