SAS ist die wichtigste Fluggesellschaft Skandinaviens und befindet sich seit einigen Jahren im Umbruch. Nach dem Einstieg neuer Eigentümer hat die Airline 2024 die Star Alliance verlassen und ist ins SkyTeam gewechselt. Air France-KLM ist an SAS beteiligt und will seinen Anteil weiter ausbauen. Auch bei der Flotte hat sich einiges getan. Insgesamt sind für SAS und die verschiedenen Betreiber inzwischen rund 140 Flugzeuge unterwegs, die im Schnitt knapp 9 Jahre alt sind. Die Airbus A320neo Teilflotte zieht das Alter nach unten, mit 80 Maschinen bildet der Typ inzwischen das Rückgrat der Gesellschaft. Während der Pandemie hat man sich von den letzten Vierstrahlern verabschiedet, in den kommenden Jahren steht die nächste große Modernisierung an, unter anderem wurden 20 Airbus A330neo bestellt. Heute werfen wir einen Blick in den Norden und stellen Euch die aktuelle SAS Flotte vor.
Auf den europäischen Strecken vermarktet SAS inzwischen auch wieder eine Business Class. Diese wurde zum 1. Oktober 2025 eingeführt und unterscheidet sich auch beim Sitzplatzangebot von der Economy Class. In der Business Class bleibt der Mittelsitz frei, die Größe der Kabine kann je nach Nachfrage angepasst werden. Entsprechend sind die unten genannten Sitzplatzzahlen bei den auf Europastrecken eingesetzten Flugzeugen als maximale Kapazität zu verstehen. Mehr zur neuen SAS Business Class auf Kurzstrecken findet Ihr hier.
ATR 72-600
Auch Propellermaschinen gehören zur SAS Flotte, wobei diese nicht von der Airline selbst betrieben werden. Sechs ATR 72-600 fliegen für SAS und werden von Braathens Regional Airways eingesetzt. Mit den Turboprops werden vorwiegend kleinere Flughäfen und kürzere Regionalstrecken bedient. An Bord können bis zu 72 Passagiere befördert werden, das Durchschnittsalter der Teilflotte liegt bei 8,4 Jahren.
| Reiseklasse | Sitze |
|---|---|
| Economy Class | 72 |
| Gesamt | 72 |
CRJ 900
Auch die Bombardier CRJ900 werden nicht von SAS selbst betrieben. 14 Maschinen sind für die Skandinavier unterwegs und werden von der irischen CityJet eingesetzt, einige sind derzeit inaktiv. Mit einem Durchschnittsalter von ca. 18 Jahren gehören die Regionaljets inzwischen zu den älteren Flugzeugen im SAS-Netz. Je nach Konfiguration können 88 oder 90 Passagiere befördert werden.
| Reiseklasse | Konfiguration 1 | Konfiguration 2 |
|---|---|---|
| Economy Class | 88 | 90 |
| Gesamt | 88 | 90 |
Embraer E195
Der Betreiber der Embraer E195 heißt SAS Link. Inzwischen gehören 16 Exemplare zur Teilflotte, die Regionaljets sind im Schnitt gut 14 Jahre alt und bieten jeweils 122 Passagieren Platz. Die Embraer ergänzen die größeren Airbus A320 auf Strecken, auf denen deren Kapazität nicht benötigt wird.
| Reiseklasse | Sitze |
|---|---|
| Economy Class | 122 |
| Gesamt | 122 |
Airbus A319-100
Nur noch vier der kleinen Airbus A319 sind übrig geblieben, einer hatte die Bemalung der Star Alliance, dies wurde notdürftig angepasst. In der Kabine sind 150 Sitze verfügbar.
Auf Europastrecken kann im vorderen Bereich eine variable Business Class eingerichtet werden. Dabei bleibt der Mittelsitz frei, wodurch sich die tatsächlich verkaufbare Kapazität entsprechend reduziert.
| Reiseklasse | Sitze |
|---|---|
| Business Class / Economy Class | variabel |
| Maximale Kapazität | 150 |
Airbus A320-200
Die klassische Variante des Airbus A320 ist bei SAS inzwischen fast verschwunden. Nur noch drei A320ceo sind im Einsatz, das Durchschnittsalter liegt bei 18,8 Jahren. Damit ist absehbar, dass auch diese Teilflotte keine besonders große Zukunft mehr hat.

In der Kabine stehen 168 Sitzplätze zur Verfügung. Die Aufgaben des älteren Modells werden zunehmend von den wesentlich jüngeren A320neo übernommen. Auf Europastrecken wird die Business Class im vorderen Bereich variabel eingerichtet, wobei der Mittelsitz frei bleibt.
| Reiseklasse | Sitze |
|---|---|
| Business Class / Economy Class | variabel |
| Maximale Kapazität | 168 |
Airbus A320neo
Mit dem NEO hat man der Flotte eine ordentliche Verjüngungskur verpasst. Inzwischen sind 80 Airbus A320neo für SAS unterwegs, davon werden 33 von SAS Connect betrieben. Damit ist das Modell mit großem Abstand der wichtigste Flugzeugtyp der Gesellschaft. Das Durchschnittsalter liegt bei gerade einmal 5,2 Jahren. In den Kabinen ist Platz für 180 Passagiere, die Flugzeuge werden sowohl auf kurzen Rennstrecken innerhalb Skandinaviens als auch auf längeren Flügen eingesetzt. Auf den Strecken zu den Kanarischen Inseln werden nicht selten Flugzeiten von über sechs Stunden erreicht.
Auch im A320neo wird auf Europastrecken eine variable Business Class angeboten. Die Passagiere sitzen auf den normalen Sitzen der A320neo-Kabine, der jeweilige Mittelsitz bleibt in der Business Class allerdings frei. Je nach Größe der Business Class reduziert sich damit die tatsächlich verfügbare Gesamtkapazität.
| Reiseklasse | Sitze |
|---|---|
| Business Class / Economy Class | variabel |
| Maximale Kapazität | 180 |
Airbus A321LR
Als der kleine Langstreckenjet vorgestellt wurde, war Begeisterung angesagt. SAS hat den Airbus A321LR mit drei Klassen bestuhlt und bietet allen Gästen einen persönlichen Bildschirm samt Stromanschluss und WiFi. In der Business Class sind Sitze verbaut, die sich in flache Betten verwandeln lassen, hinzu kommt eine Premium Economy.

Ziel war es, auf weniger nachgefragten Routen zu fliegen und neue Märkte zu erschließen. Nicht jedes Experiment war dauerhaft erfolgreich, inzwischen werden die drei Jets aber weiterhin auf ausgewählten längeren Strecken eingesetzt. In den drei Flugzeugen haben jeweils 157 Gäste einen Platz. Davon sitzen 22 in der Business Class, zwölf in der Premium Economy und 123 in der Economy Class.
| Reiseklasse | Sitze |
|---|---|
| Business Class | 22 |
| Premium Economy Class | 12 |
| Economy Class | 123 |
| Gesamt | 157 |
Review: Privatjet Feeling nach New York | SAS Airbus A321LR Business Class
Airbus A330-300
Natürlich hat SAS auch „richtige“ Langstreckenflugzeuge wie den Airbus A330. Acht Exemplare gehören derzeit zur Flotte, eine Maschine ist inaktiv. Mit durchschnittlich 14,7 Jahren gehören die A330 zu den älteren Flugzeugen der Gesellschaft.
Die Flugzeuge verfügen über Business Class, Premium Economy und Economy Class. Je nach Konfiguration stehen insgesamt 262 oder 266 Sitzplätze zur Verfügung. In dieser Teilflotte steht gleichzeitig eine größere Veränderung bevor. SAS will zehn weitere A330-300 leasen und damit die Langstreckenkapazitäten erhöhen. Die zusätzlichen Flugzeuge dienen auch als Überbrückung, bevor ab 2030 die bestellten Airbus A330neo eintreffen.
| Reiseklasse | Konfiguration 1 | Konfiguration 2 |
|---|---|---|
| Business Class | 32 | 32 |
| Premium Economy Class | 56 | 56 |
| Economy Class | 174 | 178 |
| Gesamt | 262 | 266 |
Airbus A350-900
Die modernsten Großraumflugzeuge bei SAS sind die Airbus A350-900. Inzwischen gehören sechs Exemplare zur Flotte, mit einem Durchschnittsalter von 4 Jahren ist die Teilflotte noch sehr jung.

Die A350 werden auf wichtigen Langstrecken eingesetzt. An Bord sind 300 Sitze verfügbar, davon 40 in der Business Class, 32 in der Premium Economy und 228 in der Economy Class.
| Reiseklasse | Sitze |
|---|---|
| Business Class | 40 |
| Premium Economy Class | 32 |
| Economy Class | 228 |
| Gesamt | 300 |
Boeing 737-700
Eine Boeing 737-700 taucht ebenfalls noch in der SAS Flottenübersicht auf, im normalen Passagierverkehr spielt die Maschine allerdings keine Rolle mehr. Das inzwischen über 26 Jahre alte Flugzeug wurde 2022 für MedEvac-Einsätze umgebaut und ist derzeit inaktiv.
Künftige Modelle | Airbus A330-900
Bei der Langstreckenflotte hat SAS inzwischen eine wichtige Entscheidung getroffen. 20 Airbus A330-900 wurden bestellt, hinzu kommen Optionen für weitere Maschinen. Die ersten Exemplare sollen nach aktuellem Stand ab 2030 ausgeliefert werden. Bis dahin soll die vorhandene A330-Flotte durch zusätzliche geleaste A330-300 verstärkt werden. Der A330neo dürfte langfristig eine wichtige Rolle bei der Erneuerung der Langstreckenflotte spielen und die älteren A330-300 ersetzen. Zusammen mit dem Airbus A350 setzt SAS damit auch künftig vollständig auf Airbus-Großraumflugzeuge.
Bei SAS hat sich seit unserem letzten Flottencheck einiges getan. Besonders deutlich wird dies auf der Kurz- und Mittelstrecke. Nur noch wenige ältere A319 und A320ceo sind übrig, während inzwischen 80 Airbus A320neo das Rückgrat der Flotte bilden. Zusammen mit den Regionalflugzeugen kann SAS damit ein dichtes Netz innerhalb Skandinaviens und Europas bedienen.
Auch beim Produkt hat sich auf diesen Strecken etwas getan. Seit Oktober 2025 bietet SAS auf Europastrecken wieder eine richtige Business Class an. Im Gegensatz zum früheren SAS Plus bleibt dabei der Mittelsitz frei. Die Größe des Business-Class-Bereichs kann je nach Nachfrage angepasst werden, wie man es auch von anderen europäischen Netzwerk-Airlines kennt.
Auch die strategische Ausrichtung hat sich grundlegend verändert. SAS hat die Star Alliance bereits 2024 verlassen und ist seitdem Mitglied bei SkyTeam. Damit haben sich auch die Umsteigemöglichkeiten verändert, insbesondere die Zusammenarbeit mit Air France und KLM über Paris und Amsterdam spielt eine größere Rolle.
Spannend wird die Entwicklung auf der Langstrecke, zehn zusätzliche A330-300 sollen zunächst für mehr Kapazität sorgen, bevor ab 2030 die neuen Airbus A330-900 kommen. Gleich 20 Exemplare wurden bestellt, es gibt Optionen für weitere Maschinen. Zusammen mit den jungen A350 könnte SAS damit auch die Langstreckenflotte in den kommenden Jahren deutlich vergrößern.
Hier ein Blick auf die Flotten der Lufthansa Group:
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- Das ist die aktuelle Brussels Airlines Flotte 2024
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- Das ist die aktuelle Edelweiss Flotte 2025
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