Kurz nachdem Condor die Einstellung der Flüge nach Dubai bekanntgegeben hat, überrascht die deutsche Fluggesellschaft mit mehreren neuen Routen. Im kommenden Jahr will der Ferienflieger sein Europa-Netz weiter ausbauen. Mit neuen Verbindungen zwischen Frankfurt und Athen, Florenz sowie Stockholm stärkt Condor das eigene Zubringernetz und sorgt gleichzeitig für mehr Konkurrenz für Lufthansa. Gleichzeitig steht in Frankfurt ein großer Umzug an: Condor wechselt 2027 ins neue Terminal 3 und wird dort mit rund 30 Prozent des Passagieraufkommens zum größten Anbieter.
✈️ Drei neue Ziele: Condor fliegt 2027 neu von Frankfurt nach Athen, Florenz und Stockholm.
🔄 Mehr eigene Zubringer: Das City-Netz wächst auf 16 Ziele und soll Passagiere auf die Condor-Langstrecken bringen.
🏢 Größter Anbieter im Terminal 3: Condor soll dort rund 30 Prozent des Passagieraufkommens stellen.
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Trotz des Sparkurs setzt Condor auf Ausbau im nächsten Jahr, den Anfang macht Athen. Ab dem 28. April 2027 verbindet der Ferienflieger Frankfurt während der Sommersaison einmal täglich mit der griechischen Hauptstadt. Wenige Tage später kommt Florenz hinzu. Ab dem 6. Mai soll die Stadt in der Toskana während der Sommersaison zweimal täglich angeflogen werden. Ab dem 13. Mai 2027 will Condor dann zweimal täglich zwischen Frankfurt und Stockholm/Arlanda fliegen. Anders als Athen und Florenz soll die Strecke laut der Pressemeldung ganzjährig angeboten werden.
Damit wächst das City-Netz von Condor auf insgesamt 16 europäische Ziele. Die Verbindungen richten sich dabei nicht nur an Reisende, die in Frankfurt starten oder ihr Ziel in Deutschland haben. Die Flugzeiten sollen gezielt auf die Langstrecken von Condor abgestimmt werden und kurze Umsteigezeiten ermöglichen.

Condor baut eigenes Zubringernetz weiter aus
Hinter dem Ausbau steckt eine klare Strategie, denn Condor entwickelt sich immer stärker vom klassischen Ferienflieger zu einer Netzwerk-Airline und benötigt dafür eigene Zubringer zu den Langstrecken in Frankfurt. Das wurde insbesondere wichtig, nachdem Lufthansa die langjährige Zubringer-Kooperation mit Condor Ende 2024 beendet hatte. Condor reagierte darauf mit dem Aufbau eines eigenen europäischen Streckennetzes. Die zusätzlichen Flüge bringen damit nicht nur neue Direktverbindungen nach Frankfurt, sondern auch zusätzliche Konkurrenz für Lufthansa auf europäischen Strecken.
Passend zum Ausbau des eigenen Drehkreuzes steht für Condor 2027 auch ein großer Umzug am Frankfurter Flughafen an. Die Fluggesellschaft wird in das neue Terminal 3 wechseln und dort eine besonders wichtige Rolle einnehmen. Nach Angaben von Fraport wird Condor mit rund 30 Prozent des Reisendenaufkommens der größte Nutzer des neuen Terminals. Insgesamt sollen dort rund 50 weitere Fluggesellschaften abgefertigt werden, darunter die Fluggesellschaften von Oneworld und SkyTeam sowie Airlines wie Emirates und Etihad Airways.

Neue Flüge ab Frankfurt: Condor macht Lufthansa Konkurrenz und wird größter Anbieter im Terminal 3 | Frankfurtflyer Kommentar
Condor drückt auf dem Weg zur Netzwerk-Airline aufs Gas. Drei neue Europa-Strecken klingen zunächst nicht besonders spektakulär, mit bis zu zwei täglichen Flügen und passenden Anschlüssen an die Langstrecke erfüllen sie aber einen wichtigen Zweck. Nachdem Lufthansa als Zubringer weggefallen ist, muss Condor diese Passagiere selbst nach Frankfurt bringen. Das Vorhaben ist kostspielig und nicht ganz ohne Risiko.
Auf der Kurzstrecke lässt sich nur schwer Geld verdienen. Lowcoster wie easyJet und Ryanair sind hier zwar erfolgreich, arbeiten allerdings mit ganz anderen Strukturen. Die Herangehensweise erinnert mich immer ein wenig an die letzten Jahre von Air Berlin … na hoffentlich geht es bei Condor gut.
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