United Airlines hat still und leise an den Zugangsregelungen für die Lounges geschraubt. Betroffen sind die hochwertigen Polaris-Einrichtungen, die bisher selbst Statuskunden nur vor einem internationalen Flug mit einem Business-Class-Ticket der Star Alliance betreten durften. Ab sofort dürfen nur noch Reisende bestimmter Airlines hinein, Gäste von Turkish Airlines oder Singapore Airlines müssen sich künftig mit dem deutlich einfacheren United Club begnügen.
✈️ Deutliche Einschränkungen: United reduziert Zugang zu Polaris Lounges für viele Star Alliance Partner.
🚫 Viele Airlines ausgeschlossen: u.a. Turkish Airlines und Singapore Airlines betroffen.
📉 Weniger Komfort für Premium-Gäste: Zugang trotz Business-Class-Ticket oft nicht mehr möglich.
Der Star-Alliance-Gigant United hat deutliche Einschränkungen bei den Zugangsregelungen für die Polaris Lounges vorgenommen, diese aber nicht explizit verkündet. Die Änderungen sind Lesern des Portals OMAAT aufgefallen und schon seit dem 14. April gültig. Demnach wurden die Regeln auf der Website des Carriers angepasst. Besonders betroffen sind Premium-Passagiere bestimmter Airlines innerhalb der Star Alliance, deren Komfort nun eingeschränkt wurde.
Die Polaris Lounges sind die Premium-Einrichtungen der Amerikaner, solche Räumlichkeiten findet man an wichtigen Drehkreuzen wie Newark, Chicago, Los Angeles oder San Francisco. Im Vergleich zum klassischen United Club bieten sie ein deutlich hochwertigeres Angebot mit À-la-carte-Restaurant, gut ausgestatteten Bars, an denen auch Champagner ausgeschenkt wird und insgesamt mehr Komfort.
Neue Zugangsregeln
Bisher galt eine vergleichsweise großzügige, aber auch einfache Regel: Wer mit einem Langstrecken-Business- oder First-Class-Ticket einer beliebigen Star Alliance Airline unterwegs war, erhielt Zugang – unabhängig davon, mit welcher Airline man tatsächlich flog. Ausgenommen waren nur einige wenige Destinationen in Mittel- und Südamerika. Diese Regel ist nun Geschichte: Künftig erhalten nur noch bestimmte Passagiere Zutritt zu den Polaris Lounges. Dazu zählen:
- Reisende mit einem Business-Class-Ticket von United (außer Passagiere im Basic-Tarif)
- Business-Class-Gäste der Lufthansa Group, SWISS, Austrian und Brussels Airlines (Basic & Flex)
- Business-Class-Passagiere von ANA, Air New Zealand und ITA Airways
- First-Class-Gäste von Lufthansa, SWISS und ANA
Außen vor bleiben hingegen viele andere Partner-Airlines. Wer etwa mit Air India, LOT Polish Airlines, Singapore Airlines, TAP Portugal oder Turkish Airlines fliegt, hat keinen Zugang mehr – selbst mit einem vollwertigen Business-Class-Ticket.
United hat sich bislang nicht zu den Hintergründen geäußert. Die Entscheidung hat aber vermutlich etwas damit zu tun, dass einige Einrichtungen zu bestimmten Zeiten zu voll und damit weniger exklusiv wurden. Außerdem ist dies ein Trend, den man auch bei anderen Airlines beobachten kann. United expandiert zudem derzeit stark auf der Langstrecke, so gibt es im anstehenden Sommerprogramm deutlich mehr Europa-Flüge mit entsprechend vielen Premiumsitzen.
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Die großen Netzwerker aus den USA haben in den vergangenen Jahren deutlich in die Qualität der Lounges investiert. Statt abgepackten Snacks und Cocktails gegen Cash gibt es abwechslungsreiche Buffets, Restaurantbereiche mit Bedienung und gut bestückte Bars. Die Atmosphäre ist deutlich exklusiver, da u.a. Statuskunden, die in der Economy- oder Premium-Economy-Class unterwegs waren, hier nicht zugangsberechtigt waren.
Nun dürfen nur noch die Fluggäste der Partner rein, mit denen United ein Joint-Venture-Abkommen hat und intensiv zusammenarbeitet. Wer also häufig in der First- oder Business Class einer Kranich-Airline fliegt, kann aufatmen.
Der Schritt ist insofern nachvollziehbar, da man die Einrichtungen exklusiv halten und den Andrang im Zaum halten möchte. Gleichzeitig verprellt man die Premium-Gäste der anderen Partner, die teilweise auch sehr teure Tickets gekauft haben. Außerdem wird es einmal mehr noch komplizierter, um bei den Regeln durchzusteigen.




Die Frage ist, warum lassen sich das die anderen Star Alliance Partner gefallen?