Review: Austrian Airlines Business Class in der Boeing 777-200er von Wien nach Bangkok

Nach unserem etwas gewöhnungsbedürftigen Aufenthalt in der Lounge sollte es zu unserem Angstgegner Flug gehen. Nicht etwa dass wir vor der Austrian Airlines Business Class in der Boeing 777-200er Angst hatten, denn diese kannten wir schon und hatten sie als gut befunden. Angstgegner deshalb, da es der erste richtige Langstreckenflug für die Kinder sein sollte und uns wirklich der A**** auf Grundeis ging mit der Sorge, den ganzen Flug die Mitreisenden mit brüllenden Kindern zu belästigen. Ob das wirklich so gekommen ist und wie wir den Nachtflug in der Austrian Airlines Business Class fanden, lest Ihr in der folgenden Review.

Austrian Airlines Business Class in der Boeing 777-200er von Wien nach Bangkok | Buchung

Gebucht haben wir diesen Flug mit Miles&More Meilen. Dabei war die Buchung gar nicht so einfach, denn die Flüge nach Bangkok waren an unseren Flugtagen schon extrem voll und entsprechend musste einer der wertvollsten HON Circle Vorteile herhalten: Die Prämienflug Buchungsgarantie. 

Hierbei kann man als HON Circle auf jedem Flug der Lufthansa Gruppe Prämienflüge in der Economy und Business Class zu normalen Preisen erzwingen, solange noch Flüge überhaupt im Verkauf sind und man mindestens 14 Tage vor Abflug bucht. 

Der Flug von Wien nach Bangkok stand schon Wochen vor unserem Flug auf J2, was bedeutet, dass nur noch genau zwei Sitz überhaupt im Verkauf waren und zwar in der höchsten Buchungsklasse. Hätte ich diese zwei Sitze mit Geld buchen wollen, hätte dies zwei Personen und zwei Babys auf dem Schoß der Eltern fast 10.000 Euro gekostet und entsprechend froh war ich, als die Dame an der HON Hotline uns sagte „Ja das ist kein Problem, da können wir noch zwei Prämienflüge ausstellen. 

Gekostet haben die Flüge von Frankfurt über Wien nach Bangkok dann am Ende 106.500 Meilen und etwas über 700 Euro an Steuern und Gebühren.

  • 71.000 Meilen und ca. 350 Euro für das erste Ticket
  • 35.500 Meilen und ca. 350 Euro für das zweite Ticket dank des Companion Awards
  • 0 Meilen und ca. 1,5 Euro für jedes Kind, wobei diese keine eigenen Sitzplätze haben

Wenn man dies mit den fast 10.000 Euro vergleicht, die diese Flüge regulär gekostet hätten, war es durchaus ein extrem guter Deal und ich war unfassbar froh, dass es die Buchungsgarantie für HONs gibt. 

Austrian Airlines Business Class in der Boeing 777-200er von Wien nach Bangkok | Flugdaten

Flugzeug: Boeing 777-200er
Konfiguration: 306 Economy Class
24 Premium Economy
38 Business Class
Registrierung: OE-LPD
Alter: 16,3 Jahre
Flugnr.: OS25
Abflug Ist (Plan): 23:41 (23:25)
Ankunft Ist (Plan): 15:22 (15:30)
Reisezeit: 9:42 h
Reiseklasse:  Business Class
Sitz: 1D/1K (Gang/Fenster)
Ticketpreis: 71.000 Miles&More Meilen und 350 Euro Steuern+Gebühren
Vielfliegerprogramm & Status: Miles & More FTL/HON
Gesammelte Meilen: 0 da Prämienflug
Champagner: Duval-Leroy Brut Réserve

 

Austrian Airlines Business Class in der Boeing 777-200er von Wien nach Bangkok | Check-In

Den Check-In konnten wir in Frankfurt bereits am First Class Terminal erledigen, wie immer schnell und unkompliziert. Wir fragten in Wien lediglich am Loungetresen nochmal das Gate ab und ob der Flug Verspätung hätte. Pünktlich ging es für uns dann zum Boarding, denn unsere Kinder waren bereits zwei Stunden nach der üblichen Schlafenszeit, also perfekt für den langen Flug vorbereitet.

Etwas ärgerlich war, dass wir es nicht mehr geschafft hatte zwei Sitzplätze nebeneinander zu bekommen oder zwei Thron Sitze. Dies lag aber einfach daran, dass wir die letzten zwei Sitzen in der Business Class gebucht hatten und die Kabine schon recht voll war. 

Auch darf man mit Kleinkindern nicht jeden beliebigen Sitz in der Kabine belegen und entsprechend waren wir sehr glücklich, dass es das Team immerhin geschafft hatte uns recht nahe zusammen zu setzen. 

Austrian Airlines Business Class in der Boeing 777-200er von Wien nach Bangkok | Boarding

Am Gate angekommen durften wir zeitnah und pünktlich einsteigen, wie üblich als Familie mit kleinen Kindern mit als erstes. Das Gatepersonal warf einen kritischen Blick auf unsere Buggies von my junior, die IATA Maße haben und deshalb mit in die Kabine genommen werden dürfen. Nach einer kurzen Klärung wurden wir durchgewunken. An der Flugzeugtür angekommen gab es dann noch eine ganz kurze Verhandlung mit Christoph, denn ich wollte unbedingt auf dem „Thron“ sitzen. Ganz nach dem Motto „Happy Wife, happy Life“ hat er ihn abgetreten.

Austrian Airlines Business Class in der Boeing 777-200er von Wien nach Bangkok | Kabine & Sitz

Die Boeing 777-200er hatte bei diesem Flug noch eine Business Class mit 38 Sitzplätzen, allerdings ist Austrian Airlines gerade dabei die Kabine um sechs Sitze auf 32 Sitze zu verkleinern, zugunsten einer größeren Premium Economy Class. 

Die Business Class hat eine versetzte 1-2-1 und 2-2-2 Anordnung und erstreckt sich über acht Reihen. Die achte Reihe ist eine kleine Mini Kabine hinter der Bordküche und es macht durchaus Sinn, dass Austrian Airlines diese nun entfernt. Bei den Passagieren war diese kleine Kabine aber immer recht beliebt, denn hier gab es nur sechs Sitze. 

Die große Kabine in der Business Class der Austrian Boeing 777 wirk trotz des Alters des Flugzeuges durchaus noch modern und großzügig. 

Besonders spannend sind für zusammenreisende Paare immer die Doppelsitze am Fenster. Hier hat zwar nicht jeder Passagier direkten Gangzugang, aber man kann zu zweit am Fenster sitzen und wenn man den Sitznachbar gut kennt, ist das mit dem direkten Gangzugang oftmals nicht so wichtig, zumindest sind diese Sitze sehr beliebt. 

Leider durften wir nicht zusammen mit den Kindern auf solch einem Doppelsitz am Fenster sitzen, da hier nicht genügend Sauerstoffmasken vorhanden sind. Für Alleinreisende (oder eine Person mit Kind) bieten sich dagegen die Thron Sitze an, denn hier hat man auch durch die großen Ablagen auf beiden Seiten viel Platz. 

Leider kann man diese Sitze nur gegen einen Aufpreis oder mit SEN und HON Status kostenlos reservieren und auch nur für den SEN/HON Passagier selbst, nicht für Mitreisende in der selben Buchung. 

Die Sitze lassen sich natürlich in ein vollkommen flaches Bett verstellen und zum Einstellen des Sitzes gibt es einen Touch Screen Monitor in der Armlehne. Mit kleinen Kindern auf dem Arm ist das übrigens gar nicht mal so toll, denn  der schön leuchtende Monitor lädt magisch zum darauf Herumdrücken ein und kaum hat man mal in die falsche Richtung geschaut, bewegt sich auch schon der Sitz, wenn der Junior wach ist. 

Wie es diese Sitzanordnung mit sich bringt, verschwinden die Füße, wenn man den Sitz in ein Bett verstellt in ein Fach, welches sich unter der Armlehne des Vordermannes befindet. Diese Fußfächer sind nicht immer angenehm groß gestaltet, aber in der Business Class der Austrian Airlines Boeing 777, hat man durchaus eine vernünftige Größe gewählt, sodass man sich beim Schlafen auch noch bewegen kann. 

Wenn wir gerade vom Schlafen sprechen, auf jedem Sitz war auch eine Decke und Kissen bereit gelegt. Ein Service von Austrian Airlines ist, dass diese zum Schlafen mit weißen Bezügen bezogen werden. Wir haben dies allerdings nicht genutzt, da wir möglichst schnell schlafen wollten, denn die Kinder waren bereits sehr müde und sind noch vor dem Start eingeschlafen. 

Austrian Airlines Business Class in der Boeing 777-200er von Wien nach Bangkok | Catering

Austrian hatte eine nette Auswahl an Catering an Bord. Aufgrund unserer Aufregung und des Schlafmangels haben wir darauf verzichtet etwas zu bestellen, da wir Sorge hatten, dass das Geklappere des Geschirrs die Kinder, die wenige Minuten nach dem Start eingeschlafen sind, wecken könnte. Natürlich wollen wir Euch trotz allem einen Einblick in die Karte nicht verwehren:

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Austrian Airlines Business Class in der Boeing 777-200er von Wien nach Bangkok | Inflight-Entertainment-System

Die Monitore in der Austrian Airlines Business Class sind angenehm groß und hochauflösend. Wir haben das IFE den Flug über nicht genutzt, mit Ausnahme der Moving Map, aber es gab ein ansprechendes Angebot an Filmen, Serien und Musik. 

Hier findet Ihr das aktuelle Angebot im IFE von Austrian Airlines

Austrian Airlines Business Class in der Boeing 777-200er von Wien nach Bangkok | Service

Die Crew war grundsätzlich sehr nett und für einen Nachtflug angemessen oft in der Kabine vertreten. Meine Getränke wurden zwar nicht proaktiv nachgefüllt, ich habe aber auch mit aller Macht versucht zu schlafen, weshalb hier vermutlich kein Anlass gesehen wurde.

Sehr negativ ist mir aufgefallen, dass vor, während und nach der Service Runde – und auch während des gesamten Fluges ein enormer Geräuschpegel aus der Galley kam. Das ist mir trotz Ohropax aufgefallen, die ich trug, um besser schlafen zu können. Dieser Lärm, plus ein sehr lauter Ami auf dem Nebensitz, der den Flug scheinbar nutzte um jedem Crewmitglied seine Lebensgeschichte zu erzählen und seine verdächtig junge Thai-Frau, die eigentlich auch nur schlafen wollte, vorzustellen, hat dazu geführt, dass ich kaum geschlafen habe. Und wenn, dann mit sehr vielen Unterbrechungen und häufigem Aufschrecken.

Meiner Meinung nach muss es nicht sein, dass die Klappen in der Galley während eines Nachtfluges mit extra Schwung zugeknallt werden. Dass der Passagier neben mir super laut war kann die Crew nur bedingt regulieren, aber alle Gesprächspartner waren sehr gut dabei in ähnlicher Lautstärke zu antworten, obwohl die Kabine voll mit scheinbar schlafenden Passagieren war.

Austrian Airlines Business Class in der Boeing 777-200er von Wien nach Bangkok | Frankfurtflyer Kommentar

Der Flug war, auch wenn nicht alles perfekt war, für uns sehr gut. Der wichtigste Faktor war, dass die Kinder bis 1,5h vor der Landung geschlafen haben und den restlichen Flug mit guter Laune entspannt gespielt haben. Echte Vielfliegerbabies ;).

Am Flughafen angekommen wurden wir als HON und HOC von Flughafenpersonal empfangen und zur Immigration für den Weiterflug begleitet. Besonderes für die Jungs war es gut, dass wir nicht nach dem Weg suchen mussten sondern geführt wurden. Zeit ist bei Kindern ein elementarer Faktor.

Ein typischer Nachtflug, bei dem man natürlich nicht alle Dinge testen kann oder möchte, denn wenn man so einen Flug bucht, steht die Ruhe im Vordergrund. Das haben aber leider nicht alle Passagiere so gesehen. Der Herr kann froh sein, dass er immer nur mich geweckt hat und nicht die Kinder, sonst hätte es ordentlich gerappelt. Etwas schade fand ich dann am Ende doch, dass wir das Catering nicht getestet haben, denn das war bisher mein erster Langstreckenflug mit Austrian. Aber das können wir ja in Zukunft bei einem Tagflug nachholen :).

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14 Kommentare

  1. Bei Lärm aus der Galley, auch von laut sich unterhaltenden Crews, hingehen und um Ruhe bitten….schon einige Male leider machen müssen…Crews sind sich dessen offenbar nicht bewusst. Und laute Sitznachbarn auch draufhinweisen…oder Crew bitten…

  2. Hi Nicole,

    danke für deinen Bericht.
    Was meinst du mit „…und seine verdächtig junge Thai-Frau“.
    Ich verstehe den Kontext des Wortes verdächtig jung nicht.

    VG
    Martin

    • Nun ja niemand ist frei von Vorurteilen…. Wo die Liebe halt hinfällt. Aber Junge Thai Frau, alter westlicher Mann, man kennt die Geschichten.

  3. Ja das verstehe ich auch nicht warum die Crews bei derart mitteilungsbedürftigen Passagieren, gerade bei Nachtflug, nicht um Ruhe bitten. Ich denke dem Passagier wirds halt selber gar nicht auffallen, aber wenn der Purser hier freundlich aber bestimmt zu erkennen gibt das zu Schlafenszeiten um etwas Ruhe gebeten wird, sollte das auch hinhauen.

    nicht verstehe ich allerdings woher der Autor zu wissen glaubt dass die Begleitung des lauten Mitreisenden eine Thailänderin ist. Hat sie sich mit anderen Leuten oder der Crew auf Thai unterhalten?
    Auch „verdächtig Jung“ klingt anmaßend. Wenn Sie die Passagierdaten kennen nennen Sie bitte das Alter der Passagierin. (Sie wußten ja auch das sie Thailänderin ist, dann müssen sie ja auch das geb Dat. gesehen haben)

    unter verdächtig Jung verstehe ich mutmaßlich Minderjährig. Da habe ich allerdings bedenken dass eine derart Junge Frau ein Schengenvisa ausgestellt bekam.
    Vielleicht war es seine vietnamesische Frau, vielleicht war es seine philippinische Tochter. beides geht uns nichts an. Was ich weiß ist, das zierliche 35 jährige asiatische Frauen durchaus für 22 durchgehen können.

    • Ach da kommt wieder das gute deutsche Gutmenschentum und politische Korrektheit durch, mit der man alle belehren will um sich selbst besser zu fühlen. Man geilt sich an einem Nebensatz auf, es ist göttlich!

      Die Dame hatte einen Thai Pass in der Hand. Klar kann seine Tochter gewesen sein, dann hat er sie aber ganz schön unanständig berührt und geküsst dafür.
      Sie war nicht minderjährig, wurde auch nicht behauptet, aber von dir nun unterstellt, genau wie die Sache mit dem Schengen Visa. Warum braucht sie dass im Transit in Wien?

      Wer die Augen vor der Realität verschließen will, dass es junge Thai Damen gibt, welche sich ältere, westliche Männer suchen, der soll es machen, aber dann darf er auch nicht nach Thailand fliegen, da sieht man es unweigerlich.

      • Schade, habe die Reviews immer gerne gelesen.
        Aber wer sich in bester deutscher Gutmenschenmanier über den „Ami“ und dessen Begleiterin echauffiert disqualifiziert sich selbst. Nebensatz oder her: Das ist ein Armutszeugnis für
        den Verfasser. Leben und leben lassen!

          • Also wenn eine Westliche Frau das macht, erwähnt ihr das auch nicht sehr sehr unpassend und das hat nichts mit Klischee zu tun. Lächerlich tut mir leid, aber was hat das mit deiner Realität zu tun. Wenn Araber oder Westliche Männer das haben siehe USA oder Ostblock Länder erwähnt ihr das auch nicht. Bin der gleichen Meinung wie Xavier und Patrick.

    • Ein Satz mit dem man sich nicht nur an den Rande der Gesellschaft bringt, sondern man schließt sich sogar selbst aus. Kinder dürfen und sollen am öffentlichen Leben teilhaben und nichts anders findet in der Business Class teil. Es tut mir ja Leid, dass du dir die 100.000 Euro für den Privat Jet nach Bangkok nicht leiten kannst, aber wenn du dich in einem öffentlichen Transportmittel bewegst, sind da Kinder sehr willkommen.

      Pöbler will man da übrigens nicht haben und für so nen Satz wird man bei mancher Airline auch mal nett wieder aus dem Flieger gebeten. Aber ich bin mir sicher, das Rückgrat das zu sagen wenn ein Kind in der Kabine ist, hast du erst garnicht.

  4. Wenn der „Ami“ die Kinder geweckt hätte , hätte es „gerappelt“…Was meinst Du damit ?
    Daß seine Frau verdächtig jung war bzw wirkte , ist deren Privatsache.
    Vielleicht hat er mehr Geld , als sie.Na und ?
    Smarte Frauen suchen sich in D auch oft einen Partner , der „was zu bieten“ hat.
    Manche ältliche D. Frauen bringen sich ihren „beach boy“ aus Afrika mit oder liieren sich mit einem Geflüchteten.So ist das in der heutigen Zeit.

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