Review: The Met Hotel Thessaloniki, a Member of Design Hotels by Marriott

Zimmer im The Met Hotel Thessaloniki, Foto: Robert

Design Hotels gehören zu den etwas ungewöhnlicheren Marken im Portfolio von Marriott. Viele der individuell gestalteten Hotels können über Marriott gebucht werden und bieten die Möglichkeit, Punkte und Statusnächte zu sammeln. Bei den Statusvorteilen sieht es dagegen weniger großzügig aus, weshalb die Marke unter Stammgästen gerne als „statuslose Zone“ bezeichnet wird. Das The Met Hotel in Thessaloniki gehört ebenfalls zu Design Hotels und hat uns bei unserem zweitägigen Aufenthalt durchaus gemischte Eindrücke hinterlassen:

Buchung

Das The Met Hotel kann man direkt auf der Homepage aber auch über Marriott buchen, wobei man nur dann Punkte & Nächte sammeln kann. Wir haben uns für zwei Nächte entschieden und die einfachste Kategorie für rund 160 Euro pro Nacht reserviert.

Hotel The Met Hotel, a Member of Design Hotels
Aufenthalt 2 Nächte
Preis 160 Euro pro Nacht
Buchung Direkt bei Marriott
Gebuchte Kategorie Superior Plus
Erhaltene Kategorie Superior Plus, später Wechsel in ein Executive Zimmer
Status Marriott Bonvoy Platinum
Erhaltene Statusvorteile Elite-Bonuspunkte, kein reguläres Upgrade und kein kostenloses Frühstück
Punktegutschrift Bonvoy

9.127 Punkte
  • Basispunkte: 3.751
  • Elite Bonus: 1.876
  • Promotion: 3.500

Lage, Anreise & Check-in

Das Hotel befindet sich etwas außerhalb des touristischen Zentrums von Thessaloniki. Die unmittelbare Umgebung ist nicht besonders attraktiv und wirkt teilweise eher industriell. Wer direkt vor der Tür Restaurants, Cafés und die Sehenswürdigkeiten der Stadt erwartet, ist hier nicht unbedingt richtig. Ganz so abgelegen ist das Hotel allerdings auch nicht. In etwa 15 Minuten kann man zu Fuß die Promenade erreichen und von dort weiter in Richtung Innenstadt laufen.

Das Met bietet außerdem einen kostenlosen Shuttlebus ins Stadtzentrum an.

Laut dem Fahrplan sollte dieser tagsüber stündlich verkehren. Allerdings wurde der Shuttle an einem Tag unseres Aufenthalts wegen einer Veranstaltung komplett eingestellt. Wir haben den Service daher nicht genutzt. Wer darauf angewiesen ist, sollte die tatsächlichen Fahrzeiten vorab überprüfen.

Der Check-in verlief ziemlich kurz angebunden, es gab keine Begrüßung als Bonvoy Mitglied oder ein Upgrade, wir erhielten zunächst genau die gebuchte Superior-Plus-Kategorie. Als Willkommensgeschenk bekommt jeder Gast eine kleine Aufmerksamkeit mit einigen Süßigkeiten auf dem Zimmer. Insgesamt war der Empfang weder besonders freundlich noch besonders aufmerksam.

Superior Zimmer

Unser erstes Zimmer war ein Superior Plus und machte auf den ersten Blick einen modernen Eindruck. Das Design war schlicht, es gab ein großes Bett und einen kleinen Arbeitsplatz.

The Met Hotel Thessaloniki, Foto: Robert

Allerdings zeigte sich schnell, dass bei der Gestaltung offenbar mehr Wert auf die Optik als auf die praktische Nutzung gelegt wurde. Das Zimmer war relativ klein und bot nur wenig Ablagefläche. Gerade wenn man mit zwei Personen unterwegs ist, wird es dadurch schnell eng.

Zur Ausstattung gehörten unter anderem ein Fernseher, ein Schreibtisch, ein Wasserkocher und eine kleine Auswahl an Kaffee und Tee.

Das Badezimmer war für meinen Geschmack eher gewöhnungsbedürftig. Der Waschbereich war offen in das Zimmer integriert und durch eine Glaswand vom Schlafbereich getrennt. Das mag auf Fotos modern aussehen, ist im Alltag aber nicht unbedingt praktisch.

Das eigentliche Problem war jedoch die Dusche. Das Wasser lief nicht richtig ab und verteilte sich beim Duschen im Badezimmer. Anschließend war ein großer Teil des Bodens nass. Eine vernünftige Trennung der einzelnen Bereiche fehlte, sodass man kaum verhindern konnte, dass das Wasser auch dorthin gelangte, wo es eigentlich nichts zu suchen hatte.

Auch der Balkon konnte nicht überzeugen. Er war wenig einladend gestaltet und bot einen Blick auf die umliegenden Gebäude und Straßen. Die Aussicht fand ich eher bedrückend als schön. Wirklich Lust, dort längere Zeit zu sitzen, kam jedenfalls nicht auf.

Balkon im Met Hotel Thessaloniki, Foto: Robert

Zimmerwechsel

Nachdem wir am nächsten Morgen geduscht hatten und das Badezimmer unter Wasser stand, haben wir an der Rezeption nach einem anderen Zimmer gefragt. Dort erklärte man uns zunächst, dass das Problem bereits bekannt sei. Gleichzeitig hieß es, das Hotel sei ausgebucht und man könne uns daher kein anderes Zimmer anbieten. Eine besonders zufriedenstellende Antwort war das natürlich nicht, insbesondere wenn der Mangel bereits bekannt ist.

Während des Gesprächs schaltete sich allerdings ein anderer Mitarbeiter ein. Dieser nahm sich der Sache an und organisierte schließlich doch noch einen Zimmerwechsel. Wir erhielten ein Executive Zimmer, das insgesamt etwas schöner eingerichtet war. Der wichtigste Unterschied war allerdings das Badezimmer. Hier war die Dusche separat abgetrennt und verfügte über eine eigene Tür. Damit war das Problem mit dem sich verteilenden Wasser gelöst.

Auch die Ausstattung war etwas umfangreicher. Unter anderem stand eine Nespresso-Maschine bereit. Insgesamt wirkte das Executive Zimmer etwas hochwertiger und durchdachter als die ursprünglich gebuchte Kategorie. Positiv bleibt, dass der zweite Mitarbeiter eine Lösung gefunden hat. Allerdings hätte ich mir gewünscht, dass man uns diese Möglichkeit direkt angeboten hätte, anstatt zunächst auf die angebliche Vollbelegung zu verweisen.

Frühstück & Gastronomie

Das Hotelfrühstück haben wir nicht genutzt, da es keinen kostenlosen Zugang gab. Wir haben uns deshalb lieber nach Alternativen in der Stadt umgesehen. Die Lage des Hotels ist dafür zwar nicht optimal, nach ein paar Gehminuten findet man aber einige Cafes usw.

The Met Hotel Thessaloniki, Foto: Robert

Das The Met Hotel verfügt selbst über mehrere gastronomische Bereiche, darunter eine großzügig gestaltete Bar. Diese passt mit ihrer modernen Einrichtung und dem umfangreichen Getränkeangebot gut zum Konzept des Hotels.

Einrichtung & Außenbereich

Während die Zimmer bei mir nur bedingt punkten konnten, haben mir die öffentlichen Bereiche des Hotels deutlich besser gefallen.

Außenbereich im Met Hotel Thessaloniki, Foto: Robert

Auch der Außenbereich ist schön gestaltet. Es gibt einen begrünten Innenhof mit Bäumen, Pflanzen und mehreren Sitzgruppen. Gerade bei gutem Wetter ist das ein angenehmer Ort, um sich etwas zurückzuziehen.

Spa, Pool & Fitness

Ein weiterer Pluspunkt ist der Wellnessbereich. Das Hotel verfügt über einen Rooftop-Pool als auch einen Indoor-Pool mit mehreren Liegen. Die Gestaltung ist eher schlicht.

Zum Spa gehören außerdem Saunen sowie entsprechende Umkleideräume mit Duschen und Spinden. Damit bietet das Hotel durchaus gute Möglichkeiten, sich nach einem Tag in der Stadt etwas zu entspannen.

 

Das Fitnessstudio ist auch ganz ok:

Spa, Pool und Fitnessbereich gehören also eher zu den Stärken des The Met Hotels.

Marriott Bonvoy Statusvorteile

Wer bei Marriott Bonvoy angemeldet ist, kann bei entsprechenden Buchungen Punkte und Statusnächte sammeln, viele der sonst üblichen Elite-Vorteile sind bei dieser Marke aber nicht garantiert. Offiziell gehören aber Upgrade und Late-Check-out zu den Vorteilen. Der spätere Wechsel in das Executive Zimmer erfolgte erst nach unserer Beschwerde über das Badezimmer und war daher kein klassisches Status-Upgrade.

Immerhin wurden die Punkte für den Aufenthalt korrekt gutgeschrieben. Insgesamt kamen 9.127 Marriott Bonvoy Punkte zusammen, darunter 1.876 Elite-Bonuspunkte und weitere 3.500 Punkte aus einer Promotion. Wer bei Aegean Miles+Bonus angemeldet ist, kann hier übrigens auch Meilen sammeln. Dies hat bei mir aber erst nachträglich geklappt.

Review: The Met Hotel Thessaloniki | Frankfurtflyer Kommentar

Das The Met Hotel in Thessaloniki hat bei mir einen zwiespältigen Eindruck hinterlassen. Auf der einen Seite steht ein halbwegs modernes Designhotel mit einer größeren Lobby, einem schönen Außenbereich und einem guten Spa- und Fitnessangebot. Auf der anderen Seite gab es bei unserem Aufenthalt einige Dinge, die nicht überzeugen konnten. Das ursprünglich gebuchte Superior-Plus-Zimmer war klein und hatte ein Badezimmer, das nicht gerade alltagstauglich war.

Die Lage ist ebenfalls nicht ideal. Zwar kann man die Promenade zu Fuß erreichen und es gibt einen kostenlosen Shuttlebus, auf diesen war während unseres Aufenthalts aber nicht durchgehend Verlass. Die Anerkennung eines Marriott Bonvoy Status ist so gut wie nicht vorhanden. Dass es bei Design Hotels viele der üblichen Vorteile nicht gibt, ist bekannt. Für mich ist das The Met Hotel deshalb kein schlechtes Hotel, aber auch keines, das ich unbedingt erneut buchen müsste.

 

Weitere Teile des Tripreports:

  • The Met Hotel Thessaloniki, a Member of Design Hotels by Marriott
  • NIKO Seaside Resort Kreta, MGallery Collection by Accor Hotels
  • 6 Minuten in der Luft | Mein kürzester Linienflug!
  • Domes Aulus Zante, Zakynthos
  • Numo Ierapetra Beach Resort Kreta, a CURIO Collection by Hilton
  • Skyserve Lounge Heraklion, Kreta
  • Discover Airlines Business Class im Airbus A320

8 Kommentare

  1. Typisches Beispiel für zügellosen unverschämten Marriott Wucher weltweit. Wert ist ein solches primitives Hotel 60 Euro! Nicht 160. Von der Differenz expandiert Marriott seit 25 Jahren…sorry, man muss schon echt dämlich sein, die Wucherpreise der Kettenhotels zu zahlen!

    • Bernhard lx wieder.
      Da nutzt der Namenswechsel nix bei immer der gleichen Leier. 🥱
      Ja, alles Mist mit den Kettenhotels und nur Du kennst den richtigen Preis.

    • Danke für den freundlichen Kommentar.

      Ich gehe in Thessaloniki aber auch wirklich gerne in Boutiquehotels, mein Favorit das „Blue Bottle“ war aber ausgebucht.

      https://frankfurtflyer.de/review-blue-bottle-boutique-hotel-thessaloniki/

      Es gab viele andere Hotels, die von den Bildern her ähnlich waren wie das Met. Preislich lagen die aber im ähnlichen Bereich. Wobei man auch schnell Hotels findet, die 300 Euro kosten. Griechenland ist da kein Schnäppchen.

    • Kleine Nachhilfe, das ist ein unabhängiges griechisches Hotel, welches nur das Buchungssystem und die Bekanntheit von Marriott nutzt. Marriott Standards, geschweige denn Vorteile werden hier nicht eingehalten. Aber in solchen 3. Welt Ländern ist das nun durchaus üblich. (schreibe gerade aus Korfu)

      • Die deutsche Arroganz gegenüber Mittelmeerländern („3. Welt“) ist schon erstaunlich. Warum reisen Sie dann nach Korfu statt an die Ostsee oder in den Westerwald?

    • Das stimmt wirklich.

      Ich nutze sie auch nur dann wenn ich die Statusnächte brauche und sie noch halbwegs bezahlbar sind.

      Zum Einlösen von Punkten aber öfter eine gute Option.

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