Mein oneworld Status Run | Rückreise, Kassensturz & Meilenkonto

British Airways LHR-JFK, Foto: Robert

Nach drei Tagen am Flughafen Los Angeles habe ich mich auf den Rückweg meines Status-Run Trips gemacht. Im Gegensatz zur Hinreise mit Übernachtungen in Helsinki, London, New York und San Francisco ging es nun an einem Stück nach Hause. Dank diverser Anpassungen im Flugplan von British Airways und American Airlines erhielt ich die Gelegenheit die Reise nach meinen Wünschen anzupassen, da durch die unfreiwilligen Änderungen immer eine kostenfreie Umbuchung möglich wurde.

Auf nach Hause: LAX Airport

12 Mal umgebucht

Insgesamt habe ich den Trip 12x geändert, wobei ich meistens andere Zeiten gewählt habe. Dank der kulanten Mitarbeiter an der Hotline von British Airways in Deutschland durfte ich auch das Routing großzügig anpassen. So sollte der eigentliche Rückflug von L.A. via Dallas und London zurück nach Sofia führen. Dies sollte meinem British Airways Executive Club Konto eine Gutschrift von 260 Tier Points bringen, damit hätten mir nur noch 45 TP gefehlt um die Gold Stufe und damit den oneworld Emerald zu holen. Eine zusätzliche Reise um die fehlenden Punkte zu sammeln, hätte auch noch im alten Jahr stattfinden müssen, wo die Hürden um 25% abgesenkt waren.

Meine Idee war es daher, das Routing statt via Dallas wieder über New York zu führen, was direkt 100 zusätzliche Statuspunkte bringen sollte. Längere Mittelstrecken bzw. kurze Langstrecken wie z.B von US-Küste zu Küste sind im BA Executive Club richtige Sweet Spots, da diese 140 TP bringen. Während mir LAX-DFW-LHR-SOF insgesamt also 260 TP  (40+140+80 TP) eingebracht hätten, waren es bei LAX-JFK-LHR-SOG gleich 360 TP (140+140+80 TP). Die Mitarbeiterin am Telefon fand Verfügbarkeiten und hatte mich entsprechend umgebucht.

Damit war ich um 55 TP über der erforderlichen 1.125 TP (normal 1.400 TP) für den Gold Status. Später kam mir dann noch die andere Idee für eine Umbuchung, die ich Dank einer kurzfristigen Annullierung anstoßen wollte. Ich fragte daher ob ich das letzte Teilstück von London statt nach Sofia nicht einfach nach Deutschland ändern konnte. Das würde zwar dann nur 40 statt 80 TP bringen, aber ich wäre direkt zuhause und hätte trotzdem die Goldkarte geholt. Nach ersten erfolglosen Versuchen am Ticketschalter und der Hotline in UK hatte ich eine freundliche Dame aus Deutschland am Ohr. Sie lehnte die Änderung zunächst ebenfalls ab, da die Reise den Regelungen zufolge in dem Land enden muss, wo diese startete. Nach Rücksprache mit der Ticketabteilung erhielt ich dann einen Rückruf von der BA-Mitarbeiterin, die mir die Änderung aus Kulanz bestätigte.

Kassensturz

Die Flüge kosteten 1.241€, alle Änderungen waren kostenfrei. Der Zubringer nach Sofia erfolgte in Economy Light und kostete oneway nur 63€. Dank diverser Punkteeinlösungen hatte ich für Hotels pro Übernachtung im Schnitt 94€ ausgegeben.

Natürlich habe ich mich während der Reise verpflegt und einiges unternommen. Es gab aber auch Loungehopping-Tage, an denen ich zumindest für Speisen und Getränke kaum Geld ausgeben musste.

Meilenkonto

Durch die Umbuchungen kam ich teilweise in hochwertigere Buchungsklassen. Dies hat sich zwar nicht auf die Anzahl der Statuspunkte ausgewirkt, die Gutschrift der Avios wurde jedoch in diesen Fällen um 50-100% erhöht. Den Silver Status hatte ich während des Trips erreicht, dieser beschert Mitgliedern einen zusätzlichen Bonus von 50% auf die Avios. Auf meinem BAEC Konto landeten abschließend insgesamt ca. 37.000 Avios.

Die Umstellung auf den Gold Status war etwa 3 Tage nach Beendigung der Reise ersichtlich. Auch mein Hilton Honors Konto freute sich, für jede Übernachtung kamen dank einer Promo etwa 7.500 Punkte dazu.

Foto: British Airways

Mein oneworld Status Run | Frankfurtflyer Kommentar

Mit „Gold zu Weihnachten“ hat es also geklappt, dank einem spontanen Trip mit Finnair vor dem eigentlichen Status Run hatte ich schon einige Tier Points gesammelt, durch ein paar Anpassungen im Routing gab es mehr TP als anfangs gedacht. Alles in allem war ich etwa zwei Wochen unterwegs, es gab viele nette Erlebnisse und schöne Erfahrungen. Die meisten Flüge und Lounges waren gut bis sehr gut, positiv überrascht war ich von den Flagship Lounges und dem Bordservice bei American Airlines.

Beim Kundenservice ist es wie in der Lotterie- entweder hat man Glück und wird von kompetenten Mitarbeitern betreut oder man hängt lange Zeit in der Warteschleife, bekommt Ausreden oder erreicht gar nicht erst jemanden. Auf dem Rückweg wurde ich auf einem AA-Flug sogar einmal am Airport von Business auf Economy downgegradet, die Mitarbeiter verwiesen mich alle an BA, da das Ticket von British Airways ausgestellt worden war. Im Endeffekt hatte mir ein Mitarbeiter am Gate dann einen Business-Sitz zugewiesen, da ich niemanden sonst am Flughafen oder Telefon erreichen konnte.

Unterm Strich hatte ich aber mit den Umbuchungen viel Glück und positive Erfahrungen gemacht. Die Wartezeiten waren aber stellenweise unverhältnismäßig, es war generell viel Geduld gefragt. Es hat sich dennoch gelohnt, der Trip hat viel Spaß gemacht und ich freue mich auf künftige Abenteuer mit dem Emerald-Kärtchen.

Weitere Teile des Tripreports:

9 Kommentare

  1. 1.500 TPs brauchst du regulär. 😉 Also beim nächsten Mal.

    Ansonsten nettes Ticket. Und die Hotline von BA in Bremen ist eigentlich sehr brauchbar. Schade, dass sie keine KK in D herausgeben, wo sie doch ein Callcenter betreiben.

    • Mmhhh. Das hier ist ein Blog, wo wir genau solche Reviews lesen wollen. Wir hier fliegen gerne und viel, und das in den folgenden Jahrzehnten auch sicherlich immer CO2 neutraler 🤩 Ich habe auch nach >1500 Flügen noch Spaß und kein schlechtes Gewissen. Wir werden das technisch lösen und die Welt retten 🤩

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